Der zweite Satz Hinterreifen

Horst1111

Fahrer
Registriert
30 November 2010
Ort
Nürnberg
Hi Leute,
Hatte gestern einen Satz Hinterreifen auf meinen Zetti montieren lassen, weil ich in den Hauptrillen nur noch so ca. 2mm
Profil hatte und in einer Woche in den Urlaub fahren will. Aber was da an den alten Reifen zum Vorschein kam war schon heftig. Die komplette Innenflanke an beiden Reifen war abgefahren bis zu Drahtgeflecht und von außen sahen die Reifen noch gut aus. Auf der Autobahn bei 260 Km/h hätte das böse enden können denke ich mal. Der Monteur meinte das ist ganz normal bei BMW und so breiten Reifen (normale Seriengröße 255/30 ZR19). Komischerweise war der erste Satz Reifen normal abgefahren, also kann das nicht normal sein. Sollte das vielleicht an den Runflat-Reifen gelegen haben die beim 1 Satz original verbaut waren. Weil diese Reifen die jetzt so böse ausschauen waren keine Runflat. Oder könnte vielleicht der Sturz verstellt sein, obwohl ich ja wirklich keinen einzigen Randstein zu schnell hochgefahren bin, das sich der Sturz verstellen hätte können.
Wie sah bei euch der zweite Satz Hinterreifen aus, auch so schlimm?

Gruß aus Nürnberg
 

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Wir hatten das Thema hier schon öfter - und recht aktuell auch erst: Es ist ziemlich normal bei BMW und Abhilfe schafft eine andere Einstellung des fahrwerks ... am besten in Kombination mit anderen Federn und Stabis ;)

Tim
 
Willkommen im Club, mit dem Seriensturz bist da nicht alleine, ich denke wir haben hier im Forum locker mal 20 ähnlich Berichte und Bilder.
 
Da muß ich jetzt - als Fahrer eines bisher nicht veränderten E89 - mal nachfragen:
Die Serieneinstellung führt zu vermehrter Abnutzung der Innenflanke.
Abhilfe schafft eine andere Einstellung des Fahrwerks ... am besten in Kombination mit anderen Federn und Stabis.
Aber wenn ich den Thread übers "Schmicklern" lese, dann steht da: Man erkauft sich eine wesentlich bessere Kurven-Performance mit einem moderat erhöhten Reifenverschleiß?
Ja was denn nun?
Gruss
Sebastian
 
Das gibts auch beim "Alten". Wenn Sturz etc so bleibt immer mal wieder auf die Innenseiten der Reifen schauen :t
 
Da muß ich jetzt - als Fahrer eines bisher nicht veränderten E89 - mal nachfragen:
Die Serieneinstellung führt zu vermehrter Abnutzung der Innenflanke.
Abhilfe schafft eine andere Einstellung des Fahrwerks ... am besten in Kombination mit anderen Federn und Stabis.
Aber wenn ich den Thread übers "Schmicklern" lese, dann steht da: Man erkauft sich eine wesentlich bessere Kurven-Performance mit einem moderat erhöhten Reifenverschleiß?
Ja was denn nun?
Gruss
Sebastian
Der "moderat erhöhte Reifenverschleiß" kommt nach Schmickler eher daher, dass Du zu ganz anderen Kurvengeschwindigkeiten in der Lage bist bzw. Du die Kurven dann auch anders fahren kannst und willst.

Tim
 
Heißt das, der negative Sturz ist in der Serieneinstellung höher, als nach dem "Schmicklern"?
Nur dann würde ja nach meinem Verständnis die Belastung der inneren Reifenflanke abnehmen.
Oder habe ich da einen Denkfehler?
Sebastian
 
Kommt drauf an wie das Setup gemacht wurde. Ich kann nur für mein Auto reden, ich habe vorne mehr Sturz und hinten weniger, deshalb auch hinten ein besseres Verschleissbild.
 
Die Über- oder Untersteuertendenz eines Autos wird über die Gripverteilung vorne/hinten eingestellt. Vorne mehr Grip oder hinten weniger Grip ==> weniger Untersteuern bis hin zum Übersteuern. Vorne weniger Grip oder hinten mehr Grip ==> mehr Untersteuern.

Sturz an den Rädern ist ein einfaches Mittel, mehr Grip aufzubauen, ohne sonst etwas zu ändern.

Weil nach dem Schmicklern die Untersteuertendenz abgemildert bzw. weg ist, hat Schmickler also entweder vorne den Grip erhöht (mehr Sturz, vermutlich u.A.) und/oder hinten vermindert (ggf. weniger Sturz).

Siehe auch Franks Posting ... aber was Schmickler genau macht, ist geheim. Man kann aber vorne an den Federdomen erahnen, dass vorne mehr Sturz eingestellt wurde.

Übrigens sind in diesem Zusammenhang hinten breitere Reifen eher kontraproduktiv bzw. müssen beim Einstellen berücksichtigt sein/werden, weil sie den Grip hinten erhöhen ==> mehr Untersteuern. Daher habe ich z.B. den mit rundum 225/45/17 runflat geschmicklerten Wagen nun auf rundum 225/40/18 non-runflat und eben NICHT auf Mischbereifung umgerüstet.
 
ImageUploadedByzroadster.com1437123867.726903.jpg

So, gerade mal unter das Auto geschwungen, so sehen meine Conti5p nach 9.000km aus. 265er sind montiert. Alles gleichmäßig, innen kein erhöhter Verschleiß.
 
... und der Vorteil bei einem "optimierten" Fahrwerk und entsprechender Nutzung im kurvigen Geläuf ... du verschleisst die Reifen vorne und hinten gleichmäßiger :whistle: und tauschst so die Reifen gleich als kompletten Satz.

Damit ersparst du dir dann die Suche nach der Ursache für: "Ich habe neue Hinterreifen und nun blinkt mein DSC dauernd" :D
 
Interressant die Meinung vom Monteur, das alles immer normal ist bei BMW. Es ist zwar bekannt, dass die Innenflanke Hinten häufiger etwas stärker verschlissen ist. Aber so habe ich das bis jetzt noch nicht gesehen und würde definitiv mal das Fahrwerk vermessen lassen. Auch mal die Gelenke etc. prüfen. Normal ist das nicht.
 
Ich hab gestern die Mischbereifung komplett wechseln lassen, sie waren extrem gleichmäßig abgefahren also höchstens 0,5 mm Differenz zwischen linker und rechter Längsrille an der Hinterachse
Auch das Verhältnis zwischen Vorne und Hinten war erstaunlich ausgeglichen, vorne vielleicht 1,5 mm mehr

Der Verschleiß war aber hoch, Die Dunlop Sportmaxx RT haben nur eine Saison (ca 12tkm) gehalten bis die Hinterachse unter 2 mm war, nun sind GoodJear Eagle F1 drauf
 
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