Haben wir auch Banker hier im Forum???

jugii61

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Ist zwar angesichts der derzeitigen, schwierigen Lage auf der Krim eine etwas unpassende Frage...

Trotzdem würde es mich aber sehr interessieren:

Wäre es nach dem aktuellen Kurssturz des Rubels nicht lohnenswert einige Tausend Euro in die Währung zu investieren???

Danke und Gruß
Jürgen
 
Wäre es nach dem aktuellen Kurssturz des Rubels nicht lohnenswert einige Tausend Euro in die Währung zu investieren???
Ja, es wäre lohnenswert, wenn die Währung wieder steigt.
Nein, es wäre nicht lohnenswert, wenn die Währung nicht mehr steigt.

... wie genau kann Dir nun ein Banker bei der Vorhersage helfen?

Hättest Du vor einem Jahr mal in wichtige Aktien investiert, das wäre lohnenswert gewesen, jedoch hätte jeder vernünftige Banker eher zur Vorsicht geraten.
 
Probieren geht über studieren :)

Wer als Laie an der Börse zockt, kann auch ins Casino gehen ^^
 
Zuletzt bearbeitet:
Mmmhhh, so primitiv war meine Frage doch gar nicht gestellt!

Ich wollte keine Antwort, "leg mal schnell 10'000 Euro in Rubel an"

Ich wollte eher etwas Background-Wissen und reale Einschätzungen von Bankern...

@Jokin @pixelrichter:

Nie und nimmer werde ich auch nur einen einzigen Cent in unseren "kranken" Euro oder in Aktien anlegen...!!!

Ich arbeite seit etwa 36 Jahren in der Schweiz - bekomme meinen Lohn in CHF...

Ordnungsgemäß (und rechtsmäßig in Deutschland versteuert) lass ich auch mein Geld dort...

Euro - was haben wir da nur gemacht???
 
Es ist immer wieder schwer zu glauben, daß nicht nur so viele Menschen mit "Spielgeld" auf den Rat von "Experten" hören, sondern daß diese auch noch aus eigener Motivation gesucht und konsultiert werden. Ich mache mich nicht über den TE lustig; ist als allgemeines Statement gemeint.

Dein Geld, Dein Risiko, Deine Entscheidung.
Und die ist nicht so schwer, als könne man die nötige Recherche und Risikoeinschätzung nicht selbst durchführen. Warum sollte das jemand anderer besser können? Weil er "Insidertipps" hat? Ein ungleich höheres Verständnis des Weltmarktes? Erfahrung im Veranlagen von fremdem Geld? Oder einfach weil er genau das glaubhaft verkaufen kann?
Vielleicht kann man auch einfach das Ergebnis leichter verdauen, wenn man sich darauf berufen kann, einer schlechten Beratung zum Opfer gefallen zu sein...

In einer gerade schwächelnden Währung Geld veranlagen ist salopp immer mehr Spekulieren als Investieren.
Spekulieren ist schlecht für den Markt und langfristig im Mittel schlecht für Dich.
Investieren, nachdem man seine Hausaufgaben erledigt hat, ist förderlich für den Markt und zufriedenstellend bis gut für Dich.
Was demgemäß gegen Aktien aber für kränkelnde Fremdwährungen spricht, erschließt sich mir nicht. Wenn man nicht entfernt an unser System einer westlichen Marktwirtschaft glaubt, hat man ein ziemlich großes Veranlagungsproblem, das sich wohl kaum mit Fremdwährungen lösen läßt, denn an deren wirtschaftliche Wundergenesung/-entwicklung würde ich noch weniger glauben.
 
Nie und nimmer werde ich auch nur einen einzigen Cent in unseren "kranken" Euro oder in Aktien anlegen...!!!

Ich arbeite seit etwa 36 Jahren in der Schweiz - bekomme meinen Lohn in CHF...

Ordnungsgemäß (und rechtsmäßig in Deutschland versteuert) lass ich auch mein Geld dort...

Euro - was haben wir da nur gemacht???
Ganz offensichlich benötigst du wirklich Beratung in Anlagefrage, sei es von einem Banker oder inem andere AMateur, der mehr Ahnung hat als du :D
 
OK, dann oute ich mich mal als (Ex-)Banker.

Möchtest du eine Empfehlung von mir als Banker oder als Mensch?

Im ersten Fall würde (nein, müsste) ich zu US- und europäischen Staatsanleihen, DAX-Aktien, Fondssparplan und Riesterrente raten.

Im zweiten Fall würde ich zu physischem Gold und Silber sowie Minenaktien raten.

