Ist der Roadster tot?

Leider ja.
Der Trend ist hierzulande durch und durch den SUV-Trend abgelöst.
Für Südeuropa sind sie zu teuer und die wirklichen Wachstumsmärkte verlangen nach Allem, nur nicht nach offenen und kleinen Autos.
Bleiben ein paar Fans in Nordamerika und v.a. Deutschland und wenige Nachbarländer.
Aber auch hier ist der Markt in den letzten Jahren massiv geschrumpft.

Mich stört es aber nicht, wenn mein Hobby exklusiver wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich habe den neuen MX 5 gesehen und werde sehr wahrscheinlich
vom Z4 Coupe umsatteln. Tolles Design mit nur 1000 Kg Leergewicht weniger Verbrauch und günstigerem Unterhalt hört sich nach vergleichsweise günstigem Fahrspass gerade auf kurvigem geläuf an.
Bin auf eine Probefahrt gespannt.
 
Der Roadster verkörpert Fahrspass, Emotion und Unvernunft.

Der heutige Zeitgeist, durch Medien und Politik generiert, will genau das Gegenteil.
Ein möglichst schlechtes Gewissen für jeden gefahrenen Kilometer oder zumindest ordentlich dran verdienen im Namen der Umwelt.

Dieser Entwicklung entkommt der Roadster nicht, auch nicht durch alternative Antriebstechnologien, er würde immer noch die Strassen verstopfen und Ressourcen vernichten.
Im Gegenteil verlöre er durch einen, wie im Artikel propagierten 3-Zylinder, auch den letzten Rest Faszination und daher seine "Daseinsberechtigung".

Hütet und geniesst eure Schätzchen oder deckt euch noch rechtzeitig ein und legt euch schon mal ein paar Argumente gegen moralisierende Angriffe zurecht, denn die werden in Zukunft zunehmen.
 
Das halte ich für Schwarzmalerei.

Ja, aktuell sieht es nicht gut aus für den Roadster. Und ja, es gibt sachliche Argumente, die zur Zeit en vogue sind und das macht es für den Roadster nicht besser.
Ich denke aber, dass es immer wieder Trends gibt, die kommen und gehen oder aber mal mehr oder weniger stark ausgeprägt sind. Kann man auch schön bei Motorrädern beobachten, wo der Tourer oder die Reiseenduro auch schon tot geschrieben wurden ... und dann gab es doch wieder neue Modelle, die erfolgreich waren. Obwohl ja angeblich keiner mehr heute mit dem Mopped auf Touren geht ...

Die wichtigen Märkte für Automobilhersteller liegen eben aktuell da, wo Roadster keine Rolle spielen. Chinesen wollen keine offenen Autos. Das bedeutet aber nicht, dass es so bleiben muss - auch wenn eine große Vielfalt von Roadstern vielleicht vorerst nicht mehr zu erwarten ist.
Anfeindungen gegen SUVs gab es auch - dennoch werden es immer mehr. Selbst Leute, die lange strikt dagegen waren, preisen jetzt die angeblichen Vorteile des Wagens (oder reden ihn sich zumindest schön).

Tim
 
ich teile die meinung überhaupt nicht. angefangen von der tatsache, dass ein SLK sehr wohl fahrspaß bereiten kann (z.b. als AMG) über die tatsache, dass boxster und MX-5 aktuelle spaßmaschinen bauen bis hin zur feststellung, dass der neue TT ebenfalls ein sehr guter und spaßiger roadster ist, muss man feststellen, dass aktuell jeder geschmack in jeder preisklasse bedient wird und es einen breiten markt gibt. vom einstiegsmodell im MX-5 bis zum könig der roadster, welcher eindeutig der 981 spyder ist.

der autor scheint das völlig zu übersehen, möchte er lieber das stahldach gegen ein hybridmotörchen ausgewechselt haben.

das konzept roadster ist genauso unvernünftig, wie das des SUV, nur sind letztere eben hip, aber lange nicht so grün, wie sie beworben werden. dass die automobilindustrie am wunsch des kunden vorbeiproduziert, ist u.a. an den vielen ausstattungsmerkmalen ersichtlich, die weitestgehend nicht gebraucht bzw. benutzt werden. hierzu gibt es einen guten artikel in der aktuellen SA. das bedeutet im umkehrschluss für das roadster konzept NICHT, dass es out ist (der autor schreibt häufig "no one cares").

es ist wohl eher ein BMW-problem, dass der Z4 völlig vernachlässigt wurde, aber das passt in die reihe der teilweise seltsamen entscheidungen, wie z.b. aus der F1 auszusteigen, den V12 an sich killen zu wollen (was knapp verpasst wurde) oder die i-sparte als lösung für die zukunft aus dem boden zu stampfen...welche übrigens bei weitem nicht so erfolgreich ist, wie man uns verkaufen will.

