Gestern beim Reifenhändler.....

Dann machen wir halt "off-topic" weiter. Spannend.

Eine offene Gesellschaft und offene Meinungsäußerung führt zu mehr Lebenszufriedenheit für alle, unabhängig vom sozialen oder ökonomischen Niveau des Einzelnen.
Diese Erkenntnis ist in internationalen Studien nicht mehr umstritten.

Wenn die Meinungsäußerung hinter einer Fassade des politisch korrekten Feigenblatts versteckt wird, dann hat das negative Folgen für die Gesellschaft.
Die Ablehnung der Äußerung eines als negativ empfundenen Begriffes kann durch zu viel Rücksichtnahme die Äußerung von Fakten oder Wahrheiten unterdrücken.
Der Begriff "politische Korrektheit" führt demnach zu einer Einschränkung der Redefreiheit, ist also eine Zensur durch (vermeintliche) gesellschaftliche Normen.
Es scheint, dass PK ein ideologischer Begriff ist und Ausdruck eines Widerstands einer traditionellen Schicht gegen den Verlust von Autorität und Macht.
In den USA wurde der Political Correctness Code von äußerst konservativer Seite instrumentalisiert und ermöglicht es Kritik an der institutionellen Ordnung und der kulturellen Dominanz bestimmter Gruppen zu unterdrücken und diskreditieren.
Der PC Code erscheint nicht als Zensur, obwohl der Code genau diese Funktion erfüllt, indem er öffentliche Diskussionen und die Autorität und Glaubwürdigkeit der Diskussionsteilnehmer reguliert und darüber entscheidet, worüber und in welcher Weise über Themen gesprochen wird.

Fakt ist, die Gesellschaft in den USA ist zutiefst gespalten.
Unsere Gesellschaft ist nicht frei von Problemen, siehe die NSU und die Diskussion um die fehlende Sensibilität des Münchner LG.
Ich schließe mich der Auffassung an, dass es in Deutschland (immer noch) sehr gut läuft, jedenfalls ist die Frage, wo es insgesamt besser läuft, nicht leicht zu beantworten.
Letztlich komme ich wie andere vor mir zu dem Schluss, dass die Homogenität einer Gesellschaft sehr viel mit dem Recht auf unzensierte Meinungsäußerung zu tun hat.
Wohin geraten wir, wenn jede Äußerung mit dem Totschlagsargument Diskrimminierung & Co. nieder gebügelt wird?
 
Dann machen wir halt "off-topic" weiter. Spannend.

Ich schließe mich der Auffassung an, dass es in Deutschland (immer noch) sehr gut läuft, jedenfalls ist die Frage, wo es insgesamt besser läuft, nicht leicht zu beantworten.
Dem schließe ich mich ausdrücklich nicht an: es läuft eben nicht sehr gut, aber man kann es noch gut ignorieren.
Immerhin hat man es ein kleines Stück selbst in der Hand und sollte gelegentlich seine eigenen Vorurteile überprüfen. Ja, die gibts wirklich und ich glaube nicht, daß jemand davon frei ist. Dies ist auch nicht beunruhigend solange man in der Lage ist diese zu hinterfragen und man sich selbst nicht vollständig blockiert.
 
Dem schließe ich mich ausdrücklich nicht an: es läuft eben nicht sehr gut, aber man kann es noch gut ignorieren.

Verbesserungsfähig, noch gut zu ignorieren, dass ist wahr, aber auch idealisiert.
Wo läuft es in der Gesamtheit besser oder wohin soll die Gesellschaft streben? Gibt es ein Vorbild, an dem du dich orientierst?
 
Verbesserungsfähig, noch gut zu ignorieren, dass ist wahr, aber auch idealisiert.
Wo läuft es in der Gesamtheit besser oder wohin soll die Gesellschaft streben? Gibt es ein Vorbild, an dem du dich orientierst?

Konkret würde ich mir wünschen, daß Mitbürger mit ausländisch klingenden Namen nicht mehr bei Bewerbungen diskriminiert werden.
Konkret würde ich mir wünschen, daß Mitbürger mit "fremden" Aussehen nicht wie selbstverständlich in die Schublade Ausländer geschoben werden.
Man mag es kaum glauben, viele haben die deutsche Staatsbürgerschaft und sind nicht davon angetan so behandelt zu werden.

Auch hier im Forum mag es gelegentlich angemessen sein einwenig mehr Fingerspitzengefühl zu zeigen. Das sind doch Dinge die jeder von uns
konkret Beitragen/Verbessern kann.

Ich glaube eine gesellschaftliche Diskussion ist in so einem Forum nicht wirklich gut aufgehoben.
 
Konkret würde ich mir wünschen, daß Mitbürger mit ausländisch klingenden Namen nicht mehr bei Bewerbungen diskriminiert werden.
Konkret würde ich mir wünschen, daß Mitbürger mit "fremden" Aussehen nicht wie selbstverständlich in die Schublade Ausländer geschoben werden.
Man mag es kaum glauben, viele haben die deutsche Staatsbürgerschaft und sind nicht davon angetan so behandelt zu werden.

Ich kann das aus eigener Erfahrung bestätigen.
ich hatte einen Arbeitskollegen aus Mazedonien, der seit fast 10 Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft hat.
Wenn er gefragt wurde, hat er immer gesagt, er sei Jugoslawe.
Er hat es richtig genossen, als Ausländer behandelt zu werden - im positiven Sinne!
Er selbst war sogar der Meinung, dass man in Deutschland auf Ausländer viel zu viel Rücksicht nehme.
Er sagte, so viel Entgegenkommen wie hier bei uns, dürfe ein West-Europäer im gesamten Ex-Jugoslawien niemals erwarten!
 
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