AW: Neuer Störfall im AKW?
Grundsätzlich wird man wohl erst in einigen Jahren erkennen, was man mit der Aufgabe der nuklearen Stromerzeugung (speziell in Deutschland und Österreich) dem Klimaschutz für einen Bärendienst erwiesen hat.
Es gibt einen Unterschied zur Energiegewinnung aus fossillen Brennstoffen:
während der Klimawandel langsam und nicht grundsätzlich schädlich (fast natürlich) weiter geht, ist es im Falle eines Gaus ein plötzliches, für
alles Leben (nicht nur den Eisbären) bedrohliches, andauerndes Schadensereignis.
Gerade wir BMW Fahrer müssten doch am besten wissen, dass es trotz aller ingenieurstechnischen Anstrengungen immer wieder unerklärliche, nicht erwartete Störungen geben wird (Blinken beim Abstellen, klebrige Lenkung, Ausfall Ablendlicht bei Kälte...)

. Der Schaden eines falsch installierten Transformators wird bei einem Kohlekraftwerk selbst mit größter Fantasie nur die unmittelbare Umgebung betreffen.
Mich schreckt bei den Genehmigungen für AKWs schon allein das Wort "meldepflichtige" Störfälle auf.
Melden die ohne Pflicht keine Störungen?
Wer definiert das situativ, ob´s wieder mal so weit war?
Wieviele Störungen gab es wohl, wenn man außer den 300 meldepflichtigen im Falle Krümmels auch noch die nicht meldepflichtigen dazu zählt?
Haben die in Harrisburg, Sallerfield und Tschernobyl nicht mindestens noch 24 Stunden behauptet, es habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden?
Wie kann man nach akribischster Überwachung 20 Jahre brauchen, bis man feststellt, dass ein wichtiges, der Sicherheit dienendes Teil (Teilentladungsmessung) versehentlich gar nicht verbaut wurde?
Selbst staatlichen Stellen dürfte es peinlich sein, menschliches Versagen zu melden. Irgendeiner wird dafür die Verantwortung tragen müssen...
Terrorismus und Endlagerung bzw. Transporte sind in dieses Schreckensszenario noch gar nicht einbezogen.
Grüße
Oliver