ABS - rückwärts?

smarti-s

macht Rennlizenz
Registriert
25 Oktober 2006
Ort
AC
Wagen
BMW Z3 coupé 3.0i
Nur mal so die Frage: funktioniert das ABS eigentlich auch beim "Rückwärts-Fahren"?
Ich hab's noch nicht ausprobiert.....

Hier gibt's doch sicherlich jemanden, der genauere Infos dazu hat, oder? ;)
 
Ich glaube schon das es Rückwärts auch funktioniert...bin schon öffters mal ,,ruppig" rückwärts gefahren und da hat es eingegriffen.
 
Also die Frage kam hier mal in einer Diskussion auf und keiner konnte das so richtig beantworten. - Daher überhaupt die Frage!

Theorie:
1. Auto fährt steilen Berg runter und bremst. ABS greift und regelt.
2. Auto fährt steilen Berg runter und bleibt stehen (auf glattem Untergrund). Auto bekommt einen Stoß (alles bei stehenden Rädern) und fängt dann an zu rutschen. Greift dann das ABS oder müssen sich dazu erst einmal die Räder wieder drehen?
3. beide Beispiele dann mal rückwärts durchdenken mit der Frage: was passiert dann?

Jaja ich weiß, reine Theorie! Vielleicht auch etwas hirnrissig, aber bei so manchen Diskussionen kommen schon mal die verrücktesten Theorien auf...... :rolleyes5
Vielleicht weiß ja jemand eine Antwort dazu?

Greez von hier,
Achim
 
Also mein Verstand sagt mir das es egal sein sollte weil das ABS ja nicht abhängig ist ob du vorwärts oder rückwärts fährst sondern erst reagiert wenn die Reifen blockieren würden folgedessen sollte es immer funktionieren weil es durch den Bremsvorgang ausgelöst wird.
 
[quote="smarti-s, post: 1576706, member: 5064"
2. Auto fährt steilen Berg runter und bleibt stehen (auf glattem Untergrund). Auto bekommt einen Stoß (alles bei stehenden Rädern) und fängt dann an zu rutschen.
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damit abs eingreift müssen sich die räder drehen. der sensor merkt ja nix wenn sich nix dreht.
der hat ja keinen fliehkraftsensor.. :) und selbst wenn, dann gehen eher die airbags auf, als dass der wagen merkt dass abs benötigt wird :-)
 
So rein theoretisch gedacht macht es doch keinen Sinn, wenn das ABS bis zum Stillstand am Regeln ist - das heißt, es gibt eine untere Grenzgeschwindigkeit (immer "Radrehzahl der Räder", nicht des eventuell rutschenden Fahrzeugs) bei der es ohnehin nicht mehr regelt.

Besonders blöd für das ABS ist eine Bremsung auf Eis. Die Bremse macht zu und das ABS denkt "hopsa, das ging aber schnell mit dem Blockieren" ... also wird die Bremse aufgemacht und dank der Eisoberfläche drehen sich die Räder im Idealfall nur noch ganz langsam. beim nächsten Schließen der Bremse legt sich das ABS einfach mal so schlafen und denkt "och, ich stehe - da tu ich nix."

Auch interessant: Der Fahrer bremst auf Eis und dreht sich - während er gerade quer rutscht, drehen sich die Räder nicht mehr - er dreht weiter und das ABS schlummert gemütlich vor sich hin obwohl der Fahrer wieder in Fahrtrichtung gedreht wird.

... nur rein theoretisch, ich hab gerade keine Lust mich da mal tiefer reinzufragen.
 
...... Auch interessant: Der Fahrer bremst auf Eis und dreht sich - während er gerade quer rutscht, drehen sich die Räder nicht mehr - er dreht weiter und das ABS schlummert gemütlich vor sich hin obwohl der Fahrer wieder in Fahrtrichtung gedreht wird......

das hab ich gar nicht mehr dran gedacht :)
beim letzen fahrsicherheitstraining haben wir das extra erfahren sollen ob sich da was tut mit abs.
nein tut sich nix wenn du quer stehst. erst wenn die räder wieder, egal wie rum, sich am drehen befinden. erst dann greift wieder abs.
aber mit welcher geschwindikeit muss sich ein rad drehen, dass abs wieder greift?


.
 
aber mit welcher geschwindikeit muss sich ein rad drehen, dass abs wieder greift?

Hilft Dir der exakte Wert weiter?

Oder ist es egal ob das 10 1/min, 30 1/min oder doch 60 1/min sind?

... rein "qualitativ" muss sich der Einsatz des ABS ja "lohnen", also das Fahrzeug lenkbar halten um einen "schmerzhaften" Aufprall zu vermeiden. Bei unter 10 km/h tut nix mehr weh, da geht nur das Blech kaputt. Also muss das ABS nicht mehr zwingend regeln. Es kann aber auch sein, dass es so feinfühlig ist und noch bei 5 km/h regelt ... ist aber tendenziell auch egal.

Beim "Rückwärts-ABS" gibt es noch ein weiteres Argument, dieses sogar zu verhindern:
Rückwärts sind Menschen ohnehin nicht in der Lage einem Hindernis noch irgendwie geschickt auszuweichen, also einfach Bremse zu machen und beten, dass der Bremsweg kurz genug ist.
Sollte die Bremse entgegen dem Fahrerwunsch aufgemacht werden, kann das bei Automatikfahrzeugen wunderbar auf den Antriebsstrang gehen ... nicht so schön, wenn der Motor dann entgegen seiner Drehrichtung gedreht wird (bei einem Dreher, also ungeplanten Rückwärtsfahrt).
Bei Schaltfahrzeugen wird der Motor hoffentlich schnell genug abgewürgt, wenn's das Auto as der Vorwärtsfahrt einmal umdreht.

In wiefern Automatikfahrzeuge auch schon automatisch bei einem Dreher in neutral schalten weiß ich gerade nicht ...
 
Auch die Fahrzeuggeschwindigkeit spielt eine Rolle, da unterhalb einer Grenzgeschwingkeit (irgendwo habe ich mal was von 6km/h gelesen) das ABS nicht mehr regelt. Ein Blockieren der Räder ist da für die Fahrstabilität nicht mehr kritisch, dafür hat das erhebliche Vorteile auf Schnee oder losen Untergründen. Wenn nun aber das ABS ein Geschwindigkeitssignal für die Funktion benötigt, dürfte es bei Rückwärtsfahrt nicht aktiviert werden. Oder zeigt der Tacho heutzutage auch die Fahrt achteraus an? Ich gestehe darauf nie so richtig geachtet zu haben.
 
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