Klimabilanz von Elektroautos mangelhaft (17.01.2012) !?

Würdet ihr jetzt trotzdem ein Elektroauto kaufen?

  • Ja sicher, einer muss ja anfangen

    Stimmen: 0 0,0%
  • nein, ist nun doch nicht sooo grün wie gedacht

    Stimmen: 4 36,4%
  • ich warte lieber noch einige Jahre

    Stimmen: 8 72,7%

  • Umfrageteilnehmer
    11

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Berlin (dpa) Wie «grün» sind Elektroautos? Eine Studie zur Klimabilanz von E-Autos hat Wirbel ausgelöst. Die «taz» berichtete, ein Gutachten des Freiburger Öko-Instituts im Auftrag des Bundesumweltministeriums komme zu dem Schluss, E-Autos seien längst nicht so klimaschützend seien wie bisher behauptet.


Stilisierter Stromstecker auf einem Elektroauto. Foto: Rolf Vennenbernd / Archiv
Im Gegenteil führe der Ausbau der Elektromobilität zu einer größeren Klimabelastung.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) reagierte mit den Worten, erst die Nutzung zusätzlicher erneuerbarer Energien bei E-Autos ermögliche eine deutlich spürbare Verringerung der CO2-Emissionen. «Eine bloße Verlagerung des CO2-Ausstoßes vom Auspuff zum Kraftwerk ist Augenwischerei», teilte Röttgen in Berlin mit.
Das Öko-Institut, das die Studie bereits Mitte Januar vorgelegt hatte, distanzierte sich von der «pauschalen Behauptung, dass Elektrofahrzeuge eine "Ökolüge" darstellten». Elektromobilität sei langfristig notwendig für den Klimaschutz und könne bereits bis zum Jahr 2030 eine wichtige Option für den klimafreundlichen Verkehr sein.
Der «entscheidende» Faktor für die Klimafreundlichkeit der Elektrofahrzeuge aber sei der Bau zusätzlicher erneuerbarer Energien. Diese Frage wiederum wird von Experten seit längerem diskutiert.
In der Studie des Instituts heißt es, im Jahr 2030 könnten auf Deutschlands Straßen bis zu sechs Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs sein. «Beziehen diese den Strom zum Fahren aus zusätzlichen erneuerbaren Energien, fahren sie emissionsfrei und können einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.» Die Millionenmarke auf dem Markt für Elektroautos könne im Szenario der Forscher im Jahr 2022 überschritten werden. Das Ziel der Bundesregierung für diese Marke ist das Jahr 2020.
Für die Frage, wie sauber E-Autos seien, sei entscheidend, welcher Strom zum Einsatz komme. Die Klimabilanz von Elektrofahrzeugen sei nur dann ausgewogen, wenn zusätzliche Kapazitäten erneuerbarer Energien in den Strommarkt gebracht werden, heißt es in der Studie. «Nur dann kann ihr Betrieb emissionsfrei erfolgen.» Im Jahr 2030 könnten Elektrofahrzeuge so rund 5,2 Millionen Tonnen CO2 vermeiden. Dies entspreche einer Minderung der Gesamtemissionen des Pkw-Verkehrs um etwa sechs Prozent bis zum Jahr 2030. Würden allerdings benzinbetriebene Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 deutlich effizienter, könnten diese allein die Treibhausgasemissionen des Pkw-Verkehrs um 25 Prozent reduzieren.
Die Bundesregierung hatte im vergangen Jahr Milliardenförderungen - vor allem bei der Batterieforschung - und Steuervergünstigungen sowie Sonderrechte für Elektroautos in Deutschland beschlossen. Damit soll das Ziel von einer Million Elektroautos bis 2020 erreicht werden. Bis 2030 soll diese Zahl auf sechs Millionen Autos steigen.
Der ADAC kommentierte am Montag, die Studie des Öko-Instituts sei «keine Überraschung». Es sei aber nicht gerechtfertigt, von einer «Elektrolüge» zu sprechen. Elektromobilität ergebe nur Sinn, wenn zusätzliche Mengen an erneuerbarer Energie in den Strommarkt eingeführt werden.
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer verwies darauf, Elektroautos seien bereits heute «deutlich klimafreundlicher» als Fahrzeuge mit Verbrennungsantrieb. In einer Versuchsreihe mit Diesel-Antrieben und rein Batterie-elektrischen Antrieben hätten sich unter Grundlage des Strom-Mixes in Deutschland des Jahres 2009 beim Elektrofahrzeug um 35 bis 70 Prozent niedrigere CO2-Werte ergeben.
Bei der Entwicklung von E-Autos gibt es Probleme - etwa bei der Reichweite, der Batterie und dem Preis. E-Autos sind bislang noch viel teurer als Fahrzeuge mit einem herkömmlichen Antrieb. Serienmäßige E-Autos sind derzeit noch rar. Die Autoindustrie setzt zudem auch auf andere alternative Antriebe wie die Brennstoffzelle.

