Meine Gedanken: Neues Hobby Motorrad fahren (Rennstrecken only)

QP1999

macht Rennlizenz
Registriert
30 Mai 2007
Alter
39
Ort
NRW
Wagen
BMW Z4 e86 coupé 3,0si
Hallo zusammen,

da mich das Hobby Auto in letzter Zeit doch etwas langweilt, suche ich noch ein neues/anderes Hobby und als erstes ist mir das Motorradfahren eingefallen. Ich habe seitdem ich 18 bin einen Führerschein, bin aber auch seitdem nicht mehr gefahren.

Da mir das Fahren auf öffentlichen Straßen zu gefährlich ist und ich dann auch gerne Gas gebe und nicht der Cruiser bin, würde ich gerne ausschließlich auf Rennstrecken mit entsprechenden Auslaufzonen fahren. Ich fahre schon seit 20 Jahren Mountainbike und ich denke das hilft mir auch das Verhalten eines Motorrades einschätzen und beurteilen zu können.

Trotzdem ist Motorradfahren wieder völliges Neuland für mich.

Jetzt hoffe ich auf euren Input und stelle folgende Fragen:
  1. Wie soll ich am besten anfangen um ein Gefühl zu bekommen? Etwas kleines kaufen und erstmal auf der Straße fahren um zu gucken, ob das fahren Spaß macht? Wenn ja, was? Und für wie lange?
  2. Was wäre ein gutes Motorrad für Rennstreckentrainings? Eins mit vielen elektronischen Hilfssystem kann natürlich nicht verkehrt sein und trotzdem erstmal etwas langsames, oder? Mit Straßenzulassung wäre auch wichtig.
  3. Budget würde ich mal sagen so bis 10k

Vielen Dank fürs lesen und ich freue mich über jede(n) Rückmeldung/Tipp. :)
 
Tipp: Fahrertrainings mit Instruktor buchen. Fängt alles ganz langsam an und du wirst genau
beobachtet und korrigiert. Ohne Erfahrung beim fahren, ist jede Rennstrecke geradezu "tödlich",
auch Auslaufzonen helfen dir bei einem Highsider nichts.
MTB fahre ich auch, hilft aber eigentlich nur bei der Ausdauer, denn wenn 200 PS an der Kette
reißen, ist das doch etwas anderes als deine Beine.
Ich empfehle erstmal etwas auf der Straße zu fahren, damit du überhaupt ein Gefühl für das
Motorrad bekommst. Straßenzulassung ist okay, aber für die Renne müssen dann einige Teile
demontiert werden, was aber nicht weiter schlimm ist. Ich würde nicht mit dem Motorrad
zu einer Veranstaltung fahren, sondern mit dem Hänger, 10 Runden mit dem Instruktor und du
bis körperlich und mental am Ende ;)
Ein gebrauchtes Mopped für die Renne bekommst du ab 3 - 4000 Euro, die 10K würde
ich am Anfang nicht investieren, das Hobby wir teuer genug mit Reifen, Verschleißteilen,
Sturzschäden und Trackdays.
Empfehlung und gängige Modelle auf Rennstrecken sind
Yamaha R1/R6, Suzuki GSXR von 600 - 1000 ccm, Honda Fireblade, Kawasaki ZXR Ninja Serie ab 125 ccm,
alle gut erhältlich und dazu ein riesiger Ersatzteil- und Zubehörmarkt.
Fahr einfach einige Probe und such dir das passende nach deinem Gefühl aus.

Viel Spaß schon mal bei der Suche ;)
 
Ich bin auch lange auf der Rennstrecke gefahren, das erste mal 1999 - und das letzte mal 2015.
Bei mir war das Motorrad auch immer Straßenzugelassen, konnte man mit kurzen Umbau gleich für die Rennstrecke fertig machen ( Verkleidung / Tank ) .
Ich hab aber damit aufgehört:
1. Bin ich langsam zu alt und daher auch zu langsam dafür ;)
2. Ist das die letzen Jahre ( Trackdays wie z.b. Brünn, Pannoniaring, Slovakiaring ) extrem teuer geworden sind.
An einem WE sind da 1200,- EUR ruck-zuck verblasen, und dann hat es Dich aber dabei noch nicht mal
gewaffelt ?
 
Vom Motorradfahren versteh' ich nix, darf ich das daher mal kurz nachfragen (ggf. auch für den Fredersteller interessant)?

