Gaffer, schlimmer geht immer

Traurig und wird immer mehr. Hauptsache die Anzahl der Likes bei Fratzenbuch:poop: und Co.:poop: stimmen, da man gern der Erste sein will. :poop:
Es ist erschreckend geworden, wie sich unsere Gesellschaft immer mehr von solch kleinem elektronischem Gerät abhängig macht und teils sein Leben daran ausrichtet.:cautious:

Solchen Leuten sollte man den Führerschein für 3 Monate abnehmen

Nee,lieber Freiheitsentzug, denn im Knast ist Handy tabu! Das wirkt heutzutage wohl am besten!
 
... Solchen Leuten sollte man den Führerschein für 3 Monate abnehmen die Gaffen und Filmen dann nie wieder. ...
Es wäre schon ein guter Anfang, wenn das Gaffen und Filmen im vorhandenen gesetzlichen Rahmen geahndet würde. Aber zusätzlich noch ein Führerscheinentzug wäre auch nicht schlecht. :t
 
Eine zumindest zwielichtige Rolle spielen für mich allerdings auch gewissse Medien, welche die Fotos der "Leserreporter" gerne veröffentlichen und teilweise sogar noch belohnen.
Wobei ich mich frage, ob man da nicht sogar juristisch irgendwas drehen könnte, um diese Praxis einzudämmen.
 
Nee,lieber Freiheitsentzug, denn im Knast ist Handy tabu! Das wirkt heutzutage wohl am besten!
Auch nicht schlecht. Wobei mir gerade der Gedanke kommt Ihnen ein absolutes Handy, oh sorry heißt ja Smartphone, verbot, sagen wir mal 2 Wochen dürfte reichen, zu erteilen und das Smartphone solange den Verletzten zur Verfügung stellen.
 
Es wäre schon ein guter Anfang, wenn das Gaffen und Filmen im vorhandenen gesetzlichen Rahmen geahndet würde. Aber zusätzlich noch ein Führerscheinentzug wäre auch nicht schlecht. :t
Das Problem ist das meistens der eigentliche Unfall den Einsatzkräften genug zu tun gibt. Bei größeren / länger andauernden Unfällen auf der Autobahn stellt die Polizei ja gerne mal Beamte ab das Sie mit einer Kamera eindeutige Gaffer festhalten und anhand des Kennzeichen die Personen ermitteln.

Was auch keine schlechte Idee ist: Einige Feuerwehren nutzen Sichtschutzwände um Unfallstellen für Gaffer abzuschirmen - teils mit extra Aufdrucken die die Gaffer auffordern statt zu gaffen lieber selbst ein Ehrenamt zu ergreifen. Schlecht ist natürlich das der Aufbau und teils das Halten der Wände auch wieder Einsatzkräfte bindet, auch wenn sowas nicht diekt zu begin aufgebaut sein muss + Geld aus den meist klammen Feuerwehrkassen kostet es natürlich auch.
 
Einkreisen, Personalien aufnehmen, Handys als Beweismittel beschlagnahmen, mindestens 1000€ Bußgeld.
Ich bin mir sicher, wenn das ein paar mal gemacht würde, würde dies in diesem Ausmaß wie derzeit nicht mehr stattfinden.
Diese Spinner müssen halt Konsequenzen spüren.... und zwar empfindliche.


Gruß
Markus
 
Einkreisen, Personalien aufnehmen, Handys als Beweismittel beschlagnahmen, mindestens 1000€ Bußgeld.
Ich bin mir sicher, wenn das ein paar mal gemacht würde, würde dies in diesem Ausmaß wie derzeit nicht mehr stattfinden. ...
Da bin ich vollständig bei dir - wenn es auch bereits recht weitreichende gesetzliche Sanktionsmöglichkeiten gibt. Wie gesagt: Würde dieser Rechtsrahmen ausgenutzt, hätten die betroffenen Gaffer ganz schnell keinen Spaß mehr.

Allerdings ist es ja leider wirklich so, wie Alex es oben schon geschrieben hat: Die Rettungskräfte haben in der Regel alle Hände voll zu tun und können sich kaum um die ganzen Gaffer und Hobbyfilmer kümmern. Im Zweifel muss natürlich die Rettung Vorrang vor der Gaffer-Sanktion haben.

