Neuer Twinturbo Vierzylinder mit bis zu 300PS+

AW: Neuer Twinturbo Vierzylinder mit bis zu 300PS+

Leicht ist immer besser als träge, nur welcher Hersteller baut denn träge Reihensechser?
Im Detail wirkt zudem oft der Turbo träge, vor allem wenn man spontan Gas gibt und die Maschine reagiert nicht sofort, obwohl man im richtigen Gang ist.

"Leicht" und "träge" bezog sich auf das komplette Fahrzeug, nicht auf den Motor an sich, deswegen auch die Bezugnahme auf Lotus, die vor dem Hintergrund der Sportlichkeit sicher als Beispiel dienen können. Ich habe bei dem TT/TTS mit DSG, wenn er "auf Zug" gefahren wird, keine Probleme mit einem zögerlichen Ansprechverhalten gehabt.

Das sollte man nicht so verallgemeinern, als wären DSG-Kritiker vorurteilbeladen und ohne praktische Erfahrung.
Bei mir selbst war es umgekehrt. Ich hatte mich auf das DSG gefreut, es sogar 2 Bekannten bei der Neuwagenbestellung nahegelegt, als es gerade auf den Markt kam, und war dann vom Ergebnis enttäuscht. Die beiden sind immerhin glücklich damit.

Unter welchem Gesichtspunkt bist Du mit dem DSG unglücklich und Deine Bekannten glücklich?

Ich habe gerne beide Hände am Lenkrad, wenn ich Alpenpässe flott fahre. Wer schon mal mit dem M3 und DKG in den Bergen unterwegs war wird mich verstehen. DKG war aber nicht das Thema hier, ich hatte es nur als Beispiel angeführt.

Wenn gehts um Verbrauch gg. klassische Tugenden, aber die Fahrdynamik alleine ist für einen Großteil der Käufer sekundär und für Autoliebhaber auch nicht alles. Gerade die Stoppuhr ist nämlich nicht der Zugang, der ein Auto emtional über einen besonders gründlichen Geschirrspühler erhebt.

Ich habe es schon häufiger geschrieben, ich fand den E85 noch nie emotional anregend. Auch kann ich mit den von Dir zitierten "Klassischen Tugenden"(?) nichts anfangen. Kaufentscheidend war für mich, dass der E85 das beste Paket aus Hinterradantrieb und Querdynamik bot, mehr nicht. So hat jeder seine Sicht auf die Dinge, und sei es durch eine Stoppuhr.

Der wirtschaftliche Erfolg gibt dem VW Konzern mit den 2 Liter Turbomotoren bezogen auf eine breite Käuferschicht Recht.
 
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Naja, ich sehe Turbomotoren hinsichtlich ihrer Dynamik als technischen Rückschritt an. ...
Ein Reihensechszylinder ist aber auch nicht gerade die neueste Entwicklung, oder?

Und ganz ehrlich: Mir ist der Verbauch nicht so wichtig, als dass ich die mit der "neuen Motorentechnologie" einhergehenden Nachteile inkauf nehmen möchte.
Hier stellt sich die Frage welche Nachteile die neue Technologie mit sich bringt. Vor allem im Vergleich zu den Nachteilen der klassischen R6. Hier ist es ganz klar subjektives Empfinden, was für einen wichtig ist und was nicht. Mir ist der Verbrauch auch nicht so wichtig. Aber mich wurmt immer noch, dass mich der R4T im E200CGI abgehängt hat. Ist zwar Schw***vergleich, aber Freude am Fahren durch den achso tollen R6 ist da leider nicht aufgekommen. Mir ist ausserdem egal, ob der Motor 200tkm, 300tkm oder gar noch mehr hält. Für 200tkm brauch ich geschätzt 20 Jahre, da ist die Ersatzteilversorgung auch schon für den restlichen Wagen eingestellt.

Auch wenn mir ein BMW-Verkäufer vor 3 Monaten gesagt hat, dass im aktuellen 5er kein aufgeladener 4-Zylinder Benzinturbo kommt, ich glaube trotzdem das so ein Motor kommt. Und es wird genug Leute geben, die sich diesen Motor kaufen werden. Audi hat im TT auch schon den (zugegeben schlechten) V6 rausgeschmissen und im S4/5 zwei Zylinder gestrichen. Mercedes hat in die S-Klasse einen 4-Zylinder Diesel eingebaut. Selbst die M-Gmbh hat den 10 Zylindern den Rücken gekehrt. Genauso wird die AG auch downsizing betreiben (müssen).
Es wird immer Nischenfahrzeuge geben, in den klassische Motoren (R6) ihren Sinn haben, so z.B. im Z4. Aber bei gut gekapselten Fahrzeugen, wie z.B. 5er, wird es kaum einen Unterschied machen, ob R4T oder R6 oder oder oder. Die meisten werden den Unterschied in der Laufruhe kaum merken, wohl aber den Turbopunch.
 
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@T6666

Leicht/träge - Mißverständnis. Wobei die Karosserien, wo der R6 typisch und passend werkelt, auch alles andere als träge sind im Klassenvergleich. Lotus ist freilich eine Vergleichsplattformen der ganz anderen Art, aber bietet eben auch nicht den Alltagsanspruch. :/

Unter welchem Gesichtspunkt bist Du mit dem DSG unglücklich und Deine Bekannten glücklich?

