Fragen zu Hartz IV

Und zu den Bemühungen bei Bewerbern: Ich hatte vor einigen Wochen eine "Bewerbung" auf dem Tisch: Diese bestand aus einem zerknitterten und mit Flecken beschmietern DIN A4 Zettel und der 5 Zeilen lange Text endete sinngemäß mit "Bitte schicken Sie mir die Absage schriftlich an oben angegebene Adresse, da ich sie für die Arbeitsagentur benötige" - Das sagt doch schon alles. Leider ist diese "Bewerbung" irgendwie in den Schredder gefallen sodass ich die Absage leider nicht mehr rausschicken konnte... :#


Dieses Verhalten kann ich aus eigener Erfahrung mehrfach bestätigen:

"Ihr sucht doch niemanden, dann können Sie mir ja einen Stempel geben für´s Arbeitsamt!"

(...und dabei kann/muss man dann auch noch froh sein, wenn der Bewerber (?) nicht zu dumm für ein "Guten Tag" ist oder die Anrede "Sie" gebraucht!)
 
... und 1550 Euro netto hätte ich auch gerne!
Diese Summer ist doch rein spekulativ ergoogelt worden und durch nichts bestätigt.
Das Einzige was sicher ist,ist die Tatsache,dass hier eine alleinerziehende Mutter von 3 Kindern dank Schichtdienst der Nachbarn von diesen lückenlos überwacht wird und diese sich,in Ermangelung eigener Probleme,über die Finanzsituation so erhebliche Gedanken machen,dass sie sogar ein Autoforum dazu zu Rate ziehen wo sie dann auf Mitstreiter treffen die selber ihre Nachbarn überwachen,ja sogar befreundete Staatsanwälte kontaktieren,denn Migrationshintergrund und Lambo gehn ja mal gar nicht.
 
Schade!
Nach dem Eingangsposting wollte ich eigentlich schreiben: "Da kennt sich hier keiner mit aus - ich würde mal im Porsche Forum nachfragen"
Und dann stellt sich heraus, dass der Threadersteller zwar in der Ich-Form schreibt aber eigentlich seine gründlich observierte Nachbarin meint. Na, da wäre ja mein voreiliger Sarkasmus völlig an der Sache vorbei gegangen.
Ich habe (dem Schicksal sei dank) bisher sehr wenig Erfahrungen mit Hartz IV in meinem Umfeld machen müssen. Abgesehen von meinem besten und ältesten Freund, der aufgrund einer psychischen Erkrankung zum Hartz Empfänger wurde. Natürlich sah der dabei äußerlich betrachtet aus, wie das blühende Leben. Da sitzen dem Umfeld entsprechende Sprüche über "Sozialschmarotzer" etc. natürlich locker. Was der Mann über Jahre an Gängeleien und Erniedrigungen der Arbeitsagentur ertragen musste, bis er aufgrund seiner Erkrankung berentet wurde, das würde hier den Rahmen sprengen. Heute bezieht er Grundsicherung (was finanziell auf das selbe hinausläuft), aber er wird von der Arbeitsagentur in Ruhe gelassen. Von dem was er als alleinstehender Mann bekommt, kann er definitiv keine großen Sprünge machen und trotzdem ist er zu stolz, sich von mir zum Essen einladen zu lassen, wenn ich 1-2x im Jahr zu Besuch komme.
Was haltet Ihr davon, wenn wir das "Café" in "Stammtisch" umbenennen. Zumindest so manche gepflegte Meinungsäußerung in diesem Thread würde dort besser hinpassen.
Schönes Wochenende,
Sebastian
 
Schade!
Nach dem Eingangsposting wollte ich eigentlich schreiben: "Da kennt sich hier keiner mit aus - ich würde mal im Porsche Forum nachfragen
Schönes Wochenende,
Sebastian



Das kannst Dir eigentlich sparen.Da sind welche in dem Porsche Forum , die sich gerne allwissend geben , aber im Prinzip keine Ahnung haben.
Siehe bei Z4 E89 -Kaufberatung
Z4 35is zu viel Leistung ??
Und entschuldigen kann man sich auch nicht für die unqualifizierten Beiträge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Abgesehen von meinem besten und ältesten Freund, der aufgrund einer psychischen Erkrankung zum Hartz Empfänger wurde. Natürlich sah der dabei äußerlich betrachtet aus, wie das blühende Leben.
Das ist das große Problem,fast niemand kennt die Lebensgeschichten die hinter der langen Arbeitsunfähigkeit/losigkeit stehen und so wird sehr schnell auf Faulheit getippt. Für die Allerwenigsten ist der Empfang von Sozialleistungen ein Lebensideal,sondern meist eher eine bittere Pille,die es zu schlucken gilt.
Wer davon nicht betroffen ist möge sich glücklich schätzen und dankbar sein denn der Schritt vom erwerbstätigen Steuerzahler zum Empfänger von Transferleistungen ist häufig kleiner als gedacht und etwas Demut hat noch nie geschadet.
 
