Ebay-Auktion: Radsatz ohne RDCi verkauft, obwohl es im Lieferumfang war. Artikelbeschreibung bindend?

Hammam

BMW Freak
Registriert
5 September 2007
Alter
41
Ort
Aachen/Stolberg
Wagen
BMW Z4 e86 M coupé
Hallo Leute,

habe ein Satz Räder für mein T-Car als Höchstbietender bei einer ebay-Auktion eines gewerblichen Händlers ersteigert für knapp 700€.
In der Beschreibung stand: Incl. BMW Radnabenabdeckungen und RDCi-Reifendrucksensoren.

Habe die Räder dann persönlich abgeholt und beim Einladen ist das Fehlen der Abdeckungen nicht aufgefallen.

Zuhause ist es mir natürlich beim Probehalten am Fahrzeug aufgefallen. Dann habe ich nochmal genaustens die Beschreibung gelesen, aber es stand drin.
Dann habe ich gedacht, checkst du auch mal den Rest. Siehe da, es waren nur Gummi-Ventile.

Hab nachgeschaut, gebrauchte Ventile kosten 90€ plus Montage (ich tippe mal auf max. 15€), also ca. 150€ Mehrkosten.

Radnabenabdeckungen würde er mir noch nachschicken, mehr anscheinend nicht.

Verkäufer hat seinen Fehler auch eingesehen und sich entschuldigt und einen Umtausch angeboten (klar er wollte eigentlich auch mehr an den Rädern verdienen, da er sie Wochen vorher noch zum Sofort-Kauf für den doppelten Preis angeboten hatte).
Ich bin allerdings auch einige Kilometer gefahren, den es war ein Schnapper.

Nun die Frage, ich habe doch eigentlich ein Recht auf den Artikel laut Beschreibung. Er ist kein Laie und verkauft wirklich NUR Räder/Felgen in großem Stil. Ist ein Gebrauchträderhändler.
Er hat schon angedeutet, dass er keine RDCi Ventile hat und daher die Räder zurücknehmen würde.
Die Fotos waren so geschossen, dass man das Gummiventil auf den Fotos NICHT erkennen konnte.

Was für Chancen habe ich? Erstmal 150€ Preis für Mehrkosten kommunizieren und andeuten, dass man bereit ist sich irgendwo in der MItte zu treffen ?

VG
Patrick

Anhang: Auszüge aus Auktion
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Allgemeine INformationen:
Falls in der Artikelbeschreibung nicht explizit angegeben, sind die abgebildeten Radnabendeckel und Radbolzen nicht Bestandteil des Angebots. Diese können zusätzlich in unserem Shop erworben werden.

Wir sind stets bemüht Fehler bei der Angabe passender Fahrzeuge zu den angebotenen Felgen / Rädern zu vermeiden. Bitte beachten Sie, dass es in die Zuständigkeit des Kunden fällt anhand der Teilenummern- und Größenangaben vor dem Kauf zu überprüfen, ob die Felgen und insbesondere die Rad-Reifen-Kombination auf seinem Fahrzeug zugelassen sind.
 
M. E. sind die Teile im Kaufvertrag enthalten. Hat er sich mündlich oder per E-Mail etc. zu seinem Fehler geäußert?
Zurückgeben würde ich nicht, da verlierst Du ja Deinen Preisvorteil.
Du kannst Nachlieferung der Teile verlangen und wenn er das ablehnt, den Kaufpreis mindern, z. B. um die 150 Euro Mehrkosten.
Ich würde ihm schriftlich eine Frist zur Nachlieferung einräumen und verstreichen lassen, dann kannst Du im Falle eines Falles Deine etwaigen Anwaltskosten als Verzugsschaden geltend machen. Ansonsten bleibt man gern auf den Kosten sitzen, wenn der Anwalt das erste Sxhreiben zur Geltendmachung der Forderung fertigt.
 
Genau so sehe ich das auch.
Die Beschreibung ist Bestandteil des Kaufvertrags. Wenn er die Teile nicht liefern kann besorgst sie selbst und er muss die Kosten übernehmen.
 
Biete ihm an, dass Du den Kaufpreis mindern möchtest und warte, wie er sich äußert.
Du hast doch auch nicht aufgepasst bei der Abholung, ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber man sollte seine gekauften Sachen schon kontrollieren.
Wäre mir vermutlich auch passiert? Dumm gelaufen und wirklich ärgerlich!
Auch wenn ich nicht wirklich dran glaube, könnte es nicht doch sein, dass er sich einfach nur vertan hat... wenn er im großen Stil evt. Hunderte von Radsätzen verkauft.
(Ich bin wohl doch zu gut für diese böse Welt?)

