jetzt mal ohne Fanbrille: E89 mit Potential zum Klassiker oder doch nur Geldvernichtungsmaschine?

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zum E89, weshalb ich bei seinem Start lieber einen jungen Z4M als Nachfolger für meinen damaligen 3.0i kaufte. Freue mich aber genauso wie damals, wenn ich heute einen unterwegs oder auf Treffen sehe. Ob es ein Klassiker wird, muss die Zeit zeigen. Die Fans werden heute sagen ja, die Skeptiker werden sagen nein. Polarisiert hat er schon von Anfang an im Zett-Lager, der E89. Genauso alt ist das Thema Blechdeckel vs. Fetzendach 😄
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Einzige was ich dazu sagen kann und möchte ist, das ich den E89 absolut spitze finde und ich mich ebenfalls immer wieder freue wenn ich einen sehe. Zugegeben ich bin selbst noch nie einen gefahren, aber wenn ich nicht so versessen auf ein E86 M wäre, würde es bei mir vermutlich demnächst ein E89 werden. Der Wagen sieht geschlossen als auch offen absolut spitze aus und durch das Hardtop immer top fahrbar. Großes Lob an Juliane Blasi, die gute Frau hat einen wundervollen Wagen designt.
 
wie schnell sich ein vermeintlicher Klassiker zur Geldvernichtungsmaschine entwickeln kann, zeigt dieser Beitrag des SWR anhand einem Beispiel von Mercedes





traurig, dass selbst der Hersteller offenbar kein Interesse an der Aufklärung hatte und lieber "Ruhe in der Szene" hat... nachgedacht: klar, die verdiene Unsummen an teuren Ersatzteile für "ihre" Oldtimer. Hat der Ruf einen Schaden, herrscht Kaufzurückhaltung. Ohne Besitzerwechsel wohl nur reduzierte Teileverkäufe. Wie Herr Kienle allerdings ohne Verurteilung aus dieser Sache rauskommen will, erscheint mir fraglich. Erschreckend, dass es teilweise so offen vor laufender Kamera gesprochen hat.
 
wie schnell sich ein vermeintlicher Klassiker zur Geldvernichtungsmaschine entwickeln kann, zeigt dieser Beitrag des SWR anhand einem Beispiel von Mercedes





traurig, dass selbst der Hersteller offenbar kein Interesse an der Aufklärung hatte und lieber "Ruhe in der Szene" hat... nachgedacht: klar, die verdiene Unsummen an teuren Ersatzteile für "ihre" Oldtimer. Hat der Ruf einen Schaden, herrscht Kaufzurückhaltung. Ohne Besitzerwechsel wohl nur reduzierte Teileverkäufe. Wie Herr Kienle allerdings ohne Verurteilung aus dieser Sache rauskommen will, erscheint mir fraglich. Erschreckend, dass es teilweise so offen vor laufender Kamera gesprochen hat.
Also den E89 jetzt mit einem 300 SL zu vergleichen ist doch etwas hochgegriffen :D
 
Stimmt, der E89 hat vermutlich einiges mehr an Fahrleistungen zu bieten als ein 300SL. ;)
 
Gemäß der Weiten des Internets definieren sich Klassiker u.a. wie folgt:
  • Lange überregionale Bekanntheit (oft auch generationsübergreifend)
  • Gewisser Traditionswert
  • Hoher Wiedererkennungswert
  • Hohe Qualität wird zugestanden
  • Innovationspotential, Neuartigkeit
Die Punkte würde ich bei einem E89 alle als erfüllt ansehen ...

Ob und inwieweit sich das dann auch irgendwann monitär bemerkbar macht, wird die Zeit zeigen. Letztendlich ist dafür das Thema "Seltenheit" relevant und dass man sich ggf. Jugenderinnerungen im gesetzten Alter (nochmals) kaufen will. Zumindest könnte die "damalige" Jugend noch Poster oder Proskepte von nem E89 haben und entsprechend "Begehrlichkeiten" in einigen Jahren / Jahrzehnten entwickeln. Bei den volldigitalen Vertrieb mag das dann fehlen.
 
