Bußgeldbescheid falsch?

Rud

Testfahrer
Registriert
24 Januar 2017
Wagen
BMW Z3 M coupé
Hallo liebe Community,
ich hab ein kleines Problem. Ich bin anscheinend viel zu schnell gefahren und wurde dabei geblitzt und die Geschwindigkeitsüberschreitung sollen fast 50 kmh gewesen sein, was einfach nicht stimmen kann. Ich bhin generell eine eher vorsichtiger Fahrer und auf der Strecke kennen ich mich auch aus, weiß also dass es höchstens 70 sein dürfen. Nun meine Frage: Passiert es öfter, dass es zu Fehlern kommt bei Blitzern? WIe kann ich das beweiesen? Hab cih eine Chance das irgendwie abzuwenden?
Würde mich über Hilfe freuen :)
 
Nun meine Frage: Passiert es öfter, dass es zu Fehlern kommt bei Blitzern? WIe kann ich das beweiesen? Hab cih eine Chance das irgendwie abzuwenden?
Nimm den Bußgeldbescheid und nimm dir professionelle Hilfe eines Anwaltes der auf Verkehrsrecht spezialisiert ist.
Hier hilft eine Verkehrsrechtsschutzversicherung falls du eine hast.
Auch als ADAC Mitglied kannst du dort um Rat fragen, falls du Mitglied bist.
Alles andere hier wäre nur ein Blick in die Glaskugel ohne jede wirkliche Aussagekraft oder Hilfestellung.
Bei 50 zu viel wäre der Lappen weg, da würde ich gar nicht ohne sachkundige Hilfe daran herum doktern.

Und ob Fehler bei der Messung gemacht wurden kann auch der Anwalt abklären.

In google findest du auch jede Menge zu dem Thema.

https://www.google.de/webhp?sourceid=chrome-instant&ion=1&espv=2&ie=UTF-8#q=geblitzt+50+zu+schnell

https://www.google.de/webhp?sourcei...pv=2&ie=UTF-8#q=geblitzt+50+zu+schnell+anwalt
 
Hey!
Vielen Dank für eure schnellen und hilfreichen Antworten. Ich hab nochmal genau drüber nachgedacht und ich war garantiert nicht so viel zu schnell. Da bin ich mir zu 100% sicher. Besonders kurios ist es, dass es auch kein Blitzerfoto gibt.
Die Links waren wirklich hilfreich, ich habe direkt beim ADAC angerufen und die haben mir auch direkt geraten einen Anwalt zur Hilfe zu nehmen. Hab dann auch mal ein bisschen gegoogelt und hier rausgefunden, dass es bei fast jedem 3. Blitzer zu Fehlern kommt und falsche Angaben gemacht werden und sowas. Hab mir über die gleiche Seite auch direkt einen Anwalt vermitteln lassen, der auf Verkehrsrecht spezialisiert ist. Das finde ich super krass. Ich hab auch gelesen, dass man relativ gute Chancen bei einem Einspruch hat, zumal ich wirklich nicht so übertrieben schnell gefahren bin. Ich hoffe soo sehr, dass sich das klärt, weil den Führerschein zu verlieren, kann ich mir echt nicht leisten.
Danke nochmal und ein schönes Wochenende :)
 
... Hab dann auch mal ein bisschen gegoogelt und hier rausgefunden, dass es bei fast jedem 3. Blitzer zu Fehlern kommt und falsche Angaben gemacht werden und sowas. ...
Derart hohe Fehlerquoten (und mitunter noch höhere...) werden recht gerne behauptet, allerdings sind das in erster Linie werblich motivierte Behauptungen. Ähnliches gilt für die Behauptung, dass für den Geblitzten "... gute Chancen ..." bestünden. Bei dir haben die werblichen Behauptungen ja auch funktioniert. ;)

Mit Google findest du auch andere Quellen, die beispielsweise eher von einer Fehlerquote von ca. 10% sprechen. Dabei sind die Quellen oft älter - was nicht überraschend ist, denn die Messungen sind mittlerweile häufig ziemlich zuverlässig.

Letztlich ist das aber völlig egal, denn eine Quote bzw. Statistik hat mit deinem Einzelfall ja nichts zu tun. Falls du dir wirklich (!) vollständig sicher bist, dass die Messung falsch sein muss, dann sollte auch hoffentlich eine realistische Chance bestehen, dass dieser Fehler feststellbar ist. Einen Versuch dürfte es angesichts der drohenden Strafe wohl wert sein.
 
