AW: Es ist vollbracht - Öltemperaturanzeige im Z4
Mal ne Frage: Warum sollte eigentlich das Öl so viel länger brauchen, um warm zu werden, als das Wasser. Das Wasser wird ja schließlich gekühlt, das Öl nicht. Außerdem ist es doch noch "dichter" dran an der Wärmequelle, dem Zylinder. Und es hält die Wärme ja auch wesentlich länger als das Wasser. Wer kann mir das mal genau erklären?
Hi,
das Wasser wird nicht ausschließlich zu Kühlung des Öls benutzt sondern durchströmt in Kanälen Motorblock und Zylinderkopf. Wird also zur Kühlung des Motors selbst eingesetzt. Durch die vielen Kanäle hat das Wasser eine große Kontaktfläche zu den wärmeführenden Teilen wie Zylinderkpopf und Kurbelgehäuse
zur Aufnahme und Abfuhr von Wärme. Die wird dann über den Wasserkühler abgegeben.
Das Öl selbst wird zur Schmierung der beweglichen Teile im Motor benutzt
nicht primär zu Wärmabfuhr. Wobei das Öl durch Kontakt mit Motorteilen natürlich auch aufgeheizt wird.
Die Auslegung des Wassermantels im Motor erfolgt auf optimale Kühlung hin (also hohe Wärmeaufnahme und Abfuhr) die des Ölkreislaufs auf eine optimale Schmierung. Demzufolge wird das Wasser auch schneller warm.
Beim Kaltstart wird das Wasser in einem kleineren Primärkreislauf nur im Motor umgepumpt um das Aggregat schneller auf Betriebstemperatur zu bekommen.
Ab einer bestimmten Temperatur öffnet dann das Thermostat und ein sekundärer, größerer Warrerkreislauf (incl. Wasserkühler) wird dann durchströmt..
Effekt bei defektem Thermostat ist entweder sehr zögerliches Warmwerden oder die Wassertemperaturanzeige steigt in den Roten Bereich - der Motor wird also zu heiß....
Sogenannte Öl-Wasser Wärmetauscher werden zur Kühlung von Motor- oder Getriebeöl benutzt.
Das Öl selber wird bei vielen Motoren auch gekühlt - mittels Ölkühler der auch vom Fahrtwind durchströmt wird (Öl-Luft-Wärmetauscher).
Das Kühlwasser gibt auch nach Abstellen des Motors über den Kühler große Mengen an Wärme ab, kühlt also an der Stelle schneller ab als der Motorblock und da sich darin befindende Öl.
Grüßle