Ich empfinde den Schaltvorgang als sehr hektisch. Es fühlt sich einfach surreal und künstlich an. Beim Schalter hat man durch das Schalten und das Spiel mit der Kupplung sowieso einen Bezug zum Fahrzeug. Beim Wandler ist alles sehr entspannt, aber auf eigene Weise "spaßig" von der Geräuschkulisse: Wenn der Motor heult und vom Getriebe Leistung geschluckt wird, ist der Motorspruch auch dann sehr präsent, wenn man nicht schon im schwer strafbaren Bereich ist.
Beim DSG schaltet es blitzschnell und ständig, was für mich alleine fürs Gehör ein sehr unharmonisches Bild ergibt. Besonders beim Beschleunigen.
Für die Rennstrecke sicherlich ein Gewinn, aber beim Auto genießen geht mir da zu viel verloren.

Warum sind die beiden glücklich? Weil der eine denkt, daß das DSG seinen Golf zum Sportwagen adelt mit den Wippen. Und der andere erfreut sich nach meinem Eindruck primär an der Automatikfunktion und an dem niedrigeren Verbrauch (wobei das ist rein subj. und hat nicht zwanghaft mit dem DSG zu tun, denn er hat keinen Verbrauchsvergleich mit demselben Wagen).

Auch kann ich mit den von Dir zitierten "Klassischen Tugenden"(?) nichts anfangen.

Mit klassischen Tugenden meine ich das, was außerhalb von Krisenstimmung und scheinbarem Umweltbewußtsein an Autos als Affektionsobjekt geschätzt wurde. Leistung, Hubraum, Klang, aufregende Optik, von mir aus auch Tauglichkeit als Statussymbol, usw. Sprich all das, was Kinder vergangener Generationen dazu veranlaßt hat, sich Poster von Autos ins Zimmer zu hängen. ;)
Auf den E85 war das aber nicht bezogen, sondern allgemein auf R6 vs

Kaufentscheidend war für mich, dass der E85 das beste Paket aus Hinterradantrieb und Querdynamik bot, mehr nicht. So hat jeder seine Sicht auf die Dinge, und sei es durch eine Stoppuhr.
Der wirtschaftliche Erfolg gibt dem VW Konzern mit den 2 Liter Turbomotoren bezogen auf eine breite Käuferschicht Recht.

Die Frage ist, ob wir von unseren Vorlieben oder dem Markt sprechen.
Denn was der Markt schluckt oder was am Markt erfolgreich ist, muß für eine Neigungsgruppe "Sportwagen" noch lange nicht akzeptabel sein.

Ich hab Dich so verstanden, daß Du einem aufgeladenen R4 große Marktchancen ausrechnest - auch in der Käufergruppe der gesteigert Autointeressierten; also denen, die einen besseren Klang und sonstige Meriten überhaupt wahrnehmen und wg. eines Leistungsanstieg bereitwillig auf diese verzichten und umsteigen.
Ich zweifle nur letzteres an und denke eher, daß es denen, die trotzdem zugreifen, größtenteils vollkommen egal oder auch unbekannt ist, wie der Wagen zu seiner Leistung kommt bzw "das andere" gar nicht kennen.

Das Hauptargument für einen erstarkten kleinhubigen R4 auf dem Markt (mit ein paar Ausreißern, eh kloar) dürfte eben doch nur der (scheinbar) geringere Verbrauch sein und nicht irgendwelche (scheinbaren) Leistungsvorteile. Vor Jahren hat mich ein 3er Fahrer auf der Tankstelle gefragt, wieso mein Auto so leise ist. Ich dachte zunächst, er sei aus der Tuningecke und sagte ihm, weil er Serie ist. Stellte sich heraus, er hatte einen Diesel-3er und war wirklich verwundert darüber, daß seiner so viel rauher klingt. Vermutlich hat man ihm ebenso wie bei einem Verkaufsgespräch, bei dem ich dabei war, erzählt, daß "da praktisch eh kein Unterschied mehr ist zum Benziner, aber natürlich viel geringerer Verbrauch". Und auf ähnliche Weise werden dann die tollen neuen R4 Turbos auch in den Markt gepreßt und die Leute kaufen es. Aber nicht, weil es besser wäre oder echte Vorteile hätte.

Was unsere persönlichen Vorlieben angeht, ist das ein eigenes Kapitel. Wobei Dir beim Kauf sicher auch aufgefallen ist, wie einzigartig und toll Dein neues Auto aussieht. ;)

Gruß,
Marius
 
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Mir ist die Anzahl der Zylinder völlig egal,

Wenn sie dann mal selber mit einem Direktkupplungsgetriebe gefahren sind ändern sie ihre Meinung.

Wenn das Gesamtpaket stimmt, weint man dem schönen Klang, von dem man sich fahrdynamisch nichts kaufen kann, keine Träne mehr nach. Jede Zeit hat ihre eigenen Helden.

Sascha

Das sind ja mal interessante Feststellungen. Komischerweise treffen sie z. Bsp. auf mich überhaupt nicht zu.

1. Mir ist die Anzahl der Zylinder eben nicht egal. Das war für mich u.a. ein Kaufargument für den Z4 (und sprach z. Bsp. gegen den TT)

2. Ein DKG, welches ich schon mehrmals ausprobiert habe, empfinde ich als gähnend langweilig. :T Für mich käme nur ein Handschalter in Frage!

3. Ich würde den Klang eines tollen R6 auf jeden Fall vermissen und sehe ein kleines aufgeladenes Turbomotörchen bestimmt nicht als adäquaten Ersatz an. b:

Soviel dazu.....

Es mag natürlich Leute geben, die das anders sehen. Aber Du solltest Deine Aussagen hier nicht so verallgemeinern.

Gruß,
Jochen
 
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