Anruf von BMW

Der Beruf des Verkäufers gehört heutzutage, ebenso wie der des Einkäufers, zu den anspruchslosesten Berufen überhaupt. Und genau mit diesem Anspruch werden diese Berufe leider auch nur allzu oft ausgübt. So nimmt es nicht Wunder, dass in diesem Forum sicherlich jeder seine kleine Geschichte zu erzählen hat.

Umso mehr weiß man dafür aber auch die Verkäufer der "alten Schule" zu schätzen, ebenso die jungen Engagierten, die den Beruf ernst nehmen und mit Fachwissen, Engagement und gutem Benehmen glänzen. :) Solch' ein Verkäufer trägt die Schuld dafür, dass ich seinerzeit aus einer spontanen Laune heraus tatsächlich den E85 bestellt habe, und solche Verkäufer sind beispielsweise mitursächlich dafür, dass ich nicht wenige Anzüge durchaus gerne in volksnahen Kaufhäusern gekauft und mich dabei häufig wirklich gefreut habe, mit wieviel Kompetenz, Stil und unaufdringlichem Elan die Verkäufer der alten Schule ihren Job machen. :t

Wenn man mit dem Verkaufspersonal nicht zufrieden ist, hat man doch zumeist die Möglichkeit zu einer Alternative - ich meine den Verkäufer, nicht das Produkt -, weshalb man schlechter Beratung häufig durchaus entspannt begegnen kann. :) Bei der hier geschilderten telefonischen "Beratung" sollte man allerdings von vornherein keine nennenswerten Erwartungen haben. Diese Personen haben nun einmal keine aufwändigen Schulungen durchlaufen, sondern beziehen ihr Fachwissen im Wesentlichen aus dem Computer, vor dem sie sitzen. Wenn dann der Computer beim Z4 befremdliche Auswahlmöglichkeiten bietet, kann der arme Mensch davor dafür eher wenig. ;)

Ich habe es schon vor Jahren aufgegeben, mich über unzureichende Verkäufer zu ärgern, sondern suche mich einfach einen, mit dem es klappt. :) Ärgerlich ist es natürlich, wenn man auf jemanden angewiesen ist, und der dann die benötigte Leistung nicht bringt.
 
...
Daraufhin sagte ich Ihr dass es vielleicht ein Z4 werden könnte.
Sie stellte dann die Frage ob Roadster oder Coupé. :rolleyes5
Meine versuche Sie davon zu überzeugen das es diese Unterscheidung nicht mehr gibt, schlugen fehl.:g

Hättest du doch einfach mal von jeder Alternative ein Modell bestellt und geschaut, was dir geliefert wird. :) Beim Fernabsatz hast du doch ohnehin ein Widerrufsrecht. :+ :D
 
Ich habe es schon vor Jahren aufgegeben, mich über unzureichende Verkäufer zu ärgern, sondern suche mich einfach einen, mit dem es klappt. :) Ärgerlich ist es natürlich, wenn man auf jemanden angewiesen ist, und der dann die benötigte Leistung nicht bringt.

Du triffst den Nagel auf den Kopf...
Ich bin seit 18 Jahren als Verkäufer im Einzelhandel tätig und ärgere mich in den letzten Jahren zunehmend über die jungen, völlig unmotivierten Kollegen, denen die nächste Raucherpause wichtiger ist, als vlt. einmal 5 Min länger zu warten und einen Kunden zu bedienen. Natürlich sind einige Kunden extrem nervig (Aktuell: Wie? 4m x 4m sind nicht 4 Quadratmeter?), aber das sind ja trotzdem immer noch wenige Einzelfälle.
Mit der Einstellung "Ich versuche jeden Kunden so zu behandeln. wie ich das auch als Kunde erwarten würde!" bin ich in all den Jahren auch als ungelernter Quereinsteiger ganz gut gefahren.
 
