AW: gehts eigentlich noch? die griechen mit 53 in rente und der deutsche finanzierts?
mein Statement dazu:
ich hab auch kein Patent-Rezept (ach - Grosse Überraschung!!!

)
Wenn's so einfach wäre und wir wüssten, was "richtig" oder "falsch" ist....
Ist es aber nicht.
Die Sache ist igs. viel komplexer, als es sich in 2-zeiligen Schlagzeilen neben Titten-Bildern in der "BLÖD" abbilden lässt.
Hilft man Griechenland nicht und lässt sie "absaufen", dann kann das ne recht grosse Verwerfung im intenat. Wirtschafts- & Währungsraum auslösen. Vertrauen in die EU weg, ....
Hilft man Griechenland, muss man vermutlich auch schnell anderen helfen. Wenn man genauer hinsieht, wird man feststellen, dass auch Portugal, Spanien, Italien, Irland und auch England massiv in einer Schieflage sind. Allen werden die wenigen in der EU, denen es rel. gut geht (dazu zähle ich z.B. und v.a. Deutschland, ggfs. noch FR und auch Österreich) nicht helfen können. Dazu reicht die Kraft nicht und zieht damit auch "die Starken" extrem nach unten. Konsequenz: Vertrauen in die EU weg... etc. (s.o.).
Fazit: egal, was wir machen, es wird immer "falsch" bzw. immer "richtig" sein.
Politiker möchte ich nicht sein. Polemiker eher: die haben's ja immer schon gewusst und könnten es immer besser.
Vorteil: sie müssen nie den Nachweis erbringen.
Es wird sich so oder so auch in der Zukunft nicht feststellen lassen, ob das, wozu sich die Politik letzten Endes entscheidet, richtig oder falsch war.
Wenn es schief geht (und das wird es irgendwie wohl - je nach Sichtweise), dann heißt das ja noch lange nicht, dass die gegenteilige Entscheidung zu einem besseren Ergebnis geführt hätte.
Noch eine Anmerkung am Rande, nur um mal die Grössenordnung sichtbar zu machen: für den sog. "Banken-Rettungsschirm" waren plötzlich ohne Diskussion mehrere 100Mrd € da... (?!?)
Jetzt geht das Gejammer wegen 25,x Mrd. los.
Wohlgemerkt für ein ganzes Land - für Menschen wie Du und ich in unserer direkten Nachbarschaft!!!
Nicht für ein paar übergeschnappte Investment-Banker, die zu viel mit zu grossen Zahlen gespielt haben.
DAS war nämlich das perverse und es geht schon weiter: die Banker haben uns viel mehr gekostet! Und doch wehren sie sich auch jetzt wieder massiv dagegen, dass hier zumindest eine gewisse staatliche Aufsicht installiet werden soll.
Weiter Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen.
Bitte wirf mir hier niemand vor, ich wäre "links" oder "rechts".
Es ist nur eine reine Feststellung von Tatsachen.
Aber ich sehe schon auch die Gefahr mit Griechenland (und weiteren Ländern) - genau so wie bei unseren Bankern: wenn man einfach nur stützt, geht es weiter wie bisher.
Selbst anfassen und was ändern ist immer unbequemer, als sich einfach von anderen helfen zu lassen.
Es darf und kann nicht sein, dass an die Hilfe (Staaten, Banken, Firmen - egal) keine sinnvollen Bedingungen geknüpft sind. Es muss auch bei den Griechen (von der Regierung über die öffentliche Hand, die Wirtschaft und bis runter zum einzelnen Bürger) eine Bereitschaft und ein Wille da sein, mitzuhelfen und auch Einschränkungen hinzunehmen.
Wenn das nicht erkennbar ist, sollten wir auch nicht helfen.
Wenn unsere Politiker es nicht einfordern, handeln sie fahrlässig.
Meine Meinung!
Grüsse,
Rudi