Quelle: Pressemitteilung Öko-Institut zu Studie
 
"Eine Studie zur Klimabilanz von E-Autos hat..."

Für die Erkenntnis braucht man also eine Studie?
Wie doof muss man denn sein um zu denken, das ein E Auto keine Klimabelastung darstellt?
Solange der Strom, wofür auch immer, nicht zu 100Prozent aus regenerativen Quellen gewonnen wird ist das Augenwischerei.
Sicher ein bisschen CO2 Ersparnis ist da, aber da lohnt der Umstieg doch bei weitem nicht.
 
Bin im Punkt E-Mobil wie auch in vielen anderen Umweltbereichen skeptisch.
Wie viel Energie im Vergleich zum herkömmlichen Fahrzeug benötigt ein E-Mobil inkl. Accus in der Herstellung?
Lebensdauer und Entsorgung der Accus?
Werden für Accus wertvolle Rohstoffe durch aufwendigen Raubbau der Natur verwendet?
Wie sieht die Bilanz bei einer Leistung von mehreren 100.000km aus?
CO2 Verlagerung usw.!!

Vor einigen Jahren war das Zauberwort Biosprit.
Heute schon wieder umstritten.
Lebensmittel zu verheizen bzw. zu verfahren ist wohl auch nicht der Stein der Weisen.
Bei uns in Ösiland ist das Thema Auto u. Sprit so sehr mit Steuern belastet.Die können sich gar nicht leisten auf diverse " Strafsteuen" zu verzichten.Wenn es nur mehr E-Fahrzeuge gäbe
wäre der Staatshaushalt nicht mehr finanzierbar.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los das wir mit dem Thema Umwelt ordentlich verarscht werden.
Den Leuten ein schlechtes Gewissen machen und ordentlich abkassieren heißt die Devise.
 
"Eine Studie zur Klimabilanz von E-Autos hat..."

Für die Erkenntnis braucht man also eine Studie?
Wie doof muss man denn sein um zu denken, das ein E Auto keine Klimabelastung darstellt?
Solange der Strom, wofür auch immer, nicht zu 100Prozent aus regenerativen Quellen gewonnen wird ist das Augenwischerei.
Sicher ein bisschen CO2 Ersparnis ist da, aber da lohnt der Umstieg doch bei weitem nicht.

Das größere Problem ist noch ein ganz anderes und da ist für mich der größte Betrug am Kunden mit dem Ökofähnchen. Damit man eine anständige Bilanz ziehen kann, muß so ein Fahrzeug
über den kompletten lifecycle betrachtet werden => Vom Bau bis zur Entsorgung! Und genau das wird immer verschwiegen - der Energieaufwand bei der Herstellung von Elektromotoren, der einsatz hochgiftiger Stoffe und
den energetischen Aufwand bei deren Entsorgung kehrt man schön brav unter den Teppich. Ich bin mir sicher, allein für den zyklisch notwendigen Akkutausch, dessen Herstellung und Entsorgung, wird
die Klimabilanz (und die Umweltbelasung durch Gifte) so dramatisch schlecht ausfallen, daß die Grünen ab sofort ihre Parteibücher verbrennen könnten. Nur wahr haben will das keiner. Wir stolpern wie die Lemminge per vom Gesetzgeber verordnetem Dekret (CO2 Steuer und ähnliche "Hilfsmittel") von einem Problem ins nächste. Von der Abhängigkeit vom Öl will ich garnicht anfangen - so werden wir halt in Zukunft von den Chinesen und ihrem jetzt schon deutlich reglementieren Export von seltenen Erden und anderer Edelmetalle
abhängig, die zur Herstellung von Hochleistungsakkus benötigt werden.

