Bausparen

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2 Juli 2011
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Mühlheim am Main
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Hallo Leute,

ich hab jetzt noch keine konkreten Pläne, wollte mich hier allerdings mal informieren.

Wie sind eurer Meinung momentan die Konditionen und welcher Anbieter hat den besten garantierten Finanzierungszins?

Das Problem ist doch im allgemeinen immer ob man einen niedrigen Zins haben möchte, oder ob man flexibel bleiben will.

Wie ihr seht habe ich keine Ahnung und würde mir gerne erstmal ein paar Erfahrungsberichte bzw. Meinungen einholen.
 
Ich persönlich habe das Bausparen über Jahrzehnte immer als eine Art der Geldanlage gesehen und daher eine höhere Verzinsung des Guthabens gewählt.
Ich hätte dann aber trotzdem immer noch die Möglichkeit eines relativ günstigen Darlehens gehabt.
Möchtest Du denn in einigen Jahren Bauen oder was kaufen und ein günstiges Darlehen in Anspruch nehmen? Dann mach´s!
Zinsen auf´s Guthaben sind derzeit uninteressant und günstigere Zinsen auf Darlehen - nicht nur bei der Bausparkasse - wirst Du so schnell wie im Moment nicht mehr bekommen.
Du wirst bei einer Auszahlung nur den Nachweis der "wohnwirtschaftlichen Verwendung" erbringen müssen.
Einfach Darlehen auszahlen lassen und z.B. ein Auto kaufen iss nicht mehr....
 
Wenn Du keine konkreten Pläne hast, langfristig planst und mit steigenden Zinsen rechnest, mach das Sinn. Wenn Du Deinen "Bedarf" (Wann benötigst Du den Kredit?) konkretisierst, kann ich auch konkreter werden
 
Wenn Du keine konkreten Pläne hast, langfristig planst und mit steigenden Zinsen rechnest, mach das Sinn. Wenn Du Deinen "Bedarf" (Wann benötigst Du den Kredit?) konkretisierst, kann ich auch konkreter werden

Ok sagen wir mal eine Bausparsumme von 400.000€, die in min. 10 Jahren ausgezahlt werden soll.
Was wäre hier sinnvoll? 500€ monatliche Spar Rate + Sonderzahlungen?
2000€ im Monat an Kreditrate?

Ich denke zeitlich bin ich da flexibel, es geht mir nur darum möglichst wenig Zinsen zu zahlen ;)
 
Ist ja ein sehr individuelles Thema

Variante a)
Du willst zeitnah bauen
-> BSV kann und "sollte" i d R Bestandteil der Finanzierung sein

Variante b)
Du willst irgendwann mal bauen und -für einen Teil der Gesamtkosten - das heutige, niedrige Zinsniveau "konservieren"
-> BSV abschließen und milde besparen kann sinnvoll sein

Variante c)
Du willst Geld sparen -mit dem Ziel der etwas besseren Rendite"
-> die attraktiven Varianten der Bausparkassen werden seltener da hier kaum noch Margen zu machen sind

Generell :
Bausparvertrag hat immer eine BSS (Bausparsumme)
Diese ermittelt sich aus deiner einmaligen / regelmäßigen Einsparung , der gewünschten Laufzeit oder auch deines Spar-/ Finanzierungsziels

Nach einer Ansparung von ca 40-50% der BSS (je nach Anbieter) soweit einer gewissen Vertragslaufzeit oder Sperrfrist kannst du :

Dein Guthaben verfügen
Dein Guthaben plus ein "günstiges" Darlehen verfügen
Oder dir das Darlehen noch ein paar Jahre warm halten lassen.

Das Darlehen muss per Nachweis wohnwirtschaftlich verwendet werden.


Es verfügt über einen festen Zins und i d R unbegrenzten Sondertilgungsmöglichkeiten.


Spartarife haben aktuell zwischen 1 und etwas über 2% Zinsen für dein Guthaben
Finanzierungstarife haben Guthabenzinsen im 0,x % Bereich und Darlehenszinsen zwischen 1,5 und 3%

Bitte lass dich nicht nur vom Zins blenden.
Oft sind gerade die Super billigen Darlehenszinsen mit sehr knackigen Mindestraten versehenn

Der günstige Zins nutzt dir später nichts wenn die potentielle Rate dein Budget massiv belastet.
 
