Haben wir zuviele Autos?

Zu viele Autos?

Die Ursache für Vieles liegt eher bei zu vielen Menschen!
Und es geht immer um die Ursache, nicht in erster Linie um die Wirkung.

Die beiden Graphs sagen alles:
372925

372926

Bin kein Mathematiker, aber ich glaube das ist eine absehbare Grenzwertbetrachung - leider.

Änderbar, eher schwierig.

Meine beiden Z behalte ich vorerst, das löst das Problem nicht wenn ich einen Z verkaufe.
 
Nein, dass ist nicht die Frage. Warum sollte man in unseren Großstädten nicht ein gleiches System etablieren können? Ich sprach ja nicht vom Land, wo das Auto meist schlicht eine Notwendigkeit ist. Auch in unseren Ballungszentren würde ein pünktlicher und preiswerter Nahverkehr Vorteile bieten. Ebenso eine pünktliche und schnelle Fernverbindung zwischen den Ballungszentren.
Kann man alles gerne versuchen umzusetzen. Ich bin ja gründsätzlich dafür, brauchbare Alternativen zu schaffen. Dennoch stellt sich natürlich immer die Frage der Auslastung eines solchen Systems. In einer mittelgroßen Stadt, ist der öffentliche Nahverkehr ja nicht grundlos schlecht ausgebaut. Meist gibt es wirtschaftliche Gründe (e.g. Auslastung), die dagegen sprechen das Angebot weiter auszubauen. Und selbst eine deutsche Großstadt wie Frankfurt kann man halt nicht mit Seoul oder Tokio vergleichen (nein, auch Berlin nicht). Mehr Menschen = Mehr Nutzer = Andere Anforderungen = Andere Lösungen. :D

Das meinte ich mit dem Punkt der Vergleichbarkeit. Bei uns werden sich vielleicht eher autonome Taxis als autonome Busse durchsetzen, einfach weil es keinen Sinn macht, dass ein ganzer Bus wegen 2-3 Fahrgästen fährt. Bei uns fliegt von Frankfurt nach Berlin ja auch ein A320, während in Japan teilweise A380 für Inlandsflüge eingesetzt werden. Andere Umstände = Andere Lösungen. Und das soll keine Entschuldigung dafür sein, dass die Bahn unpünktlich ist ;)
 
Irgendwo hieß es neulich, dass die Schiene schon jetzt mehr oder weniger voll ausgelastet ist. Zumindest nachts. Tags vermutlich auch, da stören ja die ganzen Personenzüge noch viel mehr. Hab leider keine Quelle dazu.

Ja, das habe ich auch irgend wann einmal gehört!

Leider sind aber andere Länder innerhalb der EU hier weit besser aufgestellt. Die Österreicher beispielsweise blockieren daher immer wieder mal den Brennerpass um auf das Problem aufmerksam zu machen und um dem immer noch mehr zunehmendem LKW die rote Karte zu zeigen.
Des Weiteren wird dort gerade der Brenner Basistunnel gebaut obwohl dieser das Problem auch nicht lösen kann, da spätestens an der Grenze zu Bayern Schluss ist, da unsere glorreiche DB nicht genügend Kapazität hat um dem Güterverkehr zu bewältigen, so zumindest ein Bericht im ZDF Zoom (glaube ich)!
Einziger Vorteil der Österreicher hier, der Stau ist zukünftig in Deutschland und nicht mehr bei Ihnen.
 
Das liegt nicht an der "glorreichen DB", sondern am Verkehrsministerium, das die Planung jahrelang verpennt hat. Informiere dich mal, was heute zwischen Kufstein und Rosenheim (nicht) läuft. Und im Rheintal als Zulauf zum Gotthard-Basistunnel ist es ähnlich.
 