- Was muss denn gerenell bzw. vor Ort am Motorrad geändert werden, bevor man auf den Track fährt? Verkleidung und Tank wurden genannt, aber was bedeutet das?
- Wodurch fallen bei einem Track-WE Kosten von z. B. im Bereich 1.200,- Euro an?
 
Vom Motorradfahren versteh' ich nix, darf ich das daher mal kurz nachfragen (ggf. auch für den Fredersteller interessant)?

- Was muss denn gerenell bzw. vor Ort am Motorrad geändert werden, bevor man auf den Track fährt? Verkleidung und Tank wurden genannt, aber was bedeutet das?
- Wodurch fallen bei einem Track-WE Kosten von z. B. im Bereich 1.200,- Euro an?
Spiegel, Blinker, Kennzeichen müssen definitiv ab (wegen Schrott und Verletzungsgefahr auf der Strecke und beim Sturz)
EUR 1200,- gehen weg für das Training, Reifen, Verschleißteile, Sprit, Unterkunft.
Reifen verbrennen auf der Rennstrecke wie nichts und der Satz liegt schnell bei EUR 400,- plus x
 
NRW ist ja nicht gerade ums Eck,... hier im Schwäbischen Filderstadt-Bernhausen findest du bei Limbächer verdammt viele Mopedmarken. Neu + gebraucht. Kannst auch Probefahren, das aber besser vorab tel. klären.
 
Spiegel, Blinker, Kennzeichen müssen definitiv ab (wegen Schrott und Verletzungsgefahr auf der Strecke und beim Sturz)
EUR 1200,- gehen weg für das Training, Reifen, Verschleißteile, Sprit, Unterkunft.
Reifen verbrennen auf der Rennstrecke wie nichts und der Satz liegt schnell bei EUR 400,- plus x

Kennzeichen kannst auch drann lassen, das ist egal. Alles was "Glas" ist muss auf alle Fälle weg oder abgeklebt werden. Den Tank hab ich nur ausgetauscht, das mir der Originaltank im Falle von "Bodenkontakt" nicht kaputt geht ;)

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Warum nicht Motocross? Ist günstiger und Strecken gibt es auch wesentlich mehr....
 
Danke erstmal für euren Input. Motocross wäre auch etwas, aber dann brauche ich noch ein neues Auto, Anhänger, Führerschein usw da es keine mit Straßenzulassung gibt.

Die Frage ist eh, ob das alles als Null Plan und nicht Schrauber sinnvoll ist. Habe auch null Interesse am Schrauben, noch dazu keine Ahnung. Hab nur Spaß am fahren, am Auto kann ich mit Hilfe Kleinigkeiten auch selbst machen.

Hätte halt voll Bock mit einem Motorrad mal über Rennstrecken zu fahren. :)
 
Sehr agil, mit dem Hang zum Übernervösen, je nach Motorrad.
Bin bis jetzt einmal mit einer Ducati Hypermotard Probegefahren, die war mir viel zu fordernd, da war meine 848 Lammfromm.
Gibt es denn auch extra Trackdays für Supermotos? Ich kann mir denken das diese Bikes besser auf kleine Kurse passen.
 
Gibt es denn auch extra Trackdays für Supermotos? Ich kann mir denken das diese Bikes besser auf kleine Kurse passen.
Geesthacht (bei HH) gibt es den Heidbergring, der wäre prädestiniert dafür: Heidbergring
Ich hab da mal ein Kurventraining (Street Triple R) gemacht, war in Ordnung.
Trackdays mit dem Motorrad sind nicht meins gewesen, ich fuhr lieber in der Gegend.
 
Ich würde versuchen an der Stelle mit einem anderen Auto gegenzusteuern.
Kann man sicher versuchen und bei einigen scheint es auch zu funktionieren...........bei mir nicht.
Ich finde die Fahrzeuge und die Art der Bewegung (Fahrgefühl) einfach zu verschieden, sodass ich das Motorradfahren sehr vermissen würde.
Ein sportlicher (automobiler) Ersatz würde für mich in dem Fall sicher auch ungleich teurer werden.
 