Was ist denn mit Käuferschutz durch Paypal?


(Ich hatte ganz überlesen, dass er seinen Fehler schon zugegeben hat, daher habe ich meinen Beitrag noch mal geändert!)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Ich glaube nicht dass man da viel einklagen kann....
Er hat wohl einen Fehler in der Artikelbeschreibung gemacht... Ob absichtlich sei jetzt Mal dahingestellt...
Ist mir aber auch schon selber passiert als ich eine andere Auktion als Kopiervorlage verwendet habe...
Er hat seinen Fehler zugegeben und Dir den Umtausch (Geld zurück) angeboten.... Damit denke ich hat er alles gemacht zu den er verpflichtet ist?
Alles andere ist m.M. jetzt Verhandlungsgeschick.... Vielleicht lässt er sich ja auf einen Kompromiss ein.... Halb halbe oder so ähnlich....
Einfach Mal freundlich Fragen.... Oft können dabei die besten Kompromisse zu Stande...
 
Na so einfach ist das ja leider nicht dass man sich darauf beruft einen Fehler gemacht zu haben.
Es geht ja nicht mal darum dass man ein geliefertes Teil erwartet was nicht beschrieben war. Die Sensoren waren ja sogar ausdrücklich als Lieferumfang beschrieben.

Natürlich ist eine gütliche Einigung immer vorzuziehen was bei einem professionellen Verkäufer ja auch möglich sein sollte.
 
Was soll er denn machen, wenn er die Teile nicht da hat und nicht besorgen kann?
Er hat angeboten, die fehlerhafte Ware zurück zu nehmen, das darf er wohl und damit muss und kann man sicher lebenl?
Ich bin selbst im Handel und der Reklamationsbearbeitung tätig und unsere Firma entscheidet als Verkäufer, rechtlich gemäß AGB,
wie wir mit einer berechtigten "Reklamation wegen nicht Vorhandensein einer zugesicherten Eigenschaft" umgehen,
d.h. für uns... und sollte im vorliegenden Fall sicher kaum anders sein:

1. Nachbesserung (also Nachlieferung fehlender oder fehlerhafter Teile),
2. Umtausch gegen gleichwertige und fehlerfreie Ware,
3. Rücknahme gegen Erstattung des Kaufpreises oder
4. Preisminderung!

Die Rücknahme hat er doch schon angeboten!
Ich empfehle nochmals den Versuch einer Einigung, bzw. einen vernünftigen Vorschlag von Käuferseite, mit dem beide Parteien leben können.
Um sich weiteren Ärger, in welcher Form auch immer, zu ersparen, käme für mich aus meiner Sicht hier noch eine angemessene Preisminderung in Betracht,
der auch der Verkäufer möglicherweise zustimmen würde.
In meinem eigenen Tun bin ich nahezu völlig frei im Handeln und ich strebe immer eine gütliche Einigung mit den Käufern an, die dann auch gefühlt zu 95% zufrieden sind!
Einfach vernünftig miteinander reden, bzw. schreiben, das löst ganz überwiegend Probleme auch ohne Rechtsanwalt und Kostenrisiko!
 
Was soll er denn machen, wenn er die Teile nicht da hat und nicht besorgen kann?
Er hat angeboten, die fehlerhafte Ware zurück zu nehmen, das darf er wohl und damit muss und kann man sicher lebenl?
[...]

Was heißt hier nicht besorgen kann? Die Dinger sind überall frei verkäuflich.
Er kann sicherlich anbieten die Ware zurückzunehmen, aber man muss nicht damit leben. Grundsätzlich hat der Käufer das Recht auf Nacherfüllung gem. § 439 BGB und dieser hat hierbei die Wahl, ob er die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangt.

Ich kenne eure AGB nicht, allerdings kann ich mir vorstellen, dass das diese unwirksam sein könnten, sofern sie das Recht des Käufers auf Nacherfüllung unverhältnismäßig einschränken.
 
Grundsätzlich würden original Sensoren deutlich mehr als 90€ kosten.
Ärgerlich ist halt das Abziehen der Reifen + Neuwuchten.

Ich ware z.b. zufrieden mit einem 2-stelligen Betrag, sodas im Endeffekt z.b. die Hälfte der noch auf mich zukommenden Zusatzkosten gedeckt wären.

