Eure Meinung zu dem Verhalten einer BMW Niederlassung

So, hier jetzt mal ein update zu meinem Fall:

Nachdem der Verkäufer wie oben beschrieben eine Ausbesserung des Mangels verweigert hat, habe ich den Sachverhalt noch mal schriftlich Zusammengefasst und um Rücksprache des Vertriebsleiters gebeten. Dieser hat sich auch am nächsten Tag gemeldet und mir ebenfalls bestätigt, dass sowas ja noch nie vorgekommen wäre. Er würde sich die Sache mal anschauen, aber dazu müsste ich schon vorbei kommen. Ich ihm dann versucht klar zu machen, dass ich nicht knapp 1000km fahren werde und dasss das in keiner Relation steht.
Interessant war, als ich ihm anbot noch mal bei meinem lokalen BMW Händler vorstellig zu werden zu werden und er sich tel. vom Werkstattmeister den Zustand der Bremsen bestätigen lassen kann. Seine Feedback war, dass er einer anderen BMW Niederlassung in etwa genauso viel traut wie einer Exfrau (nicht wörtlich ;-) weil die ja auch nur Geld machen wollen. Das hat mir als Kunden ein wirklcih sicheres Gefühl gegeben, dass sich die Händler nicht einmal untereinander trauen.... was ich ihm natürlich auch gesagt habe :-)

Nach einem ca. 1h Gespräch, was an sich sehr nett war, wenn auch nicht Zielfführend, haben wir uns darauf geeinigt, dass er das Material der Bremsen stellt und ich den Einbau bezahle. Ich habe ihm dann einen Kostenvoranschlag für den Einbau + Materialien von meiner BMW Niederlassung zukommen lassen, die er abgelehnt hat mit den Worten: Das ist ja total überteuert. An dem Punkt habe ich mich wirklich gefragt, ob ich in einem schlechten Film bin.... Schlussendlich schickt er jetzt die Teile direkt an meinen und Händler (die Spanne zwischen EK und VK scheint wohl doch nicht so gering zu sein) und ich kann sie dann einbauen lassen. Unterm Strich bin ich nicht mitd er Lösung zufrieden, aber wenn ich noch mehr Aufwand betreibe steht dieser irgendwann nicht mehr in Relation zu den Kosten.

Ach und zum Thema Premium Selection: Ich war gestern bei meinem :-) wegen einem leichten rasseln im motorraum: Steuerkette muss getauscht werden und der Wagen 3 Tage in die Werkstatt. Laut Mechankiker auch etwas, dass bei einer Endabnahme vor Kundenübergabe (vorausgesetzt man ist wirklich interessiert, den Wagen Mangelfrei zu übergeben) hätte herausfinden können.

Ich habe übrigens zeitgleich bei der BMW Kundenbetreuung mal angerufen, die eigentlich sehr verständnisvoll klangen. Man wollte sich kurzfristig mit mir wieder in Verbindung setzen.... das am Montag, jetzt ist Freitag....
 
Ohne Worte :mad:

Aber mir wäre die Relation der Kosten / Aufwand / nutzen in diesem Fall völlig egal.
Es geht darum, dass dich ein Händler von Anfang an mies behandelt.
Da wäre mir wohl schon viel früher die Hutschnur hochgegangen.... Glückwunsch zu deiner Geduld ;)

Aber was das kurzfristige der Kundenbetreuung angehet, da meinen die wohl gerne mal locker 2 Wochen vergehen lassen zu können. Das ist immer noch kurzfristig.

Bei meinen damaligen Problemen mit einem Autohaus ging die Mail nicht nur an das betreffende Autohaus, sondern gleich als Kopie an die Kundenbetreuung und an die Rechtsabteilung vom ADAC.
Das Autohaus hatte sich damals nicht gemeldet, die Kundenbetreuung und der ADAC aber innerhalb 2 Tagen ;)
3 Tage später kam dann ein höfliches Schreiben des Autohauses. Darin wurde mir mitgeteilt, dass die Teile doch noch auf Kulanz getauscht werden.
Hier handelte es sich nur um einen Materialwert von ca. 500 Euro.
In deinen Augen wohl nicht viel (was kosten jetzt deine Bremsen?), aber so lasse ich nicht mit mir umgehen, wenn ich definitiv im Recht bin.

Wenn ich allerdings einsehen muss, das ich damit auch mal falsch liege, dann ist eine entschuldigung selbstverständlich. So können sich beide Seiten auch später wieder ins Gesicht schauen.... ;)
 
Ich kann nicht verstehen, wie man sich auf eine "Lösung" einlassen kann, von der man schon zu Beginn behauptet, dass man mit dieser nicht zufrieden ist. :eek: :o
Nach meiner Sicht, hätte es noch Spielraum für Dich gegeben ...