Also, ich hab für meinen Geschmack eindeutig zu wenig Autos. 8-)
Das mag daran liegen das ich wiederum zu wenig Garagen habe.:oops:
Ob ich dann dazu käme, diese Spielzeuge auch mehr als die paar Spaßkilometer zu bewegen und was meine bessere Hälfte dazu sagen würde, steht auf einem anderen Blatt:whistle::D
 
In einer mittelgroßen Stadt, ist der öffentliche Nahverkehr ja nicht grundlos schlecht ausgebaut. Meist gibt es wirtschaftliche Gründe (e.g. Auslastung), die dagegen sprechen das Angebot weiter auszubauen. Und selbst eine deutsche Großstadt wie Frankfurt kann man halt nicht mit Seoul oder Tokio vergleichen (nein, auch Berlin nicht). Mehr Menschen = Mehr Nutzer = Andere Anforderungen = Andere Lösungen. :D
Sorry, auch das stimmt so nicht. Man kann ein solches System innerhalb der wirtschaftlichen Grenzen skalieren. Auch in Japan gibt es kleinere Städte als Tokio, in denen das gleiche System hervorragend funktioniert. ;)
Man muss es nur wollen. Gesellschaftlich und politisch. Und genau das ist das Problem in Deutschland. Politisch wird nur geredet. Die Bahn wurde für die Börse aufpoliert und ausgeblutet. Vergünstigungen für Drittanbieter sind politisch nicht gewollt. Die Politik favorisiert das Auto/LKW. So haben wir die aktuelle Situation, dass die Bahn trotz ständiger Preiserhöhungen sich nicht trägt und ständig unpünktlich ist.
 
Zwei Drittel aller Autos müssen verschwinden - und zwar nicht nur von den Straßen - und sowas schimpft sich Verkehrsexperte! :g Fahrradlobiist wäre die korrekte Bezeichnung .:whistle:

Schade, dass der Spiegel nach den im Ansatz kritschen Fragen nicht weiter nachgebohrt hat, sondern sich mit den unzureichenden, ausweichenden Antworten des Experten begnügt.

Der beste Teil:
Denn das Groteske ist doch, dass wir mit den Autofahrern derzeit ja gewissermaßen Millionen Schwarzfahrer auf deutschen Straßen haben, die zwar die Infrastruktur nutzen, aber nicht dafür bezahlen - auch zulasten anderer Verkehrsteilnehmer.

Die Aussage kann man so stehen lassen, wenn man das Wort Autofahrer durch Fahrradfahrer ersetzt. Als Autofahrer zahlt man über die KFZ-Steuer die Infrastruktur schließlich mit; während sich die Fahrradfahrer durchschmarotzen und dann darüber beschweren, dass weniger Geld für Ihre Infrastruktur zur Verfügung steht. Also sollen nun die Autofahrer über eine City-Maut dafür mitbezahlen. Und damit man einer lokalen City-Maut nicht entkommen kann, soll sie für sämtliche Städte gelten. :whistle:

Wie wäre es, wenn man stattdessen die Nutzer der Infrastruktur dafür bezahlen lässt? 8-)

Jeder fordert die beste Infrastruktur, aber keiner will dafür bezahlen. Das soll dann andere Verkehrsteilnehmer tun. Diese selbsternannten Experten gehen mir gewaltig auf n Kecks.:thumbsdown:
 
Es wird in den Medien ja immer wieder verbreitet, dass wir zuviele Autos hätten und Autos Platz zugunsten der Radfahrer etc. abgeben sollen. U.a. in diesem Artikel vom Spiegel heißt es wieder:

Quelle
Quelle


Ich denke nicht, dass wir grundsätzlich zuviele Autos in Deutschland haben. Noch leben wir in einer Planwirtschaft, in der die Politik entscheiden sollte was zuviel oder zuwenig ist. Erst wenn es brauchbare Alternativen gibt, werden Menschen freiwillig auf Ihr Auto verzichten. Auf dem Land wird das vermutlich nie der Fall sein (da unwirtschaftlich).

