Lebenlänglich für Raser

Aljubo

macht Rennlizenz
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25 Oktober 2009
Hallo

Das Urteil des Berliner LG errgte aufsehen. Die beiden Raser die in Berlin einen tödlichen Unfall provoziert hatten, wurden zu lebenslanger Haft, (15 Jahre) den Entzug des Führerscheines auf Lebenszeit verurteilt.
Recht so, werden jetzt viele sagen, aber das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und ich bin mir sicher, es bleibt nicht dabei mit dem Lebenslänglich.
Das hier härtere Strafen für solche Delikte ausgesprochen werden müssen, darüber glaube ich, sind sich viele einig. Nur die Wirklichkeit sieht meist anders aus, da rasen besoffene oder zugedröhnte meist jugendliche Fahrer, mit ihren PS-starken Autos durch die Innnenstädte und wenn sie verurteilt werden, fallen sie meist unter das Jugendstrafrecht und kommen mit Arrest oder Bewährung davon.

Wenige Monate später, sind sie wieder hinterm Steuer. Aber wie heißt es so schön, es muss erst Tote geben, bis bei uns reagiert wird. Ich hoffe die Gesetztesänderung für solche Delikte, kommt schnell und zeigt auch dann ihre Wirkung.
 
Wie man sieht, benötigt man doch gar keine neuen Gesetze. Selbst wenn das Gericht nicht den Mordfall angenommen hätte, wäre das nächste darunterliegende Strafmaß maximal 10 Jahre. Ich denke, es wird nicht bei lebenslänglich bleiben. Der Versuch hart durchzugreifen und einen Präzedenzfall zu schaffen ist zwar löblich, aber an den Vorwurf Mord sind einige Hürden geknüpft. Wenn der aktuelle Strafrahmen ausgeschöpft würde, würden Täter bis zu 10 Jahren hinter Gittern sitzen womit sicher auch ein deutliches Zeichen gesetzt wäre.
 
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