Höhlenforscher ist wieder da

zettie454

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18 März 2009
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Neumarkt
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anderer Wagen
Zwei Wochen war das bei uns in Bayern Tagesgespräch.

Bin froh, dass der verletzte Forscher geborgen werden konnte.

Medieninteresse war enorm. Die Helfer kamen zum Teil aus Italien.

So gut wie die Nachricht ist, dass er wieder ans Licht gekommen ist.

Ich frage mich aber, wer zahlt eigentlich diese ganze Rettungsaktion?
Denn das Ganze muss ja Unsummen verschlungen haben.

Muss die Allgemeinheit dafür aufkommen, oder hat so ein Forscher
eine Versicherung?
 
Das habe ich mich allerdings auch schon gefragt, aber unsere Krankenversicherung ist eine Solidargemeinschaft.
Ich denke, wenn Dir bei einem Ausflug in die Berge, der Berg schon mal auf halben Wege entgegen kommt, musst Du für einen Rettungseinsatz doch auch nichts zahlen!?
Für wen war er eigentlich da unten?
 
Die meisten Helfer waren doch freiwillig dabei, Kosten fallen für diese dann wenig/keine an.

Und sicher muss man bei einem Unfall in den Bergen den fälligen Helikopterereinsatz auch anteilig bezahlen,
 
Sowas sollte man vorab mit seiner Versicherung klären, bevor man sich auf die Reise macht. Aber ich denke der Forscher wird eine Zusatzversicherung haben. Wenn nicht gehe ich mal davon aus dass er das selbst bezahlen muss.
 
die Kostenfrage ist hier m.E. erst mal zweitrangig, ich finde es unglaublich was hier geleistet wurde und bin total begeistert, dass diese Aktion so gut ausgegangen ist.

Ich hätte nicht gedacht, dass das klappen kann. Herzlichen Glückwunsch und große Hochachtung vor der Leistung aller die an dieser Aktion beteiligt waren.

Ich freue mich sehr mit den Helden dieser Aktion und ziehe meine Hut ... großen Respekt !!!!!
 
Die Frage ist eine Interessante. :t

Unter der Prämisse, dass man ja auch einen selbstverschuldeten Feuerwehreinsatz in der Regel wohl bezahlen muss, tendiere ich ebenfalls zu der Auffassung, dass solche Rettungseinsätze grundsätzlich auf Kosten des Geretteten gehen. Andererseits meine ich auch, mich daran zu erinnern, dass Transporte mit dem Rettungswagen (im Inland) grundsätzlich durch die Krankenversicherung übernommen werden? :O_oo:

Vielleicht weiß das einer der hier im Forum anwesenden Rettungssanitäter? Jedenfalls habe ich keine Zweifel, dass Personen wie der Gerettete, die berufsbedingt einer gefahrgeneigten Tätigkeit nachgehen, diesbezüglich umfassend versichert sind.
 
Selbst bei einem Transport mit dem RTW,kann man zu einer Zuzahlung herangezogen werden. So durfte es meine :K am eigenem Leib erfahren.

In Hinsicht des Höhlenforscher,stellt sich die Frage,geht er als Selbstständiger durch,oder ist er "irgendwo" angestellt? Daran ließe sich ableiten,wer für eventuelle Kosten aufkommen wird.
 
... noch was, wer stellt denn die Kostenfrage bei der Suche nach der Malaysia Airlines Flug MH370 ?
 
... noch was, wer stellt denn die Kostenfrage bei der Suche nach der Malaysia Airlines Flug MH370 ?

Na ja, da gibt es schon einen erheblichen Unterschied - ein abgestürztes Verkehrsflugzeug und das öffentliche Interesse zur Aufklärung der Unglücksumstände sind eine andere Hausnummer, wie jemanden zu retten, der sich in vollem Bewusstsein in extremes Risiko begeben hat!

Bitte nicht falsch verstehen, ich finde es klasse, dass der Höhlenforscher gerettet werden konnte - aber wer zum Beispiel den Mount Everest besteigt, muss auch unterschreiben, dass er ab der sogenannten Todeszone auf sich selbst gestellt und keinerlei Rettung möglich ist. Nach Aussagen von Experten ist solch eine Höhlentour durchaus mit einer Mount Everest Besteigung vergleichbar.

Folglich stellt sich durchaus die Frage nach der Kostenträgerschaft - wer sich selbst bewusst in extremes Risiko begibt, darf nicht auf die Solidarität der Gemeinschaft hoffen, sondern muss dafür selbst aufkommen, bzw. muss für alle Eventualitäten selbst vorsorgen. Kann man dies nicht, muss man entweder darauf verzichten, oder mit der Realität im Unglücksfall selbst klar kommen.

Dies gilt meiner Meinung auch für (Urlaubs)Reisen in Länder, wovor das Auswärtige Amt dringend abrät - im Fall der Fälle darf man dann ebenfalls nicht auf den Diplomatischen Dienst hoffen...
 