Die Frage ist eine gute. Ohne nun eine Lawine der Mutmaßungen lostreten zu wollen: Mit einiger Wahrscheinlichkeit hat "Rud" zunächst lediglich einen Anhörungsbogen erhalten. Darauf muss das Foto nicht abgebildet sein.
 
Hast du denn gemerkt,dass du geblitzt wurdest? Normalerweise sieht man doch das rote Licht und guckt dann automatisch auf den Tacho um zu sehen wie schnell man ist. Vllt bist du auch gar nicht selber gefahren,lass dir dochmal das Foto zuschicken.
Grundsätzlich glaube ich allerdings nicht an einen Messfehler,evtl kann ein Anwalt aber nachträglich einen reinkonstruieren.
Im Übrigen,wenn du schon mit dem Polo mehr als 50 zu schnell fährst,wie soll das dann erst mit dem angedachten MQP werden?;)
 
Mir ist vor kurzem folgendes passiert:

Stadtauswärts gefahren, vor mir ein Fahrzeug (Porsche Cayenne), beide die exakt gleiche Geschwindigkeit von ca 60 - 65 Km/h. Abstand zum Porsche gering, aber normal.
Wir sind beide in eine mobile Radarkontrolle geraten....und zack kam das Rotlicht und sofort danach der Blitz.
Ich schaute sofort auf den Tacho und stellte o.g. Gescheindigkeit fest. (knapp 70 Km/h.)
In Erwartung des Bescheides vergingen Wochen.....es kam nichts.

Nun meine Vermutung: Es wurde nur mein Vordermann geblitzt und nicht auch ich, der in der gleichen Geschwindigkeit hinterher fuhr.

Für mich kam ich zu dem Ergebnis, dass da was nicht stimmen konnte. Ich habe mich allerdings nicht beschwert. :X:w
Kann aber feststellen, dass diese Radaranlage nicht richtig "eingestellt" war.

Ergo: Dieses mal war wohl die Anlage zu meinen Gunsten "falsch" installiert. Vielleicht war die Anlage des Treaderstellers ja "irrtümlich" zu seinen Ungunsten justiert. ???

Also: Fach-Anwalt einschalten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das hatte ich auch vor einiger Zeit:
Fremd in der Gegend (Oldenburger Raum), außerorts LKW überholt und dabei beim Überholen durch LKW verdecktes Geschwindigkeitsschild übersehen,
mindestens 100-110 km/h statt 70km/h wie ich beim Blick auf den Tacho feststellen konnte, unmittelbar nach Wiedereinscheren geblitzt.
Ergebnis laut Messung: 83 km/h, das war zwar definitiv falsch, aber ich habe schnell gezahlt!
Es funktioniert also auch andersrum.
 
...übrigens sieht man bei den neuesten Messgeräten weder den Einmeßvorgang, noch irgendeinen Blitz
 
...übrigens sieht man bei den neuesten Messgeräten weder den Einmeßvorgang, noch irgendeinen Blitz

Damit ist die Abzocke endlich perfekt.
Da ja immer nur an Gefahrenstellen "geblitzt" wird, hatte der sichbare Blitz zumindest den Effekt des Einbremsen zu schneller Autos und die Gefahrenstelle konnte so entschärft werden.

Offensichtlich ist es wohl nicht die Absicht Gefahrenstellen zu entschärfen sondern einfach nur noch abzukassieren. Wenn man dann 2-3 Wochen später davon erfährt passt es schon gar nicht mehr. Insbesondere wenn es in einer fremden Umgebung stattfand und man überhaupt keine Erinnerung oder Bezugspunkt mehr hat. :ulrich:
 
Damit ist die Abzocke endlich perfekt.
Da ja immer nur an Gefahrenstellen "geblitzt" wird, hatte der sichbare Blitz zumindest den Effekt des Einbremsen zu schneller Autos und die Gefahrenstelle konnte so entschärft werden.
Offensichtlich ist es wohl nicht die Absicht Gefahrenstellen zu entschärfen sondern einfach nur noch abzukassieren. ...
Im Gegenteil. Der Blitz fehlt gerade auch deshalb, weil er ein Sicherheitsrisiko darstellt. Gar nicht so wenige Fahrer reagieren auf den Blitz aus Schreck mit Schlenkern oder einer (Voll-) Bremsung. Das ist auch ein wesentlicher Grund, warum an manchen Gefahrenstellen oder bei bestimmten Situationen bislang auf das Blitzen eben gerade verzichtet wurde.

