die ersten Wochen mit dem Z4

Sascha V.

Testfahrer
Registriert
10 März 2014
Ort
Saarlouis
Wagen
BMW Z4 e89 sDrive23i
Hallo liebe Z-Begeisterte,

nun habe ich meinen Z4 e89 etwas mehr als 14 Tage. Als Resümee aus dieser Zeit kann ich nur eines, etwas verbal entglitten sagen: GEIL !

Ich will es auch noch etwas ausführen: Trotz meiner jungen Jahre hatte ich doch schon recht viele Autos. Zumindest für mein Empfinden. Was wohl einfach zu der Zeit dem Beruf zu schulden war. Begonnen wie jeder Fahranfänger mit Ford Fiesta, Fiat Punto, Toyota Corolla. Ganz gut soweit. Danach gesellte sich dann Peugeot 206 cc / 307 cc / 207 cc sowie ein Peugeot 407 Coupe 2.7 L V6 dazu, was ein sehr tolles Auto war !!! Auch ein Toyota Celica war dabei. Danach war dann mal VW mit dem Scirocco und dem Passat CC dran. Rüber zu Audi, mal ein A3 Cabrio versucht. Nett. Aber leider nur nett. Danach wieder etwas das mehr Spass gemacht hat, ein Mazda MX 5. Und das in knapp 14 Jahren Führerschein.

Bei den ganzen Autos gab es eigentlich nur 3, die tatsächlich einer Erwähnung wert sind.
Zum einen das 407 Coupe. Ein für Peugeot außerordentlich gut verarbeitetes Fahrzeug, in der Platin Version mit allem nötigen/unnötigen schnick schnack. Obwohl ein riesen "Schiff" doch sehr agil, und ein echte Spass-Auto. Etwas negativ war die Tatsache, das man alle 15tkm neue Bremsen und Reifen benötigt. Als nächstes der Passat CC. Einfach ein hoher Verarbeitungsstandart, sehr gut zu fahren. Was mir allerdings an VW nicht so gefällt, das es irgendwie altbacken rüber kommt. Trotzdem ein schönes Fahrzeug, das mich ohne Mängel begleitet hat. Der MX 5 war ebenfalls in der ganzen Laufzeit über mängelfrei. Ich habe die 125 PS Version auch als ausreichend empfunden. Schön das man wählen kann zw. Hardtop und Stoffdach. Super agil, und auch mit 125PS ausreichend spritzig.

Nun ich will hier keines der Autos schlecht machen, doch gegen den Z4 kommt keines der genannten Fahrzeuge an. (ich bin mir schon bewusst, das man das eine oder andere Fzg. überhaupt nicht miteinander vergleichen kann.) Es soll mehr ein kleines Ranking sein, von den Fahrzeugen die ich bislang gefahren habe. Und da steht der BMW in Sachen Design und Verarbeitung für mich an erster Stelle. Dich gefolgt vom Peugeot Coupe und dann mit etwas Abstand dem MX 5. Ich lasse hier Dinge wie Verbrauch, Versicherung, Verschleiß etc. in meinem Ranking komplett weg. Denn diese Sachen interessieren mich überhaupt nicht. Das Peugeot Coupe z.B. hat im Schnitt über 10 L Diesel geschluckt. Wo viel raus (Leistung), da muss auch eben viel rein (Sprit) Ich stehe auf dem Standpunkt, das wenn ich ein sparsames Auto möchte, ich mir besser einen Daihatsu Cuore zulegen sollte.

So, und heute werde ich noch den Z waschen gehen.
Das ist nämlich die Gelegenheit das ganze Auto beim trocknen zu streicheln, ohne das mich jemand schief von der Seite anschaut :-D

LG & viel Spass mit Euren Fahrzeugen, welches auch immer !
Sascha
 
12 Autos in 14 Jahren - Respekt! :-)

Dass der Z4 für dich an erster Stelle steht, kann ich nachvollziehen. Dass er dies u.a. wegen seiner Verarbeitung tut, nicht so recht.
Mein Z4 ist nicht besser verarbeitet als mein Ford Focus. Wobei man das ja auch als Lob für den Focus werten kann :-)

Gruß
mabel
 
Ja ich fürchte, auch bei BMW gibt es Montags-Autos.
Ich war in der Fzg-Branche, konnte auch sehr viel und oft hinter die Kulissen schauen.
Wirklich "rund" läuft es bei keinem der Hersteller. Für den einzelnen ist das Schade wenn er ein
Fzg erwischt, das qualitativ nicht 100 % ist. In der Gesamtsumme jedoch ist der Z4 wirklich top verarbeitet.


Eine kleine Geschichte aus meinem früheren Berufsleben, bevor ich umgesattelt bin:
Eine Lieferung neuer KFZ ist angekommen. Markteinführung eines neuen Modelles, Basispreis ca. 30.000 Euro.
Der Fahrer klettert auf den Hänger, auf dem 2 Fzg stehen. Eines eine Kundenbestellung, das Andere der Show-Wagen.
Das Show-Auto fährt er auf den Hof des Autohauses. Das Kundenfahrzeug lässt er auf der Straße stehen, sehr ungewöhnlich!
Auf nachfrage teilte er mir dann mit: Springt nicht an. Dem Meister bescheid gegeben, hol das Auto von der Strasse.
Der kommt dann nach einer Stunde zu mir und sagt: Geht so nicht, der will nicht anspringen. Wir drücken das Auto also mit ein paar Gesellen
in die Werkstatt. Und da bleibt es dann in seine Einzelteile zerlegt auch für die nächsten 3 Monate. Auch Rückfragen beim Hersteller, was denn
mit dem Auto los sei, bekam der Meister folgende Antwort: Wir wissen dass das Fzg nicht anspringt. Wir dachten, Ihr in der Werkstatt bekommt das hin!?

Nochmal: Kundenfahrzeug, die erste Auslieferung überhaupt. Reaktion des Herstellers: Ja, das ist normal!

Nach gut 4 Monaten dann wurde das diverse male komplett zerlegt, und wieder zusammen gebaut. Schluss endlich haben wir dann für den Kunden ein neues
Bestellt. Den Blechhaufen haben wir dann mit ein paar Mann wieder auf den Hänger gedrückt, und freundlich hinter her gewunken auf seinem Weg zurück ins Werk...

Einige Hersteller bieten ja Werksführungen an.
Was die meisten nicht wissen, dies bieten sie in zwei Versionen an:
Für Besucher, und für Konzernangehörige.
Bei einem großen Autokonzern durchs Werk geführt worden.
Sehr groß, aufgeräumt, sauber. Nach der "offiziellen" Führung meinte der Leiter dann:
Jetzt gehen wir in den Bereich, der nur für die Internen ist. Da war unter anderem eine Halle.
Mehrere Fußballfelder groß, keine Ahnung wie viele Autos da gestanden haben.
"Was ist mit denen?"
Das sind bestellte Fzg die einen Montageschaden haben und in Stand gesetzt werden müssen.
Und das waren Fzg. bei denen jetzt nicht nur jemand vergessen hatte, mal eine Schraube fest zu ziehen...da waren schon Fzg mit massiven (zumindest optisch) Schaden!
Das wird dann als Neuwagen ausgeliefert...

Ich könnte noch Stundenlang so weiter erzählen!

LG
 
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