Vielleicht bezieht sich dieser Herr Knie auf Berlin wenn von Deutschland spricht und dort gibt es zuwenig Platz für die vorhande Anzahl an Autos. Aber ist das dann nicht auch eher dem fehlendem Weitblick in der Verkehrsplanung geschuldet? Man hätte ja vorher wissen können, dass statistisch auf 2 Einwohner ein Auto kommt.

Habe grade keine Lust irgendwelche Zahlen nachzuschlagen, vermute allerdings, dass in den 48 Millionen Pkws auch die Saisonzulassungen enthalten sind. Daher werden so Personen wie ich, die im Sommer ein anderes Autos als im Winter fahren vermutlich mit 2 Autos pro Person erfasst 8-) (Obwohl eins der Autos immer auf einem privaten Stellplatz steht und daher keinen öffentlichen Parkraum verbraucht).

Auch sollte man dieses Thema vielleicht mal etwas differenzierter betrachten, wenn man von Deutschland spricht und nicht nur aus der Sicht des Großstadtmenschens, der mit den Öffentlichen bequem überall hinkommt.

Quelle

Interessant sind auch immer diese Vorschläge bzw. Forderungen. :whistle: 450 EUR im Monat für einen Parkpatz an der Straße?! &: Hier kosten einfache private Stellplätze 30 EUR pro Monat und abschließbare Einzelgaragen um die 100 EUR. Und das in der Nähe einer Großstadt...

Ich bin ja grundsätzlich dafür, neue Radwege zu bauen; Vorallem neben Landstraßen, da dort für gewöhnlich ausreichend Platz ist und einige Landstraßen für Radfahrer echt gefährlich sind. Aber Straßen zu Radwegen umzufunktionieren oder Parkplätze zu entfernen kann ja auch irgendwie nicht die Lösung sein. Zumindest nicht, wenn man den Autoverkehr nicht vernünftig (z.B. via Tunnel) umleiten kann.

Wie seht Ihr das? Was ist eure Meinung zu diesen Aussagen?
Na die ganze Diskussion kommt doch jetzt mal wieder hoch da die Städte auf Ihre Fahrradtauglichkeit geprüft wurden und es dort heißt das wegen der vielen PKW zu wenig Platz für die Radfahrer sei.
Eines ganz ganz wichtigen Punkt übersieht der Herr Knie aber:
Würden sich die Radfahrer an die StVO halten gebe es wesentlich weniger Probleme mit denen.
Es wird ja derzeit viel darüber diskutiert welche Städte Radfahrerfreundlich sind, aber ist müsste mal diskutiert werden wie hoch ist der Prozentuale Anteil an Radfahrern die Verkehrstauglich sind??
Rote Ampel, Fußgängerzone, Radwege, Vorfahrtsregeln sind doch dinge die 90% der Radfahrer in den Städten nicht Interessiert, und dazu kommen noch die ganzen Trunkenheitsfahrten bei den Radfahrern.
Du wenn dir ein besoffener Radfahrer vor Auto fährt war die Ursache eh unangepasste Geschwindigkeit des Autofahrers, der hätte ja ahnen können das der ihm genau vors Auto fährt.
Und ja, die wollen ja auch die autos aus den Städten haben, aber dann bleiben auch die Menschen aus den Städten raus. Es ist doch jetzt schon ein Krampf in der Stadt einzukaufen. Und immer mehr Leute fahren nur noch in die großen Einkaufszentren außerhalb, und die Städte sterben. OK nicht die Metropolen, aber Normale Städte, denn die haben jetzt schon einen großen Leerstand bei den Ladenlokalen.
 
Es wird ja derzeit viel darüber diskutiert welche Städte Radfahrerfreundlich sind, aber ist müsste mal diskutiert werden wie hoch ist der Prozentuale Anteil an Radfahrern die Verkehrstauglich sind??
...
Du wenn dir ein besoffener Radfahrer vor Auto fährt war die Ursache eh unangepasste Geschwindigkeit des Autofahrers, der hätte ja ahnen können das der ihm genau vors Auto fährt.


