Bitte um Hilfe in einer Rechtsfrage!!!!!!!!

AW: Bitte um Hilfe in einer Rechtsfrage!!!!!!!!

Die Aussage zu verweigern halte ich für eine denkbar schlechte Idee ... :no:

Ich hätte sofort alles so dargestellt, wie ich es empfunden habe. Diese Aussage muss die Polizei dann mit den Zeugenaussagen abgleichen, was deutlich schwerer ist als wenn von Dir eine Aussagenverweigerung kommt.

Freies Schussfeld für die Polizei, ein besseres "Schuldeingeständnis" hättest Du nicht abgeben können.

Nee, da muss ich Dir widersprechen:
Die Situation war ja -sagen wir mal- etwas chaotisch. Es ist auch
unklar, ob vielleicht die beiden, zwischen denen er "durchgeflutscht"
ist, sich auch noch als Zeugen gemeldet haben (was die
dann ausgesagt haben, dürfte klar sein...).
Jetzt ohne Kenntnis der anderen Aussagen (bzw. des Tatvorwurfes)
gleich etwas zu sagen, kann böse enden, denn diese Äußerung steht
erstmal. Vor Gericht lässt sich diese zwar noch korrigieren, aber eben
nicht ganz.
Vor der Polizei muß niemand aussagen, das darf (und wird) auch nicht
als "Schuldeinständnis" gewertet werden.
Ich gehe davon aus, dass in den nächsten Tagen eine formelle
Vorladung der Polizei ins Haus flattert, darauf anwortet man dann,
dass man sich anwaltlich vertreten lässt. Mit dem Aktenzeichen
der Polizei geht man dann zum Anwalt, der sich (von der Staats-
anwaltschaft) dann die Akten zusenden lässt.
Erst dann kann auch eine Strategie besprochen werden.
 
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Es ist egal, was die anderen aussagen ... bzw. "logisch", was die aussagen.

Und auch richtig, dass es nicht als "Schuldeingeständnis" gewertet wird, keine Aussage zu machen - aber wenn ich Ermittler wäre, dann würde ich meine Fälle priorisieren. Und jemand, der erstmal Aussagen verweigert, hat doch was zu verbergen ... mehr als das "Schaf", welches gleich eine Aussage zu Protokoll gibt, die glaubhaft rüberkommt.

In der Aussage sollten natürlich keine direkten Beschuldigungen drin sein und auch keie Schuldeingeständnisse - das ist logisch.

Aber müssen wir Deutschen bei jedem Fliegenschiss den Anwalt einschalten? Sind wir nichtmehr in der Lage Streitigkeiten möglichst unbürokratisch beizulegen?

Vielleicht wäre in dem Fall auch ein: "Oh ja, Herr Wachtmeister - da hab ich wirklich Mist gebaut ... ich wollt mich noch entschuldigen ei der Dame, wie kann ich das tun? Welche Strafe erwartet mich denn?" ... sinnvoll gewesen.

... auf diese Art bin ich bei einem Rotlichtverstoß mit 25 Euro davon gekommen, obwohl ich das volle Programm hätte bekommen müssen. Und ich hätte es auch bekommen, wenn ich die Aussage einfach nur verweigert hätte!

Und bei diesem konkreten Fall ist doch nicht mehr als ein "DuDuDu" zu erwarten - keine Verletzten, keine Beulen, keine Kratzer ... einfach nur beleidigte Leute, die vielleicht unter Sozialneid leiden?
 
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Es ist egal, was die anderen aussagen ... bzw. "logisch", was die aussagen.

Und auch richtig, dass es nicht als "Schuldeingeständnis" gewertet wird, keine Aussage zu machen - aber wenn ich Ermittler wäre, dann würde ich meine Fälle priorisieren. Und jemand, der erstmal Aussagen verweigert, hat doch was zu verbergen ... mehr als das "Schaf", welches gleich eine Aussage zu Protokoll gibt, die glaubhaft rüberkommt.