Du triffst den Nagel auf den Kopf...
Ich bin seit 18 Jahren als Verkäufer im Einzelhandel tätig und ärgere mich in den letzten Jahren zunehmend über die jungen, völlig unmotivierten Kollegen, denen die nächste Raucherpause wichtiger ist, als vlt. einmal 5 Min länger zu warten und einen Kunden zu bedienen. Natürlich sind einige Kunden extrem nervig (Aktuell: Wie? 4m x 4m sind nicht 4 Quadratmeter?), aber das sind ja trotzdem immer noch wenige Einzelfälle.
Mit der Einstellung "Ich versuche jeden Kunden so zu behandeln. wie ich das auch als Kunde erwarten würde!" bin ich in all den Jahren auch als ungelernter Quereinsteiger ganz gut gefahren.

diese "Unmotivierten" gibt es auch bei den älteren Semestern zu Hauf. Nur da wird dieses Verhalten von der Allgemeinheit anders wahrgenommen.

Naja, und was nervige Kunden angeht: ich betrachte jeden Kunden als ein Teil meines Gehaltes .... und das kann mich nicht belasten, sondern erfreut mich.
 
diese "Unmotivierten" gibt es auch bei den älteren Semestern zu Hauf. Nur da wird dieses Verhalten von der Allgemeinheit anders wahrgenommen.

Naja, und was nervige Kunden angeht: ich betrachte jeden Kunden als ein Teil meines Gehaltes .... und das kann mich nicht belasten, sondern erfreut mich.

So ist es; Ärgern, wundern, vergessen ... und weiter geht´s mit den Nächsten!
 
Schlechte Verkäufer gibt es ja in jeder Branche. Dabei will ich nicht mal sagen dass diese Verkäufer unmotiviert sind.
Aber ihnen fehlt einfach oftmals das nötige Fachwissen.

Ich bin Inhaber eines Handwerksbetriebes (Heizung/Sanitär). Lasse mich von diversen Großhändlern aus der Umgebung beliefern.

Bei den meisten Großhändlern besteht der Aussen- und Innendienst aus reinen Kaufleuten. Diese haben von
den Materialen und der Technik die sie verkaufen wenig Ahnung.

Aber mittlerweilen gibt es einige kleinere Händler die dies erkannt haben. So sitzen dort im Innendienst gelernte Installateure,
im Aussendienst werden sogar Meister eingesetzt.

Sicher kostet das Geld. Somit kaufe ich dort auch nicht so günstig ein wie bei anderen. Aber es erspart mir viel Ärger und
auch Zeit. Materialrückgaben wegen Falschlieferungen gibt es eigentlich gar nicht mehr. Auch muss ich nicht mehr
viele Kilometer fahren um falsch geliefertes Material durch das Richtig zu ersetzen.

Wie Brumm schon schrieb. Einkaufen soll auch Spass machen. Und es macht Spass wenn alles reibungslos läuft.

Geiz ist nicht alles! Denn ich erwarte genau den gleichen Service von meinen Lieferanten wie ihn meine Kunden von
mir erwarten. Das geht nur mit gut geschultem Fachpersonal, welches leider leider leider fast nicht zu bekommen ist.
 
So ist es; Ärgern, wundern, vergessen ... und weiter geht´s mit den Nächsten!

Nicht ärgern, einfach unter Ulk verbuchen und Ablage P

Ein Verkäufer hat leider einen niedrigen gesellschaftlichen Status. Das sieht man schon an den vielen schadenfrohen Threads, wenn man/frau mal wieder jemanden übervorteilt hat.

Wesentlich ärger wäre es für einen "Kunden", sollte er mangelhaft bei den mit hohem Gesellschaftswert behafteten Berufen bahandelt/beraten zu werden (Ärzte, Rechtsanwälte usw.).
 
Nach heutigem Standard ist das aber schon fantastisch. Man muss heutzutage froh sein, dass man auf die Frage nach E89 Wischblaettern keinen Teller Spaghetti vorgesetzt bekommt und gefragt wird, ob man sie lieber mit 220V oder Groesse 38 will.
 
Der Beruf des Verkäufers gehört heutzutage, ebenso wie der des Einkäufers, zu den anspruchslosesten Berufen überhaupt.