Auch befürchte ich, dass Sanktionen nicht so einfach zu einem weitreichenden Umdenken führen würden. Kaum jemand weiß, dass das Gaffen und Filmen bei Unfällen eine Ordnungswidrigkeit bzw. Straftat ist. Da müsste die Regierung eher mal, bzw. zusätzlich zu den Sanktionen, eine breitangelegte "Werbeaktion" fahren. Dabei könnte man auch gleich das mangelhafte Bewusstsein der Straßenverkehrsteilnehmer in Bezug auf das Bilden von Rettungsgassen auffrischen.

Ohne politisch werden zu wollen: Solange Geld für so viele "Integriert-die-Flüchtlinge-Werbespots" vorhanden ist, sollte auch der eine oder andere "Gafft nicht!-Spot" drin sein. :cautious:
 
Ich gebe dir größtenteils recht. Aber das man dafür werben und aufklären muss, dass man bei einer Rettungsaktion den Rettungskräften nicht im Wege steht, verstehe ich nicht.

Gruß
Markus
 
Ja, in der Tat sollte jeder Mensch so viel Benehmen und Verantwortungsbewusst sein haben. Leider ist das häufig nicht der Fall, und m. E. wird sich nichts ändern, solange das Gaffen und Filmen in unserer Gesellschaft schon fast zum "guten Ton" gehört. :thumbsdown:
 
Nur kurz am Rande, weil ich vorhin im Geschäft an einer tollen kleinen Drohne vorbeigelaufen bin: Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis irgendwelche Vollidioten über Unfallstellen ihre im Kofferraum mitgeführten Drohnen aufsteigen lassen. :eek: :o
 
Nur kurz am Rande, weil ich vorhin im Geschäft an einer tollen kleinen Drohne vorbeigelaufen bin: Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis irgendwelche Vollidioten über Unfallstellen ihre im Kofferraum mitgeführten Drohnen aufsteigen lassen. :eek: :o
Dann stehen die Gaffer aber hoffentlich nicht mehr im Weg rum....

Gruß
Markus
 
Ohne mich mit den Details auszukennen: Bei der Behinderung und Gefährdung eines Hubschraubers im Rettungseinsatz dürfte dann allerdings ein wirklich stattlicher Katalog an Straftatbeständen, Ordnungswidrigkeiten und Schadensersatzforderungen zusammenkommen. Bereits ein paar ersatzfähige Flugminuten kosten bei einem Hubschrauber reichlich Geld. :whistle:
 
es ist schon krass das die leute die dort retten wollen, noch angepöbelt werden,an sich schon mehr als eine frechheit, ausserdem,könnte man auch sagen das die gaffer unterlassene hilfeeistung "machen"
wie verroht ist unsere gesellschaft geworden,die anstatts zu helfen,lieber den schmerz des anderen filmt?
 
Ohne mich mit den Details auszukennen: Bei der Behinderung und Gefährdung eines Hubschraubers im Rettungseinsatz dürfte dann allerdings ein wirklich stattlicher Katalog an Straftatbeständen, Ordnungswidrigkeiten und Schadensersatzforderungen zusammenkommen. Bereits ein paar ersatzfähige Flugminuten kosten bei einem Hubschrauber reichlich Geld. :whistle:

Gibt auch Leute die einfach über die rückwärtige Leiter auf Feuerwehrautos gestiegen sind um einen guten Überblick zu kriegen für Ihre Bilder. Zufällig stolperte diese Person nachdem Sie zum Abstieg aufgefordert wurde und stürzte in den Straßengraben wobei die Kamera wohl zu Bruch ging. Die herbeigerufene Polizei wurde darauf aufmerksam gemacht das die Person wohl alkoholisiert sei und davon auszugehen ist das Sie mit einem Auto da ist.
Dieser Vorfall ist zwar nicht die feine englische Art aber die Person fiel nicht nochmals bei Einsätzen auf. :whistle:
(Die Geschichte ist ein paar Jahre (~15?) her)
 
es ist schon krass das die leute die dort retten wollen, noch angepöbelt werden,an sich schon mehr als eine frechheit, ausserdem,könnte man auch sagen das die gaffer unterlassene hilfeeistung "machen"
wie verroht ist unsere gesellschaft geworden,die anstatts zu helfen,lieber den schmerz des anderen filmt?
@reptile: Die letzten Jahre sieht man immer mal wieder Dashcam Videos und ähnliches von Verkehrsunfällen oder kuriosen Szenen. Der große Gemeinsame Nenner bei fast allen Videos ist das die meisten Verkehrsteilnehmer nicht anhalten obwohl der Unfall direkt vor Ihnen geschieht. Man sucht sich einen Weg durch die Trümmer und fährt weiter. Mag sein das sich viele keine Erste Hilfe usw. zutrauen aber die Rettung zu verständigen, kurz zu prüfen ob alles in Ordnung ist und vielleicht mit dem Warndreieck die Unfallstelle notdürftig abzusichern bricht niemanden einen Zacken aus der Krone.