In der Aussage sollten natürlich keine direkten Beschuldigungen drin sein und auch keie Schuldeingeständnisse - das ist logisch.

na, so ganz egal ist das nicht, was die anderen aussagen und vor Allem
dann nicht, wenn "unbeteiligte" Zeugen vorhanden sind und sich deren
Aussage mit der der Familie deckt.
Will sagen: das "Schaf" redet sich unter Umständen um Kopf und Kragen,
außerdem dürfte es schwierig sein, diesen Sachverhalt so zu schildern,
dass es glaubwürdig und zugleich entlastend ist.
Das Entschuldigen ist ein guter Tipp, hätte aber dann gleich auf dem
Parkplatz passieren müssen - so wäre die Geschichte vermutlich sofort
aus der Welt gewesen.
Problem: wir kennen nur eine Schilderung und waren nicht dabei.

Btw.: bin auch der Meinung, dass man nicht wegen jeder Kleinigkeit
zum Anwalt rennen sollte, aber hier halte ich es dann doch
für klüger !
 
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Aber müssen wir Deutschen bei jedem Fliegenschiss den Anwalt einschalten? Sind wir nichtmehr in der Lage Streitigkeiten möglichst unbürokratisch beizulegen?

Weil "wir Deutschen" immer gleich nach der Polizei und harten Strafen schreien.

Weil "wir Deutschen" Polizisten haben, deren Karriere von Fallzahlen abhängt, wie auch schon von der GDP aufgedeckt.

Weil "wir Deutschen" eine Bürokratie besitzen (und die Polizei zählt als Hilfsbeamtschaft der Staatsanwaltschaft dazu), die keine unbürokratischen Lösungen zulässt.

Weil "wir Deutschen" Gesetze haben, für die keiner etwas kann - "Gesetz ist Gesetz", möge es noch so schwachsinnig sein - es wird vollzogen.

Weil "wir Deutschen" so richtig darauf stehen, uns von Mützenträgern und Amtsschimmeln schikanieren zu lassen.


Und zuletzt, weil man sich gegen diese Bürokratie und ihre himmelschreiende Willkür (egal welches Thema, Feinstaub, Mülltrennung, Energiepass, Steuererhöhungen) - die Obrigkeit regiert wie einst die Sonnenkönige - nur noch mit Anwälten und Trickserei zur Wehr setzen kann.

Genug geschimpft,

RB
 
AW: Bitte um Hilfe in einer Rechtsfrage!!!!!!!!

Weil "wir Deutschen" immer gleich nach der Polizei und harten Strafen schreien.

Weil "wir Deutschen" Polizisten haben, deren Karriere von Fallzahlen abhängt, wie auch schon von der GDP aufgedeckt.

Weil "wir Deutschen" eine Bürokratie besitzen (und die Polizei zählt als Hilfsbeamtschaft der Staatsanwaltschaft dazu), die keine unbürokratischen Lösungen zulässt.

Weil "wir Deutschen" Gesetze haben, für die keiner etwas kann - "Gesetz ist Gesetz", möge es noch so schwachsinnig sein - es wird vollzogen.

Weil "wir Deutschen" so richtig darauf stehen, uns von Mützenträgern und Amtsschimmeln schikanieren zu lassen.


Und zuletzt, weil man sich gegen diese Bürokratie und ihre himmelschreiende Willkür (egal welches Thema, Feinstaub, Mülltrennung, Energiepass, Steuererhöhungen) - die Obrigkeit regiert wie einst die Sonnenkönige - nur noch mit Anwälten und Trickserei zur Wehr setzen kann.