Es beginnt schon mal bei der Verkehrstauglichkeit der Räder (gefühlt 95% nicht verkehrssicher), keine Sau interessiert das mehr und der Autofahrer ist alleine schon der Dumme
wegen der Gefährdungshaftung durch das schwerere und gefährlichere Fahrzeug... Zum Totlachen, wenn´s nicht zum Heulen wäre.
Gerade erst so erlebt.
 
Zwei Drittel aller Autos müssen verschwinden - und zwar nicht nur von den Straßen - und sowas schimpft sich Verkehrsexperte! :g Fahrradlobiist wäre die korrekte Bezeichnung .:whistle:

Schade, dass der Spiegel nach den im Ansatz kritschen Fragen nicht weiter nachgebohrt hat, sondern sich mit den unzureichenden, ausweichenden Antworten des Experten begnügt.

Der beste Teil:


Die Aussage kann man so stehen lassen, wenn man das Wort Autofahrer durch Fahrradfahrer ersetzt. Als Autofahrer zahlt man über die KFZ-Steuer die Infrastruktur schließlich mit; während sich die Fahrradfahrer durchschmarotzen und dann darüber beschweren, dass weniger Geld für Ihre Infrastruktur zur Verfügung steht. Also sollen nun die Autofahrer über eine City-Maut dafür mitbezahlen. Und damit man einer lokalen City-Maut nicht entkommen kann, soll sie für sämtliche Städte gelten. :whistle:

Wie wäre es, wenn man stattdessen die Nutzer der Infrastruktur dafür bezahlen lässt? 8-)

Jeder fordert die beste Infrastruktur, aber keiner will dafür bezahlen. Das soll dann andere Verkehrsteilnehmer tun. Diese selbsternannten Experten gehen mir gewaltig auf n Kecks.:thumbsdown:
Genau bei diesem Punkt ist mir auch der Kaffee hochgekommen. Und die Spiegelbratze fragt noch nicht einmal nach. Genau so, wie in dieser Aussage dargelegt, ist aber das Weltbild der ganzen Bärbocks, Habecks und Fridays for Future Geher. Gnade uns Gott, wenn die wirklich mal was zu sagen bekommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Genau bei diesem Punkt ist mir auch der Kaffee hochgekommen. Und die Spiegelbratze fragt noch nicht einmal nach. Genau so, wie in dieser Aussage dargelegt ist aber das Weltbild der ganzen Bärbocks, Habecks und Fridays for Future Geher. Gnade uns Gott, wenn die wirklich mal was zu sagen bekommen...

was genau hätte die "Spigelbratze" nachfragen sollen?
 
was genau hätte die "Spigelbratze" nachfragen sollen?
Zum Beispiel, ob denn die durch die Autofahrer finanzierte Kfz- und Mineralölsteuer, die zukünftige kfz-Maut etc., die die Ausgaben für den Straßenbau bei weitem übersteigen - 50 Mrd vs 15 Mrd (Größenordnung nicht exakte Zahlen) - nicht seiner These des pöhsen Schwarzfahrers widersprechen. Und was die Radfahrer denn so zur Finanzierung des Straßenbaus beitragen. Die Spiegelbratze betätigt sich als Stichwortgeber in diesem Interview und nicht als (kritischer) Nachfrager. Vermutlich, weil die Thesen des Herrn von und zu Stadtplaner ganz gut ins eigene Öko-Latte-Hipster-Weltbild passen.
 
Ich habe dem Spiegelfuzzi hierzu ein Mail geschrieben, ob das die neue Qualität des Spiegels sei, nachdem ja viele erfundene Reportagen ans Licht kamen. Leider bekommt man da ja nicht mal eine Antwort. Ganz übel was da in den letzten Monaten so an Desinformation in allen Bereichen stattfindet.
 