Ich habe (dem Schicksal sei dank) bisher sehr wenig Erfahrungen mit Hartz IV in meinem Umfeld machen müssen. Abgesehen von meinem besten und ältesten Freund, der aufgrund einer psychischen Erkrankung zum Hartz Empfänger wurde. Natürlich sah der dabei äußerlich betrachtet aus, wie das blühende Leben. Da sitzen dem Umfeld entsprechende Sprüche über "Sozialschmarotzer" etc. natürlich locker. Was der Mann über Jahre an Gängeleien und Erniedrigungen der Arbeitsagentur ertragen musste, bis er aufgrund seiner Erkrankung berentet wurde, das würde hier den Rahmen sprengen. ...
Muss hier wirklich das Selbstverständliche erwähnt werden - nämlich dass viele Menschen Sozialhilfe völlig zurecht beziehen? Dass hier mit "Sozialschmarotzer" nur diejenigen gemeint sind, die eben genau das tun - und natürlich nicht alle Menschen, die Stütze beantragen?

Nochmal: Diese Dinge sollten für die Diskutierenden selbstverständlich sein. ;)
 
Nochmal: Diese Dinge sollten für die Diskutierenden selbstverständlich sein. ;)

Sind sie aber offensichtlich nicht!?
Echt traurig, dass Du diesbezüglich noch mal darauf hinweisen musst.
Natürlich ist es gut, dass wir in einem Sozialstaat leben, doch sollte genau dieser Staat so einigen Leuten deutlich ihre Grenzen aufzeigen.
Die Gesetze sind doch eindeutig, warum kann das keiner richtig kontrollieren?
Oder ist gar eine wirksame Kontrolle im Grunde überhaupt nicht gewollt, weil man hier die Reaktionen der "Gutmenschen" befürchtet?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Sind sie aber offensichtlich nicht!?
Echt traurig, dass Du diesbezüglich noch mal darauf hinweisen musst.
...
Es passiert in diesem Forum ja von Zeit zu Zeit immer mal wieder, dass das Diskussionsniveau von einigen wenigen drastisch nach unten gezogen werden - wobei ich damit nicht Sebastian meine. Mit der Zeit gibt sich das wieder, weil sich Anspruch und Niveau letztlich doch immer wieder durchsetzen. ;)

Die unzureichende Anwendung unserer Gesetze, wie du sie anprangerst, ist in der Tat ein zentrales Problem - das in den kommenden Jahren noch erheblich schlimmer werden wird. :confused: Ich will hier gar nicht erst von dem erzählen, was ich in der letzten Zeit aus der Ecke der Strafverfolgung so mitbekomme. :eek: :o

Ähnlich schlimm ist es im Bereich des Sozial- und Ausländerrechts - und es wird stetig schlimmer.
 
Selbstverständlich sollte in meinen Augen sein, dass jemand, der einen Mitmenschen als "Sozialschmarotzer" abstempelt zunächst dessen sozialen und medizinischen Hintergrund wirklich im Detail kennen sollte. Das dürfte bei einigen Diskutanten im Forum oder bei vorschnellen Urteilen über Nachbarn wohl eher weniger gegeben sein,

Sebastian
 
Es passiert in diesem Forum ja von Zeit zu Zeit immer mal wieder, dass das Diskussionsniveau von einigen wenigen drastisch nach unten gezogen werden - wobei ich damit nicht Sebastian meine. Mit der Zeit gibt sich das wieder, weil sich Anspruch und Niveau letztlich doch immer wieder durchsetzen. ;)
....

Spieglein, Spieglein ... :rolleyes:

Ich glaube du solltest langsam mal etwas kürzer treten - vor allem was die geäußerten Ansprüche gegenüber Dritten im Hinblick auf die Selbstanwendung derselbigen angeht. :w
 
Selbstverständlich sollte in meinen Augen sein, dass jemand, der einen Mitmenschen als "Sozialschmarotzer" abstempelt zunächst dessen sozialen und medizinischen Hintergrund wirklich im Detail kennen sollte. ...
In welchem Beitrag wurde denn aus deiner Sicht eine konkrete Person als "Sozialschmarotzer" beschimpft?

