Fans atmen auf: BMW wieder auf sportlicheren Sohlen unterwegs!

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Gelöschtes Mitglied 1475

Guest
In der Sportauto (07/2013) von gestern steht es in üblicher tiefgründiger Manier geschrieben: BMW macht die Schmach von 2011 (man erinnere sich an den Vergleichstest mit dem Hyundai Coupé!) wieder vergessen. Der damalige Z4sDrive35i war 1,3 Sekunden (Gesamtstrecke 1.17,6) langsamer. Der neue, facegeliftete Z4s Drive 35is mit 340 PS verweist den (ebenfalls nachgeschärften) Hyundai Genesis Coupé aus Korea in die Schranken. Er ist 0,2 (!) Sekunden schneller! Ich finde das ist eine respektable Umsetzung des lange geforderten Anschlusses an die sportliche Phalanx in diesem Sektor.

So eine Leistung gibt es erwartungsgemäß nicht geschenkt. Umgerechnet auf Zeiteinheiten kostet eine gewonnene Zehntelsekunde 15.165,00 € mehr. Wobei fairerweise gesagt werden muss, beim BMW kauft man ne Menge Ausstattung und Image für die 30.000,00 Mehrpreis . In der Grundausstattung (ich weiß leider nicht was dazu gehört) schrumpft der Mehrpreis deutlich zusammen- 9.000,00 € pro Zehntelsekunde.

Weil das hier ein BMW Forum ist, schreibe ich NICHT wie der Nissan Z370 im Vergleichstest abgeschnitten hat. Nur so viel: Mathematisch ist meine alberne Rechnung von oben nicht machbar...

Die Redaktion (offenbar alles ältere Leute, die den Erfolg BMWs mit früheren Leistungen vergleichen und sich nicht recht über die aktuelle Entwicklung freuen mögen) sieht das so: (Auszüge)

"Sport plus Modus... schwankt wie ein Schiff in Seenot,... Untersteuerung noch extremer als zuvor...regelnde ESP passt ins traurige Gesamtbild...Gott sei Dank geht es nach drei Pflichtrunden wieder in die Box, das Topmodell hat unter sportlichen Gesichtspunkten kläglich versagt.. . am liebsten zum Flaschenzug greifen und grandiosen Motor aus diesem unsportlichen Auto hieven, hat passendere Heimat verdient" (S.37)

Ich lass mir das aber nicht verderben. Immerhin ist das neue Toppmodell des Z4 auf dem Ring 0,3 Sekunden schneller als der alte. Jeder kann dazu ja seine eigene Meinung vertreten. Ein paar Zehntel hin oder her- BMW ist wieder auf dem richtigen Weg. Oder sollte man sagen "Kurs", um bei dem Bild des Schiffes zu bleiben?
 
Meine Meinung!

Nö BMW ist nicht auf dem richtigen Weg. Zumindest größtenteils nicht.
Schaumer aber mal wie das 4er Coupé wird.
 
Wo lässt sich denn dem ersten Beitrag in Bezug auf einen Kurs - etwaig sogar einen sportlichen - von BMW eine positive Aussage entnehmen?
 
Na, da wo ich schreibe er ist schneller als sein koreanischer (hässlicher) Konkurrrent und schneller als sein Vorgänger (E89!!).
Zusammengezählt wären das schon 0,5 Sekunden! %:
 
Ach so, das muss einem ja nur erklärt werden. :D

Vielleicht hatte ich mich zu sehr auf den Abschnitt konzentriert, wo du erläuterst, dass der Koreaner praktisch genau so schnell ist, aber eklatant preiswerter. :) :-)
 
Ein BMW Z4,welcher gern als Sportwagen angesehen wird,der 0,2 Sekunden schneller als ein Hyundai ist,sorry,ist einfach nur peinlich. Vor allem,wenn man die Kosten der Anschaffung sieht. Ist der BMW nicht auch noch gute 100Kg leichter,als der Hyundai?
Da ist der Underdog mal dem Platzhirsch überlegen und ich finde es gut so.:D
 
Der BMW wog 15 kg weniger- ich sage ja, die Bayern sind auf dem richtigen Weg/Kurs.

