Neues Öl von Castrol: "Supercar" - Nachfolger für das TWS?

Normal sind ja 90 °C, selten komme ich über 100 °C und eine kurze Spitze mit vielleicht 110 gab's mal im Sommer aufm Track. Wenn ich sehe was meine Bekannten so im 1er für Temperaturen fahren oder auch im e89 ist der S54 regelrecht "kalt" dagegen. Da sind 100-120 teilweise Standard ohne groß rumzuheizen. Hab jetzt auch die 3. Füllung Supercar drin und kann keinen Unterschied zum TWS feststellen. Ölverbrauch hatte ich in dem Wagen eh noch nie.
S54 im E89?
 
Gibt es hier inzwischen weitere Erfahrungen mit dem Supercar Titanium FST 10W-60 von Castrol?

Ich möchte meinem Z4 erstmal direkt einen Ölwechsel spendieren.
 
Normal sind ja 90 °C, selten komme ich über 100 °C und eine kurze Spitze mit vielleicht 110 gab's mal im Sommer aufm Track. Wenn ich sehe was meine Bekannten so im 1er für Temperaturen fahren oder auch im e89, ist der S54 regelrecht "kalt" dagegen. Da sind 100-120 teilweise Standard ohne groß rumzuheizen. Hab jetzt auch die 3. Füllung Supercar drin und kann keinen Unterschied zum TWS feststellen. Ölverbrauch hatte ich in dem Wagen eh noch nie.


Mein alter US Zetti hatte 110° Betriebstemperatur ......so viel dazu
 
Da bei meinem Zetti wieder ein Ölwechsel ansteht, ist mir bei der Preisrecherche aufgefallen, dass es offenbar einen Nachfolger für das Castrol 10w60 Supercar Titanium FST gibt.
Es heißt nun Supercar Fluid Titanium.
Weiß jemand ob es sich nur um eine Namensänderung oder um ein neues Öl handelt?
 
Klingt zumindest nach guter Gesellschaft:
  • Zugelassen für BMW M-Modelle.
  • Zugelassen zur Verwendung in Koenigsegg Motoren.
  • Geeignet zur Verwendung in Aston Martin V8 Vantage S, Audi R8 V10 GT, Bugatti Chiron, Bugatti Veyron, Ferrari F12 Berlinetta und Ferrari FF.
 
Ich hab das Castrol Supercar Fluid Titanium 10W60 vorgestern auch eingefüllt ;)

Soll wohl laufen, wenn dieses "Fett" auch in Koenigsegg-Motoren oder Bugatti Veyron und Cheron gekippt werden soll.
Denn ich bin mir sicher.... dessen Lagerschalen würde sich freuen, wenn sie im Vergleich nur so viel aufm Schädel bekommen würden wie die des S54 :D
Und die Zylinder/Kolben der hochdrehenden Ferraries ebenfalls.


Deshlab,....dass wird schon passen ;)

Mich wundert es ja nur, dass das Öl bei solchen Luxusboliden keine Preise von über 100 Euro pro Liter hat :D Das meine ich ernst... Würde ich meinen Bugatti zum Service bringen und auf der Rechnung sehen, dass der Zündkerzen wechsel mehrere 1000Euros gekostet hat und dann plötzlich die Position "Öl je Liter für 10€) da stehen hätte, würde ich mir etwas sorgen machen :D


BTW:
Für mich ist gerade beim S54 wichtig, dass ich die originalen BMW Ölfilter (bei meinen Daily Cars nehme ich sonst immer MANN oder Mahle) nehme. Denn ich hatte Anfangs einen MANN zb bestellt und habe diese dann wieder umgetauscht, weil die eben wie so ein Standard-Filter sind. Auch die werden ganz sicher ihren Dienst meistern. Aber der BMW-Ölfilter ist einfach um ein vielfaches robuster gebaut. Auch hat dieser so eine gelochte zusätzlich stützende Matte um das Filterpapier, welches die anderen MANN und Co. nicht haben.