Ich habe jetzt nicht mehr alles überflogen, aber meiner Erinnerung nach wurde der Begriff hier allein beschreibend für solche Personen benutzt, die eben genau das tun. Das ist aber genau der ganz wesentliche Unterschied: Das Erstere wäre eine haltlose Beleidigung. Das Andere ist eben die - durchaus despektierliche - Benennung einer sich unredlich verhaltenden Personengruppe.
 
Gegenfrage: Wo habe ich denn behauptet, jemand hier im Forum habe eine konkrete Person als Sozialschmarozer beschimpft?
Ich bezog diese Aussage auf das Beispiel meines alten Freundes und habe in Analogie zu diesem konkreten Fall darauf hingewiesen, dass jemand der seine Nachbarn (wegen des Verdachtes auf unrechtmäßige Ausnutzung von Sozialleistungen) beschattet, wohl kaum deren persönliche Geschichte kennen dürfte. Genauso war aus manchen Postings herauszuhören, dass bereits das ungebührliche Verhalten bei einem Vorstellungsgespräch darauf schließen lässt, dass die Gemeinschaft der Fleißigen und Rechtschaffenden gut daran täte, solche Subjekte fortan unter der Brücke schlafen zu lassen. Und wenn Du jetzt sagst, JETZT würde ich aber polemisch, gebe ich Dir sogar Recht .

Sebastian
 
Nicht polemisch, sondern du überziehst den Inhalt der bisherigen Diskussionsbeiträge. Damit wäre das nun wohl geklärt.
 
nur mal so aus der Praxis, ich war für eine Firma Tätig die Sehbehinderte/Blinde auch wieder in das Arbeitsleben zurückbringen soll. In Bayern gab es zum damaligen Zeitpunkt 16 Betreuer (für alle Behinderungen!) die für die Vermittlung zuständig waren.
Die Aussage die man treffen konnte war ungefähr so, Behinderte stehen auf der selben Stufe wie Alleinerziehende mit Kindern. Im Prinzip war es kaum möglich Menschen in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Obwohl bis zu 85% der Kosten vom AMT für die Arbeitgeber übernommen wurden!
Es wurde empfohlen eine Rente zu beantragen, obwohl die Personen gerade mal max. 25 Jahre waren, mit IT-Ausbildung, ja es gibt auch blinde Programmierer!
Wenn auch noch Kinder ins Spiel kam, mussten die sich noch Entschuldigen - ob das nicht A-Sozial wäre - hurra Deutschland.
Kinder gelten ja schon als Behinderung, wer mehr als 2 Kinder hat....

Wer kennt schon die Situation, in der sich Menschen befinden, ich finde es einfach nur beschämend. :mad:

Leute die das System ausnutzen gibt es überall.
Um nochmal auf den TE zu kommen, vielleicht ist die Idee ja doch nicht so schlecht, dass Angebot mit dem Kuchen zu machen. Oh je, Nachbarschaftshilfe..... in der heutigen Zeit.... Tschuldigung für diese dumme Idee :rolleyes:
 
Kinder gelten ja schon als Behinderung, wer mehr als 2 Kinder hat....
Ich hab 3,vllt gibts ja Prozente und ich kann eher in Rente.:D
Im Ernst,ich finde die Erziehungsleistung(wenn sie denn stattfindet)wird deutlich zu wenig gewürdigt und das meine ich jetzt ausdrücklich nicht nur finanziell. Insofern empfinde ich es als völlig normal,dass die Gesellschaft Alleinerziehende unterstützt,Möpse eignen sich nur bedingt für die Sicherung der Altersversorgung und der Zukunft dieses Landes.
 
Zuletzt bearbeitet:
................ Im Prinzip war es kaum möglich Menschen in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Obwohl bis zu 85% der Kosten vom AMT für die Arbeitgeber übernommen wurden!
...............

die Problematik in diesen Fällen liegt meiner Meinung nach nicht unbedingt nur an Arbeitgebern sondern eher an der Gesetzgebung, die einen besonderen Kündigungsschutz für Behinderte vorgibt. Hieraus ergeben sich erhebliche Risiken für Arbeitgeber zum Nachteil von Behinderten, selbst wenn über einen gewissen Zeitraum 85% der Kosten vom AMT übernommen werden. Auch darüber sollte Nachgedacht werden.
 
Im Ernst,ich finde die Erziehungsleistung(wenn sie denn stattfindet)wird deutlich zu wenig gewürdigt und das meine ich jetzt ausdrücklich nicht nur finanziell.


