Ist Berlin so weit weg, oder warum regt sich keiner auf?

pixelrichter

Umbau Hydraulikpumpe e85
Special Member
Sponsor
Registriert
26 April 2011
Ort
Hasloch
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,5si
Der Flughafenneubau BER, Rücktritte, Vertrauensfragen und Milliarden von Dollars, ähm Euros in den Sand gesetzt, 4mal schon der Eröffnungstermin verschoben, nun auf unendlich irgendwann in der Zukunft…..

Aber keine Proteststürme im ganzen Land?
Haben wir wirklich so eine LmaA-Mentalität&:



Aber wehe der Sprit geht wieder mal Richtung 1,70 }(


.
 
Moin Harald,

das hat wohl mehrere Ursachen:
# wir haben schon soviel Milliarden €uros nach Griechenland geschickt, da spielen die paar Zusätzlichen für BER auch keine Rolle mehr :(
# Kostenerhöhungen und Terminverschiebungen sind ja schon fast normal, siehe Elbphilharmonie, Stuttgart21, ...
# man(n) merkt es ja nicht sofort und direkt im eigenen Portemonnaie im Gegensatz zu den Spritpreisen
# ...
 
Der Flughafenneubau BER, Rücktritte, Vertrauensfragen und Milliarden von Dollars, ähm Euros in den Sand gesetzt, 4mal schon der Eröffnungstermin verschoben, nun auf unendlich irgendwann in der Zukunft…..

Aber keine Proteststürme im ganzen Land?
Haben wir wirklich so eine LmaA-Mentalität&:



Aber wehe der Sprit geht wieder mal Richtung 1,70 }(


.

Ich war letze Woche einige Tage in Berlin und die halbe Stadt ist voll Spott und Häme...
Jeden Tag was neues über das BER Debakel in der Zeitung, etc.

Ich hatte nur das Gefühl, als sehen es die meisten Berliner mit Humor oder schämen sich heimlich - anstatt sich riesig aufzureden - was allerdings nichts an der Tatsache ändert...
(Als Ösi müsst ich beim Thema Flughafen Debakel eigentlich auch schnell still sein)
 
Ich war letze Woche einige Tage in Berlin und die halbe Stadt ist voll Spott und Häme...

KÖLN wird BERLIN bald als stadt, über die man spottet, ablösen. nein, nicht wegen der fahrstuhlmannschaft mit dem geißbock auf der trikotbrust, sondern weil der u-bahn-bau schon das stadtarchiv zum einsturz gebracht hat und nun auch das wahrzeichen der stadt (der kölner dom) anfängt zu wackeln... &:

viele grüße
rolf
 
Stimmt - auch gelesen - und dann war da noch die Sache mit dem Bier..... :lipsrseal2

Wobei in Berlin überwiegen Äußerungen wie:
- "Niemand denkt hier daran einen Flughafen zu bauen"
- ProblemBER
- nach Vorschlag der Grünen sollte Berlin Tegel (und Schönefeld) schließen und als erste Flughafen - freie Hauptstadt Europas voran gehen - zwecks Umweltschutz :X
 
ALLE einsperren - aber das macht ja keiner!

Im Gegenteil, die gefeuert werden bekommen dann noch dicke Abfindungen!

ALLES absolut KRANK!!! :g
 
Hartz IV: Rückzahlung auch bei Behördenfehler

LSG Sachsen-Anhalt, Pressemitteilung vom 14.01.2013 zum Urteil L 5 AS 18/09 vom 04.10.2012 (rkr)

Ein 20-jähriger Hartz IV-Bezieher hatte wegen der Aufnahme eines Studiums keinen Leistungsanspruch mehr. Er hatte dies ordnungsgemäß mitgeteilt und trotz mehrerer Telefonate noch monatelang weitere Leistungen erhalten. Anschließend forderte die Behörde 1.035 Euro zurück. Die dagegen gerichtete Klage blieb erfolglos. Nach Meinung der Richter gelte die Pflicht zur Erstattung von unrechtmäßigen Zahlungen unabhängig von einem Fehler der Behörde. Entscheidend sei, ob der Leistungsbezieher wissen musste, dass ihm das Geld nicht zustand. Der Kläger habe dies gewusst, sonst hätte er weder das Studium mitgeteilt noch mehrfach telefonisch darauf hingewiesen.

