Beim Thema Kilometerstand wird man nie eine Gewissheit haben. Ganz egal wo oder von wem man das Auto kauft. Beispiel: Mein Vater kauft seine Mercedes nur vom Händler, weil ihm das sicherer ist. Der Händler nimmt aber auch nur gebrauchte Wagen zurück, da kann vorher auch gedreht worden sein. Wer soll das bei den raffinierten Möglichkeiten beim manipulieren schon herausfinden? Es geht kaum!
Anhaltspunkte:
Checkheft (In Deutschland hochjauchzend umjubelt) - Wer weiß, was zwischen den Service-Intervallen passiert? Gerade bei Leasingfahrzeugen.
Abrieb an den Pedalauflagen (lol) - Kein kommentar
Verschleiß der Sitze: Bspw. mein Vater: Mercedes E200 CDI BJ.2000, 210.000km Sitze sind wie neu. Verschleiß ist da eher eine Frage der Behandlung.
Eine verschlissene Kupplung bei 100.000km -> mal im Syndikat lesen, wie viele da schon bei wesentlich weniger Kilometern schon ihre Kupplung zerlegt haben (Behandlung).
Mein Fazit: Es gibt einfach keine Garantien und selbst Verdachtsmomente lassen sich nur sehr sehr schwer nachweisen (Abrieb in den Zylindern messen etc., aber wer geht bitte so weit, seinen Motor zu zerlegen in der Gefahr, dass man am Ende doch noch auf den ganzen Kosten für den Aufwand sitzen bleiben könnte)
Zu meiner Erfahrung: Ich habe ein e46 330 Cabrio aus Italien gekauft mit 180.000km. Ledersitze sehen nicht gerade gut aus. (Nachgefärbt, aber nicht gerissen etc.). Man könnte vermuten, dass der von 250.000km oder 300.000km runtergedreht wurde. Aber der ganze Innenraum war saudreckig. Unter der Mittelkonsole war die Zigarettenasche von vorne bis unter die Armlehne durchgehend 3-4cm hoch. Der gute Vorbesitzer hat einfach den Aschenbecherbehälter ausgebaut und in die Mittelkonsole geascht. So sind sie nunmal die Südländer... Der Zustand kann also durchaus an der der Behandlung gelegen haben und nicht daran, dass das Cabrio schon 300.000km als Taxi im Einsatz war. Das Auto läuft jetzt mit 220.000km immer noch super. Kupplung und den typischen Kram an der Vorderachse musste ich wechseln.