Hallo,

leider kann ich in Deinem speziellen Fall nicht mit eigener Erfahrung dienen, da ich, beginnend mit meiner Mofa-Zeit, durchgängig auf Motorrädern unterwegs bin.
Erkundige Dich bei Veranstaltern von Trainings, ob sie überhaupt für Deinen Anspruch infrage kommen, oder bei einer Fahrschule, ob ein Kurs für Wiedereinsteiger angeboten wird. Ohne eine kundige Hand, die Dich wieder heranführt, wird es nicht gelingen, aber ob diese ersten Schritte auf der Renne gegangen werden müssen, möchte ich bezweifeln.
Zum Material: Für €3.500,- eine gebrauchte, zulassungsfähige japanische 600-er, ohne elektronischen Schnickschnack, darf auch älter sein, Leistung zweitrangig, denn auf langsamen Motorrädern lernt man das schnelle Fahren...;)
€1.500,- für Helm, Kombi, Stiefel, Handschuhe, Rückenprotektor usw, den Rest legst Du "auf Seite" für evtl. Trainings, denn da wird das Geld verbrannt. Wenn Du es engagiert angehst, wird dieser Rest aber nicht reichen...
Anreise auf eigener Achse: Gar nicht erst dran denken, also Transporter oder Anhänger! Entsprechendes Zugfahrzeug vorhanden? Urlaubsplanung beachten, da die Trainings fast immer unter der Woche stattfinden, Nenngeld, Boxenmiete, Hotel, Montageständer, Transponder, Reifenwärmer, zweiter Rädersatz, Federelemente, Sturzteile wie Lenkerhälften, Hand-und Fußhebel, Verkleidungsscheibe usw (immer dabei haben), Reifen, Bremse, um nur einige Posten zu nennen.
Emotionale Rückschläge einplanen: 2-Tage Training, lange im Voraus geplant und bezahlt, dann """" es 48 Stunden durch. Karre läuft wie ein Sack Nüsse, du bekommst kein set-up hin. Stillstand in Deiner fahrerischen Entwicklung, Verkrampfen, Resignieren. Sturz z.B. mit Bruch der führenden Hand: Gute Heimfahrt, aber nicht mal das Material kannst du mehr allein verladen!
Das alles als Zukunftsmusik, zuerst solltest Du aber ein paar Probefahrten auf entsprechenden Maschinen machen, dann mit dem passenden Material und einem guten Lehrer auf der Straße beginnen.

Gruß
 
Stimme den vorherigen Antworten teilweise zu. Günstige 600er kaufen, durchaus vielleicht auch was aus den 90zigern für unter 1000€ und erstmal eine Saison auf der Straße antesten, ob du überhaupt wirklich Bock hast und dir zutraust annähernd zügig zu fahren. Wenn der Gummi vorne anfängt zu krümmeln ist schon mal nicht schlecht. Sicherheitskleidung kannste dann erstmal was günstiges aber vernünftiges holen. Restposten, Textil, Gebraucht, wie auch immer. Solltest du dann merken, ne ist doch nix, selbst die 16 jährigen mit ihren 125er überholen dich außen in der Kurve, Frust, Angst, wie auch immer, dann ist der finanzielle Verlust nicht so groß.

Das Ding ist, aufgrund deiner Erzählungen nehme ich an du hast noch nie so richtig das Kabel gespannt, aka die Zeitmaschine angeworfen. Das ist im Vergleich zur Juckelei in der Fahrschule eine völlig andere Welt. Bin das erste Jahr ne 600 FZR gefahren mit 98 PS. Solange man im moderaten Drehzahlbereich war, fuhr sich das relativ entspannt und berechenbar. Ab 10.000 U/min kam dann aber plötzlich der eigentlich Arbeitsbereich und ich sag mal so, es war ne Mischung aus Wahnsinnig gewordenem Lachen und in die Hose kacken. Jedenfalls die ersten paar Wochen. Bin dann in der 2. Saison auf Ducati 1098 umgestiegen mit 154?PS. Viel zu viel Leistung, aber geil :) :-) 200+PS Moppeds jucken mich überhaupt nicht mehr. Die Duc geht schon in 8 Sekunden auf 200 und man ist ständig zu schnell, ungewollt. Zum Vergleich, ein GT2 RS ist in etwa gleichschnell. Autos unter 500PS sind Spielzeug 8-)

Thema Rennstrecke. Gefühlt ist die Reihenfolge definitiv anders herum. Erstmal 20 Jahre Erfahrung auf der Straße sammeln, dann 40+ Jahre alt sein und finanziell etwas besser da stehen, im öffentlichen Verkehr sich nur noch langweilen, mit einem Bein ständig im Knast stehen, dann mit Rennstrecke anfangen und im öffentlichen Verkehr nicht mehr fahren. Ausnahmen gibt es natürlich. Aber bei den Kosten pro Wochenende/Event die oben ja bereits geschätzt wurden, kann man sich ausmalen, dass das auf Dauer nix ist für nen 20ig jährigen. Es gibt auch kostengünstige Events, aber ein paar hunderter ist man immer los. Als Anfänger kann man durchaus auch erstmal mit normalen Straßenreifen auf die Renne. Die modernen Sportreifen können das schon ganz gut ab.