Wie gesagt - die anderen werden ihren Dienst wohl genauso machen - aber in diesem Fall habe ich ein eindeutig besseres Gefühl, einen orig. und weitaus stabiler Wirkenden BMW Ölfilter drin zu haben.
Denn wer weiß schon, wie hoch der Druck des wirklich zähen 10W60 Öls im KALTEN Zustand innerhalb des Ölfilters ist... eventuell hat BMW deshalb so einen extrem stark aufgebauten Ölfilter gewählt....(nur meine Theorie)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich muss den Thread aus der Versenkung holen, weil ich erst jetzt darüber gestolpert bin.

Ich kann auf Erfahrung von rund 30 Lagerschalenwechseln zurückgreifen, die ich persönlich gemacht habe. Meistens kamen die Kandidaten um 100 tkm zu mir, manche auch zum zweiten Mal bei rund 200tkm. Aus den Beobachtungen, die ich dabei machen konnte, habe ich folgendes gelernt:

1. Alle BMW S-Motoren müssen alle 100tkm einen Lagerschalenwechsel bekommen. Sonst kann nicht garantiert werden, dass kein Lagerschaden auftritt.
2. Das Verschleißbild bei FST-gefahrenen Lagerschalen ist höher als bei TWS-gefahrenen. Im Umkehrschluss: Bei Verwendung von FST müssen die Öl- und Lagerschalenwechselintervalle verkürzt werden.
3. TWS wird nicht mehr produziert. Eine brauchbare Alternative soll das Shell Helix Ultra 10W60 sein. Hierzu fehlen mir jedoch Erfahrungen wie oben beschrieben, sodass ich zu seiner Qualität nichts sagen kann. Das Datenblatt verglichen mit TWS spricht jedenfalls dafür.

Inwiefern das FST "schlechter" als das TWS ist, kann jeder selbst googlen: "10W60 TWS FST Druckaufnahmevermögen".


Es besteht hier jedoch grundsätzlich kein Grund zur Panik. Das FST kann aus meiner Erfahrung heraus genommen werden, hier jedoch unbedingt die kürzeren Öl- und Lagerschalenwechselintervalle beachten. Oder gleich das Shell ausprobieren, dessen Daten gleich oder zT besser als die des TWS sind. Dann kann man auch wieder auf das 100tkm-Wechselintervall gehen.


Da kann ich euch beruhigen... das alte richtige TWS ist vom Datenblatt her EXAKT wie das neue SuperCar FSt!

Daher glaube ich das Thema mit den Lagerschalenwechsel-Index in Bezug auf das Öl nicht sooo ganz (wobei ich Mierscheid hier nichts unterstellen will und er hat ja selbst eher eine Vermutung abgeliefert bzw nur Fakten auf den Tisch gelegt, die durchaus stimmen werden,... aber ggf lag es eben nicht am Öl). Das muss dann Zufall gewesen sein (jeder Fährt den S54 anders,... der eine startet ihn alle 5km neu, der andere fährt ihn kalt nicht ganz sanft usw...), oder aber hier wurde der Vergleich zwischen TWS und dem alten FST gemacht, statt TWS mit dem neuem SuperCar FSt...

Fakt ist.... jeder Wert ist 1:1 identisch mit dem alten TWS... daher... das SuperCar wird denke ich eine sehr gute Wahl für den S54 sein ;) vermutlich fahren dabei alle mit dem altem TwS rum oder ggf sogar ein TwS mit noch besseren Additiven... wer weiß das schon.

SuperCar

TWS
 
Hallo. Gibt es hier eigentlich zu dem Thema was neues? Ein Meister sagte mir gestern, das er die Erfahrung gemacht hat, das sich beim Castrol Öl wesentlich schneller und mehr Ablagerungen im Öl bilden würden als beim Shell und ist vom letztgenannten überzeugt. Ich habe meinen M in den letzten 2 Jahren aus privaten Gründen wenig gefahren, vielleicht 1000 km. Somit wollte ich erst nächsten Frühjahr meinen Ölwechsel machen lassen, das wäre dann 3 Jahre her.
 