Alle Vergleichsfahrzeuge haben dasselbe Leistungsgewicht von 4,7 kg.

Was der BMW deutlich mehr hat ist Drehmoment: 100 NM mehr als der Hyuandai und 137 NM als der Nissan.
 
Der Z4 hat im Test über 1,6 Tonnen und ist ganze 15kg leichter als der Hyundai. Um den geht's aber kaum. Worum es eigentlich geht, ist der ebenfalls facegeliftete 370Z. Der ist nämlich mit 32900€ fast 25000€ günstiger als das Boot aus münchen. Und "ganz nebenbei" über eine Sekunde schneller in Hockenheim.

Mehr als beschämend. Der Artikel kann ganz neutral gesehen als Verriss des neuen Z4 gewertet werden. Und zwar zu Recht. Sogar der alte Z4 M war vor sechs Jahren 0,6 Sekunden schneller in Hockenheim.

Dementsprechend fällt auch das Fazit aus, dem ich vollauf zustimme.

Eine Seite vor dem Artikel bringt Marcus Schurig auf den Punkt, was bei BMW alles schief läuft.

Ich hoffe in München lesen sie diese Ausgabe. Was BMW mittlerweile baut ist fahrdynamisch gesehen ein großer Witz!

Schade drum!

Im Anhang das beschämende Fazit. Den lesenswerten Artikel "Quo Vadis, BMW?" werde ich wegen des Copyrights nicht Posten.

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...Eine Seite vor dem Artikel bringt Marcus Schurig auf den Punkt, was bei BMW alles schief läuft. ...

Ein kurzes, ernstes Wort dazu: Bei BMW läuft nichts "schief".

BMW ist derzeit bekanntermaßen erheblich erfolgreich. Man hat rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannt und die Produktpalette entsprechend angepasst. Natürlich läuft nicht alles optimal - z. B. fehlt(e) eine Antwort auf den Audi A5 -, aber insgesamt ist die Strategie von BMW eine Gute.

Auch bekannt ist, dass der aktuelle Z4 kein Leistungssportler sein soll, sondern gegen den SLK positioniert ist. Auch dieses Konzept lag grundsätzlich nahe, war der Vorgänger E85 doch erheblich erfolglos. Mag der Absatz des E89 auch die Erwartungen nicht erfüllen, so möchte ich dennoch nicht wissen, wie schlimm es geworden wäre, wenn der E89 in der Tradition des E85 positioniert worden wäre.

Das alles muss man nicht gut finden. Es ändert aber nichts daran, dass BMW richtiger Weise erkannt hat, dass man Autos besser an eine zahlenmäßig große Klientel verkauft, als an ein paar Motorsport-Enthusiasten.
 
Mehr als beschämend. Der Artikel kann ganz neutral gesehen als Verriss des neuen Z4 gewertet werden. Und zwar zu Recht. Sogar der alte Z4 M war vor sechs Jahren 0,6 Sekunden schneller in Hockenheim.

:D Ein AG E89 ist nur 0,6 sec. langsamer als das //M Modell des Vorgängers :w
 
... dass BMW richtiger Weise erkannt hat, dass man Autos besser an eine zahlenmäßig große Klientel verkauft, als an ein paar Motorsport-Enthusiasten.

moin
alles richtig aus meiner sicht, nur wäre es für bmw nicht machbar, neben sportliche autos für das gehobene klientel nicht auch immer etwas für die sportfans im programm zu haben?
derivate sind heute scheinbar relativ einfach auf die beine zu stellen, wo ist denn ein "e89 black series" ? es geht dabei aus meiner sicht auch um die pflege des marken-image
 
Der E89 ist halt eher für die bequemere Fraktion gedacht und das hat seinen Preis. Sei es beim Anschaffungspreis,oder der Fahrdynamik. Ich fahre den E85 und ein guter Freund den E89. Allein das Erscheinungsbild im Innenraum ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Ich persönlich fühle mich im E85 wohler und besser aufgehoben,wenn es um das Gefühl geht in einem Roadster zu sitzen. Der E89 ist für meinen Geschmack zu "überladen" mit technischem Schnickschnack. Aber,dies gehört halt zur Zeit,elektrische Feststellbremse,adaptives Fahrwerk,festes Dach und und und.
Der Vergleich mit dem E85 M ist doch etwas unangemessen,da es ein echter M ist und der E89 35i(s) nur ein normaler BMW mit viel Leistung und Komfortschnickschnack.
 
moin
alles richtig aus meiner sicht, nur wäre es für bmw nicht machbar, neben sportliche autos für das gehobene klientel nicht auch immer etwas für die sportfans im programm zu haben? ...