Tim
 
Ich kann nicht verstehen, wie man sich auf eine "Lösung" einlassen kann,...
... sehe ich auch so!!!

Aber der Karren ist nun mal im Dreck!!! Den bekommst Du auch nicht mehr heraus, ohne dass es zusätzliches Geld (und Nerven) kostet. Und dafür gibt es mehrere Wege. Wir hatten "sowas" ja schon sehr oft hier, und ich verstehe eigentlich nicht, dass es immer und immer wieder passiert. Meinen letzten Gebrauchten Ende 2012 habe ich erst beim dritten Mal mitgenommen! Allerdings waren das keine 900 km...

Für alle potentiellen Autokäufer:
Man darf mit einem Auto (sogar mit einem neuen!!!) erst final vom Hof fahren, wenn wirklich alles in Ordnung ist.

Das gilt auch für einen "normalen" Werkstattbesuch! Man kann gar nicht kritisch genug sein! Kein Blick auf Bremsen, Reifen, Türen ist zuviel. Ist das Auto erst einmal vom Hof gefahren, ist der Käufer der Dumme!

Viele Grüße, Herbert
 
In Deinem Fall ist es in der Tat dumm gelaufen. Nachteilig ist es, wenn der Verkäufer dann auch noch so weit weg ist.

Warum nimmst Du nicht Dein Umtauschrecht aus der Preimium Selction in Anspruch und suchst Dir einen vernüftigen und mängelfreien Wagen? Soviele Reperaturen in den ersten Tagen/Wochen würde ich nicht akzeptieren!

"Falls Ihnen Ihr BMW wider Erwarten nicht zusagt, haben Sie eine Umtauschmöglichkeit (außer bei Leasing). Fragen Sie Ihren BMW Premium Selection Partner nach den Einzelheiten"
http://www.bmw.de/de/topics/gebrauchtfahrzeuge/premium-selection.html#vorteile

Gruß

York
 
Die Arbeitsstunden die ich für den Einbau bezahlen muss werden bei 250€ für vorne und hinten liegen.

Bzgl. der Halbgaren Lösung gebe ich dir sicherlich recht. Aber was wären die Alternativen?

1. Option:
Ich fahre hin, zeige ihm dass ich im recht bin:
Kostet mich 10h meines Lebens Fahrzeit, 2 Tankfüllungen und den wertverlust von 900km auf dem Tacho.Im Optimalfall (wovon ich nicht ausgehen würde) hat er die Bremsen da und baut sie gleich ein (noch mal 2h) und ich bin nach einem 14h Trip wieder zuhause. Ich würde mal behaupten, dass das dem gegenwert von 250 Euro entspricht und ich noch einen Urlaubstag vergeudet hab.

2. option:
Ich übergebe die Sache dem Anwalt:
Gespräche mit dem Anwalt, Sachverhalt Dokumentieren, ggf. irgendwann zu einer Anhörúng gurken und immer noch das Restrisiko auf den Anwaltskosten hängen zu bleiben.

3. option:
Den Wagen dem Händler wieder auf den Hof stellen (hab ich ehrlich gesagt sogar drübr nachgedacht):
Schlechteste Option, da der Wagen vom Preis/ Leistungsverhältnis gut war und alles hat, was ich an Austattung wollte. Wenn cih den Wagen zurückbringe, müsste ich wieder eine neue Suche starten und alle mit dem jetztigen Auto verbunden Kosten wären für die Katz: 2x nach Stuttgart fahren, davon 1x mit Zug, Anmeldung + Abmeldung, Zeit usw). Da bin ich dann Kostentechnisch bei weit über 250€, davon abgesehen, dass ich kein Auto mehr hätte :-)
Aus meiner Sicht ist die Lösung das kleinste Übel, allerdings trübt es in der Tat das Kauferlebnis im Nachhinein doch sehr. Die Konsequenz für mich ist, dass ich in Zukunft lieber etwas mehr ausgebe und ein Fahrzeug (unabhängig von der Marke) in der unmittelbaren umgebung kaufe. Einen 450km entfernten händler wird es nicht mehr geben bei mir.
Die zweite Weisheit, die in mir gereift ist, ist dass Premium Selection wirklich nur ein Marketing Gag ist. Denn vor einigen Minuten hat mich tatsächlich die Kundenbetreuung zurück gerufen: Kurz zusammengefasst: Sie können/wollen mir nicht helfen, dass muss ich mit dem Verkäufer klären und wenn der sich quer stellt hab ich Pech.

ABER: Ich mag meinen ZZZZ trotzdem :-)
 
"Die Konsequenz für mich ist, dass ich in Zukunft lieber etwas mehr ausgebe und ein Fahrzeug (unabhängig von der Marke) in der unmittelbaren umgebung kaufe. Einen 450km entfernten händler wird es nicht mehr geben bei mir."