Diesen Satz kann und will ich einfach nicht so stehen lassen!

Ein Verkäufer ist mir ein sehr wichtiger Miatarbeiter. Nicht zuletzt hängt es von ihm ab, ob unsere Produkte draussen beim Kunden kompetent und gut angeboten werden und der Kunde sich davon überzeugen/begeistern lässt. Ich halte das - sofern es richtig gemacht wird - keinesfalls für anspruchslos!

Sicherlich mag es vorkommen das durch "vereinzelte schwarze Schaafe" ganze Berufszweige in Misskredit geraten. Aber eine Pauschalisierung halte ich deshalb für nicht gerechtfertigt.

Ich sage ja auch nicht, dass ämtliche Anwälte mit Trekkingsandalen und Socken auf ihrer eigenen Insel sitzen und nur in dröge Paragraphenwälzer schauen :s:b.
 
Vielleicht wusste die Dame schonw as von neuen Modellen ???

Wenn man einen guten

Anwalt
Autoverkäufer
Serviceberater
Zahnarzt
Hausarzt
Versicherungsberater

hat, kommt man besser durchs Leben.
 
Diesen Satz kann und will ich einfach nicht so stehen lassen!

Ein Verkäufer ist mir ein sehr wichtiger Miatarbeiter. Nicht zuletzt hängt es von ihm ab, ob unsere Produkte draussen beim Kunden kompetent und gut angeboten werden und der Kunde sich davon überzeugen/begeistern lässt. Ich halte das - sofern es richtig gemacht wird - keinesfalls für anspruchslos!

Sicherlich mag es vorkommen das durch "vereinzelte schwarze Schaafe" ganze Berufszweige in Misskredit geraten. Aber eine Pauschalisierung halte ich deshalb für nicht gerechtfertigt.

Ich sage ja auch nicht, dass ämtliche Anwälte mit Trekkingsandalen und Socken auf ihrer eigenen Insel sitzen und nur in dröge Paragraphenwälzer schauen :s:b.

?????

ich hab doch nichts gegen Verkäufer gesagt &:

Ein Beruf, ob nun vermeintlich niedriger oder hoher Stellenwert, ist auch nicht stellvertretend für den Menschen dahinter (dann müssten Putzfrauen ja die niedrigste soziale Stufe haben ....:j)

Nicht jeder ist berufen dazu Verkäufer zu sein, dieser Beruf verlangt eine recht gute soziale Kompetenz, eine gute Identifizierung mit dem Produkt und vor allem Kreativität.

Schwarze Schafe gibt es in jedem Beruf

... nur fallen in diesem Beruf diese wohl mehr auf, da jeder Mensch in der Woche regelmäßig unterschiedlichste Bedürfnisse durch einen Einkauf abdeckt, aber nicht jeder Mensch mehrmals wöchentlich zu unterschiedlichen Ärzten, Rechtsanwälten, Architekten, Werkstätten usw. rennt.

Warum dann anderen Berufen außerhalb der Verkäufertums mit mehr Respekt (und einer gewissen Ehrerbietigkeit und Hofknicks) begegnen .... die machen auch nur einen Job .... der Ihnen hoffentlich Spaß macht ....
 
Diesen Satz kann und will ich einfach nicht so stehen lassen!

Ein Verkäufer ist mir ein sehr wichtiger Miatarbeiter. Nicht zuletzt hängt es von ihm ab, ob unsere Produkte draussen beim Kunden kompetent und gut angeboten werden und der Kunde sich davon überzeugen/begeistern lässt. Ich halte das - sofern es richtig gemacht wird - keinesfalls für anspruchslos! ...

Mir ist schon klar, dass - und vor allem: warum - das manch einer anders sieht. Bei dir kommt hinzu, dass du Anspruch mit kaufmännischer Bedeutung verwechselst.
 
Mir ist schon klar, dass - und vor allem: warum - das manch einer anders sieht. Bei dir kommt hinzu, dass du Anspruch mit kaufmännischer Bedeutung verwechselst.

