Der Kandidat hat 100 Punkte! :)
Wichtig scheint mir vor allem folgendes:
Wer eine permanente kommunikative Insuffizienz eliminieren will, um selbst eine restriktive Entkulturation zu verhindern, und vice versa die emotionale Internalisierung präformiert, sollte auf eine eigene utilitäre Eloquenz quasi als Conditio sine qua non rekurrieren und insolente Insimulationen negieren, die ohnehin nur affektlabile Loquazitäten induzieren.
Gruß
Kai
Das erinnert mich an deutsche Philosophen. Sowas las mal einer meiner mit Mitmaturanden (dt: Mitabiturienten) ... da gabs Saetze ueber ganze Seiten hinweg mit einer Unmenge an Kommata. Dort geb ich dann auch auf.Wer mal viel Kant gelesen hat, weiss, was ich meine. Es reichen aber durchaus auch schon kurze Sachen:
„Praktische Grundsätze sind Sätze, welche eine allgemeine Bestimmung des Willens enthalten, die mehrere praktische Regeln unter sich hat. Sie sind subjektiv oder Maximen, wenn die Bedingung nur als für den Willen des Subjekts gültig von ihm angesehen wird; objektiv aber, oder praktische Gesetze, wenn jene als objektiv, d.i. für den Willen jedes vernünftigen Wesens gültig erkannt wird.“
oder
„Ich nenne alle subjektiven Grundsätze, die nicht von der Beschaffenheit des Objekts, sondern dem Interesse der Vernunft, in Ansehung einer gewissen möglichen Vollkommenheit der Erkenntnis des Objekts, hergenommen sind, M a x i m e n der Vernunft.“
Da gibts dann fuer den, der das nicht sofort verstand, noch erlaeuternde Grafiken:
Oder zB Platon:
„Und da das Sein und das Verschiedene durch alles und auch durch einander hindurch gehen: so wird nun das Verschiedene als an dem Seienden Anteil habend freilich sein vermöge dieses Anteils, nicht aber jenes, woran es Anteil hat, sondern verschieden; als verschieden aber von dem Seienden seiend ist es aber offensichtlich ganz notwendig nichtseiendes Sein. Wiederum nun das Seiende, als am Verschiedenen Anteil habend, ist ja verschieden von allen anderen Gattungen, und von ihnen insgesamt verschieden ist es ja eine jede von ihnen nicht, noch auch alle anderen insgesamt, sondern nur es selbst.“
oder
„Ich sage also, was nur irgendeine Wirkkraft (
dynamis) besitzt, es sei denn ‚von Natur irgendetwas anderes zu tun‘ (poiein) oder wenn auch nur das geringste vom unbedeutendsten zu erleiden - und wäre es auch nur ein einziges mal -, alles in exakter Weise sei (
ontus einai); denn ich setze als Definition (Grenze), um das Seiende in seinem Sein abzugrenzen, nichts anderes als Wirkkraft.“
Jetzt stelle man sich sowas einfach in einem Satz mit 30 Kommata vor, der 100 zeilen lang ist oder so. Da sag ich dann gerne mal "Nein, Danke." zur Kultur. Moege der Herr dieses Geschwurbel nehmen und die 16-Tonnen-Presse damit bespassen.