Also ich bin bekennender Fahrradfahrer.
Das Beispiel des besoffenen Radfahrers zählt nicht, der ist genauso schuld und bekommt sogar den Führerschein abgenommen sofern er einen hat.
Verkehrssicherheit der Radln: Nach genauem Buchstaben des Gesetzes ist da ein großer Anteil nicht voll konform, anderseits reichen Bremsen (haben fast 100%), funktionierendes Licht bei Fahrt in der Dunkelheit (schätze das haben 60%) und eine Klingel (schätze 80%).
Es verhält sich auf beiden Seiten ähnlich, die einen benutzen den Blinker selten, die anderen die Klingel.
Ich bekomme auch oft genug die Vorfahrt genommen von Autos die abbiegen und nicht auf mich als Radler achten.
Sind halt beide Seiten nicht immer ganz rücksichtsvoll.
Der eine hat keine Seitenstrahler der andere eine illegal modifizierte Auspuffanlage - ganz konform sind beide nicht, und übrigens die Mitglieder in diesem Forum sind im Schnitt vermutlich weniger legal unterwegs als der durchschnittliche Autofahrer - bei Licht betrachtet.

Ich bin stark für einen besseren Ausbau der Radwege in den Innenstädten !!!
 
Und was die Radfahrer denn so zur Finanzierung des Straßenbaus beitragen
Eigentlich wollte ich mich da raus halten, aber hier möchte ich doch mal kurz einhaken. Die Kosten für den Kraftverkehr bestehen ja nicht nur aus dem Straßenbau. Es gibt noch reichlich indirekte Kosten, die dann wieder durch alle getragen werden. Ich werd jetzt hier keine Studie dazu verlinken, denn je nachdem, wer rechnet, kommt natürlich was anderes bei raus. Außerdem haben viele Radfahrer ein Auto und zahlen damit auch KfZ- und Mineralölsteuer. Selbst, wer kein Auto hat, zahlt ja auch Steuern - und das Geld, was nicht in Autos gesteckt wird, wird dann halt anders ausgegeben - was dann auch wieder direkt und indirekt ein Haufen Steuern beinhaltet.
Im Gegensatz zu Abgaben sind Steuern ja nicht zweckgebunden. Also blos, weil ich keine separate Steuern für meine Fahrräder zahle, heißt dass ja noch lange nicht, dass ich nix zur Finanzierung beitrage.
 
Eigentlich wollte ich mich da raus halten, aber hier möchte ich doch mal kurz einhaken. Die Kosten für den Kraftverkehr bestehen ja nicht nur aus dem Straßenbau. Es gibt noch reichlich indirekte Kosten, die dann wieder durch alle getragen werden. Ich werd jetzt hier keine Studie dazu verlinken, denn je nachdem, wer rechnet, kommt natürlich was anderes bei raus. Außerdem haben viele Radfahrer ein Auto und zahlen damit auch KfZ- und Mineralölsteuer. Selbst, wer kein Auto hat, zahlt ja auch Steuern - und das Geld, was nicht in Autos gesteckt wird, wird dann halt anders ausgegeben - was dann auch wieder direkt und indirekt ein Haufen Steuern beinhaltet.
Im Gegensatz zu Abgaben sind Steuern ja nicht zweckgebunden. Also blos, weil ich keine separate Steuern für meine Fahrräder zahle, heißt dass ja noch lange nicht, dass ich nix zur Finanzierung beitrage.

Das ist mir alles klar. Nur bleiben eben, nach Abzug der Straßenbaukosten, die vollständig aus dem Beitrag der Autofahrer bestritten werden können, immer noch weit mehr als 30 Mrd übrig. Es ging mir in meinem Post auch nicht per se gegen Radfahrer, sondern eher um den Stadtplanungsfuzzi, der seine Argumentationskette darauf aufbaut, dass er Autofahrern eine Form von "Schwarzfahrerei" unterstellt, die so nicht stimmt.
 