Was ist daran ehrenamtlich wenn alles bezahlt wird ?
Kenne mich da nicht aus und bin gerade verwundert.
Für meine Begriffe ist ehrenamtlich eine freiwillige soziale Tat .
Wenn ich die aber entlohnt bekomme ist es doch nicht mehr ehrenamtlich, oder !?

Zitat vom 'Spiegel Online'

Zum anderen kommt das Land für die Lohnfortzahlungen und die Erstattung von Verdienstausfällen der ehrenamtlichen Helfer auf. "Im aktuellen Einsatz wären dann die Lohnfortzahlung und Erstattung des Verdienstausfalls aller vor Ort ehrenamtlich Tätigen durch den Freistaat Bayern zu ersetzen"
 
Weiß eigentlich jemand, wie es ihm geht?
Konnte leider keine Nachrichten sehen!
 
Was ist daran ehrenamtlich wenn alles bezahlt wird ?
Kenne mich da nicht aus und bin gerade verwundert.
Für meine Begriffe ist ehrenamtlich eine freiwillige soziale Tat .
Wenn ich die aber entlohnt bekomme ist es doch nicht mehr ehrenamtlich, oder !?

Zitat vom 'Spiegel Online'

Zum anderen kommt das Land für die Lohnfortzahlungen und die Erstattung von Verdienstausfällen der ehrenamtlichen Helfer auf. "Im aktuellen Einsatz wären dann die Lohnfortzahlung und Erstattung des Verdienstausfalls aller vor Ort ehrenamtlich Tätigen durch den Freistaat Bayern zu ersetzen"

Als ehemaliger Rettungshundeführer wurden meiner Firma bei Einsätzen die Fehlstunden erstatten. Das machte nicht das Bundesland sondern die Kreistadt in der mein Arbeitgeber seinen Hauptsitz hat.
Genauso ist das mit der Freiwilligen Feuerwehr. Wenn da ein Einsatz ist, dann lassen meine Kollegen alles liegen und stehen, bekommen weiter ihren Lohn bis zum normalen Arbeitszeitende. Diese Fehlzeiten werden dann von der Kreisstadt mit der Firma verrechnet.
Im Grunde dann doch die Allgemeinheit.
 
Was ist daran ehrenamtlich wenn alles bezahlt wird ?
Kenne mich da nicht aus und bin gerade verwundert.
Für meine Begriffe ist ehrenamtlich eine freiwillige soziale Tat .
Wenn ich die aber entlohnt bekomme ist es doch nicht mehr ehrenamtlich, oder !?

Zitat vom 'Spiegel Online'

Zum anderen kommt das Land für die Lohnfortzahlungen und die Erstattung von Verdienstausfällen der ehrenamtlichen Helfer auf. "Im aktuellen Einsatz wären dann die Lohnfortzahlung und Erstattung des Verdienstausfalls aller vor Ort ehrenamtlich Tätigen durch den Freistaat Bayern zu ersetzen"

Für mich ist das ganz einfach - wenn Du bei mir angestellt wärst und würdest "ehrenamtlich" einen Kindergarten neu streichen und dies während Deiner regulären Arbeitszeit machen, dann
- bekommst Du kein Geld dafür, sondern nur die "Ehre" -> Ehrenamt
- erleide ich als Arbeitgeber durch Dein Engagement keinen Schaden -> Schadensersatz vom Nutznießer Deines Ehrenamtes. (ansonsten würde ich Dich nicht freistellen).


Ich finde es ansonsten auch bemerkenswert, wie die den da unten raus geholt haben - und wie auf einmal diese Höhle an Ruhm und Bekanntheit erlangt hat, da lässt sich doch sicher noch Kapital draus schlagen :X

Auch wenn dem Höhlenforsche da kein Stein auf die Rübe gefallen wäre ... die Idee an sich zu so großer Bekanntheit zu gelangen ist schon gar nicht übel, undbedingt mal merken :M
 
Meine Arbeitskollegin war auch bei der Rettungsaktion. Und die meisten haben auf Freiwilliger basis gearbeitet. Eben weil sie genau wissen, wenn sie irgendwo drin stecken würde, wäre er der erste der zur hilfe kommt!

Zur "Versicherung" sie hatte mir damals erzählt das man wenn man so ein "Hobby" hat, sich extra versichern muss.
Diese Versicherungen kosten ~ 80-140euro im halbjahr extra, die dann die Kosten im Ernstfall tragen. Es gibt auch welche über Vereine z.b. Höhlenrettung BW - dort kostet die Versicherung deutlich weniger.

Aber ja.. Bin mal gespannt was sie nächste Woche zu berichten hat :). Bin ganz gespannt drauf.
Auf jeden fall - scheiß aufs Geld
 
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