Ein guter Ansatz, aber politisch leider nicht gewollt!
Wenn ich nur schon dieses dumme Gewäsch unserer Volksvertreter zum Thema "Herdprämie" höre!
Ich kann überhaupt nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte.
Warum soll jemand, der seine Kinder eben nicht in die Ganztagsbetreuung schickt, den Staat damit erheblich entlastet, nicht auch eine finanzielle Entschädigung erhalten.
Dies´ wäre doch nur gerecht!
Mal ein Beispiel: Ein Kita-Platz in unserem Kreis Siegen hat angeblich schon vor Jahren 18.000 Euro im Jahr gekostet.
Würde man nun beispielsweise nur die Hälfte des Betrages den Eltern (incl, Rentenversicherungspflicht) zur Verfügung stellen, dann sähe es in unserem Land anders aus.
(Ich habe übrigens keine eigenen Kinder!)
 
Ich werfe mal diese Lektüre in den Raum. Der TE hat (hoffentlich) später einen Job gefunden und sich ein nettes Wägelchen zugelegt, aber der Grundgedanke im ersten Post lässt sich leider immer noch auf das Thema hier übertragen: Arbeitslos heisst nicht immer mittellos heisst nicht immer wunschlos heisst nicht immer Sparen an Luxusgütern - und heisst auch nicht immer "ich arbeite um mir einen Traum zu erfüllen".

Aber wenn ich lese, dass man 2000+ EUR netto für umme bekommen kann, zzgl. Sachgütern die "einem zustehen" verstehe ich langsam die vielen Proteste von Erziehern und Bahn-Beschäftigten ....
 
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Erst wird hier unterstellt, dass wir alle Hartz 4-Empfänger für Sozialschmarotzer halten und jetzt geht´s gegen die Behinderten? Prima!
Ich habe selbst auch einen GdB von 50, aber ich kann Euch allen versichern, dass ich in unserem Betrieb mehr arbeite als zwei Gesunde zusammen.
Und alle Schwerbehinderten feiern bei uns nachweislich weniger krank als die gesunden Mitarbeiter - wobei ich jetzt ganz bewusst den Begriff "feiern" benutze!
 
... Erst wird hier unterstellt, dass wir alle Hartz 4-Empfänger für Sozialschmarotzer halten und jetzt geht´s gegen die Behinderten? Prima! ...
Dass es gegen Behinderte ginge, habe ich nun nicht so verstanden, Andreas. ;) Es war wohl eher als zusätzlicher Aspekt des Themas gedacht.

Jedenfalls lässt sich an diesem Thema sehr gut erkennen, welch erheblicher Missstand vorliegt, wenn - hier: behinderte - Menschen gerne arbeiten möchten und sich dafür auch ganz erheblich engagieren, aber dennoch kaum in den Job gelassen werden, während andere Menschen ohne Not faul zu Hause sitzen und sich ihre Faulheit von uns Steuerzahlen vergüten lassen.

Man kann es auch einfacher formulieren: Die einen wollen gerne, dürfen aber nicht. Die anderen können, wollen aber nicht. :thumbsdown:
 
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Jedenfalls lässt sich an diesem Thema sehr gut erkennen, welch erheblicher Missstand vorliegt, wenn - hier: behinderte - Menschen gerne arbeiten möchten und sich dafür auch ganz erheblich engagieren, aber dennoch kaum in den Job gelassen werden, während andere Menschen ohne Not faul zu Hause sitzen und sich ihre Faulheit von uns Steuerzahlen vergüten lassen.

Man kann es auch einfacher formulieren: Die einen wollen gerne, dürfen aber nicht. Die anderen können, wollen aber nicht. :thumbsdown:

Gelungenes Fazit! :t

Leider ein Umstand, den ich auch nur allzu gut kenne. Und hierbei war es kein privater Arbeitgeber - denen man so etwas wohl eher zutrauen würde -, sondern ein öffentlich-rechtlicher, der unnötige Hürden aufgebaut hat.

Wer da keinen (finanziellen und persönlichen) Rückhalt hat, den zieht es durch solche Missstände schnell nach unten. Und von dort aus kann man sich leider nur schwerlich wieder aufrappeln. Daher ist die Resignation, sich mit der augenscheinlich auswegslosen Situation abzufinden, nur allzu häufig die Konsequenz.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Erst wird hier unterstellt, dass wir alle Hartz 4-Empfänger für Sozialschmarotzer halten ...

Für eine Quellenangabe wäre ich dankbar. Ich kann nirgendwo erkennen, dass jemand gesagt habe "Ihr alle (wer immer das auch sei) haltet Hartz IV Empfänger für Sozialschmarotzer".
Genauso kann ich nirgendwo erkennen, dass es hier "gegen die Behinderten" geht.
Etwas weniger Befindlichkeiten und etwas genaueres Lesen würde m.E. helfen!

Sebastian
 
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