Das ist mir alles klar. Nur bleiben eben, nach Abzug der Straßenbaukosten, die vollständig aus dem Beitrag der Autofahrer bestritten werden können, immer noch weit mehr als 30 Mrd übrig. Es ging mir in meinem Post auch nicht per se gegen Radfahrer, sondern eher um den Stadtplanungsfuzzi, der seine Argumentationskette darauf aufbaut, dass er Autofahrern eine Form von "Schwarzfahrerei" unterstellt, die so nicht stimmt.
Genau. Er fordert eine generelle City-Maut für Autofahrer um damit die Radwege zu finanzieren, auf der Grundlage das Autofahrer Schwarzfahrer sind. Allein die Grundlage dieser Forderung ist schlicht falsch. Aber anstatt das richtig zu stellen, werden vom Spiegel mal wieder bewusst Falschinformationen verbreitet (die 90% der Leser nichthinterfragen).

Also warum zur Hölle sollen die Autofahrer jetzt die Radwege finanzieren, und nicht die eigentichen Nutzer (oder wenigstens alle Mitbürger gleichermaßen über Steuergelder)?

Zumal eine City-Maut - die gleichermaßen für alle Städte gilt - das Prinzip der Verkehrsteuerung via Maut ad-absurdum führt. Wohin sollen die Autos denn ausweichen? Sinn einer lokalen City-Maut (wie in London) ist doch, dass weniger Verkehr in diese Stadt kommt - weil jeder der es irgendwie vermeiden kann - in eine andere Stadt ohne Maut ausweicht. Blöd nur für die Leute die in der Stadt leben oder arbeiten.
Aber das will der Herr Verkehrsplaner ja gar nicht - denn dann kauft in dieser Stadt ja keiner mehr etwas. corn2 Daher will er es für alle Städte vorschreiben - was nichts anderes als eine weitere Steuer auf Autos wäre (von denen es ja seiner Meinung nach viel zu viele gibt).
 
Ich habe mir die Einzelhaushaltspläne des BMVI und des BMF nicht angesehen, kann nicht beurteilen, wieviele Einnahmen das BMF von KFZ- und Energiesteuer erziehlt (erzielen wird) bzw. wie hoch die Ausgaben des BMVI für den Straßenbau sind .

Kurzer Hinweis am Rande KFZ- und Energiesteuereinnahmen werden von BMF nicht nur für die Ausgaben des BMVI genutzt.

Deshalb wäre in diesem Interview eher nur eine Frage an den Stadtplaner sinnvoll gewesen: “wenn es wesentlich weniger Einnahmen gibt (weniger Autos, weniger Einnahmen an KFZ- und Energiesteuer) wie sollen dann auch Ausgaben für zb Bildung, Polizei, sozialen Wohnungsbau usw. gedeckelt werden?



Und: ich halte nichts von gegenseitigem Ausspielen lassen der Verkehrsteilnehmer, vorallem dann wenn einer (Verkehrsplaner) nur “buh“ macht und die Leserschaft (Autofahrer) sofort in ein undifferenziertes Opfer-Geblöke einstimmt.
 
@ZZZZefix : :thumbsup: Bin ganz bei dir!
Wollte mich eigentlich auch raushalten, weil dieses Forum natürlich autolastig ist und daher "die" Radfahrer eher als "Feind" gesehen werden.
Ich, früher leidenschaftliche Autofahrerin, fahre mittlerweile fast nur noch mit dem Rad ins Büro (einfach mind.13km) da mich der ganze Verkehr einfach nur noch nervt! Und ja, wir haben zu viele Auto´s und ja es wird viel zu viel mit dem Auto gefahren. Die meisten steigen für Kurzstrecken ins Auto, da ist mir z.B. mein Auto zu schade dafür.
Und wenn sich in den Köpfen der Leute hier nicht bald etwas ändert, haben wir spätestens in 10 Jahren ein Verkehrschaos sondergleichen. Wenn nur jeder 1x die Woche sich aufs Rad schwingen würde, wäre schon ein Fortschritt.
Der Schwiegervater unseres Nachbarn, ein Anhänger der "Grünen" kurvt stolz mit seinen Elektorauto in den Hof. Mein Freund und ich kommen gerade beide mit dem Rad von der Arbeit.
Kommentar des "Grünen" : Ja, was bei dem Wetter ist euch das nicht zu heiß??? :rolleyes:
Meine Antwort: Ja, mei vom Elektroauto wird der Stau auch nicht kürzer, er stinkt nur an der Stelle weniger!
Darauf kam nix mehr.... :D