Nein, das tue ich nicht!

Den Anspruch, den ich an einen Verkäufer habe, hat aber auch rein gar nichts mit der kaufmännischen Bedeutung der - von ihm auszufüllenden - Stelle zu tun.

Die Tatsache, dass ein Verkäufer benötigt wird, sagt noch lange nichts über dessen Fähigkeiten aus. Und genau darauf kommt es mir an! Mir ist klar, dass es sicherlich genug Verkäufer gibt. Aber es gibt m. E. schon deutlich weniger, die ihr "Handwerk" auch wirklich beherrschen.

Leider ist der Kostendruck in den Unternehmen oft die Zielvorgabe, dass ein Verkäufer in erster Linie "billig" zu sein hat und "Aufträge ranschaffen" soll. Da kann es dann schon einmal passieren, dass Persönlichkeiten auf die Kundschaft losgelassen werden, die einerseits die soziale Kompetenz dafür nicht mitbringen, andererseits vielleicht fachlich dafür nicht hinreichend ausgebildet wurden.

Da kann es dann schon einmal passieren, dass beim Z4 (E89) die Frage nach Roadster oder QP gestellt wird :7madz:, was in der Aussenwirkung dann beim besser informierten Kunden (wie in diesem Fall) als höchst peinlich wahrgenommen wird.
 
Wenn ein Hersteller, egal ob Autos oder sonstwas, anruft ("Outbound Calls"), sind das zu 99% Callcenter, die rein über den Preis konkurrieren. Die Agenten werden per Stille Post Prinzip "Marketing BMW => CRM Management BMW => Multiplikatoren beim Callcenter => Teamleiter beim Callcenter" für die Aktion geschult und haken dann auf dem Rechner ihren Gesprächsleitfaden ab. Um ihr kümmerliches Grundgehalt von oft nicht mal 1000 Euro brutto im Monat aufzubessern, gibts erfolgsabhängige Variablen. Im Fall des TE bestand wahrscheinlich eine Prämie auf den Abschluss des Gesprächs mit einem konkreten Beratungswunsch zu einem konkreten Fahrzeug (z. B. Z4 Roadster oder Coupe). Schade, dass das Callcenter im Leitfaden die Konfiguration der Nischenfahrzeuge nicht aktualisiert hat und insofern im Falle des Z4 kein erfolgreicher Abschluss möglich war. Das hat die Agentin offenbar zur Verzweiflung getrieben.

Dies ist nur die krasseste Seite des allseits beobachtbaren Phänomens, dass die Beratungsqualität/Produktwissen im Verkauf branchenübergreifend tendenziell abnehmend ist. Im Fall der telefonischen Dialogs sagt Marketing: "Wir müssen unseren Kundendialog intensivieren - mehr Kontakte, mehr Ansprache!" und Controlling sagt: "Schön und gut, aber kosten darf es maximal 40 Cent die Minute". Was will man da erwarten?

Letztlich ist das aber nur eine Reaktion auf gestiegenen Wettbewerb - würden Kunden die Beratungsqualität würdigen (und zwar in Form von Geld, sprich höheren Preisen), sähe es anders aus. In Zeiten von Geiz ist Geil leider kaum der Fall. Viele Menschen in Deutschland und der westlichen Welt verdienen relativ wenig und wollen trotzdem alles haben, alles konsumieren, nur kosten darf es dann eben nichts. Unsere Eltern und Großeltern waren da viel bescheidener. Wer spart heute noch auf ein Auto oder einen Fernseher? Nix da, alles sofort, Ratenzahlung, 0% Leasing, Verschuldung scheissegal, Beratung und Serviceleistung scheissegal (gemeckert wird natürlich trotzdem, wenn man dann an der Hotline nicht durchkommt). An dieser Mentalität gehen im Extremfall ganze Volkswirtschaften zugrunde, siehe Griechenland. Auch hier wurde jahrzehntelang Geld ausgegeben, dass es nicht gab.

Gruß
Daniel
 
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