Mit wie vielen Millionen Euro würdest du denn den Begriff der Machbarkeit belegen wollen? ;)

Es ist doch eigentlich recht einfach: Wenn der Business Case das Produkt nicht hergibt und auch sonst keine relevanten positiven Effekte zu erwarten sind, wird das Produkt eben nicht an den Markt gebracht.
 
Mit wie vielen Millionen Euro würdest du denn den Begriff der Machbarkeit belegen wollen? ;)

Es ist doch eigentlich recht einfach: Wenn der Business Case das Produkt nicht hergibt und auch sonst keine relevanten positiven Effekte zu erwarten sind, wird das Produkt eben nicht an den Markt gebracht.

nun, die frage zu den millionen kann ich nicht beantworten, das aufgrund heutiger entwicklungs- und produktionsmethoden derivate "relativ" preiswert sind, ist fakt (die strassen sind voll davon)
mir geht`s auch nur um den punkt "sonst keine relevanten positiven effekt". ich sehe hier mal die emotionalisierung einer marken als relevant an, gerade im gehobenen segment ist das wohl nicht zu vernachlässigen.
aber man als marke wahrscheinlich mit der kombination "qualitativ gute und zeitgemäße produkte, mit dem sportlichen image aus der vergangenheit" erfolgreich sein
 
Schau mal, über all das haben bei BMW sich zahlreiche Spezialisten aufwändig Gedanken gemacht, die es alle besser beurteilen können, als wir. Was also soll es bringen, wenn du, ich oder sonstwer andere Wünsche oder Vorstellungen haben? ;)

Nebenbei gesagt kostet jede Modellentwicklung immer noch viel Geld, und ein sportliches Image könnte die aktuelle BMW-Strategie ggf. sogar konterkarieren.
 
Hallo Jan, ich stimme Dir in fast allem zu was Du hier geschrieben hast. Aber die Abgrenzung zum Wettbewerb war immer die Sportlichkeit, die geht nun verloren. Warum ist BMW wieder in die DTM eingestiegen? Richtig ist dass der Mainstream bedient werden muss, aber die Nische darf gerne bleiben. Ob das zwingend ein M haben muss, darf hinterfragt werden. Ein Topmodell in der Baureihe darf ruhig sportlich ausgelegt werden, das wurde beim E89 fast konsequent verpasst. War gerade bei BMW und habe mir das neue 3er Schiff angeschaut, Sorry mit einem 3er hat das nix zu tun.
 
... Aber die Abgrenzung zum Wettbewerb war immer die Sportlichkeit, die geht nun verloren. ...

Völlig richtig, das ist aber kein Versehen, sondern wird von BMW in Kauf genommen bzw. ist sogar beabsichtigt. Oder, etwas dezidierter gesagt: Das sportliche Image wird den zukünftigen Entwicklungen Rechnung tragend angepasst. ;)

Wie gesagt: Ich gebe eigentlich nur bekannte Tatsachen wieder. Gut finden muss man die nicht.
 
Mit wie vielen Millionen Euro würdest du denn den Begriff der Machbarkeit belegen wollen? ;)

Es ist doch eigentlich recht einfach: Wenn der Business Case das Produkt nicht hergibt und auch sonst keine relevanten positiven Effekte zu erwarten sind, wird das Produkt eben nicht an den Markt gebracht.