Hintergrund
Gemäß § 48 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 SGB X soll ein Verwaltungsakt mit Dauerwirkung, soweit in den tatsächlichen oder rechtlichen Verhältnissen, die bei seinem Erlass vorgelegen haben, eine wesentliche Änderung eintritt, mit Wirkung vom Zeitpunkt der Änderung der Verhältnisse aufgehoben werden, soweit der Betroffene wusste oder nicht wusste, weil er die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maß verletzt hat, dass der sich aus dem Verwaltungsakt ergebende Anspruch kraft Gesetzes zum Ruhen gekommen oder ganz oder teilweise weggefallen ist. Gemäß § 40 Abs. 1 Nr. 1 SGB II i. V. m. § 330 Abs. 3 Satz 1 SGB III ist in den genannten Fällen der Verwaltungsakt auch für die Vergangenheit aufzuheben. Damit scheiden eine Ermessensausübung (und ggf. die Berücksichtigung eines Mitverschuldens der Behörde) aus. Auch bei Überzahlungen, die allein durch den Leistungsträger verschuldet sind, ist der Bewilligungsbescheid rückwirkend zum Zeitpunkt seines Erlasses aufzuheben und eine Erstattung zu verlangen.


Wie passt Dies zusammen ?
 
Nur wird das Geld, das von Berlin aus in die Welt verschoben wird, nur zu einem sehr geringen Teil auch in Berlin erwirtschaftet. Und da es auch nicht wirklich ums eigene Geld geht, sind die Berliner auch in Sachen Flughafen relativ entspannt. Zumal es für den persönlichen Flug in die Ferien Alternativen gibt. Sollen sich doch die Schwaben uffregen, wa?. ;)
 
Der BER Berlin ist mMn nicht "nur" eine Plamage für die Hautstadt selbst, sondern für die ganze Bundesrepublik. Es wirft (in der ganzen Welt) ein Licht auf Deutschland, welches langsam am erlöschen ist. "Vorsprung durch Technik" ist schon seit geraumer Zeit dahin.

Die Planungen sind zu langwierig und werden oftmals durch die Zeit überholt. Die Ausschreibungen müssen möglichst "billg" sein, um das Projekt der Bevölkerung schmackhaft zu machen. Nachbesserungen übersteigen oftmals zu 100% und mehr das ursprüngliche Budget. Aber danach fragt dann niemand mehr. Hauptsache das Projekt kommt in die Gänge.
Würden die Kosten für (durchaus übliche) Nachbesserungen mit in die Planungen einbezogen, wäre dies transparenter, allerdings auch "unangenehmer".
Aufsichträte werden von Leuten besetzt, die nicht geeignet sind.

Wenn ich höre, das bei solch einem Großprojekt wie BER, Datenkabel und Starkstromleitungen im selben Kabelkanal verlegt worden sind, reicht das in meinen Augen schon allein für einen Abriss und Neubau. SO WIRD ES KOMMEN!!

Komm mir bitte keiner mit Schadenersatz...ect. DIE Zeiten sind lange vorbei. Zumindest in Deutschland.

Wenn es um Seilbahnen geht, fragt man Österreicher.(Die sind weltführend und wissen wie`s geht)!
Wenn es um solche Projekte wie Großflughäfen geht, fragt man Chinesen. (Die wissen ebenfalls wie`s geht)Traurig aber wahr.

In diesem Sinne: Guten Flug von Schönefeld und Tegel. BER nicht vor 2018.
 
.... in früheren Zeiten ging den regierenden Fürsten und Königen auch schon mal beim Bau Ihrer Prachtbauten das Geld aus. Dann wurde einfach die Steuer erhöht. Manche dieser Bauten konnten erst über mehrere Generationen fertiggestellt werden. :eek: :o

Warum sollte das heute anders sein?
Schaut Euch doch mal unseren Wowi an. Lächelnd zieht er von dannen, nimmt ein Gläschen Wein zu sich und ist aus der Verantwortung
Natürlich wird Ihm dann auch noch von der örtlich regierenden Großen Koalition (SPD/CDU) das Vertrauen ausgesprochen.:ulrich:
 
Die sollen machen was sie wollen..ich zahle brav meine Steuer ..weg ist weg...egal für was.

Und den Flughafen abreißen würde jetzt auch noch viel Geld kosten..


sent by zroadster.com app
 
Planung, Aufsicht und politische Verantwortung stehen naturgemäß in Fokus der Berichterstattung, Wenn man sich aber mal die Details des abgelieferten Pfuschs durch diverse ausführende Firmen ansieht, wird das eigentliche Desaster viel deutlicher. Von der gerühmten deutschen Solidität und handwerklichen Qualität ist da nichts mehr übrig. Einzelne Köpfe kann, besser könnte, man austauschen. Aber das berufliche Selbstverständnis ? Das ist für das wirtschaftliche Ansehen Deutschlands wahrhaft schädlicher als ein unfähiger Aufsichtsratsvorsitzender.
 
