Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

Jokin schrieb:
Nönö ... wenn du fixe Werte für die Betrachtung brauchst, dann definier' dir einfach welche :t
Gut, also dann:

jokin steht eh ständig auf der Bremse, diese ist dadurch konstant überhitzt, ergo folgt:
kein großer Unterschied zwischen rot und grün...:b :d :X
 
AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

nixnuz schrieb:
Grün ist deshalb kälter, weil die Kühlung der Scheibe durch ein Gas (Fahrtwind) nicht linear ist und mit größerem Delta immer effizienter wird.

nn.

Besser kann man es wohl nicht ausdrücken!

Gruß viktor
 
AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

@dwz8

Im Rennsport werden die Bremswege wohl immer kurz gehalten (bitte frag mich nicht nach einer physikalischen Begründung ...).

@jokin

Bei einer normalen Anlage wird es wohl keine Unterschiede geben.

Als Denk- und Arbeitsbeschaffungsprogramm für Forumsleser wohl gut geeignet ... ;)
 
AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

Jokin schrieb:
... also alles harmlos. Nur eben mit der Annahme, dass nach dem Bremsen kein Luftstrom mehr vorhanden ist, der die Bremsscheibe wieder runterkühlt.

wenn Du das so meinst das man dann steht am Stauende, kannst Du pech haben das die Bremsscheiben KRUM sind, und dann brauchst neue Scheiben mit Klötze .
 
AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

nixnuz schrieb:
Grün ist deshalb kälter, weil die Kühlung der Scheibe durch ein Gas (Fahrtwind) nicht linear ist und mit größerem Delta immer effizienter wird.

nn.

... wenn alles andere linear verläuft. Ist dem so?
 
AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

Wie oben schon mal geschrieben: Kurz und hart bremsen, denn dann werden die Beläge schnell recht warm und können (durch ihr großes Temperaturdelta) stärker abkühlen und die Bremse ist am Stauende nicht so heiß wie die des Dauerbremsers.

grüße
primzahl
 
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Aua

Bei dem langsamen bremsen haben sich meine Fingerspitzen bis zu einem erträglichen Maß erwärmt, war halt nur die ganze Zeit warm.

Bei dem ruckartigen abbremsen hat sich die Scheibendrehzahl jeweils stark verringert, aber beim letzten Bremser waren dann die Fingerkuppen schwarz.

Kann man doch auch anders vergleichen:

Ich stehe auf einem Turm, 100 m Höhe, ein Seil oder Tau hängt herab. Ich muss die Höhe überwinden, also meine kinetische Energie abbauen.

Methode A:

Ich lasse mich 50 Meter fallen, halte mich dann sachte am Seil fest und lasse mich langsam herabgleiten.

Methode B:

Ich lasse 50 Meter los, packe dann kräftig zu, lasse 10 Meter los und packe dann wieder kräftig zu, lasse dann wieder 10 Meter los und packe dann wieder zu, bis ich am Boden angekommen bin.

Meine Meinung:

Methode B führt spätestens nach dem 2. Bremsen zu Verbrennungen 3. Grades, deshalb lasse ich das Seil los und stürze ab.

Methode A dürfte eventuell auch zu Verbrennungen führen, aber eher schleichend.

Methode A ist die Bessere, wenn ich es gaaaaaaanz langsam mache.

Übertragen auf den Zetti:

Pupsegal, ich kann eh nicht richtig bremsen und schalten :g
 
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Gerry schrieb:
Aua

Bei dem langsamen bremsen haben sich meine Fingerspitzen bis zu einem erträglichen Maß erwärmt, war halt nur die ganze Zeit warm.

Bei dem ruckartigen abbremsen hat sich die Scheibendrehzahl jeweils stark verringert, aber beim letzten Bremser waren dann die Fingerkuppen schwarz.

Kann man doch auch anders vergleichen:

Ich stehe auf einem Turm, 100 m Höhe, ein Seil oder Tau hängt herab. Ich muss die Höhe überwinden, also meine kinetische Energie abbauen.

Methode A:

Ich lasse mich 50 Meter fallen, halte mich dann sachte am Seil fest und lasse mich langsam herabgleiten.

Methode B:

Ich lasse 50 Meter los, packe dann kräftig zu, lasse 10 Meter los und packe dann wieder kräftig zu, lasse dann wieder 10 Meter los und packe dann wieder zu, bis ich am Boden angekommen bin.

Meine Meinung:

Methode B führt spätestens nach dem 2. Bremsen zu Verbrennungen 3. Grades, deshalb lasse ich das Seil los und stürze ab.

Methode A dürfte eventuell auch zu Verbrennungen führen, aber eher schleichend.

Methode A ist die Bessere, wenn ich es gaaaaaaanz langsam mache.

Übertragen auf den Zetti:

Pupsegal, ich kann eh nicht richtig bremsen und schalten :g

:d Toller Vergleich. :d

Einfach zackig bremsen... :t
 
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Gerry schrieb:
Wenn ich beim Physikunterricht aufgepasst habe, dann müsste doch die Energie die von den Bremsen in Reibung umgewandelt wird die Gleiche sein, oder?