Ich wollte auch hier nur einmla abklopfen, ob er drauf beharren kann, dass sein Rücknahmeangebot "ausreichend" sei.

Hinzu kommt, dass die Räder ohne RDCi so überhaupt nicht zugelassen sind für die Autos, die er als passend angibt...
Zudem warden auch viele gebrauchte RDCi Sensoren von Ihm bei ebay angeboten. Leider momentan keine BMW (nur Porsche/VW/..)
Die Räder waren auch neu gewuchtet (von Ihm, waren zumindest die identischen Gewichte an Felgen und neben seiner Wuchtmaschine)
Ich vermute daher das dort die RDCi da sicherlich auch schon einmal demontiert warden und ggf. andere Reifen und Gummiventile auf von Ihm angekaufte Kompletträder montiert warden...
Und das ärgert mich dann halt. Außerdem hat er den von mir erworbenen radsatz (erkenntlich an identischen Fotos und identischen Gebrauchsspuren an Felge/Reifen) schon wieder zu einem hohen SofortKauf-Preis neu eingestellt und auch dort wieder den Lieferumfang "INCL. RDCi-Sensoren" ausgewiesen.

Bin jetztt erstmal gespannt, welchen Zustand die fehlenden Radnabenabdeckungen haben. Auf den Fotos waren sie einwandfrei, aber ob er genau die schickt wird sich zeigen.

Danke schonmal für die Ratschläge an dieser Stelle!
 
Bist du sicher, dass keine Sensoren verbaut sind? Es gibt auch Reifendruchsensoren im Gummiventil, merkt man, wenn man die zur Seite drückt. Sensoren von Huf kosten mit ganz viel Glück 35 Euro/ Stück plus Montage.
 
Bist du sicher, dass keine Sensoren verbaut sind
der Verkäufer hat von selbst geschrieben, dass keine verbaut seien.

Also ich konnte die Ventile fast um 90 grad verbiegen. Glaube nicht das es RDCi-Ventile sind.

Hab ein Set Ventile (4x) für 89€ im Blick. Mir fehlt nur noch die Info was Montage/Wuchten kostet.

VG
 
Also man merkt einen deutlichen Unterschied zu Gummiventilen ohne Sensor.
Eigentlich muß der Reifen nur zur Seite gedrückt und der Sensor eingesetzt werden, geh mal von 10 Euro je Rad aus.
 
Kommen die nicht so oder so runter?
langfristig ja, aber ich wollte die zumindest noch solange fahren bis das Profil nicht mehr vertretbar ist aus Sicherheitsaspekten. ;)

Zudem sind es ja Winterreifen, die ich noch bis mind. Ostern fahren könnte und dann im Anschluss direkt die Sommergummis draufziehe (für die VA liegen die Sommergummis schon im Keller, bei den HA-Gummis hat mich der Verkäufer sitzen lassen).
Wer also 2x Conti 275/30/20 (Sommer) anzubieten hat, btte melden.
 
Mein Reifenhändler will überhaupt keine Runflat mehr verkaufen, wehrt sich mit Händen und Füßen, der hat die Nase so was von voll von den Dingern.
Er argument aber dann immer mit dem Komfortverlust ;)
Und er behauptet auch, mit den Runflat gibt es mehr Reifenpannen, weil die Reifen härter und nicht so flexibel seien, da würden öfters mal die Seitenwände platzen.
Der verkauft pro Saison einige tausend Sätze Reifen und müsste das ja eigentlich wissen!?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Meine Erfahrung zum Thema Runflat und Kosten...

Auf die aktuellen Sommerräder unseres F20 sollten Winterreifen montiert und die Runflat Sommerreifen demontiert werden.
Unsere Dorftankstelle mit kleinem Reifenservice war nicht in der Lage die Runflat Sommerreifen zu demontieren. Also bin ich recht kurzfrisitg und zum ungünstigen Zeitpunkt, als der erste Schnee rieselte, auf Werkstattsuche gegangen. Letztendlich habe ich 70€ bezahlt, da war auch Deppensteuer für erst kommen wenn es schon schneit und die Werkstatt voll ist bei.

Ich schätze mal, dass der Preis für die Montage der Sensoren ähnlich teuer ist, der Arbeitsaufwand ist ja vergleichbar. Wobei du ziehst wieder Runflat drauf, in unserem Fall wurden normale Reifen aufgezogen.

Und ja den Unterschied zwischen runflat und normalen Reifen merkt man deutlich.
 
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