Genug geschimpft,

RB

Auf die Gefahr hin, dass ich mal wieder als Reaktionär und verkalkt
angesehen werde, dazu will ich dann doch noch mal was sagen:

zu1.: stimmt (leider), wobei die Strafverfolgungsbehören das auch nicht
so toll finden. Aber sie sind halt an Recht und Gesetz gebunden.
Der vorliegende Sachverhalt hätte zwischen den Beteiligten locker
vor Ort geklärt werden können.
Mein letzter Unfall (mir wurde die Vorfahrt genommen, ich stürzte
mit dem Radl, div. leichte Verletzungen, am Radl kein Schaden) ging
für den Verursacher auch absolut glimpflich aus: er hat sich nett ent-
schuldigt, und gut ist !
zu2.:es gab in einzelnen Bereichen mal diesen Trend, generell
ist diese Aussage mittlerweile überholt (es wird mehr Wert auf Qualität (= aufgeklärte Fälle mit Verurteilung ) gelegt. Die Aussagen der GdP sind m.E. ohnehin mit Vorsicht zu geniessen, besser beim BdK :b
nachlesen...
zu3. nicht ganz richtig, aber falsch: es heißt mittlerweile "Ermittlungs-
personen der Staatsanwaltschaft" (die alte Bezeichnung ist ja diskriminierend :d:d:d), und unbürokratische Lösungen gibt es zuhauf,
das hängt halt von den handelnden Personen ab. Und da ist die "Staats-
macht" auf einem guten Weg...
zu4.: stimmt (leider), aber dafür kann nur der Gesetzgeber etwas
zu5.: das mag vielleicht für unsere Eltern-/Großelterngeneration gelten,
aber mit Sicherheit nicht mehr für die heute 20 - 40jährigen
zu6.: diese Aussage ist mir zu pauschal - wenn ich mir überlege,
wie das war, vor 20 Jahren eine Auskunft vom Finanzamt zu bekommen,
und wie es heute ist - also, da hat sich eine Menge getan...

Gruß

Hagen

p.s. was ich noch vergessen hatte:

wenn einem unserer Zettis was passiert :# (zerkratzt, Spiegel ab pp.),
wird hier immer der Ruf nach Selbstjustiz und/oder möglichst
harter Bestrafung laut (wenn ich den erwischt hätte...),
wenn einer von uns mal Mist baut, dann hat er bestimmt nie Schuld !
Ist das Corpsgeist b: , oder heißt das jetzt Solidarität :+ ???
 
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Um nicht falsch verstanden zu werden: Will hier keine Moralpredigt halten... Ich warne nur davor, die Sache zu verharmlosen (kein Messgerät = kein Problem)! Wie schon viele gesagt haben: Anwalt, Akteneinsicht (Tatvorwurf), Verteidigungsstrategie!

Kann im Sande verlaufen, kann aber auch böse enden!


Und ich will keine Lanze für Fehlverhalten brechen. Also Antwort an den Threaderöffner: Frag nicht hier, frag deinen Anwalt, der wird dir weiterhelfen.
 
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Hi Leute!

Ich dachte nicht dass es hier so kontrovers diskutiert wird, deswegen schreibe ich einfach noch einmal!

1. Mir ist klar, dass mein Verhalten nicht richtig war, aber in dieser Situation habe ich mich nunmal so verhalten und in meinen Augen habe ich weder jemanden genötigt noch gefährdet.

2. Ich wollte eigentlich nur wissen, ob jemand schon einmal so einen ähnlichen Fall hatte und was es dafür gab.

3. Ich werde je nach Anklage entscheiden ob ich zum Anwalt gehe oder nicht, denn eigentlich rechne ich damit, dass die Sache nicht weiterverfolgt werden wird.

4. Und sollte Sie doch verfolgt werden, kann ich mir gut vorstellen, dass ich mit ne Geldstrafe von 200 Euro oder so weg komme. Was mir wesentlich lieber ist, als sich bei Leuten für nix zu entschuldigen, die ncihts besseres zu tun haben, als wegen so nem Quqtsch auf die Dienststelle zu rennen und Leute anzuzeigen!

Mehr sage ich dazu auch nicht, hab mich schon genug über sowas unnötiges aufgeredet!

Ruhige Grüße

David
 
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