Der Bausparvertrag dient nicht dazu, ein Haus nur mit diesem zu finanzieren, sondern wird ergänzend und mit höherer Tilgung (Rückzahlrate) eingesetzt. Eins Bausparsumme wird deshalb seeeehr selten in dieser Höhe abgeschlossen.

Meine Empfehlung ist, einen Bausparvertrag max. über 100' abzuschliessen und hierauf auch Deine vermögenswirksamen Leistungen einzuzahlen, sofern Du diese vom AG erhältst. Darüber hinaus mache einen Sparvertrag. Wenn Du etwas risikofreudig bist, ruhig Aktienfonds. Bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren könnte man es riskieren. Je näher Du an den Hausbauzeitpunkt kommst, desto risikoärmer solltest Du anlegen, d.h. rechtzeitig umschichten.
 
Dem schließe ich mich an

Wenn auch in der öffentlichen Wahrnehmung immer mit Skepsis betrachtet :

Du kannst deine Einzahlungen in den BSV auch von Onkel Riester fördern lassen
Hier winken 154 Euro Förderung p.a.
Zzgl kannst du deine Beiträge als Sonderausgaben steuerlich geltend machen

Vorteil also : Staat hilft dir beim sparen

Nachteil : später - nachdem du das Häuschen bezahlt hast - werden die Förderungen nachträglich versteuert
(Nicht jeder will nach der letzten Rate noch "Schulden beim Finanzamt" haben.

Da dein Rentner Steuersatz aber i d R günstiger als der "Arbeitnehmer Steuersatz " ist kann es sich lohnen.
 
Ok sagen wir mal eine Bausparsumme von 400.000€, die in min. 10 Jahren ausgezahlt werden soll.
Was wäre hier sinnvoll? 500€ monatliche Spar Rate + Sonderzahlungen?
2000€ im Monat an Kreditrate?

Ich denke zeitlich bin ich da flexibel, es geht mir nur darum möglichst wenig Zinsen zu zahlen ;)


Na, das ist doch eine Hausnummer!
Um über 400.000 Euro verfügen zu können, musst Du ein Guthaben von 40% bis 50% (je nach Vertrag) angespart haben, d.h. minimum 160.000 Euro, den Rest finanziert dann die Bausparkasse.
Auf 10 Jahre gerechnet solltest Du also monatlich minimum 1400 Euro zahlen, sonst haut´s nicht hin, schon gar nicht mit 500 Euro!
Wie sich die Zinsen zur Zeit verhalten kann ich Dir nicht sagen, ich habe noch ziemlich alte Verträge! :) :-)
Ich empfehle dringend einen seriösen Berater aufzusuchen, z.B. SchwäbischHall-Mitarbeiter über die Volksbank erfragen.
Die Sparkassen arbeiten mit der LBS zusammen!
 
In der Regel fallen 1% der BSS als kosten für den Abschluss an.
Diese werden mit den Beiträgen verrechnet
 
Hey,

ich danke euch für eure Ratschläge! Trotzdem blicke ich immer noch relativ wenig durch, ich tendiere momentan in die Richtung "Holzhütte im Wald" ;)

Wenn ich jetzt sagen wir mal ein Haus für 400.000€ kaufen will in 10 Jahren (Beides erstmal abstrakte Zahlen, ich denke nicht dass das Haus so teuer wird, es ist halt nur ein maximal Beispiel), wie sähe dann eine vernünftige Kapital Anhäufung und Kredit Finanzierung aus?
 
Na, das ist doch eine Hausnummer!
Um über 400.000 Euro verfügen zu können, musst Du ein Guthaben von 40% bis 50% (je nach Vertrag) angespart haben, d.h. minimum 160.000 Euro, den Rest finanziert dann die Bausparkasse.
Auf 10 Jahre gerechnet solltest Du also monatlich minimum 1400 Euro zahlen, sonst haut´s nicht hin, schon gar nicht mit 500 Euro!
Wie sich die Zinsen zur Zeit verhalten kann ich Dir nicht sagen, ich habe noch ziemlich alte Verträge! :) :-)
Ich empfehle dringend einen seriösen Berater aufzusuchen, z.B. SchwäbischHall-Mitarbeiter über die Volksbank erfragen.
Die Sparkassen arbeiten mit der LBS zusammen!