Planung, Aufsicht und politische Verantwortung stehen naturgemäß in Fokus der Berichterstattung, Wenn man sich aber mal die Details des abgelieferten Pfuschs durch diverse ausführende Firmen ansieht, wird das eigentliche Desaster viel deutlicher. Von der gerühmten deutschen Solidität und handwerklichen Qualität ist da nichts mehr übrig. Einzelne Köpfe kann, besser könnte, man austauschen. Aber das berufliche Selbstverständnis ? Das ist für das wirtschaftliche Ansehen Deutschlands wahrhaft schädlicher als ein unfähiger Aufsichtsratsvorsitzender.
Naja ... jeder, der bereits ein kleines Eigenheim errichten ließ, dass Handwerker grundsätzlich Pfuschen (ich nehme mich da nicht aus!).

Wer auch nur annähernd an die Gründliche Handwerksleistung glaubt, der ist schon wirklich sehr, sehr naiv! Kosten- und Zeitdruck führen dazu, dass Handwerksleistungen "so gut wie nötig" ausgeführt werden. Das ist ja auch vollkommen in Ordnung, denn gerade wer günstig bauen will, bekommt eben das wofür er bezahlt.

Das Geheimnis zum Erfolgt ist nicht die gute Planung, sondern die gute Bauaufsicht, der ständige SOLL-IST-Abgleich und das sofortige Erkennen von Abweichungen und Ergreifen von Maßnahmen.

Das macht das Bauen auch so aufwändig. ... man muss eben immer hinterher sein und dauernd kontrollieren - und genau das ist in Berlin nicht passiert. Da hat man darauf vertraut, dass die Brandschutzanlage schon so aufgebaut wird wie geplant ... und weil niemand so wirklich den Durchblick hat, ging das eben voll auf die Bretter ...

... und niemand kann von einem Handwerker verlangen, dass er perfekt und fehlerfrei arbeitet, das wäre ein Supertyp, der Handwerker ... wieso ist er denn dann nur Handwerker und nicht schon aufgestiegen zur Bauaufsicht, wenn er doch so super ist?

Was uns zum nächsten gesellschaftlichen Problem bringt: Ein jeder steigt in seiner beruflichen laufbahn solange auf bis er an einem Platz angekommen ist von wo aus es nciht weiter geht, weil er die anforderungen an dieser Position nicht oder nur gerade so eben packt ... aber auf keinen Fall die Anforderungen der nächsten Ebene erfüllt.
Insbesondere Männern passiert das - und so sind wir eine Nation von vielen unfähigen Mitarbeitern, die besser einen Superjob eine Ebene tiefer erledigen sollten als ihre aktuelle Position nur unzureichend ...
 
Hallo Frank :)


Kann Dir nicht ganz zustimmen zu dem Vergleich mit einem Eigenheim.

Großprojekte, wo ich seit Jahren beteiligt bin, entstehen leider ganz anders. Die Reihenfolge eines Großprojektes entsteht aus folgenden Schritten.

Die Politik ……………… da will sich meistens einer ein Denkmal setzen. Weiter will ich gar nicht eingehen.

Dann wird das Projekt geplant und Schätzkosten abgegeben. Die sind natürlich zu Hoch. So viel Budget ist nicht vorhanden und daher wird das Projekt auf Teufel komm raus abgespeckt, ohne Rücksicht auf behördlichen Vorgaben……… vereinfachte und technisch Minderwertige Ausführungen ………… Mengenreduzierungen bis man zu dem Politisch vorgegebenen Budget kommt.

Dann kommt die EU – Ausschreibung am Markt wo für jedes Gewerk mindestens 20 Firmen EU weit anbieten. Der weitere Schritt sind die Monatelange Verhandlungen und sogar Aufhebungen der Ausschreibung damit ein jeder Mal weis wo der Bestbieter liegt. Damit liegen die Preise für die Firmen am Boden, so wie es Ausgeschrieben ist.

Du siehst, es liegt nicht an der Qualität der ausführenden Handwerker sondern an der ganzen Abwicklung eines Großprojektes inkl. Ausschreibungen.

Jetzt kommt die Ausführung wo jede beteiligte Firma Vorschriften vertraglich einzuhalten hat, Warn und Hinweispflicht nachkommen muss usw., damit die Behördenauflagen eingehalten werden können und da beginnt das Stadium der Nachträge die bei der Planungsphase abgespeckt wurden und wo der Fisch zum Stinken beginnt.

Bei der Bauaufsicht bin ich ganz Deiner Meinung. Die ist zum größten Teil überfordert. Früher bin ich mit max. fünf Personen auf einen Tisch gesessen und die haben was Entschieden. Heute sind es 30 Personen weil alle Posten zwei – dreifach Besetzt (wobei einer immer ein Prüfungsorgan ist) und keiner traut sich was zu entscheiden.
Hirngespenstige Termine werden vorgegeben mit dem Motto „Zeit ist Geld“. Dadurch entstehen sogenannte Terminverzüge und auf einmal ganz ungläubige Kostenüberschreitungen.

