150 Jahre rote Ampeln

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Andreazzz

Guest
Heute vor 150 Jahren war die Geburtsstunde der ersten Lichtzeichenanlage der Welt in London.
Die Ampel war 6,50m hoch und wog 5 Tonnen.
Die Ampel wurde mit Gas betrieben und ist nach 3 Wochen explodiert.

Die erste Ampel in Deutschland wurde übrigens 1924 in Berlin installiert und ein durchschnittlicher Autofahrer verbringt
angeblich 14 Tage seines Lebens beim Stehen vor roten Ampeln.
Gefühlt habe ich bestimmt schon 3 Wochen auf Grün gewartet... :(
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Interessant.

Bin jetzt auch auf Heise über dieses Ereignis gestolpert.
Vielleicht noch ein paar Anmerkungen dazu (aus dem Heise-Artikel):
Sie wurde durch einen Polizisten bedient (hatte also keinen automatischen Zyklus) und signalisierte allen Kutschen und Reitern gleichzeitig halt bzw. freie Fahrt.
Der Verkehr wurde also noch nicht richtungsgebunden geregelt, so wie heute.

Nach der Explosion blieb sie aber noch etwa 3 bis 4 Jahre in Betrieb, dann war erstmal Schluss mit Ampeln.
Die erste Ampel in Deutschland wudde übrigens 1924 in Betrieb genommen.
 
Gemeinden, die heute noch Ampeln bauen, sind auch von vorgestern !

Heutzutage sollte man nur noch Kreisel bauen und dem Verkehr seinen Fluss lassen ...

Dann wäre auch die Luft besser ...
 
Gemeinden, die heute noch Ampeln bauen, sind auch von vorgestern !

Heutzutage sollte man nur noch Kreisel bauen und dem Verkehr seinen Fluss lassen ...

Dann wäre auch die Luft besser ...
Recht pauschale Aussage. Es gibt durchaus Bereiche an denen Ampeln mehr Sinn machen.
Selbst die Franzosen habe im Laufe der letzten Jahre einige Kreisverkehre wieder durch Ampeln ersetzt.
 
Nach der Explosion blieb sie aber noch etwa 3 bis 4 Jahre in Betrieb, dann war erstmal Schluss mit Ampeln.
Die erste Ampel in Deutschland wudde übrigens 1924 in Betrieb genommen.


Hatte der WDR 4 heute Morgen etwas anders berichtet, aber ich habe es mal im 1.Beitrag korrigiert!
 
Recht pauschale Aussage. Es gibt durchaus Bereiche an denen Ampeln mehr Sinn machen.
Selbst die Franzosen habe im Laufe der letzten Jahre einige Kreisverkehre wieder durch Ampeln ersetzt.
Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Man könnte sicherlich einen Großteil der Ampeln durch Kreisverkehre ersetzten. Aber zumindest in meiner Region scheint sich der Kreisverkehr nicht durchsetzten zu können.
 
Ob Ampel oder Kreisverkehr den Verkehrsfluss besser regeln (könnten), ist meiner Ansicht nach ganz wesentlich von der jeweiligen Verkehrssituation, von der Kompetenz und dem guten Willen der Planer sowie vom Umgang der Autofahrer mit Kreisverkehr und Ampel abhängig.

Solange beim Herausfahren aus dem Kreisverkehr nur geschätzt etwa jeder Fünfte blinkt, kann ein Kreisverkehr sein eigentliches Durchflussvermögen nicht einmal annähernd erbringen. Das liegt dann aber nicht am (eigentlich gut gemeinten) Kreisverkehr sondern an den Deppen, die nicht weiter als bis vor ihre eigene Motorhaube sehen und denken können oder wollen.

Solange Ampeln mit großem Aufwand und viel Akribie so programmiert werden, dass jeglicher Individualverkehr möglichst zum Erliegen kommt und man beim Überfahren einer Schleife Rot statt Grün anfordert - wie in der Kleinstadt, in der ich wohne - taugt auch eine Ampel nicht als regulierende Maßnahme.