Die 500€ habe ich ja nur deshalb so gering gewählt, weil ich die Sonderzahlungen mitbedacht habe.
Ja seriöse Berater ist so ne Sache. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass die LBS zwar gut berät aber keine guten Konditionen hat.
 
In der Regel fallen 1% der BSS als kosten für den Abschluss an.
Diese werden mit den Beiträgen verrechnet

Diese Abschlussgebühren habe ich bei Kündigung und Auszahlung meines Guthabens wieder zurück bekommen, wenn ich mich richtig erinnere!?
Allerdings musste ich auch die Wohnungsbauprämie an den Staat zurück zahlen... und das einige Jahre später!
 
Bestandteile sind oft folgende

Eigenmittel
Bankdarlehen mit aktuell möglichst länger zinsbindung (10,15 Jahre , aktuell ca 2-2,5% Zinsen)
Bausparvertrag
Ggf Fördermittel z B als zinsgünstiges Darlehen der KFW o ä

Quotierung ist oft "glaubensfrage"

Ich sag mal
20% EK
50-60% Bank
Rest über Bausparen etc

Kommt aber massiv auf Objekt , Kaufpreis und vor allen persönliche Situation (!) an
 
Die 500€ habe ich ja nur deshalb so gering gewählt, weil ich die Sonderzahlungen mitbedacht habe.
Ja seriöse Berater ist so ne Sache. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass die LBS zwar gut berät aber keine guten Konditionen hat.

Um mich mal ganz vorsichtig auszudrücken:
Mit der LBS habe ich persönlich nicht so gerne zu tun!

Die SchwäbischHall empfiehlt übrigens minimum 20% Eigenkapital!
 
Diese Abschlussgebühren habe ich bei Kündigung und Auszahlung meines Guthabens wieder zurück bekommen, wenn ich mich richtig erinnere!?
Allerdings musste ich auch die Wohnungsbauprämie an den Staat zurück zahlen... und das einige Jahre später!


Kann mir für die LBS sprechen :

Alttarif : teilweise wurde erstattet
Neutarife : nicht mehr
 
Bestandteile sind oft folgende

Eigenmittel
Bankdarlehen mit aktuell möglichst länger zinsbindung (10,15 Jahre , aktuell ca 2-2,5% Zinsen)
Bausparvertrag
Ggf Fördermittel z B als zinsgünstiges Darlehen der KFW o ä

Quotierung ist oft "glaubensfrage"

Ich sag mal
20% EK
50-60% Bank
Rest über Bausparen etc

Kommt aber massiv auf Objekt , Kaufpreis und vor allen persönliche Situation (!) an

20% EK klingt nach etwas wenig oder?

KFW + Bank würde ja bedeuten, dass man 2 Kredite laufen hat.

Oder meintest du damit:
400.000€ Bausparsumme
________
20% EK = 80.000€
50% Bank = 200.000€ über 15 Jahre = 1300€ bei 2% (Überrascht mich, dachte es wäre mehr)
30% BSK = 120.000€
 
Die 500€ habe ich ja nur deshalb so gering gewählt, weil ich die Sonderzahlungen mitbedacht habe.
Ja seriöse Berater ist so ne Sache. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass die LBS zwar gut berät aber keine guten Konditionen hat.


Welche Kondition schwebt dir vor !?

Achte immer auf die Kombination aus Zins , eventuellem Agio und monatlicher Zins und tilgung

Beispiel

LBS Tarif TS Zins 2,95 % Darlehen Zins und Tilgung 4 Promille zzgl. Agio
LBS Tarif M s o. 6 Promille
LBS Tarif A 2,65 % 6 Promille
LBS Tarif TX 1,75 % (!!!!) 8 (!) Promille

Bei BSS 100.000 Euro (Darlehen also 60.000 Euro) also 400-800 Euro Rate

800 Euro fix für "nur" 60.000 Euro Kredit kann das Budget schon belasten
 
Bitte addiere auch noch Tilgung auf die Bankdarlehen ;-)

Kreditsumme x (Zins plus Tilgungsatz) = jährliche Rate / annuität
 
Bitte bedenke, es gibt Bundesweit mehrere LBSen mit unterschiedlichen Tarifen!

Lass dich in deiner Nähe in einem LBS Beratungszentrum beraten.

Natürlich solltest du dich auch bei anderen Finanzierern beraten lassen.

Stiftung Warentest hat erst kürzlich umfangreich getestet und die Ergebnisse sprechen für sich.