Gute Entscheidung :thumbsup:
Ich muss auch nicht unbedingt beim Händler vor Ort kaufen, aber die Entfernung zum Verkäufer sollte so gewählt werden, dass ich bei Streitigkeiten auch mal schnell vorbeifahren kann. Für mich bedeutet das einen Suchradius von etwa 100 - 150 km.
Da ich inzwischen einen wirklich guten BMW Händler vor Ort habe, werde wohl auch zukünftig dort kaufen ...

Gruß

York
 
"Die Konsequenz für mich ist, dass ich in Zukunft lieber etwas mehr ausgebe und ein Fahrzeug (unabhängig von der Marke) in der unmittelbaren umgebung kaufe. .....
... ein "Auto meiner Träume" stehen lassen, weil ich Probleme bekommen könnte, die ich (mit hoher Wahrscheinlichkeit) vermeiden kann??? Never ever! ;)

Nein, Freunde der Nacht, dann arbeitet besser meinen Leitfaden ab und/oder nehmt Euch jemanden mit! Einer (der potentielle Käufer) "beschäftigt" den Verkäufer mit Fragen, der andere sucht (emotionslos, denn es ist ja nicht sein Auto!) nach Mängeln. Glaubt mir, das funktioniert. OK - eine Garantie ist das natürlich auch nicht, aber schon ziemlich nahe dran!!!

Grüße, Herbert
 
Herbert, Du fährst ja auch keine Autos, die man an jeder Straßenecke findet. Da musst Du halt auch weitere Wege auf Dich nehmen. :D

Gruß

York
 
MMD, gut gefalllen haben mir die 2 Passagen:


... Seine Feedback war, dass er einer anderen BMW Niederlassung in etwa genauso viel traut wie einer Exfrau (nicht wörtlich ;-) weil die ja auch nur Geld machen wollen. Das hat mir als Kunden ein wirklcih sicheres Gefühl gegeben, dass sich die Händler nicht einmal untereinander trauen.... was ich ihm natürlich auch gesagt habe :-)

...Materialien von meiner BMW Niederlassung zukommen lassen, die er abgelehnt hat mit den Worten: Das ist ja total überteuert. An dem Punkt habe ich mich wirklich gefragt, ob ich in einem schlechten Film bin.... Schlussendlich schickt er jetzt die Teile direkt an meinen und Händler (die Spanne zwischen EK und VK scheint wohl doch nicht so gering zu sein) und ich kann sie dann einbauen lassen.
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Ich habe übrigens zeitgleich bei der BMW Kundenbetreuung mal angerufen, die eigentlich sehr verständnisvoll klangen. Man wollte sich kurzfristig mit mir wieder in Verbindung setzen.... das am Montag, jetzt ist Freitag....

Die sind immer sehr freundlich, nur kommt kommt da leider nie was bei rum. War zumindest bei mir immer so, egal ob beim E85 oder beim E89.
 
... sehe ich auch so!!!

Aber der Karren ist nun mal im Dreck!!! Den bekommst Du auch nicht mehr heraus, ohne dass es zusätzliches Geld (und Nerven) kostet. Und dafür gibt es mehrere Wege. Wir hatten "sowas" ja schon sehr oft hier, und ich verstehe eigentlich nicht, dass es immer und immer wieder passiert. Meinen letzten Gebrauchten Ende 2012 habe ich erst beim dritten Mal mitgenommen! Allerdings waren das keine 900 km...

Für alle potentiellen Autokäufer:
Man darf mit einem Auto (sogar mit einem neuen!!!) erst final vom Hof fahren, wenn wirklich alles in Ordnung ist.

Das gilt auch für einen "normalen" Werkstattbesuch! Man kann gar nicht kritisch genug sein! Kein Blick auf Bremsen, Reifen, Türen ist zuviel. Ist das Auto erst einmal vom Hof gefahren, ist der Käufer der Dumme!

Viele Grüße, Herbert


Du hast recht und so sollte man es auch machen. Allerding kann ich die Konstellation bei TE schon nachvollziehen. "Mann" nimmt sich einen Tag Urlaub um das Auto abzuholen und bekommt dann vor Ort vom Verkäufer was ans Ohr gelabert von wegen dass ja alles kein Problem sei usw. Stichwort "das bekommen wir schon hin.
 
Hallo
Das Vor - Ort kaufen, war auch bei mir, als ich den ersten Z4 kaufte eine Überlegung. Ich hatte etwa 100 km von mir entfernt eine Probefahrt gemacht (mein örtlicher Händler hatte damals kein solches Fz vorrätig) die Verkaufsberaterin war sehr nett und hatte auch viel Fachwissen, fast war ich drauf und drann einen Kaufvertrag zu unterschreiben, aber dann war das mit der Entfernung, doch der entscheidende Punkt, es nicht zu machen.
 
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