hätte BMW ein überragendes produkt in dem roadster segment, würde die meinung in dem blog eine ganz andere sein, aber so ist es etwas billig einfach zu behaupten, dass es da einen (neuen) TT gibt, aber es noch niemandem aufgefallen ist bzw. es niemanden juckt. im gegenteil, das auto verkauft sich gut und ein brandneuer R8 mit politisch inkorrektem V10 als Plus-variante wird sich auch gut verkaufen bzw. besser ankommen als ein i8 oder sein stärkerer bruder, der ja als übersportwagen zum 100 jährigen von BMW kommen soll...

ich fürchte, aus der sicht von 911, AMG GT, huracan, 488, F-type usw. wird es dann wohl heißen:

no one cares what ze umweltschützer aus münchen da tun.:) :-)
 
Hallo

Da ich ja auch auf der Suche nach einen Nachfolger für meinen Z4 bin, hatte ich gestern ein längeres Gespräch mit meinem Verkäufer in Hinblick auf einen Nachfolger des aktuellen Z4.

Er bestätigte mir das BMW und vermutlich auch andere Hersteller, den Roadster als Nieschenprodukt sehen und mit den Verkaufszahlen natürlich nicht ganz zufrieden sind. Er meinte, es werde wohl noch mindestens bis 2017 oder sogar länger dauern, bis ein Nachfolger kommt.

Ich hatte gestern das 2er Cabrio mit den 190 PS Dieselmotor getestet, war sehr angetan von dieser Motorisierung, aber eben kein Roadster. Jetzt warte ich auf den Mazda MX5 und dann sehen wir weiter.
Obwohl ich mit meinen Z4 2.8i voll zufrieden und keine Mängel oder sonstige Beanstandungen habe, möchte ich was Neues, aber was es dann werden wird, weiß ich noch nicht. Auf jeden Fall kein Cabrio, sonder wieder ein Roadster.
 
Sehr interessante Meinungen bislang:t.

Der Markt in Deutschland und Nachbarländern ist ein anderer als weltweit und Hersteller haben globale Absatzzahlen im Fokus.
Insbesondere BMW.

Hier werden die Fahrzeuge weniger gekauft.
Gerald hat hier vor kurzem eine sehr aussagekräftige Zulassungsstatistik gepostet, die ich gerade leider nicht finde.

Exoten wie Lambo und Ferrari sind eine andere Welt.
Lieschen Müller kauft sich von ihrem Sekretärinnegehalt heute keinen MX5 mehr, sondern einen netten, sparsamen Kleinwagen und der gutsituierte Ehemann schenkt der Gattin zum 40sten keinen Z3 oder SLK mehr, sondern einen X3 oder gleich ein eBike.
Er selber träumt vom Tesla und nicht vom SL.
 
Sehr interessante Meinungen bislang:t.

Der Markt in Deutschland und Nachbarländern ist ein anderer als weltweit und Hersteller haben globale Absatzzahlen im Fokus.
Insbesondere BMW.

Hier werden die Fahrzeuge weniger gekauft.
Gerald hat hier vor kurzem eine sehr aussagekräftige Zulassungsstatistik gepostet, die ich gerade leider nicht finde.

Exoten wie Lambo und Ferrari sind eine andere Welt.
Lieschen Müller kauft sich von ihrem Sekretärinnegehalt heute keinen MX5 mehr, sondern einen netten, sparsamen Kleinwagen und der gutsituierte Ehemann schenkt der Gattin zum 40sten keinen Z3 oder SLK mehr, sondern einen X3 oder gleich ein eBike.
Er selber träumt vom Tesla und nicht vom SL.

Interssante Meinung, die, wenn man den Trent so verfolgt, zu stimmen scheint. Aber der SLK ist noch immer bei Frauen sehr beliebt, ich sehe weitaus mehr Frauen am Steuer dieser Autos, als Männer.
 
Jetzt hab ich sie gefunden:

index.php
 
Der heutige Zeitgeist, durch Medien und Politik generiert, will genau das Gegenteil.
Ein möglichst schlechtes Gewissen für jeden gefahrenen Kilometer oder zumindest ordentlich dran verdienen im Namen der Umwelt.