Solange der Erste, der an der roten Ampel steht, beim Umspringen auf Grün erst noch seine whatsapp-Nachricht zuende schreiben muss und jeder Weitere dahinter erst mal stehen bleibt, bis der Vordermann 30 Meter weg ist, kann auch die beste Ampel nicht den eigentlich möglichen Durchfluss erbringen.

Solange Autofahrer die Zeit, die sie wegen der zuende geschriebenen whatsapp-Nachricht vertrödelt haben, an der nächsten Ampel aufzuholen versuchen, indem sie einfach drüberfahren, obwohl längst Rot ist (und die drei dahinter Fahrenden auch noch) und dabei gerne auch die gesamte Kreuzung blockieren und denen, die Grün haben, den Weg versperren, kann auch eine eigentlich gut geschaltete Ampel nerven.

Beides, Kreisverkehr und Ampel hat seine Berechtigung - wenn es sinnvoll geplant und betrieben wird und wenn wir Autofahrer es mal schaffen würden, situationsgerecht damit umzugehen. Schaffen wir aber nicht...

Gruß
mabel
 
... wenn wir Autofahrer es mal schaffen würden, situationsgerecht damit umzugehen. Schaffen wir aber nicht...


Beispiel Kreisverkehr:

Bei uns schießt der Berufsverkehr morgens geradeaus mit Affenzahn und ohne Rücksicht nur so über den Kreisel.
Muss ja wohl, wenn man pünktlich auf der Arbeit sein und vorher noch seinen Kaffee to Go haben muss.
Da wird man angeblinkt und angehupt, wenn man sich dann mal erlaubt, auch von der Seite einzufahren und das Durchfahrtstempo etwas abzubremsen.
Ich glaube, da ist der Sinn einer Ampel leichter zu verstehen?
 
Beispiel Kreisverkehr:

Bei uns schießt der Berufsverkehr morgens geradeaus mit Affenzahn und ohne Rücksicht nur so über den Kreisel.
Muss ja wohl, wenn man pünktlich auf der Arbeit sein und vorher noch seinen Kaffee to Go haben muss.
Da wird man angeblinkt und angehupt, wenn man sich dann mal erlaubt, auch von der Seite einzufahren und das Durchfahrtstempo etwas abzubremsen.
Ich glaube, da ist der Sinn einer Ampel leichter zu verstehen?
Naja, wer im Kreisverkehr ist, hat Vorfahrt.
Würde da jemand von der Seite reinziehen, würde er auch von mir die Hupe bekommen.
 
Naja, wer im Kreisverkehr ist, hat Vorfahrt.
Würde da jemand von der Seite reinziehen, würde er auch von mir die Hupe bekommen.
Ja aber genau dass ist das rechtliche Problem bei einem Kreisverkehr!
Bei einem kleinen Kreisverkehr ist schwer zu beurteilen, wer als erster in den Kreisverkehr eingefahren ist. Das kann dann auch der sein, der vermeintlich hinter dem anderen gewesen sein soll.
Dann müssen Gutachter und Richter feststellen, ob es eine Missachtung der Vorfahrt war, oder ein Auffahrunfall - auch wenn es ein Seitentreffer war.

Wir haben hier auch so ein Kreisverkehr, wo es regelmäßig zu Spannungen kommt. Früher war die eine Straße eine Hauptstraße und die andere eine Nebenstraße. Dann kam der kleine Kreisverkehr mit dem überfahrbaren Kreisel in der Mitte. Viele, die auf der vermeintlichen Hauptstraße unterwegs sind, knallen da nahezu ungebremst durch. Die Fahrer aus der vermeintlichen Nebenstraße fahren aus Gewöhnung langsam ein. Ich habe schon öfters miterlebt, dass Fahrer auf der Hauptstraße dann hupend in den Kreisverkehr einfahren, obwohl das Fahrzeug von der Seitenstraße schon halb im Kreisverkehr drin war.