... ohne Fanbrille. Ist hier schon eine Herausforderung. Viele hier sehen ihren BMW doch sehr durch eben diese Fanbrille.

Ich sehe mich da etwas anders. Ich mochte BMW nie wirklich, mir waren die Autos (3er) zu eng, zu langweilig (1er) oder schlicht zu teuer.
Den E89 haben wir gekauft nicht weil er ein BMW ist sondern trotz dem das er ein BMW ist. ;)

Aber ganz klar: meiner Meinung nach hat er das Zeug zum Klassiker.
1. Eben weil er anders ist. Das Blechdach macht ihn in der Roadsterreihe von BMW besonders.
2. Das Design funktioniert auch nach 10 Jahren noch sehr gut und es wird auch in 20 Jahren nicht als abstoßend oder hässlich rüber kommen.
3. Ich finde die 6 Zylinder überbewertet, aber gerade diese werden ihn immer wieder etwas besonderer machen als z.B. einen MX5.
4. Es gibt gar nicht so viele davon - natürlich ist ein E89 kein seltenes Auto, aber irgendetwas um die 40.000 Bestandsfahrzeuge in Deutschland ist jetzt auch nicht so viel. Zumal es zur Zeit noch viele E89 gibt die durch gebraucht verbraucht werden. Es werden also Jährlich weniger.
5. Als Klassiker ist es unerheblich ob z.B. das Fahrwerk nicht für gute Rundenzeiten taugt, oder ob Kabel brüchig werden. Technische Probleme oder Macken haben doch die meisten Klassiker.

Das Einzige was er nicht hat ist einen besonders großen Bekanntheitsgrad oder ein besonderes Image. Es gibt keine Prominenten oder Storys die man mit dem E89 verbindet. Keine Rennerfolge oder Skandale.
Diese Dinge sorgen dafür das er bezahlbar bleiben wird und sicher keine besondere Wertanlage darstellen wird. Für einen guten E89 wird man aber wahrscheinlich auch in 20 Jahren immer noch einen Liebhaber finden.

Aktuell überlegen wir unseren E89 noch ein paar Jahre als Alltagsauto zu missbrauchen.
Wenn dieser dann "durch" ist (in maximal 4 Jahren) könnte es als Liebhaber Auto wieder ein E89 werden, der dann aber nur noch als Spaßauto bewegt werden wird. Dann würde ich wegen des Werterhaltes jedoch in aller Ruhe nach einem gepflegten 6 Zylinder in einer möglichst schönen Ausstattung, am besten in einer seltenen Farbkombination suchen. Weil er dann eben das Zeug zum Klassiker hat.

Zur Zeit geht es aus verschiedenen Gründen nicht ein Auto in die Garage zu stellen und nur selten zu nutzen, ganz einfach weil keine Garage frei ist.
 
3. Ich finde die 6 Zylinder überbewertet, .
Er hat Jehova gesagt!!!! :D

Ich glaube noch jeder halbwegs analoge Zweisitzer, der nicht komplett mit Technik vollgestopft ist wird noch ein Klassiker für bestimmte Zielgruppen und damit wertstabil bleiben. Wir reden hier ja von Fahrzeugtypen, die dann letztendlich ausgestorben sind und vom Bestand zusätzlich schwinden. Beim E89 spricht für mich auch absolut das Design dafür, welches ich als sehr zeitlos einstufen würde. Wirkt immer noch frisch und dabei weitaus eleganter und schlanker als ein doch recht dicker G29 mit SLK Gürtellinie.
Der E89 eckt dabei auch nicht so an wie ein Z3 Coupe z.B., welches ja trotz recht eingeschränktem Interessenskreis mittlerweile oft als Klassiker bezeichnet wird.
Zudem ist es ja fraglich, wieviele (E-) Roadster in den nächsten Jahren überhaupt nachkommen. Und dann bleibt es auf dem Youngtimer Markt auch sehr überschaubar, wenn ein 6-Ender gewollt ist noch mehr. Also ich bleibe mittlerweile gern bei einem E89 stehen und schau ihn mir an. An jeder Ecke stehen die ja auch nicht gerade.
 