Deine Einschätzung zu der Gefährlichkeit im öffentlichen Verkehr ist prinzipiell nicht verkehrt. Einige Dinge kann man leider nicht beeinflussen, wie z.B. Bäume und Leitplanken. Andere Faktoren sind aber von einem selbst zu beeinflussen. Ich persönlich stelle als Beifahrer in Autos von anderen immer wieder fest, wie erschreckend wenig der durchschnittliche Autofahrer Situationen antizipiert. Da wird häufig unnötig fest und erschrocken gebremst, ob wohl man Situationen viel entspannter hätte lösen können. Beispiel: Ich sehe an einer Parkplatzausfahrt jemanden stehen und habe irgendwie dieses 100% Gefühl in mir, okay, das ist ne hohle Nuss. Besser Fuß von Gas und Bremse vorspannen. Was passiert, der Kollege zieht raus, ohne zu gucken. Ich sehe das in diesem Moment quasi in Zeitlupe, wie der Ochse nur nach rechts guckt und einfach völlig schmerzbefreit losrollt. Als Autofahrer kann ich die Situation vielleicht noch retten, als Motorradfahrer nicht mehr. Außer ich habe das vorher antizipiert. Gleiches gilt für entgegenkommenden Linksabbiegende Scheintote, Hobby Rennfahrer Daddys die deine Spur zu 50% mitbenutzen, weil sie eben nur denken sie könnten fahren, aber eigentlich nix drauf haben, usw. und sofort.
 
Zuletzt bearbeitet:
.......also ich freue mich immer wenn es "Nachwuchs" im Bereich Motoradfahren gibt aber deine Planung ist eher unvernünftig!!!!

Ich habe mein erstes Rennstreckentraining (natürlich organisiert und mit Instructor) nach 15 Jahren Motorrad-Erfahrung gebucht.
Sich ein Motorrad zu kaufen und damit ohne Erfahrung auf einer Rennstrecke zu fahren ist einfach nur gefährlich.
Ich würde an deiner Stelle erst einmal wieder anfangen Motorrad zu fahren und Spaß dabei zu haben:thumbsup:, dann kannst du nach einiger Zeit entscheiden ob du das Rennstreckenfahren überhaupt brauchst
 
Hallo,

bei KM-Training bin ich auch mal gefahren. Nette, gemütliche Truppe ohne Messer zwischen den Zähnen...
Kontaktiere die mal, vllt. etwas für Dein Wunschprofil!

Gruß
 
Vom Motorradfahren versteh' ich nix, darf ich das daher mal kurz nachfragen (ggf. auch für den Fredersteller interessant)?

- Was muss denn gerenell bzw. vor Ort am Motorrad geändert werden, bevor man auf den Track fährt? Verkleidung und Tank wurden genannt, aber was bedeutet das?
- Wodurch fallen bei einem Track-WE Kosten von z. B. im Bereich 1.200,- Euro an?
Das ist auf 4 Rädern doch nicht anders?

Ein open Pitlane Trackday in Spa kostet mittlerweile 600€. Reifen und Benzin kosten nochmal +- 600.

Mir wäre das Motorradfahren auch auf der Rennstrecke zu gefährlich. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
 
Das ist auf 4 Rädern doch nicht anders? ...
Geht so. Man muss zumindest vor Ort nicht zwingend Teile demontieren. Und 1.200,- Euro für ein Track-Wochenende erschienen (mir) hoch. Aber mit Hotel ist‘s natürlich nachvollziehbar. Wobei die von dir genannten 600,- Euro für Benzin m. E. wiederum stattlich hoch sind. So viel schaffe ich auf vier Rädern jedenfalls nicht an einem Wochenende - auch nicht mit über 6 Litern Hubraum. :whistle:

Mir wird manchmal etwas mulmig, wenn gleichzeitig mit den Autos die Motorräder auf der Strecke sind. :unsure: Bei guten Fahrern ist das kaum ein Problem, aber bei weniger erfahrenen Fahrern muss mal als Autofahrer höllisch aufmerksam sein. Als Motorradfahrer würde ich mir so etwas vermutlich gar nicht erst antun.
 
Ich würde niemals zusammen mit Motorradfahrer auf eine Rennstrecke, das kann nicht gut gehen. Deshalb habe ich auch aufgehört an Touristenfahrten teilzunehmen.
 
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