Da beißen sich die Herren Politiker und Medien aber bei mir die Zähne aus! Was den Fahrspaß angeht, bin ich beratungsresistent! :D
Was interessiert mich deren Geschwätz. :D

Insider:
I bin da Mattl und I foh Coupé! :D
 
Jetzt hab ich sie gefunden:

index.php
interessante zahlen.:t schön zu sehen, dass der boxster in diesem harten und schrumpfenden umfeld eine immer größere rolle spielt bzw. konstant gefragt wird. vielleicht liegt es am beständigen konzept (marke porsche, stoffdach, sauger) und deshalb steckt auch darin die gute nachricht, dass es auch in zukunft - zumindest aus zuffenhausen - super roadster geben wird, auch wenn das umfeld dieses segment für sich vielleicht aufgegeben hat.

die SL fahrer juckt das alles nicht...sie fahren entweder weiter fleißig ihre V12 oder greifen nun zu neuen alternativen, wie F-Type, dem nun erwachseneren 911 oder dem AMG GT Roadster.:t
 
Generell gilt bei den Zweisitzern sicherlich auch : "Alles zu seiner Zeit".
Ich frage mich selbst manchmal, ob es "jetzt" nicht besser wäre ein viersitziges Cabrio oder Coupe zu fahren z.B einen Mustang:) :-)
Das hat auch damit zu tun, wie viele Personen im Haushalt wohnen. Dann auch mit dem Alter, dem Zeitgeist, dem Image und vielem mehr.
Und man kann bei uns in Deutschland den Trend hin zu SUV und bisher den Kombi´s registrieren. Und derzeit immer stärker schicke, trendige Kleinwagen mit "toller" Audio- und Mediatechnik

Aber wie das hier schon mehrfach geschrieben wurde: auch dieser Trend wird sich wieder ändern und vielleicht hat ein Autohersteller die Idee den Roadster dann wieder aus der Nische zu holen und entwickelt ein besonders cooles und umweltfreundliches Auto mit Stoffverdeck und speziellen flexiblen Solarzellen oder anderen Gimmicks. So lange sollten wir einfach unsere tollen Fahrzeuge8-) genießen. :@
 
nicht nur der Roadster, allgemein ist der Markt für Cabrios stark rückläufig.
hier ein Bericht dazu, zwar aus 2014, aber immernoch aktuell:

http://www.autogefuehl.de/2014/02/06/die-cabrioubersicht-cabriomarkt-in-deutschland/

Schlussbetrachtung:
Der Cabriomarkt ist derzeit angespannt, einige Hersteller haben auch schon Modelle vom Markt abgezogen, es lohnt sich wirtschaftlich manchmal nicht. Die Zulassungszahlen sind auch leicht rückläufig – und dabei ist Deutschland schon eines der wichtigsten Cabrioländer. Möglicherweise graben die SUV, die doch auch so oft Lifestyle-Mobile sind, dem Lifestyle-Mobil Cabrio ein wenig das Wasser ab. Auf der anderen Seite steht einmal die Tatsache, dass die wirtschaftliche Situation in Deutschland im Moment recht stabil ist, was einigen Leuten auch weiterhin die Möglichkeit bietet, Luxusautos wie Cabrios zu kaufen. Ferner haben die großen Hersteller wie Audi und BMW gerade erst viel in neue Cabrio-Modelle investiert, und das kommt auch nicht von ungefähr. Es bleibt spannend, ob sich diese Schritte lohnen werden.

mein persönliches Fazit dazu:
es wird immer Autokäufer wie uns geben, die Fahrspaß und Emotionen wollen. Ein Roadster oder Cabrio ist in der Anschaffung immer teurer wie ein vergleichbares Coupe oder eine Limo. Und wir sind die Käufer die bereit sind diesen Aufpreis zu bezahlen. Der Markt für diese Autos ist nachwievor sehr klein, aber auch Kleinvieh macht mist, und kein Autohersteller wird diesen Marktanteil freiwillig an die Konkurrenz abgeben, auch wenn es nur 2,7% sind 8-)
 
... an der Statistik sieht man doch recht schön, dass es einen Hype gab, der nun abgeflaut ist und der Stamm relativ stabil bleibt. Sind ja auch ein paar Ereignisse passiert, die den Markt für Spaß- & Roadster-Autos negativ beeinflussen, so mal rein weltwirtschaftlich und auf den EUR bezogen gesehen. Klar ist das kein Riesenmarkt, war es für paar Jahre vielleicht mal. Wird es aber nicht mehr. Dennoch pressen sich einige Hersteller in diese Nische und wollen diese besetzen bzw. besetzt lassen. Ob man deshalb von einem "sterben" reden kann?