Also ich denke mir das so, bei Rot steigt die Temperatur langsam an, weil bei 200 kmh ein großer Fahrtwind existiert, je langsamer das Fahrzeug wird, desto heißer wird die Bremse bei Rot, da ja durch die abnehmende Geschwindigkeit die Luftkühlung schwächer wird. Bei Stillstand müsste sie ziemlich HOT sein.

Die Grüne wird wohl 3 Temperaturspitzen haben, dann wenn sie stark greift. Die Erholungsphasen gönnen ihr eine kleine Abkühlung, wobe die nicht ausreichend sein wird und am Ende, wenn kaum Luftkühlung da ist auch sehr hohe Temperaturen anliegen dürften.

Gehe jetzt mal in den Keller und schmeisse die Schleifmaschine an, stelle einen regulierbaren Ventilator auf undmeine Finger sind die Bremsbeläge. Mal schauen wie es mehr weh tut,,,,

Bin zwar nur diplomierter Strippenzieher, aber ich stimme zu. Die Bremsscheiben kuehlen um so mehr ab je hoeher die Temperaturdifferenz von Scheibe zur Umgebung ist. Also wenn ich schnell hohe Temperaturen erreiche, geben die Scheiben nach der ersten starken Bremsung mehr Energie ab, als eine leicht kuehlere Scheibe.
 
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Ich würde mal vorsichtig sagen das die Temp. der grünen Scheibe am Ende höher ist als die der Roten.
Ich denke die Temperaturänderung der grünen Scheibe erfolgt sinusförmig (Erhitzung - Abkühlung) wobei die Temperatur der roten Scheibe linear ansteigt. Am Ende dürfte also die grüne Scheibe heißer sein. &:
 
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Das schreit ja geradezu nach einem praktischen Versuch ... *g*

Wie heiß wird die Bremsscheibe denn in etwa? (> 270 °C?)
 
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hängt doch von der bremse, scheibe, größe und temperatur (aussenluft) an, oder ?
 
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ZweiLiterZ3 schrieb:
hängt doch von der bremse, scheibe, größe und temperatur (aussenluft) an, oder ?
Ja, klar - aber reicht ein Messgerät mit bis zu 270 °C aus? Oder wie groß sollte der Messbereich sein?
 
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270 C reicht nicht. Bremsscheiben koennen bei solchen Aktionen anfangen zu gluehen, und dann sind sie defintiv heisser als 270 C. Ich schaetze die Temperatur liegt dann so bei 500 - 600 C. Aber das wissen die Ölfüsse (= Maschinenbauingenieure) sicher besser.
 
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Jokin schrieb:
Ja, klar - aber reicht ein Messgerät mit bis zu 270 °C aus? Oder wie groß sollte der Messbereich sein?

270 Grad würde nur ausreichen, wenn Du ihn etwas stehen lässt.
Ich denke mal, das eine normale Serienbremse ca 400-500 °C warm werden kann... bei Beanspruchung mir Rennsportbelägen 500-600 °C, und bei extremer Beanspruchung können bestimmt auch 600-800 Grad erreicht werden.
 
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ich habe eine Infrarotmeßpistole, die geht wohl bis 800°, wenn ich mich recht entsinne. :M
 
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Hey!

Lustiges Thema ;) jedenfalls besser als das dämliche Flugzeug!

Also erstmal ist deine "Zeichnung" etwas falsch, da die guten Autos so nicht nach gleicher Zeit und gleichem Weg zum stehen kommen. Fläche unter den Kurven ist der Weg, den die Autos zurück legen, die müssten also gleich groß sein. Ich hab da mal was vorbereitet, ist aber etwas schwierig.

Bei gleichmäßigem Pedaldruck des Roten würde die Geschwindigkeit auch nicht gleichmäßig abnehmen sondern vom Prinzip her so wie jetzt mal gezeichnet. So ganz toll ist die Zeichnung aber auch nicht :(

Ich denke durch die WESENTLICH Längere Phase des Abkühlens nach der ersten Bremsung bei hoher Geschwindigkeit sollte alleine schon die "kurz-brems-methode" besser sein.
v-t-diagramm.jpg

Gruß
Nils
 
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Moin impi,

meine Zeichnung war schon ok - denn es geht nicht um den zurückgelegten Weg, sondern um die Beschleunigung ... hier mal die negative Beschleunigung. Und die kann man mit konstantem Bremsdruck auch konstant halten, die Geschwindigkeit nimmt also proportional ab.

Im Endeffekt aber ziemlich egal.

Es geht ja darum, dass beide Bremser in derselben Zeit an derselben Stelle zum Stehen kommen. Bei dem Versuch müssten beide Fahrzeuge parallel fahren und der eine bremst sanft ab, während der andere erstmal voll reinhackt, danach die Bremse löst und noch ein oder zweimal nachtritt.