Hallo. Gibt es hier eigentlich zu dem Thema was neues? Ein Meister sagte mir gestern, das er die Erfahrung gemacht hat, das sich beim Castrol Öl wesentlich schneller und mehr Ablagerungen im Öl bilden würden als beim Shell und ist vom letztgenannten überzeugt. Ich habe meinen M in den letzten 2 Jahren aus privaten Gründen wenig gefahren, vielleicht 1000 km. Somit wollte ich erst nächsten Frühjahr meinen Ölwechsel machen lassen, das wäre dann 3 Jahre her.
Ich muss mich immer wieder fragen warum ihr euch soviel Gedanken übers Öl macht 🧐
Meine Kiste hat jetzt 180 Tkm runter, immer Castrol eingefüllt nach Intervall, läuft wie ein Uhrwerk.
Vor allem bei 1000 Km im Jahr sich Gedanken über Ablagerungen zu machen finde ich mehr als übertrieben.
Fahrt die Kisten mehr das macht mehr Spass.
 
Ich packe diesen Thread mal wieder aus... :D

Bei mir steht großer Service an.
Bzgl. Öle (Motor, Getriebe, Diff): Die ganzen "alten" Castrol Öle scheint es ja nicht mehr zu geben.
Sind die Nachfolger gleich oder gibts da bessere Alternativen?

Motor neu: Castrol Edge 10W-60
Getriebe neu: Castrol TRANSMAX Manuał FE 75W
Diff neu: Castrol TRANSMAX Limited Slip LL 75W-140

Und bzgl. Zündkerzen: Sind die von NGK zu empfehlen oder gibts da einen Geheimtipp?

Danke schon einmal! :)
 
Castrol kippt man sich doch nicht freiwillig in den Motor. :j
Der S54 bekommt bei mir das Ravenol RSS 10W-60 und das einmal im Jahr (bei niedriger 4-stelliger jährlicher Laufleistung).
 
Ich packe diesen Thread mal wieder aus... :D

Bei mir steht großer Service an.
Bzgl. Öle (Motor, Getriebe, Diff): Die ganzen "alten" Castrol Öle scheint es ja nicht mehr zu geben.
Sind die Nachfolger gleich oder gibts da bessere Alternativen?

Motor neu: Castrol Edge 10W-60
Getriebe neu: Castrol TRANSMAX Manuał FE 75W
Diff neu: Castrol TRANSMAX Limited Slip LL 75W-140

Und bzgl. Zündkerzen: Sind die von NGK zu empfehlen oder gibts da einen Geheimtipp?

Danke schon einmal! :)
Kannst du so nehmen. Alle drei Produkte sind von BMW freigegeben obwohl sich Flaschendesign, Rezeptur und Name wahrscheinlich geändert haben.

Echte Freigabe statt "Cora Schumacher Nürburgring getestet"
 
Danke für Eure Rückmeldungen! :)

Merkwürdig, dass Getriebeöl von Castrol gibts nur im 60l Gebinde...
 
(...)

Echte Freigabe statt "Cora Schumacher Nürburgring getestet"


Was sagt eine Freigabe aus? Freigaben für Betriebsflüssigkeiten gibts beim Fahrzeughersteller durch Einwurf von Münzen. Wer sich schon einmal mit Freigabeprüfungen beschäftigt hat, weiß, dass das auch nicht in jedem Fall das Gelbe vom Ei ist.
BMW meint ja auch, das Automatikgetriebeöl eine "Lebensdauerfüllung" ist. Was auch immer das heißt. Und warum empfiehlt der Getriebehersteller einen dann regelmäßigen Ölwechsel?

Meine Meinung: gute Motoren haben auch gute Öle verdient, Freigabe hin oder her.
 
Was sagt eine Freigabe aus? Freigaben für Betriebsflüssigkeiten gibts beim Fahrzeughersteller durch Einwurf von Münzen. Wer sich schon einmal mit Freigabeprüfungen beschäftigt hat, weiß, dass das auch nicht in jedem Fall das Gelbe vom Ei ist.
BMW meint ja auch, das Automatikgetriebeöl eine "Lebensdauerfüllung" ist. Was auch immer das heißt. Und warum empfiehlt der Getriebehersteller einen dann regelmäßigen Ölwechsel?