Genauso ein Erlebnis eines guten Freundes:
Sehr belebtes Einkaufszentrum, er sieht vor sich eine Traube Menschen, eine Person liegt regungslos am Boden. Niemand macht etwas. Also ist er hin, hat jemanden DIREKT angesprochen "DU rufst den Notruf und weist den Rettungsdienst ein vom nächst gelegenen Eingang!" und began mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Die Person ist zwar verstorben und auch sofortige Anwesenheit eines Arztes hätte wohl nicht geholfen aber auch das ist ein typisches Beispiel für fehlende Initative.
 
... Also ist er hin, hat jemanden DIREKT angesprochen ...

Genauso wird es gemacht! :t

Augenzeugen eines Unfalls etc. stehen häufig da und gucken nur. Das ist oft gar nicht mal Neugier oder Verrohung - sie sind einfach wie gelähmt (Gaffer, die sich ihren Weg bahnen, um besser zu sehen und/oder zu filmen, nehme ich ausdrücklich aus).

Da helfen nur klare Kommandos, am besten mit eindringlichem Augenkontakt und festem Griff an den Oberarm, und die Vergabe präziser Einzel-Aufträge an unterschiedliche Personen (Krankenwagen rufen, Unfallstelle sichern, Personen aus dem Gefahrenbereich bringen, Decke besorgen, Blutung stoppen etc.). Man glaubt gar nicht, wie gut angesprochene Menschen dann "funktionieren". Ich musste das schon mehrfach machen und es hat immer geklappt.

Gruß

Kai
 
Ohne mich mit den Details auszukennen: Bei der Behinderung und Gefährdung eines Hubschraubers im Rettungseinsatz dürfte dann allerdings ein wirklich stattlicher Katalog an Straftatbeständen, Ordnungswidrigkeiten und Schadensersatzforderungen zusammenkommen. Bereits ein paar ersatzfähige Flugminuten kosten bei einem Hubschrauber reichlich Geld. :whistle:


~50€/min. ;)

(inzwischen vermutlich etwas mehr, müsste ich nochmal nachhören)
 
Genauso wird es gemacht! :t

Augenzeugen eines Unfalls etc. stehen häufig da und gucken nur. Das ist oft gar nicht mal Neugier oder Verrohung - sie sind einfach wie gelähmt (Gaffer, die sich ihren Weg bahnen, um besser zu sehen und/oder zu filmen, nehme ich ausdrücklich aus).

Da helfen nur klare Kommandos, am besten mit eindringlichem Augenkontakt und festem Griff an den Oberarm, und die Vergabe präziser Einzel-Aufträge an unterschiedliche Personen (Krankenwagen rufen, Unfallstelle sichern, Personen aus dem Gefahrenbereich bringen, Decke besorgen, Blutung stoppen etc.). Man glaubt gar nicht, wie gut angesprochene Menschen dann "funktionieren". Ich musste das schon mehrfach machen und es hat immer geklappt.

Gruß

Kai
Genau darauf wollte ich hinaus. Danke für deine Ausführung!
 
~50€/min. ;)
(inzwischen vermutlich etwas mehr, müsste ich nochmal nachhören)
Ich weiß es leider nicht mehr genau und glaube auch, dass es unterschiedlich ist. Vor Jahren hatte ich mal einen Fall auf dem Tisch, wo es um die Einsatzkosten für eine Bergrettung per Hubschrauber ging. Die Kosten für ca. 20 Flugminuten waren jedenfalls dramatisch. :confused:
 
Denke auch das es mittlerweile so ist das einen regelrechten wett bewerb gibt wer die "Coolsten" Bilder/Filme postet.
Ist Leider ein echtes Problem. Mit den heutigen Handys, oh sorry sind ja jetzt Smartphones die immer bessere Kameras drin haben ein richtiger "Sport" geworden, Leider
Nur Drastische Straffen können das wieder eindämmen.
 
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