Dass das Blitzen dem direkten Einbremsen von Fahrzeugen dienen soll, scheint mir demgegenüber eine sehr originelle Interpretation zu sein. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
... hatte der sichbare Blitz zumindest den Effekt des Einbremsen zu schneller Autos und die Gefahrenstelle konnte so entschärft werden. ... Wenn man dann 2-3 Wochen später davon erfährt passt es schon gar nicht mehr. ...
Noch kurz dazu: Von Straßenverkehrspsychologie verstehe ich nichts, wage aber zu bezweifeln, dass mit dem Blitz ein Lerneffekt an der betreffenden Stelle beabsichtigt wird. Man soll doch nicht lernen, bitte (nur) an dieser einen Stelle langsam zu fahren (und ansonsten ruhig weiter rasen). Sondern man soll lernen, dass das zu schnelle Fahren zu Nachteilen führt. Genau diesen Effekt erreicht das "Knöllchen" - und das auch dann, wenn es Wochen später eingeht. ;)

Worum es mir aber eigentlich geht: Nicht alles lässt sich als "Abzocke" (fehl-) deuten.
 
Offensichtlich ist es wohl nicht die Absicht Gefahrenstellen zu entschärfen sondern einfach nur noch abzukassieren. Wenn man dann 2-3 Wochen später davon erfährt passt es schon gar nicht mehr. Insbesondere wenn es in einer fremden Umgebung stattfand und man überhaupt keine Erinnerung oder Bezugspunkt mehr hat. :ulrich:
Sehe ich ebenso und habe diese Abzocke bereits selbst live erlebt, was in einer Dienstaufsichtsbeschwerde endete. Ich hatte die Story hier schon mal berichtet. Einen abschreckenden Effekt, so er denn gewollt ist, kann man auch ohne geheime Blitzer erreichen. So jedoch bekommen die nicht Ortsansässigen irgendwann Monate später einen Bescheid und haben keine Chance und zahlen. Die lokalen Raser kennen ja die Stellen und fahren dementsprechend. :sneaky:
 
Tja, die Straßenverkehrswelt ist wirklich schrecklich ungerecht.

Man sollte auch die außenstehenden Raser auf jeden Fall auf die lokalen Blitzer hinweisen, um diese wirklich schreckliche Abzocke zu beenden.
Außerhalb dieser Bereiche können dann ja sowohl außenstehende, als auch einheimische Raser tun und lassen was sie wollen.

Mit etwas Glück fahren sie sich niemals über den Weg.
 
Einen abschreckenden Effekt, so er denn gewollt ist, kann man auch ohne geheime Blitzer erreichen.

Nu komm, das wäre doch viel zu einfach!
Auf die Idee, einfach mal ein ausgedientes Polizeiauto an Gefahrenstellen abzustellen, kann man ja nun auch wirklich nicht so leicht kommen,
die muss man an bedürftige Staaten ins Ausland verschenken.
Und schlussendlich müssen die neuen Polizei-Luxuskarossen ja auch irgendwie bezahlt werden.
Bei uns wird zwischenzeitlich von VW auf Mercedes Kombi umgestellt, den Blitzern und ihren Einnahmen sei Dank
 
Man sollte auch die außenstehenden Raser auf jeden Fall auf die lokalen Blitzer hinweisen,...

Du wirst es nicht für möglich halten, aber am Ortsschild vor meiner Haustüre steht ein Schild "Tempokontrollen im gesamten Kreis".
Zugegeben, man sollte der deutschen Sprache allerdings mächtig sein und/oder auch lesen können!
Für den Erwerb eines Führerscheins ist dies - wie mir des Öfteren erscheint - hingegen nicht unbedingt notwendig.
 
Du wirst es nicht für möglich halten, aber am Ortsschild vor meiner Haustüre steht ein Schild "Tempokontrollen im gesamten Kreis".
Zugegeben, man sollte der deutschen Sprache allerdings mächtig sein und/oder auch lesen können!
Für den Erwerb eines Führerscheins ist dies - wie mir des Öfteren erscheint - hingegen nicht unbedingt notwendig.

Wenn ich einige Beiträge hier lese und was ich täglich auf meinem 100 km Arbeitsweg erlebe, glaube ich langsam gar nichts mehr.
 
.... trotzdem bin ich immer noch der Meinung, das zu schnell Fahrende an Gefahrenstellen durch den sichtbaren Blitz eingebremst werden und somit die Gefahrenstelle "entschärft" wird.
Es ging mir nicht um Radarkontrollen im Allgemeinen oder generelles zu schnelles fahren.
 
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