Imho müsste man die Vorfahrtregelung ähnlich gestallten wie auf öffentlichen Parkplätzen: Es gibt keine Vorfahrt, es gilt die gegenseitige Rücksichtnahme. Sofern nicht einer der Parteien extrem rücksichtslos gefahren ist, bleibt jeder auf seinen Schaden sitzen.


Edit:
@Jack Blues
Nur für den Fall das es missverstanden wird: Mit meiner Beschreibung über den hupenden in-den-Kreis-Fahrer bist ausdrücklich Du NICHT gemeint. Ich will hier niemanden irgendwas unterstellen. Zumal ich bei Deiner Aussage von einem großen Kreisverkehr ausgehe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Alles gut. Ich habe morgens genau zwei Kreisverkehre zu absolvieren. Beide zählen zu den größeren. An die kleinen habe ich tatsächlich nicht gedacht.
 
Ja aber genau dass ist das rechtliche Problem bei einem Kreisverkehr!
Bei einem kleinen Kreisverkehr ist schwer zu beurteilen, wer als erster in den Kreisverkehr eingefahren ist. Das kann dann auch der sein, der vermeintlich hinter dem anderen gewesen sein soll.
Dann müssen Gutachter und Richter feststellen, ob es eine Missachtung der Vorfahrt war, oder ein Auffahrunfall - auch wenn es ein Seitentreffer war.

Wir haben hier auch so ein Kreisverkehr, wo es regelmäßig zu Spannungen kommt. Früher war die eine Straße eine Hauptstraße und die andere eine Nebenstraße. Dann kam der kleine Kreisverkehr mit dem überfahrbaren Kreisel in der Mitte. Viele, die auf der vermeintlichen Hauptstraße unterwegs sind, knallen da nahezu ungebremst durch. Die Fahrer aus der vermeintlichen Nebenstraße fahren aus Gewöhnung langsam ein. Ich habe schon öfters miterlebt, dass Fahrer auf der Hauptstraße dann hupend in den Kreisverkehr einfahren, obwohl das Fahrzeug von der Seitenstraße schon halb im Kreisverkehr drin war.


Genau das meinte ich, Du hast es nur schöner ausgedrückt... :t
 
Also Vorfaht würde ich nach Marke regeln. Immer erst Mercedes, dann BMW, dann der restliche Plunder. :D

Zum Kreisverkehr: hier kennt ja bis heute fast kein Verkehrsteilnehmer die Regelung für Fußgänger und Radfahrer (unterscheidet sich auch noch) beim ein uns ausfahren aus dem Kreisverkehr. Da ist eine Ampel meist etwas eindeutiger.
 
Zum Kreisverkehr: hier kennt ja bis heute fast kein Verkehrsteilnehmer die Regelung für Fußgänger und Radfahrer (unterscheidet sich auch noch) beim ein uns ausfahren aus dem Kreisverkehr. Da ist eine Ampel meist etwas eindeutiger.

Das stimmt, habe ich erst dieses Jahr gelernt. Das Ausfahren aus dem Kreisverkehr ist praktisch ein Rechtsabbiegen, bei dem ich auf Fußgänger (und Radfahrer) achten muss.
 
Wir haben damit viel zu wenig Übung, ich meine aber nach meiner Beobachtung (etliche Touren durch Frankreich und einer Woche Linksverkehr auf Malta, dort wird äußerst aggressiv in den Kreisverkehr eingefahren) das Ampeln unverzichtbar sind, gerade wenn es vielbefahrene Straßen sind mit mehreren Einmündungen. Zudem sind Fußgänger im Nachteil.
Stimmt schon, der Verkehr läuft zwar immer irgendwie, aber dafür muß man ziemlich ortskundig sein um zu wissen welche Route zu welcher Zeit verstopft ist, da Kreisverkehre keine Verkehrsbeeinflussung ermöglichen, z.B. durch angepasste Rot/Grünphasen.
Beides hat seine Berechtigung.


so was ist allerdings etwas zu komplex, erinnert mich an Malta: dort waren auch manchmal kaum erkennbare Punkte auf der Straße, das war dann ein Kreisverkehr. Auf Malta gibt es auch kein links-vor-rechts, jede Einmündung hat kaum noch lesbare Zeichen auf dem Asphalt, die regeln wer zuerst darf. Hält sich nur selten jemand dran - wer zuerst kommt malt zuerst.
 