Rubel? Vielleicht als Beimischung interessant, besser als Euro oder Dollar allemal (Staatsverschuldung Russland 10 Prozent vom BIP - zum Vergleich: Japan 245 Prozent, Griechenland 182 Prozent, Portugal 124 Prozent, Italien 128 Prozent, USA 112 Prozent, Spanien 97 Prozent, Deutschland 82 Prozent). Letztendlich aber auch nur Papier.

Liebe Grüße

Christian
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wäre es nach dem aktuellen Kurssturz des Rubels nicht lohnenswert einige Tausend Euro in die Währung zu investieren???

Im Gegensatz zu den meisten Mitforisten halte ich die Idee einer Spekulation mit dem Rubel für interessant. Für ein mittelfristiges Investment taugt die Währung natürlich nicht, weil sie tendenziell gegen EUR/ USD abwertet, und das nicht erst seit der Krimkrise. Die makroökonimischen Daten Russlands sind schwach, das Investitionsklima auch wegen der aktuellen Situation vergiftet, die Inflation hoch.

Aber wenn man mit einer friedlichen Lösung der Krise innerhalb der nächste Wochen rechnet, kann man kurzfristig Spekulationsgewinne einfahren.

Ganz wichtig (wie bei jeder riskanten Anlage): nach UNTEN mit Limits absichern, nach OBEN laufen lassen. Sprich: wenn der Kurs um, sagen wir, weitere 15% fällt, sofort den Verlust realisieren und vergessen.

Mehr Spaß als Roulette machen Börsenspekulationen allemal :-)

Ich beteilige mich an solchen Spielereien übrigens nicht, dazu ist meine Portokasse nicht ausreichend gefüllt :-)
 
@Jokin @pixelrichter:

Nie und nimmer werde ich auch nur einen einzigen Cent in unseren "kranken" Euro oder in Aktien anlegen...!!!
Ja, is klar - lieber in Rubel investieren als in Euro. Wie stabil der Rubel ist, hast Du doch selber schon erkannt!

Wäre es nach dem aktuellen Kurssturz des Rubels nicht lohnenswert einige Tausend Euro in die Währung zu investieren???
Die Russen müssen nur irgendwo einmarschieren und schon geht die Währung krachen ... super Idee in Rubel anstatt in "kranke Euros" zu investieren :d :d :d :d

Rubel? Vielleicht als Beimischung interessant, besser als Euro oder Dollar allemal (Staatsverschuldung Russland 10 Prozent vom BIP - zum Vergleich: Japan 245 Prozent, Griechenland 182 Prozent, Portugal 124 Prozent, Italien 128 Prozent, USA 112 Prozent, Spanien 97 Prozent, Deutschland 82 Prozent). Letztendlich aber auch nur Papier.
Ist es nun für die Währungsstabilität gut oder schlecht, wenn der betreffende Staat mit 100% verschuldet ist? ... rein aus dem Gesichtspunkt der Währungsstabilität - nix anderes.

Meiner Meinung kann es nix besseres für eine stabile Währung geben, wenn in aller Welt Gläubiger sitzen, die der Währung das nötige Vertrauen geben und sie im Zweifelsfall auch stützen damit eben ihre Schuldscheine nicht entwertet werden.

Eine Wärung in die ich als Gläubiger nicht investiere juckt mich nicht, soll die doch krachen gehen - wenn ich zudem kaum Geschäftsbeziehungen in diese Region habe und die wenigen auch noch in meiner eigenen Währung abwickel, dann juckt mich deren Währung absolut gar nicht.

Nein, ich bin kein Banker, erlebe es jedoch, wenn die Lieferanten unseres Unternehmens mit ihrer eigenen Währung bezahlen wollen oder Altverträge von deren Währung auf unsere Währung umgestellt werden müssen.
 
Hallo Frank,

wenn die Verschuldung aber den vernünftigen und angemessenen Rahmen verlässt, ist irgendwann auch das Vertrauen der Gläubiger dahin. Diese werden dann anfangen, sich der Schuldscheine zu entledigen.

Die USA und der Euro-Raum sind gerade auf dem Weg dorthin und betreiben in meinen Augen Schuldenreiterei.

Was meinst du, was beispielsweise mit dem Dollar passiert, wenn China und Russland sich ihrer Dollar-Reserven entledigen?

Putin hat in dieser Richtung zumindest schon mal laut gedacht.

Liebe Grüße

Christian
 
Natürlich kann man auf eine kurzfristige Erholung des Rubels wetten. Die wird vielleicht schon deshalb kommen, weil andere ebenfalls darauf hoffen.
Das es tatsächlich zu ernsthaften Kriegshandlungen kommt ist imho sehr unwahrscheinlich, wenn auch leider nicht völlig auszuschließen.
Ob es nun zu einer wie auch immer ausgestalteten Abtretung der Krim an Russland kommt oder zu einer Aufspaltung des Landes in eine West- und ein Ost-Ukraine,
das Russland nach Ende des Konflikts schlechter da steht als zuvor, denke ich nicht.
Aber es ist eben eine Wette, deren Quoten niemand kennt.
 
