Lauft nur schön zu Amazon

Eigentlich wollte ich zu diesem Thema nichts schreiben, weil ich der Meinung bin, dass erwachsene Menschen die Vor- und Nachteile verschiedener Bezugsquellen selber beurteilen können. Aus aktuellem Anlass gebe ich jetzt doch meinen Senf dazu ab.
Gestern war ich bei uns in der Stadt um Schuhe für unseren 3-Jährigen zu kaufen. Bei 2 inhabergeführten, alteingesessenen Läden habe ich mich umgesehen und bin auch fündig geworden. Da bei Schuhen das Risiko besteht, nicht die richtige Größe zu erwischen, erkundigte ich mich wegen der Umtauschmodalitäten. Ich fiel, ob der angebotenen Modalitäten aus allen Wolken: Rückgabe nur gegen Gutschein! Bei einem Paar, hier gab es eine Rabattaktion, ist gar kein Umtausch möglich!
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der vor Glück schreit, wenn der Postbote mit einem Schuhkarton vor der Tür steht, aber auf diese Option greife ich jetzt wohl zurück. Sehr schade, aber die Umstände zwingen schon fast dazu. Wie hoch ist denn das Risiko für den Händler, wenn er sich beim Umtausch flexibel zeigt?
Gruß,
Thomas
 
@Thom:

Meiner Meinung nach geringer als beim Onlinehandel. Beim lokalen Händler sprechen zwei Dinge gegen den Umtausch, die wohl einige "14-Tage-Rückgeber" zurückschrecken. Damit meine ich nicht die, die gelegentlich was zurückgeben, sondern die, für die das ein Hobby ist:
1. Der Weg zum Händler. Bei Amazon kann man's z.B. auf dem Weg zur Arbeit in die Packstation werfen oder direkt dem Postboten in die Hand drücken. Zum Laden muß man hinfahren, Parkplatz suchen, etc.
2. Das Gespräch. Viele Leute scheuen sich einfach davor, vernünftig in einem Gespräch zu begründen, was sie da machen. Beim Klamottenversand kreuzt man an "gefällt nicht", oder "passt nicht". Das alles fällt beim Händler ja weg. Man hat es sich vorm Kauf angesehen und anprobiert. Es kann also nur qualitätsbedingt sein. Das muß man erstmal argumentieren können. Und das persönliche Gespräch ist für viele einfach abschreckend.

Ich seh das ja bei unseren Verkaufsjungs. Wir haben ein paar wenige Privatkunden, wie die sich manchmal anstellen und was die vor sich hinbrabbeln.... :(


Da fällt mir spontan der Strombergspruch ein: "Wer Bananen verkauft, muß damit rechnen, daß auch Affen vorbeikommen". :) :-)
 
Im Internet informieren und im Handel kaufen:t
So können später wenigstens noch unsere Enkel mit ihrem Partner durch die belebten Innenstädte bummeln und nicht durch Geisterstädte.
Seht euch mal die Umsiedelorte im Braunkohletagebau an...
 
Eigentlich wollte ich zu diesem Thema nichts schreiben, weil ich der Meinung bin, dass erwachsene Menschen die Vor- und Nachteile verschiedener Bezugsquellen selber beurteilen können. Aus aktuellem Anlass gebe ich jetzt doch meinen Senf dazu ab.
Gestern war ich bei uns in der Stadt um Schuhe für unseren 3-Jährigen zu kaufen. Bei 2 inhabergeführten, alteingesessenen Läden habe ich mich umgesehen und bin auch fündig geworden. Da bei Schuhen das Risiko besteht, nicht die richtige Größe zu erwischen, erkundigte ich mich wegen der Umtauschmodalitäten. Ich fiel, ob der angebotenen Modalitäten aus allen Wolken: Rückgabe nur gegen Gutschein! Bei einem Paar, hier gab es eine Rabattaktion, ist gar kein Umtausch möglich!
Eigentlich bin ich nicht der Typ, der vor Glück schreit, wenn der Postbote mit einem Schuhkarton vor der Tür steht, aber auf diese Option greife ich jetzt wohl zurück. Sehr schade, aber die Umstände zwingen schon fast dazu. Wie hoch ist denn das Risiko für den Händler, wenn er sich beim Umtausch flexibel zeigt?
Gruß,
Thomas
wir zeigen uns da flexibel, allerdings, bereits rabbatierte ware bzw. ware die ein sonderposten sonderpreis ist etc. ist (wenn gesagt oder ausgeschrieben) vom UMTAUSCH ausgeschlossen, bitte jetzt nicht mit garantie etc verwechseln.

zu gutschein : media markt und co machen dies eben so. gutschein, KEIN geld zurück.
es steht dem händler frei ob geld zurück oder gutschein.

was ich sehr schade finde ist,das immer mehr kunden nur in die läden kommen (man hat die arbeit) und dann bestellen sie im internet, nun haben sie (kunden) ja die größe für schuhe anzug etc raus. das geschäft geht an einem vorbei aber arbeit hatte man als verkäufer auch....
 
Ich bekenne mich als Amazon Powershopper, mit Prime und einem freundlichen DHL Mann der mich fast täglich besucht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Och, vielleicht entstehen dort mal wieder bezahlbare Wohnungen :whistle:
oder es entstehen mal Innenstädte die nicht in Berlin, München, Frankfurt usw. gleich ausschauen. Kennst Du eine Einkaufszone, kennst Du alle.
Böse Zungen behaupten auch, ist fast wie bei ACDC :+ Kennst du eine Platte, kennst Du alle :)

was ich sehr schade finde ist,das immer mehr kunden nur in die läden kommen (man hat die arbeit) und dann bestellen sie im internet, nun haben sie (kunden) ja die größe für schuhe anzug etc raus. das geschäft geht an einem vorbei aber arbeit hatte man als verkäufer auch....
Ich hab mir schon oft einen Anzug gekauft, weil mir der im Laden empfohlen wurde, die mir überhaupt nicht stehen. Passt dass, jo schaut super aus...
Ne danke, jetzt bestell ich im Internet, habe ein paar Tage Zeit, und kaufe in Ruhe. Dass mag bei Euch besser sein, ist aber nur noch der Einzelfall.
 
Protest gegen Amazon – Offene Briefe aus USA und Deutschland – Netzfrauen unterstützen Protest

Auf den sich verhärtenden Kampf um Gewinnmargen des Internethändlers Amazon und die daraus resultierenden Gefahren der Monopolisierung des Buchmarktes weist die vor einer Woche ins Leben gerufene Aktion „Autorinnen und Autoren für einen fairen Buchmarkt“ mit ihrem Offenen Brief an Amazon hin.
Der Protest der Schriftsteller aus USA und Deutschland richtet sich gegen den Onlinehändler an Amazon-Gründer Jeff Bezos und Amazon-Deutschland-Chef Ralf Kleber.Dort fordern 1514 deutschsprachige Autoren “eine lebendige, ehrliche Buchkultur” und “einen fairen Buchmarkt”. Sie werfen dem Internet-Kaufhaus vor, in seinen Preis-Auseinandersetzungen mit den Verlagen vor allem in Amerika die Autorinnen und Autoren “in Beugehaft” zu nehmen.


http://netzfrauen.org/2014/08/21/pr...deutschland-netzfrauen-unterstuetzen-protest/
 
Man muss ja nicht alles als Frage formulieren, damit es beachtet wird. Die in dem Link angesprochene Einwirkung von Amazon auf den Buchmarkt ist ein wirklich bedeutsames Thema, das man jedem Menschen, der sich freien Zugang zu dem Schrifttum bewahren möchte, nur dringend nahelegen.
 
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