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Mein Arbeitskollege erzählte mir heute, in Österreich gilt im Kreisel immer Rechts vor Links????
Würde mir dann im Nachhinein auch einleichten, wieso sich der Ösi im letzten Jahr im Zillertal so über mich aufgeregt hat, ich war mir mnämlich keinerlei Schuld bewusst
und wusste überhaupt nicht, was der von mir wollte!
In den "unechten" deutschen Kreiseln in Wohngebieten oder Tempo-Zonen ist das ja auch der Fall.
 
Das stimmt, habe ich erst dieses Jahr gelernt. Das Ausfahren aus dem Kreisverkehr ist praktisch ein Rechtsabbiegen, bei dem ich auf Fußgänger (und Radfahrer) achten muss.
Faszinierend wird es wenn der radweg am Kreisverkehr schilder hat. Dann muss man nämlich entweder die Radfahrer nie beachten oder beim ein und ausfahren, die Fußgänger aber nur beim Ausfahren. So eine typisch deutsche Regelung halt. Am Besten immer die StVO parat liegen haben.
 
Faszinierend wird es wenn der radweg am Kreisverkehr schilder hat. Dann muss man nämlich entweder die Radfahrer nie beachten oder beim ein und ausfahren, die Fußgänger aber nur beim Ausfahren. So eine typisch deutsche Regelung halt. Am Besten immer die StVO parat liegen haben.

Bei uns gibt es unmittelbar hinter jeder Ausfahrt des Kreisverkehrs einen Fußgängerüberweg.
Und wenn dann da jemand drüber will, gibt das immer einen plötzlichen Rückstau in den Kreisel rein.
Ein Wunder, das da (meines Wissens) noch keiner seinem Vordermann ins Handschuhfach geguckt hat.
Ein Planer der Gemeinde hat mir erzählt, dass muss gesetzlich so sein, wegen der Verkehrssicherheit.
 
Bei uns gibt es unmittelbar hinter jeder Ausfahrt des Kreisverkehrs einen Fußgängerüberweg.
Und wenn dann da jemand drüber will, gibt das immer einen plötzlichen Rückstau in den Kreisel rein.
Ein Wunder, das da (meines Wissens) noch keiner seinem Vordermann ins Handschuhfach geguckt hat.
Ein Planer der Gemeinde hat mir erzählt, dass muss gesetzlich so sein, wegen der Verkehrssicherheit.
Ich wüsste jetzt nicht, dass es so sein muss. Bei Kreißverkehren haben Fußgänger grundsätzlich Vorrang gegenüber den ausfahrenden Verkehr, da das ein Abbiegen ist.
Insofern hebt ein Zebrastreifen die gesetzliche Regelung nur noch einmal visuell hervor.
Wenn da ein Radweg ist, dann haben die Radfahrer ebenfalls ein Vorrecht an der Ausfahrt. Das wird aber gerne durch Zeichen 205 (Vorfahr gewähren) unterbunden.
Blöd nur, dass der Autoverkehr im Kreisel praktisch nie darüber unterrichtet wird. Darüber hat sich ja Cheffe123 bereits ausgelassen.

Nachtrag: Im Falle eines Radweges hat der Radfahrer auch an der Einfahrt Vorrang, im Gegensatz zum Fußgänger. Die Anzahl der Möglichen Kombinationen an ein und Ausfahrten, die nun entstehen können, kann sich jeder selbst ausrechnen.
 
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