Leerlaufregelventil richtig reinigen

Dr Death

macht Rennlizenz
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15 April 2008
Viele versuchen ja, ihr Leerlaufregelventil mit Tüchern und Bremsenreiniger usw. händisch zu reinigen. Das mag die Funktion verbessern, aber ideal ist das nicht. Da ich noch so ein Ventil rumliegen hatte, dachte ich mir, wenns einer Zusammengebaut hat dann kann man das auch zerlegen.

Zuerstmal entfernt man auf der Unterseite (Kunststoffdeckel) die 3 Abdeckungen der Schraubenköpfe aus Harz. Dazu nimmt man einen kleinen Schraubendreher und dreht darauf rum bis das Harz rausbröselt. Dann mit einer Nadel auf den nun sichtbaren Schraubenköpfen mittig rumstochern um die Inbusaufnahmen von dem restlichen Zeug zu befreien.
Nun schraubt man die 3 Inbusse raus, um dann mit einer Spitzzange den Deckel am Elektrostecker anzuheben/rauszuziehen. Das geht relativ schwer, aber es kommt dann eine Nut mit Dichtungsring zum Vorschein, da kann man dann mit einem Messer rundherum ansetzen und den Deckel vorsichtig weiter raushebeln.
Irgendwann mit Ziehen und Hebeln kommt dann der Motor selbst raus.
Soweit so gut, leider war es das dann mit zerlegen, der Rest ist wohl miteinander verpresst.
Aber kein Problem die Elektronik ist ja nun draußen, also ab mit dem eigentlichen Ventil ins kochende Wasserbad mit einem Geschirrspültabs. 10 Minuten kochen mit mehrmaligen Wenden und anheben (durchspülen) reichen schon das sich eine schwarze Dreckbrühe im Topf bildet. Danach einfach das Ventil abspülen, den restlichen anhaftenden Dreck mit Bremsenreiniger abspülen und mit Tuch nachwischen.
Nun Dreht sich das Ventil so leicht und einfach als wenn es neu wäre.
Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge.

P.s. Den abgebildeten großen Sprengring auszubauen bringt nix, kann also drin bleiben.

Jeder schraubt auf eigene Gefahr. Ich übernehme keine Haftung.
 

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Jack Blues

Rennlizenz erhalten
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17 Juli 2012
Standort
Wuppertal
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Wow, coole Anleitung :cool: :)

Aber den kann ich mir nicht verkneifen: Wer "ImBus" sitzt sollte auch keine Haftung übernehmen ;):p
 

Berloss

macht Rennlizenz
Mitglied seit
7 Juni 2013
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Ich stehe gerade vor dem gleichen Problem.
Der Z läuft gerade echt be..... bis gar nicht.
Hatte den steller schon mit Bremsenreiniger sauber gemacht aber das hat wohl nichts gebracht.
Der Wagen geht nach einem gasstosß sofort aus und springt nur sehr schlecht an.
Habe auch schon Nockenwellen und Kurbelwellen Sensor getauscht. Leider brachte dies keine Verbesserung.
Daher habe ich mir den leerlaufstelle noch einmal angeschaut und mit I**P angesteuert.
Das brum Geräusch im Motorraum wird lauter aber der steller bewegt sich optisch nicht.

Ist das normal, dass der steller nur Max 2mm aufgeht?
Sprich der Spalt zum durchgucken ist vielleicht 2mm.

Wäre super wenn da jemand Rückmeldung geben könnte.

Mit freundlichen Grüßen
 

Berloss

macht Rennlizenz
Mitglied seit
7 Juni 2013
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Ich wollte noch mal Rückmeldung geben.


Bei mir war der Fehler wirklich der Leerlaufsteller.


Fahrzeug: BMW Z4 E85 3.0i M54 Motor

Fehlerbild:

Fahrzeug ließ sich nicht mehr starten. Der Anlasser orgelt und man kann mit etwas gas den Motor starten. Man muss aber auf dem Gaspedal bleiben um den Motor am Leben zu halten (drehzahl muss dabei immer mindestens über 1100rmp gehalten werden). Laufen tut der Motor dabei auch nicht gut und es kann zu allen möglichen Fehlermeldungen kommen.

Bei mir wurde unter anderem Luftmassenmesser und Lambdasonden mit aufgeführt. Zudem ging die EML leuchte etc. an.

Ein Kaltstart des Motors hat gelegentlich funktioniert, jedoch säuft der Motor beim Gas geben fast ab oder nimmt nur sehr widerwillig Gas an. Sobald man vom Gaspedal geht sinkt die Drehzahl auf ca.100 rmp (man denkt der Motor ist aus schüttelt sich aber noch komisch) und fängt sich teilweise wieder im Standgas oder der Motor geht aus.


An Fahren war überhaupt nicht zu denken. Die ganzen Tests habe ich bei stehendem Fahrzeug gemacht.


