Verstappen ist Weltmeister

Inzwischen können wir bestätigen, dass Mercedes in der Tat mit einem Anwalt aufgetaucht ist. Bei Red Bull findet man das nicht so witzig. Ein Sprecher erklärt: "Wir sind ein Rennteam. Wir sind nicht mit einem Anwalt hergekommen. Wir sind nicht hergekommen und waren bereit für einen Protest."
 

Jubel bei Red Bull​

Unser Kollege Jonathan Noble vor Ort meldet, dass bei Red Bull großer Jubel ausgebrochen ist. Das spricht dafür, dass das Ergebnis nun final und Verstappen Weltmeister ist. Wir warten weiter auf ein offizielles Dokument.

Offiziell!​

Jetzt haben wir ein offizielles Dokument von der FIA. Der Protest wurde in der Tat abgewiesen. Max Verstappen ist Weltmeister!

Formel-1-Liveticker: Auch zweiter Mercedes-Protest abgewiesen!​

Aktuell im Formel-1-Liveticker: +++ Verstappen überholt Hamilton in letzter Runde +++ Mercedes legt doppelten Protest ein +++ Konstrukteurstitel an Mercedes +++​



20:10 Uhr

Begründung​

Die Stewards sind zu dem Schluss gekommen, dass Artikel 15.3 Michael Masi die volle Kontrolle über das Safety-Car gibt. Das beinhalte auch, das Safety-Car zurück an die Box zu holen. Man stimmt zwar zu, dass Artikel 48.12 nicht komplett umgesetzt wurde. Dieser werde aber von Artikel 48.13 überstimmt. Den Artikel werden wir uns gleich noch einmal genauer anschauen.

Zunächst die Begründung im Wortlaut:

"The Stewards consider that the protest is admissible."

"Having considered the various statements made by the parties the Stewards determine the following:"

"That Article 15.3 allows the Race Director to control the use of the safety car, which in our determination includes its deployment and withdrawal."

"That although Article 48.12 may not have been applied fully, in relation to the safety car returning to the pits at the end of the following lap, Article 48.13 overrides that and once the message 'Safety Car in this lap' has been displayed, it is mandatory to withdraw the safety car at the end of that lap."

"That notwithstanding Mercedes' request that the Stewards remediate the matter by amending the classification to reflect the positions at the end of the penultimate lap, this is a step that the Stewards believe is effectively shortening the race retrospectively, and hence not appropriate."

"Accordingly, the Protest is dismissed. The Protest Deposit is not refunded."
 

48.13​

In Artikel 48.13 heißt es, dass das Safety-Car in der gleichen Runde an die Box kommen muss, in der die Nachricht "SAFETY CAR IN THIS LAP" erscheint. Deswegen galt die Regel auf 48.12, das Safety-Car erst eine Runde später reinzuholen, nach Ansicht der Stewards nicht. Trotzdem etwas seltsam, denn man hätte die Nachricht ja auch einfach erst eine Runde später anzeigen können.

Hier der Artikel 48.13 im Wortlaut:

"When the clerk of the course decides it is safe to call in the safety car the message 'SAFETY CAR IN THIS LAP' will be sent to all Competitors via the official messaging system and the car's orange lights will be extinguished. This will be the signal to the Competitors and drivers that it will be entering the pit lane at the end of that lap."

"At this point the first car in line behind the safety car may dictate the pace and, if necessary, fall more than ten car lengths behind it."

"In order to avoid the likelihood of accidents before the safety car returns to the pits, from the point at which the lights on the car are turned out drivers must proceed at a pace which involves no erratic acceleration or braking nor any other manoeuvre which is likely to endanger other drivers or impede the restart."

"As the safety car is approaching the pit entry the SC boards will be withdrawn and, other than on the last lap of the sprint qualifying session or the race, as the leader approaches the Line the yellow flags will be withdrawn and a green flag and/or green light panel will be displayed at the Line."
 
Nun ja, Mercedes kündigt Berufung an.

48 Stunden haben sie Zeit, darüber zu entscheiden, ob oder auch nicht.

War auch nicht anders zu erwarten.
 
Nun ja, Mercedes kündigt Berufung an.

48 Stunden haben sie Zeit, darüber zu entscheiden, ob oder auch nicht.

War auch nicht anders zu erwarten.
"Noch hat Mercedes keine Berufung eingelegt. Man hat lediglich seine Absicht einer Berufung angekündigt. Das Team hat nun 48 Stunden Zeit, um darüber zu entscheiden, ob man wirklich in Berufung gehen wird."

Bis Silvester werden wir hoffentlich wissen wer Waldmeister ist. &::j:eek: :o:confused:
 
Das kann doch kein echter Freund des Sports mehr nachvollziehen :sick:

Will Mercedes seinen sportlichen Ruf um jeden Preis versauen?
 
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Reaktionen: H-P
Nur mal so zur Info, das Mercedes-AMG Petronas F1 Team gehört zu je 33,33 Prozent Toto Wolff, Daimler AG und INEOS.

Ich könnte mir denken, daß gerade bei Toto Wolff verletzte Eitelkeit dafür sorgt bis zum letzten Moment alles für einen Sieg am grünen Tisch zu tun.
 
Ich hoffe, dass nächstes Jahr alle so fahren wie Verstappen, dann ist wenigstens Action und mehr Schrott drin. Ich wäre in dem Zusammenhang aber dafür, dass die Ausrollzonen wieder etwas reduziert werden, damit Fehler und übertriebenes Racing eben auch konsequent bestraft werden. Da reicht vermutlich schon ein Kiesbett direkt neben der Strecke.

Heute kann sich jeder alles erlauben und es passiert nichts. mit Sport hat das nix zu tun. Wie man es auch machen kann hat heute Perez gezeigt - sowas ist Racing und nicht Abdrängen und auf die Schippe nehmen, was die beiden heuer gleich mehrfach abgeliefert haben. So gesehen hat es weder Verstappen noch Hamilton verdient, wobei der von Verstappen geprägte Begriff „hartes Racing“ vermutlich nächstes Jahr ohnehin Schule machen wird, wenn man einen Blumentopf gewinnen will. Und man kann nur hoffen, dass dann alle so reagieren wie Hamilton und nachgeben und nicht wie Verstappen in Silverstone. Sonst geht das Jahr 2022 als tödlichstes Jahr der Formel 1 in die Geschichte ein.

Vielleicht wären weniger Regeln sinnvoller. Sowohl Verstappen, als auch Hamilton haben dieses Jahr das in die Kurve bremsen neu definiert: wenn’s nicht reicht, dann wird der andere schon ausweichen. Nach Brasilien hat Verstappen es ja selbst gesagt, dass er dachte das sei erlaubt, weil es nicht sanktioniert wurde. Es ist nur nichts passiert, weil Hamilton die Lenkung aufgemacht hat. Verstappen tat das in Silverstone nicht und es hat heftig gekracht. Mir geht es hier nicht über Schuld oder Unschuld, aber wer sowas noch als Sport ansieht der definiert den Rennsport anders als ich.

für mich war’s das mit der Formel 1, denn wenn dann will ich sowas sehen wie Perez heute abgeliefert hat, aber keine Fahrweise nach dem Motto “dem anderen ist sein Leben hoffentlich mehr wert und gibt freiwillig nach“. Früher hat sich das selbst reguliert, da der Tod immer mitfuhr. Man musste schon drauf vertrauen, dass keiner - auch sein Gegner es nicht übertreibt. Schöne alte Welt.
 
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