Hallo Frank,

wenn die Verschuldung aber den vernünftigen und angemessenen Rahmen verlässt, ist irgendwann auch das Vertrauen der Gläubiger dahin. Diese werden dann anfangen, sich der Schuldscheine zu entledigen.

Die USA und der Euro-Raum sind gerade auf dem Weg dorthin und betreiben in meinen Augen Schuldenreiterei.

Was meinst du, was beispielsweise mit dem Dollar passiert, wenn China und Russland sich ihrer Dollar-Reserven entledigen?

Putin hat in dieser Richtung zumindest schon mal laut gedacht.

Liebe Grüße

Christian

Fakt ist jedoch, dass bisher niemand im großen Stil seine Dollar-Schulden zurück gefordert und in Rubel-Schuldscheine investiert hat.

... wenn das mit dem Rubel so eine tolle Idee wäre, dann hätten es andere Große schon gemacht.

Andererseits hätten schon sooo viele andere auch auf Autogas umgerüstet, tun es jedoch nicht, weil sie auch mit dem Strom der masse schwimmen und lieber Bedenken tragen als Risiken einzugehen.

Aber da sind wir wieder bei der Glaskugel ... vor mittlerweile 9 Jahren hätte mir niemand sagen können, dass ich mit einer Investition von nur 2.500 Euro mal eben 25.000 Euro "Spritkosten vermeiden" kann - und naja, das entspricht einer sehr guten Rendite von ca. 10% (in meinem persönlichen Fall).

Daher: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt .... :t
 
Und?

... wie isses nun ausgegangen?

Haste in Rubel investiert? ... oder noch gewartet?

Aufgrund des jüngsten Absturzes der russischen Währung ist nun vielleicht eine gute Idee zu investieren? :b
 
Und?

... wie isses nun ausgegangen?

Haste in Rubel investiert? ... oder noch gewartet?

Aufgrund des jüngsten Absturzes der russischen Währung ist nun vielleicht eine gute Idee zu investieren? :b

Ich habe bisher nur sehr interessiert beobachtet...
Die Sache wird aber so langsam interessant!

Gruß Jürgen
 
Nachdem sich da 2 Seiten schon sehr weit aus dem Fenster gelegt haben, würde ich die "Sache" eher als brisant ansehen :a
Hoffentlich geht sich das alles noch gut aus.
Schweinebucht 2 braucht die Welt nicht.
 
Die Börsen erholen sich ja aktuell, Goldpreis fällt auch schon wieder.
Die bekommen die Krim, der Westen erhebt den Zeigefinger und gut is´ - so wohl die vorherrschende Meinung.
Sollte Putin aber weiterhin versuchen die Ost-Ukraine zu destabilisieren um eine weitere Okkupation zu legimitieren, wird sich die Situation sehr schnell verschärfen.
 
.... man kann von Putin ja halten was man will,
Freunde würden wir nicht werden, aber Eier hat er ;)

.... auch habe ich in gewissen Punkten, eine Art von Verständnis für sein handeln.
Wir sind es ja gewohnt unsere Freunde aus den USA im Lande zu haben,
nur er will sie Verständlicher Weise nicht vor seiner Tür sehen .............

Humanitäres / demokratisches Interesse, seitens der USA sehe ich auch in diesem Konflikt nicht.
GAS und FRACKING, darum geht es!

....zu deinen Anlageplänen:
Auf Konflikte zu Wetten, bei denen es schon Tote gab, naja ...........

...nur meine, mir eigene Meinung.
Harryz
 
Wäre es nach dem aktuellen Kurssturz des Rubels nicht lohnenswert einige Tausend Euro in die Währung zu investieren???

Danke und Gruß
Jürgen

Und? Hast du's getan? Hätte sich ja schon gelohnt seit März.

Habe mir mal folgende Anleihe der Russischen Föderation rausgesucht:

WKN: A1GM58
Währung: RUB
Laufzeit: 10.03.2018
Kupon: 7,85 % p.a.
Kurs: 96,25 %
akt. Rendite: 9,29 % p.a.
Zinszahlung: halbjährlich

Zusätzlich gibt's halt die Währungskursspekulation. Handel ist aber recht dünn.

LG Christian
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Stellt sich bei der aktuellen Situation nur die Frage, wann diese Anlagen sanktioniert werden.
 
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