Klar tun müssen wir etwas, aber so derart blind auf den Elektrozug aufzuspringen, halte ich für falsch.
 
Ist es nicht offensichtlich das versucht wird, ob ökologisch hilfreich oder nicht sei mal dahingestellt, eine Alternative zum knappen Öl zu bekommen? Und die Abhängigkeit an deren Besitzer los zu werden? ;)
 
Ist es nicht offensichtlich das versucht wird, ob ökologisch hilfreich oder nicht sei mal dahingestellt, eine Alternative zum knappen Öl zu bekommen? Und die Abhängigkeit an deren Besitzer los zu werden? ;)

aber mit der Herstellung von E-Autos (und das ganze drumrum mit dazu), da wird in der jetztigen Zeit noch mehr Öl verbraucht, als es eigentlich sollte.
Somit verknappen die E-Autos das Öl noch schneller und treiben die Preisspirale noch schneller nach oben.


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aber mit der Herstellung von E-Autos (und das ganze drumrum mit dazu), da wird in der jetztigen Zeit noch mehr Öl verbraucht, als es eigentlich sollte.
Somit verknappen die E-Autos das Öl noch schneller und treiben die Preisspirale noch schneller nach oben.
öl wird nur knapp, wenn man den interessengemeinschaften (z.b. OPEC) glaubt, denn aus dieser knappheit kann man wunderbar preise diktieren und gesetze auf den weg bringen...wer kontrolliert die angaben, die von der OPEC zum thema ölreserven gemacht werden? niemand...............1985 meldete kuwait nämlich über nacht eine veränderung der eigenen ölreserven und zwar von über +50% was in der folge zu preiseinbrüchen und das öl des nachbarn irak unverkäuflich machte und seiner wirtschaft schweren schaden zuführte...das rief dann kurze zeit später mr.hussein auf den plan dagegen etwas zu unternehmen. der rest ist diesbzgl. bekannt.

dies nur am rande, wenn man mal überlegt, was es mit diesem "öl wird knapp - lasst uns alle zusammen angst haben - gesülze auf sich hat.
 
Naja, dass die Resourcen anfossilen Energieträger endlich sind, sollte eigentlich jedem klar sein. Und wenn ich mir die die Verbrauchszahlen einzelner Industrieländer an Erdöl, Kohle und Erdgas ansehe, wird mir bei der ihrer Höhe doch etwas flau.
Sicherlich wird der Rohstoff künstlich verknappt, um den Marktpreis zu erhöhen (die Arabs sind ja schließlich nicht dämlich), aber Grund zur Sorglosigkeit ist das sicherlich nicht.

Gerade bei der derzeitigen Austellung der von unserer Energiewirtschaft genbutzten Energiequellen, wirkt sich das E-Auto sicherlich in der CO2-Bilanz nicht positiv aus. Dies geschieht aus Gründen der geringen Effektivität (mehrfache Transformation in unterschiedliche Energieformen) und, wie schon gesagt, der große ökolöogische Rucksack, den jedes Elektro-Auto trägt.
Erst wenn sich das änderet, kännte das E-Auto eine dert möglichen Antworten sein.

Allerdings ist es unabdingbar, dass die deutsche Automobilwirtschaft schon jetzt nach Alternativen forscht, denn die ausländische Konkurrenz schläft nicht.
 
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