Fakt ist ja schonmal, dass eine kalte Bremse besser bremst, als eine heiße. Also warum sollte man die dann erst sanft "anwärmen"? Deshalb also gleich volles Pfund rein und möglichst den Kaltbremsvorteil nutzen.

@Dieter: Per Post magste das Teil sicher nicht versenden oder? *büdde, büdde*
 
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Hey!

Wieso ist der Bremsweg egal? Find ich eigentlich nicht so wurst
 
AW: Bremstechnik: langsam und sachte? oder schnell und hart?

Letztlich gibt es eine Fülle von Unbekannten: Bremsdruck, Reibbeiwerte, Bereifung, Aussentemperaturen usw. usf.

Zu seriösen Ausagen kann man mE so ohnehin nicht kommen, auch wenn ein bischen metaphysisches Spekulieren immer Spass macht ...

Beim Googlen bin ich auf zwei interessante Sachen gestossen:

Temperaturmessen an der Scheibe ist nicht so einfach, denn die Frage ist, wo? Lineare Verteilungen gibt es hier nicht (Filmchen über Versuch an der TU Dresden):

http://www.ivk.tu-dresden.de/kfat/bilder/hotspot.mpg

Ein anderes Thema, nämlich die Auslegung von Bremssystemen bei Mischbereifung, scheint mir auch interessant:

http://www.lrz-muenchen.de/~wermuth/dokumente/bramur.pdf

Jedenfalls ist das Thema Bremsanlage und -auslegung eine komplexe Angelegenheit, nichts, um einfach daran rumzubasteln.
 
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Jokin schrieb:
@Dieter: Per Post magste das Teil sicher nicht versenden oder? *büdde, büdde*
wüßte nicht, wie ich das Dings posten könnte...:w
 
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bummsbass schrieb:
Letztlich gibt es eine Fülle von Unbekannten: Bremsdruck, Reibbeiwerte, Bereifung, Aussentemperaturen usw. usf.
Der Versuch wird mehrmals vorgenommen, jeweils zwei Fahrzeuge, deren Rollen und Fahrer getauscht werden.

Der Bremsdruck ist egal, es sollen beide am gleichen Punkt stehen bleiben. Der eine bremst nahezu gleichmäßig, der andere hart und kurz.

Die Reibbeiwerte sind egal, weil der Versuch mit beiden Fahrzeugen gemacht wird. (kürzen sich raus)

Bereifung ebenfalls egal durch Rollentausch.

Außentemperatur ist sowieso egal, es geht nur um das Temperatur-Delta der Scheiben.


bummsbass schrieb:
Zu seriösen Ausagen kann man mE so ohnehin nicht kommen, auch wenn ein bischen metaphysisches Spekulieren immer Spass macht ...
Es geht nicht um genaue Messergebnisse, sondern nur um das prinzipielle Ergebnis.

bummsbass schrieb:
Temperaturmessen an der Scheibe ist nicht so einfach, denn die Frage ist, wo? Lineare Verteilungen gibt es hier nicht (Filmchen über Versuch an der TU Dresden):
Auch das ist egal, denn die Hotspots gehören zur "Messtoleranz" in unserem Aufbau. Wenn die Temperaturunterschiede der Scheiben zu gering sind, gehen wir von einem Glaichstand aus.
Außerdem wird mehrmals gefahren und mehrmals gemessen.

Gerry schrieb:
Könnten die Temperaturverläufe so aussehen?

Die Endpunkte sind nur "geraten"...

Anhang anzeigen 19969
Jupp, so sieht der Temperaturverlauf bestimmt aus, aber genau um die Enpunkte geht es ja hier - welche Temperatur liegt am Ende höher?

dwz8 schrieb:
wüßte nicht, wie ich das Dings posten könnte...:w
*zwischen Zeilen les* - ok, ein Versuch war's wert ;-)
 
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Jokin schrieb:
*zwischen Zeilen les* - ok, ein Versuch war's wert ;-)
hättest Du früh genug was gesagt, hättest Du sie am Samstag mitnehmen können...:M
 
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Jokin schrieb:
[...]
Der Bremsdruck ist egal, es sollen beide am gleichen Punkt stehen bleiben. Der eine bremst nahezu gleichmäßig, der andere hart und kurz.
[...]

Hallo!

Mag ja sein, daß ich blöd bin oder wir aneinander vorbei reden, aber wenn die Autos am gleichen Punkt stehen bleiben sollen ist der Bremsweg gleich und vielleicht würdest du dir auch noch wünschen, daß sie "gleichzeitig" stehen bleiben, das wäre dann doch prinzipiell mein Diagramm.

Und wenn du über die gesamte Zeit eine gleichmäßige Beschleunigung haben willst bremst du am Anfang aber sehr viel stärker als am Ende, weil durch die höhere Geschwindigkeit (Energie steigt zum Quadrat blabla) du ja wesentlich mehr Energie abbauen musst. Der Geschwindigkeitsverlauf bei einer relativ gleichmäßigen Bremsung wird jawohl keine Gerade sein sondern eine, wie stark auch immer gekrümmte, Kurve.

Gruß
Nils
 
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