Nochmals, möchte nur zu bedenken geben, dass die Qualität der Handwerker grundsätzlich nicht schlecht ist und die Probleme wo anders liegen.
 
Es ist leider ganz normal geworden,dass Bauvorhaben durch die öffentliche Hand,immer teurer werden als geplant. Der Staat kann es sich einfach nicht erlauben,solch große Projekte gegen die Wand laufen zu lassen,welch Blamage wäre dies. Daher wird immer weiter Geld investiert,Hauptsache es gibt irgendwann eine Fertigstellung. Die privaten Firmen wissen dies genau,daher wird es wohl schon als selbstverständlich angesehen,Termine nicht einzuhalten und nachträglich Geld zu fordern.
Auch fehlerhafte und nicht durchdachte Planungen tragen dazu bei,bestes Beispiel ist die Oper in Sydney. ;)

Und zu den Griechen muss ich sagen,das griechische Volk hat am wenigsten,bis gar nichts von "unserem" Geld !!!
Das fließt auf direktem Wege zu den Banken und Hedgefonds !!! :mad:
 
Ich kann GRESU nur zustimmen.

Die Probleme am Bau liegen nur zum kleinen Teil in der handwerklichen Ausführung. Die Planung eines solchen Projektes ist so schon sehr komplex. Dann mischt noch die Politik mit und die Industrie betreibt Lobbyarbeit.

Ich möchte nicht wissen, wie viele Vertreter der Bauindustrie sich bei Planern, Statikern, Behörden und Unternehmern die Klinke in die Hand gegeben haben. Alleine schon welcher Beton oder welche Asphaltmischung auf dem Rollfeld und von welchem Anbieter... da liegen teilweise Millionen in der Preisspanne zwischen den Produkten bei Großprojekten.

Wenn dann nach der Vergabe die ganzen Nachträge losgehen, dann läuft fast jedes Projekt aus dem Ruder.

Bei BER sehe ich aber die Probleme grundsätzlicg bei der Politik, die nicht frühzeitig die Notbremse gezogen hat und den Planern.

Wenn man die Berichte der teilweise für Laien schon offensichtlichen Mängel hört.... Wenn ein Bauingenieur einer Baufirma einen Plan in die Hand bekommt, in dem etwas gebaut wird was mit fachlichem Know-How gegen die geltenden Vorschriften ist, dann MUSS der Bauingenieur das gegenüber seinem Auftraggeber melden. Das wird er auch ganz sicher machen (und so sieht die Praxis auch aus), weil er keinen Bock hat für die miese Planung gerade zu stehen (was er dann müsste).

Also "Meldet er Bedenken an". Ganz normale Baupraxis.

Und genau da frage ich mich, wie damit vom Planer bzw. Auftraggeber mit umgegangen wurde..... Augen zu und durch?

Über eines muss man sich aber klar sein. In der Presse wird immer von "verschleuderten" Milliarden in Großprojekten gesprochen. Das klingt für den Normalbürger immer so als würde da ein Ofen stehen und Geld verbrennen und keiner hat was davon.

Fakt ist, die Milliarden sind zum größten Teil an Bauunternehmen und die Bauindustrie geflossen. Da haben Unternehmen Geld mit verdient und derne Mitarbeiter von partizipiert. Demnach ist das Geld nicht völlig sinnlos vernichtet worden, es hat nur ein anderer.

Zum Thema Griechen erlaube ich mir den Hinweis, dass Griechenland bisher nur ein paar Milliarden aus dem Rettungsfond aus Deutschland erhalten hat. Das Geld ist auch nicht für Griechenland sondern für das Bankensystem welches zu hoch gepokert hat.

Natürlich hat Griechenland jahrelang gut auf Pump gelebt. man darf aber berücksichtigen, dass die Griechen das Geld welches sie in den vergangenen Jahren nach Ansicht einiger Mitbürger "verprasst" haben überwiegend in Importware, vorzugsweise aus Deutschland, investiert haben. Voran sind deutsche Autobauer und Markenartikler zu nennen. Somit hat das verprasste Geld in der Vergangenheit brav den Weg wieder in die deutsche Wirtschaft und den Fiskus gefunden.

Traurigerweise bejammern wir unsere Bankenrettungszahlungen via Griechenland, obwohl deutsche Unternehmen, Banken und der Staat im selben Zeitraum an der Krise in Griechenland gut das Vielfache verdient haben...

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2012/0301/griechenland.php5

Weitere Infos findet man im Netz bei der Suche.

Die Wahrheit ist halt unpopulär.
 
Zurück
Oben Unten