Ich hatte zwar den Leerlaufsteller vorher schon einmal mit bremsen Reiniger geflutet und mit einem Pinsel gereinigt (im ausgebauten zustand natürlich), dennoch saß der Schieber so fest, dass ich den Steller komplett, wie oben im ersten Post beschreiben zerlegen musste.

Im inneren ist ein Dauermagnet der mit dem Leerlaufschieber verpresst scheint. Ich habe mit einer Spitzzange zwischen den Magneten angesetzt und so den Schieber gedreht bekommen.

Danach konnte ich diesen wirklich richtig reinigen.

Die Lösung mit dem auskochen ist also nicht so verkehrt, vor allem wenn man keine Spitzzange hat und kein Bremsenreiniger zur Hand hat. Das nächste mal würde ich auch sofort diesen Weg gehen.


Achtung: Auf keinen Fall versuchen mit einem Schraubendreher den Leerlauf- Schieber los zu bekommen oder zu bewegen. Hierbei wird der Schieber beschädigt und er kann sich nicht mehr leichtgängig bewegen! Im schlimmsten fall verkantet dieser.


Wer sich die Arbeit sparen will und Angst hat etwas kaputt zu machen:

Kosten neuer Leerlaufsteller ab ca. 135€

gebraucht ab 15€.

Nach dem ich alles gereinigt und wieder eingebaut hatte sprang der Wagen sofort an. Ich habe auch noch über I**P alle Adaptionswerte zurückgesetzt (da ich bei 165tkm noch Nockenwellen+ Kurbelwellen-Sensoren und Lambdasonden getauscht hatte. (War nicht nötig wird aber ab 165tkm empfohlen und da ich gerade dabei war ).

Das Fahrzeug fühlt sich wie neu an und die Laufruhe, vor allem im Leerlauf hat sich spürbar verbessert und beruhigt.


Hier noch ein Bild wie die Öffnung des Stellers bei mir war.

Öffnung nur noch ca 2mm


Foto 21.04.18, 12 29 31.jpg

Die Öffnung des Stellers muss über den ganzen Querschnitt frei sein.

Bei einem intakten Steller muss dieses, im ausgebauten zustand durch schüttelt erreicht werden


Foto 21.04.18, 12 29 33.jpg

Hier noch ein Viedeo wie sich ein intakter Leerlaufsteller verhalten sollte.


Gruß
 
OP
Dr Death

Dr Death

macht Rennlizenz
Mitglied seit
15 April 2008
Das auskochen funktioniert am besten und der Leerlaufsteller bewegt sich so leichtgängig wie ein neuer. So sauber bekommt man den mit Bremsenreiniger auf keinen Fall. Allerdings muss der Leerlaufsteller nach dem Trocknen unbedingt mit Öl ordentlich geschmiert werden, da es durch den Reinigertab zu Rückständen kommt die den Drehmechanismus blockieren können.
 
OP
Dr Death

Dr Death

macht Rennlizenz
Mitglied seit
15 April 2008
Ich hab heute Mal den Leerlaufsteller beim E60 ausgebaut. Dreckig war er innen nicht wirklich und mit Bremsenreiniger kam auch nicht viel Schmutz raus, deshalb hab ich ihn auch nicht ausgekocht. Er war jedoch schwergängig und wollte sich nicht so recht drehen. Hab ordentlich Bowdenzugspray reingespritzt und er wurde wieder einwandfrei gängig. Denke das funktioniert. Motor hat bis jetzt auch nichts zu meckern.
 

Berloss

macht Rennlizenz
Mitglied seit
7 Juni 2013
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 3,0i
Ich hatte es bei mir auch mit WD40 Probier hat aber leider nichts gebracht. Bei mir saß er richtig fest. Besonders dreckig war er auch nicht. Es war nur eine ca 1mm dünne Eisschicht zu erkennen.

Im Nachhinein kann ich sagen das der steller sich schon angekündigt hat. Weis ich aber jetzt auch nur weil er nicht mehr ging^^
I’m standgas ist mir aufgefallen, wenn ich einen minimalen gasstoß gegeben habe und die Drehzahl an die 1000rmp ging sich der Motor etwas geschüttelt hat/ unsauber aus geregelt hat. Habe mir erstmal nichts großes dabei gedacht. Hatte aber im Hinterkopf das es mir nicht gefällt und ich bei Zeiten vielleicht auf Fehlersuche gehe.
Ca 1000km später ging nichts mehr, jetzt weis ich das da der leerlaufsteller schon nicht mehr richtige regeln konnte.
Nach dem säubern ist dieses leichte unsaubere Regeln ( vielleicht auch verschlucken) weg.

Mal noch ne andere frage. Wenn du einen e60
Hast, könntest du vielleicht mal ein Video von Türen zu machen hochladen?
Würde mir gern die Türschlösster in meinen z einbauen.
Laut meiner Recherche passen die auch in den Z. Ich habe noch die aus 2004 und würde gern von Ravioli Dosen Geräusch auf Premium aufrüsten. Dan kann man sich den Schulterblick beim z Türschließern sparen;-)
 
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