Letztendlich muss die Finanzierung zu dir passen und du musst die Raten auch zurückzahlen können.

400.000,-- € mit 6 %o Zins- und Tilgungsleistung bedeuten nach Zuteilung des Bausparvertrages 2400,-- € je Monat!!! Passt dir das?

Auch die Frage nach dem Eigenkapital kann nicht so pauschal beantwortet werden.

Aber all das sollte dir in einem korrekten Beratungsgespräch genannt werden.

Viel Spaß,
Uwe
 
Gute Ergänzung.
Im Übrigen - damit es nicht nach Werbung aussieht - die Mitbewerber liegen bei den Tarifen erfahrungsgemäß nicht soooo weit auseinander.
Der Markt ist ja recht transparent.
 
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Danke. :D

Nicht zu vergessen, was ist, wenn der Wunsch nach Eigentum vor Zuteilung des Bausparvertrages eintritt?

Woher kommt das Geld für die Vorfinanzierung? Muss dazu die Bank des Verbundes benutzt werden oder reicht es allein von der Bausparkasse?

Dann kommt die Firmenpolitik des entsprechenden Institutes (Verbundpartners) hinzu. Da ist der Zinssatz evtl. noch das kleinste Übel ...
 
Bei einem BSV hast den Vorteil jederzeit Sonderzahlungen zu leisten, egal ob in der Ansparzeit oder später wenns um die Tilgung geht.
Bei Krediten hast du meist nur 3,5 % der Kreditsumme als Sonderzahlungen. Wenn du das was anderes vereinbaren willst, werden die Konditionen schlechter.
Soll heißen, wenn du Lotto gewinnst, dann zahlst du den BSV auf einen Schlag ab. Ok, Gebühren oder Förderungen können dann futsch sein, aber das Thema hat sich erledigt.
Bei einem Kredit läufts so weiter wie du bei der Bank mal abgeschlossen hast. Du bist also Millionär und hast Schulden :geek:

Ich hatte dir ja vor einem 1/4 Jahr gesagt, dass ich deinen Z grad nicht kaufen kann, da ich grad meine BSV und Kreditverträge umschichte.
Beim BSV gabs überhaupt keine Probleme, die Hausbank zickte doch massiv rum.
Durch dieses "variabel bleiben", habe ich meine mtl. Belastung um ca. 250 Euro drücken können und die Restlaufzeit ist um 5 Monate kürzer.....
 
Das hört sich bei dir aber mehr danach an, dass du das günstige Zinsniveau hast nutzen können.

Bitte beachte, jedes Kreditinstitut hat andere Bedingungen. Das fängt bei den Sonderzahlungen an und hört beim verlangten Eigenkapital auf!!!

Weiterhin gilt, suche das Gespräch in DEINER Region. ;)
 
Stimmt, aber ich hab halt beim damaligen Abschluss die variable Version gewählt und konnte nun neu verhandeln. 2005 gabs Baugeld schon sehr günstig, aber jetzt war das Angebot unschlagbar. Da "kämpft" man mal gerne ein paar Wochen mit den Instituten rum.
Hätte ich 2005 den einfachen Weg "Festverzinslich bie Laufzeitende" gewählt, würde ich mich heute in den Popo beißen.
Mein Modell sah so aus, dass ich mittels BSV anspare (EK und Sonderzahlungen lassen wir mal außen vor), bei der Bank nur die Zinsen zahle und nach 7 Jahre die Bausparer auszahlen lasse um die Kredite abzubezahlen. Jetzt müsste ich wieder ca. 7 Jahre die Bausparer zurückzahlen. Und das Rückzahlen der Bausparer ist teurer als das Ansparen. Das war mir damals bewusst und ich wusste, dass ich nach 7 Jahren wieder aktiv werden würde. Die Bausparer habe ich durch einen neuen Kredit (den mit dem unschlagbarem Angebot) auf einen Schlag abgelöst, der neue Vertrag hat bis Laufzeitende fixe Raten und Zinsen (Sonderzahlungen bis 3.5% per Anno möglich).
Wenn nun im Moment diese Rechnung nicht aufgegangen wäre, dann hätte man später jederzeit wieder die Möglichkeit den BSV in einem Rutsch mittels einem günstigen Kredit abzubezahlen.... Sozusagen 7 Jahre lang variabilität.....


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