Dann warten wir doch einfach mal ab wie die Entwicklung in den nächsten 10 bis 15 Jahren sein wird.

Zumindest habe ich schon mal ein seltenes Exemplar in Bezug auf Farb/Motor Kombination, dazu in 1.Hd mit derzeit 45.553km und bald 10 Jahre alt.

BMW Z4 sDrive35is LAB44 Valencia Orange weltweit 264 Stück
BMW Z4 sDrive35is LAB44 Valencia Orange Deutschland 73 Stück"
 
Mir ist es egal ob der E89 ein Klassiker wird, oder nicht. Für mich waren beide E 89 schöne und gute Autos.
Aber auch der G 29 ist ein Fz das sehr viel Spaß macht und problemlos seine Dienste verrichtet.
Ob das mal ein Klassiker werden wird, kann ich nicht beurteilen, das müssen dann meine Enkel machen 😉😄
 
Die Frage aller Fragen ist ja nicht wirklich, ob es ein Klassiker ist / wird, sondern ob jemand absolut überzogen und niemals nicht gerechtfertigte Preise dafür bezahlen wird. Der Invest in einen Klassiker macht ja nur dann Sinn, wenn es jemanden auf der anderen Seite des Tisches gibt, der in ihm ein Sammlerstück mit besonderem Wert sieht.
Wer hat denn zuerst gesagt, dass ein SL Flügeltürer ein Sammlerstück von diesem exorbitanten Wert ist? Ein Mann lernt Karosseriebauer bei MB, macht sich irgendwann selbstständig und nennt sich gleich kurz darauf Sachverständiger. Jeder kann sich ab morgen Sachverständiger nennen, wenn er nur "halbwegs" auf irgendeinem Gebiet überdurchschnittlich viel Wissen hat. Wie man sieht: funktioniert sogar, wenn man(n) das Wissen vielleicht mehrheitlich in Lügen und Betrug und Verschleierung hat.

Und nun ein gutes Beispiel: der Z8! Wer hat diesen zum unbezahlbaren Klassiker gemacht, für den heute der doppelte Neupreis und mehr bezahlt wird? Zur Markteinführung hat das keiner geahnt und alle, die sich heute einen Audi RS6 Avant GT bestellen, spekulieren doch nur auf den kurzfristigen Wertzuwachs durch künstliche Verknappung und Verkauf nach erhalt ohne Erstzulassung. Käse.

Die Frage ist doch eher: wer hält durch und schafft es, seinen E89 solange und so gut "am Leben" zu erhalten, bis die Preise (vielleicht) durch die Decke gehen? Der bis dahin investierte Betrag wird schon außergewöhnlich hoch sein. Mit allem, außer Sprit, Versicherungen und Steuern habe ich seit Kauf in 08.2021 bereits jetzt 10187,44 EUR versteuertes Nettoeinkommen "versenkt" und es ist ja logischerweise kein Ende absehbar. Ich musste noch kein Geld in Injektoren stecken: kommt bestimmt auch bald (131000km jetzt).
 
4. Es gibt gar nicht so viele davon - natürlich ist ein E89 kein seltenes Auto, aber irgendetwas um die 40.000 Bestandsfahrzeuge in Deutschland ist jetzt auch nicht so viel.
Nicht korrekt.
 
Ich habe damals den E89 trotz sehr hohem Nachlass nicht gekauft und diese Baureihe ausgelassen. Und ich würde ihn auch heute nicht kaufen wollen darum wird er für mich auch kein Klassiker. Grundsätzlich hat er sich ja ordentlich verkauft und viele Eigner lieben den E89. Also alles im Auge des Betrachters.
 
ich glaube schon das der e89 zum Klassiker wird , wobei der unterschied auch der Motor
sein wird , ein 6 Zylinder Sauger wird beliebter sein ,
ein gutes Beispiel war mein GT , die wurden 2015-16 neu für 22.000 abverkauft ,
ich habe einen in 2023 für 19.000 gekauft ,in 2024 für 21.000 verkauft ,
ABER ein Klassiker mit Werterhalt ist fast immer Original ,egal welche Marke ,
die ganzen angebotenen GT"s in Original waren alle teurer als die verbastelten .-
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