Aber das ist ein unerschöpfliches Thema und vermutlich bekomme ich jetzt von einigen gleich eine auf die Mütze.... :whistle:
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich find' das gut, das mit dem Radfahren - das sollten viel mehr Menschen so machen. :t

Radfahrer stören zwar auch, aber häufig weniger als andere Autos. Ein Schritt in die richtige Richtung. :) :-)
 
Das ist mir alles klar. Nur bleiben eben, nach Abzug der Straßenbaukosten, die vollständig aus dem Beitrag der Autofahrer bestritten werden können, immer noch weit mehr als 30 Mrd übrig. Es ging mir in meinem Post auch nicht per se gegen Radfahrer, sondern eher um den Stadtplanungsfuzzi, der seine Argumentationskette darauf aufbaut, dass er Autofahrern eine Form von "Schwarzfahrerei" unterstellt, die so nicht stimmt.
So trivial ist die Rechnung eben nicht. Laut Umweltbundesamt betragen alleine die Umweltkosten durch den Straßenverkehr ca. 50 Mrd. Euro. Und es gibt noch mehr, was man dem Kfz zurechnen kann.
Natürlich hat der Kraftverkehr auch eine wirtschaftliche Bedeutung, die andere Verkehrsformen derzeit nicht leisten können. An der Grundlage seiner Argumentationskette ist genug dran, um damit zu arbeiten und kein Grund polemisch zu werden.

Das ich mir deinen Beitrag rausgegriffen habe, war jetzt nur Zufall. Es gabe halt mehrere Beiträge, die sagten, der Autofahrer zahle alles, der Radfahrer nix.
Ob du jetzt für oder gegen Radfahrer bist, ist mir egal. Ich kann damit leben, wenn jemand Radfahrer nicht mag und ich kann auch damit leben, wenn er es ausspricht.
Ein Problem hab ich nur mit denen, die mir dass dann auf der Straße zeigen wollen. Es ist zum Glück nur eine absolute Minderheit, aber leider immer noch so viel, dass
ich regelmäßig darüber nachdenke mir Dashcams fürs Fahrrad zuzulegen.

Das wir zu viele Autos haben, sieht man insbesondere an den zugestellten Straßen in den Wohnvierteln. Da kommt dann die Feuerwehr kaum noch durch.

Und da Brumm gerade noch geantwortet hat, kann ich ihn da auch gleich unterstützen. Wenn eine bessere Infrastrukur für Fahrräder da ist, dann wird sie auch
angenommen. Und je mehr vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, um so mehr Platz ist für die, die es nicht tun.
 
ich hab zwar schonmal kommentiert, aber mir ist gerade eingefallen, dass mir das ein und andere Auto sogar noch fehlt... Ihr müsst reduzieren damit ich aufstocken kann...
 
Ein Problem hab ich nur mit denen, die mir dass dann auf der Straße zeigen wollen. Es ist zum Glück nur eine absolute Minderheit, aber leider immer noch so viel, dass ich regelmäßig darüber nachdenke mir Dashcams fürs Fahrrad zuzulegen.
Idioten gibt es auf beiden Seiten. Schlimmer noch... nicht auszudenken, dass der Idiot zu Haus das Auto abstellt und mit dem Rad weiter fährt. ;)
Je nach Sicht hat dann immer der andere Schuld. :)
 
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