Hallo,
aufgrund der Misere das die adaptiven Stossdämpfer nicht als Ersatzteil lieferbar sind konnte ich mich ziemlich weit nach oben bei BMW durchtelefonieren.
Das was Brummm schreibt stimmt leider. Der E89 ist so ausgelegt das er sich gut verkaufen lässt, das geht aber nur weil er mehr auf Sicherheit geht. 95% der Autofahrer kommen nun mal besser mit einen Auto klar was untersteuert. Sobald das Auto übersteuert sind die meisten restlos überfordert. Da der E85/86 als M ein finanzielles Desaster war wollte man das beim E89 nicht auch so machen. Um die Entwicklungskosten zu decken wäre das Auto preislich so hoch das es nicht verkaufbar wäre.
Wie sagte der Aftersales Manager des E89 so schön: aber es ist durchaus möglich den E89 sehr Sportlich abzustimmen wenn man sich damit auskennt.
Leider muss BMW mit seinen Fahrzeugen Geld verdienen, und das wäre mit einem E89 M nicht möglich.
Somit bleiben nur 2 möglichkeiten:
Entweder E89 kaufen und ab zu Schmickler oder die Marke wechseln.
Nur ob andere Marken wirklich soviel sportlicher sind ist auch nicht sicher.
 
der E85/86 als M ein finanzielles Desaster war wollte man das beim E89 nicht auch so machen.

Kannst Du dazu noch mehr sagen? Haben die mit den Autos keine Kostendeckung erzielen können? Allgemein ging der E86 ja schlecht (was ich sehr schade finde); aber ich hätte erwartet, dass beim M Roadster die Absatzzahlen besser waren...
 
Bitte nicht die Autos der BMW M GmbH mit den übrigen Konzernautos vermischen. Bei der GmbH wird (wurde) anders kalkuliert. ;)
 
Das Markenimage geht leider immer mehr vor die Hunde... Ist leider so. Das fängt schon bei den Motoren an. Mir ist klar, der Flottenverbrauch muss gesenkt werden aber mit den R6 Sauger hat die Faszination angefangen. Wenn Ich Vierzylinder Turbo fahren will kauf ich mir was aus dem VW Konzern. Ein Roadster muss auch keine 1600Kg wiegen... Das letzte sportliche Auto von BMW war das 1M Coupé, der GTS ist zu teuer und der normale M3 zu lahm, zu groß und zu schwer. Ich hoffe, das einer von der Marketingabteilung mitliest und mal wieder ein richtiges Coupé ala CSL oder Roadster Richtung Z3M oder e85 kommt!!!
 
Ich mache mich jetzt mal unbeliebt...
Im Motorradsegment sind die Supersportler eher verlustträchtige aber imageträchtige Aushängeschilder für die Hersteller...
Da juckelt dann Heinz abends im Bewußtsein um den Block, ein echtes Renngerät zu haben.
Und der Freak auf dem 20 Jahre alten Alteisen fährt Kreise um ihn...

Liebe Leute, wer schnell ist, braucht kein Image.:D (Damit meine ich übrigens nicht mich...)
Sollte man doch drüber stehen...

Just my 2 cents..

LG
Ralf
 
Das mit dem Markenimage sollte man auch nicht sehr durch die eigene Brille sehen. Der Aushilfsalonso von heute (legitimer Nachfolger des Provinzfittipaldi, aber Fittipaldi kennt kaum noch jemand) steht mir mit einem Sportmodell beliebigen Premiumherstellers in Kurven gerne im Weg, wenn ich mit dem nicht besonders querdynamischen Wrangler unterwegs bin. Fahre ich mit dem Motorrad, vertrauen eben diese Leute bei der Beschleunigung geradeaus auf die Allmacht des Turbo, verkennen aber, dass sie von 100 bis 200 etwa die Zeit brauchen, die ein Mittelklassemotorrad von 0 auf 200 benötigt und machen komische Sachen. Wenn das die Sportlichkeit der heutigen Zeit ist, baut BMW doch immer noch sehr sportliche Autos und die Kunden sich offenbar damit zufrieden. Wie die genannten Verkaufserfolge zeigen.
Hinzu kommt, das der Gewöhnungsprozess an die heutige Fahrzeugauslegung unmerklich über die Zeit erfolgt ist. Man muss mal einen 25 Jahre alten BMW in gutem technischen Zustand fahren, um den Unterschied zu erkennen. Oder das Fahrgefühl von damals gespeichert haben. Dank Markus Schmickler geht das ja auch mit modernen Autos :) :-).
 
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