Witzig finde ich hierbei, dass speziell in Deutschland die Neugeborenenrate rückläufig ist, die Anzahl der Familienmitglieder dadurch abnimmt, aber der Boom zum SUV stets ansteigt ... finde den Fehler ;)
 
Das Angebot eines erfolgreichen SUV als Cabrio ist ja eigentlich nur konsequent. Und schlimmer als einige BMW-Abarten wie beispielsweise die GT-Modelle oder die X4/6 ist das wohl auch nicht mehr ...:whistle:
 
Gewöhnt euch schon mal an den Anblick der neuen "Cabrio"-Generation :speechless: :crynew:

Anhang anzeigen 188298

Anhang anzeigen 188299


Gruzzzz
Gerald

Also ich finde man kann alles schön reden bzw im Marketing als neuen Trend bezeichnen. Ich finde es gruselig.
Das einzige Auto dieser Klasse, bei dem die Kastration gut aussieht, ist der Wrangler.
Der Range Rover sieht irgendwie lächerlich aus. So ein bißchen wie diese englischen Doppeldeckerbusse, bei denen man oben ohne sitzend London erkundet.
 
Ein Roadster ist schon noch mehr als diese Missgeburt.

Leicht, fahrdynamisch, herzhaft etc, einfach Fahren, auf`s Wesentliche reduziert.
Inwiefern die heutige Roadstergeneration diese Attribute noch bietet???&:
Vielleicht liegt hier der Hase im Pfeffer.

Mit 1,6 Tonnen Leergewicht, Festdach, Komplettvernetzung incl. Fahrassistenzsystemen, Downsizingmotoren und komfortgetrimmten Fahrwerken bleibt der Roadstergedanken (und viel Faszinationspotential) schon etwas auf der Strecke und die Kundschaft kauft sich gleich was Unvernünftiges, das wenigstens praktisch ist (wie eben ein SUV).;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein großes Problem für Roadster/Cabrioverkaufszahlen wurde hier noch nicht angesprochen,der Bestand dünnt sich wesentlich langsamer aus als der bei Alltagswagen. Die meisten Roadster sind ja 2t,bzw 3t+4t Wagen mit dementsprechend gutem Erhaltungszustand,dadurch ist die Notwendigkeit ein verbrauchtes Fahrzeug gegen ein Neues auszutauschen erheblich geringer und evtl steigt der Gesamtbestand an Roadstern/Cabrios weiterhin an obwohl die Verkaufszahlen etwas Anderes suggerieren.
So ist es heute bereits einfacher ein E30 Cabrio in gutem Zustand zu finden als eine Limo oder einen Touring und bei Käfern und Käfer Cabrio sieht es ähnlich aus.
 
Ein großes Problem für Roadster/Cabrioverkaufszahlen wurde hier noch nicht angesprochen,der Bestand dünnt sich wesentlich langsamer aus als der bei Alltagswagen. Die meisten Roadster sind ja 2t,bzw 3t+4t Wagen mit dementsprechend gutem Erhaltungszustand,dadurch ist die Notwendigkeit ein verbrauchtes Fahrzeug gegen ein Neues auszutauschen erheblich geringer und evtl steigt der Gesamtbestand an Roadstern/Cabrios weiterhin an obwohl die Verkaufszahlen etwas Anderes suggerieren.
So ist es heute bereits einfacher ein E30 Cabrio in gutem Zustand zu finden als eine Limo oder einen Touring und bei Käfern und Käfer Cabrio sieht es ähnlich aus.

Da hast du sicherlich nicht ganz Unrecht, aber ich glaube der Wert eines Fahrzeuges ist noch viel ausschlaggebender.
Eine teurere Reparatur bei einem „Nutzfahrzeug“ wie z.B. einem e30 Limo, der nur 1000€ wert ist, führt in den meisten Fällen zum Autoverwerter.
Dieselbe Reparatur, bei einem Cabrio, welches dann noch 2-3000€ wert ist, wird eher durchgeführt.
Hinzu kommt, dass das Cabrio eher als Hobby angesehen wird und daher gerne der Kosten-Nutzen-Faktor ausgeblendet wird und selbst völlig abgerockte Schrottkarren irgendwie am leben gehalten werden.
 
natürlich ist der roadster nicht tot:11stopz:. er kränkelt nur etwas ;)

dass auf dem roadsterhype der späten 90er irgendwann der absturz folgt, war voraussehbar. in 10 jahren wird dann sicherlich auch der SUV für tot erklärt, weil sich die automode ebenso veränderungen unterzieht wie andere dinge des lebens.

hinzu kommt die - wie ich finde - durchaus interessante these von rüdiger :12thumbsu
denn auch ich habe schon deutlich mehr kohle in meinen ollen smallblock-Z3 reingesteckt als er tatsächlich noch wert ist. roadster werden gehegt und gepflegt, oft bis zum H-kennzeichen oder bis sie endgültig auseinanderfallen :eek: :o

viele grüße
rolf
 
Zurück
Oben Unten