Meine Meinung: gute Motoren haben auch gute Öle verdient, Freigabe hin oder her.
Ich beschäftige mich mit diesem Thema seit vielen Jahren im Detail. Deshalb erzähl bitte keinen Müll und wenn du Müll erzählst, dann bitte mit Nachweisen (Thema Münzeinwurf). Es ist ok etwas nicht zu wissen.
 
Ich beschäftige mich mit diesem Thema seit vielen Jahren im Detail. Deshalb erzähl bitte keinen Müll und wenn du Müll erzählst, dann bitte mit Nachweisen (Thema Münzeinwurf). Es ist ok etwas nicht zu wissen.


Komm mal runter und entspanne Dich.
Bist Du tatsächlich der Meinung, dass eine Herstellerfreigabe eines Motorenöls zum null overt zu bekommen ist? Und bist Du auch der Meinung, dass es den Ölhersteller nix kostet, wenn dieser auf seiner Flasche "BMW LL-00" raufpinseln darf? Allein dafür werden ein paar Mark an Lizenzgebühren fällig.
Entwicklungstests, Prüfstands- und Motorentests, Chemische Analysen, Lizenzgebühren, da kommt schon einiges Zusammen. Offizielle Zahlen wirst Du sicherlich nicht finden, da halten sich die Hersteller bedeckt.

Aber vielleicht reicht Dir diese Quelle: klick


corn2
 
Komm mal runter und entspanne Dich.
Bist Du tatsächlich der Meinung, dass eine Herstellerfreigabe eines Motorenöls zum null overt zu bekommen ist? Und bist Du auch der Meinung, dass es den Ölhersteller nix kostet, wenn dieser auf seiner Flasche "BMW LL-00" raufpinseln darf? Allein dafür werden ein paar Mark an Lizenzgebühren fällig.
Entwicklungstests, Prüfstands- und Motorentests, Chemische Analysen, Lizenzgebühren, da kommt schon einiges Zusammen. Offizielle Zahlen wirst Du sicherlich nicht finden, da halten sich die Hersteller bedeckt.

Aber vielleicht reicht Dir diese Quelle: klick
Die Quelle ist sauber. Sie beschreibt überdeutlich, wie aufwändig (Zeit und Geld) Produktentwicklung ist, wie unterschiedlich Anforderungen sind und wie der Weg zur Freigabe ist.

Je nach Freigabe kostet die Entwicklung einer neuen Rezeptur "einige Mio" Euro und dauert "einige" Jahre. Die Abtestung für Freigaben findet bei neutralen Testinstituten statt. Hersteller testen dann noch mal intern aber eben auf eigene Kosten.

Das Ergebnis eines freigegebenen Produkts ist immer, dass es die Herstellervorgaben erfüllt. Etwas ganz anderes sind Marketingpartnerschaften oder Sponsorings aber trotzdem schafft es kein Öl in einen Motor ohne die Performance zu erbringen.

Die Lizenzgebühren, die oft zitiert werden, liegen im niedrigen vierstelligen Bereich und entschädigen die Mitarbeiter beim Hersteller für die Zeit, die sie damit verbringen die Testergebnisse zu sichten und ihren Stempel aufzudrücken. Es ist also eine Bearbeitungsgebühr des Freigabeantrags, wie sie beim Verkehrsamt für ein neues Kennzeichen fällig wird. Das sind trockene Prozesse, kein Hokuspokus.
 
Was sagt eine Freigabe aus? Freigaben für Betriebsflüssigkeiten gibts beim Fahrzeughersteller durch Einwurf von Münzen.
Da widersprichst du dich ein wenig. Du gibst ja unten selbst schon an, dass Freigaben teuer sind, weil die Tests dafür enorm teuer sind und der Hersteller mit etwas Pech mehrere Anläufe benötigt, bis die Rezeptur stimmt:
Allein dafür werden ein paar Mark an Lizenzgebühren fällig.
Entwicklungstests, Prüfstands- und Motorentests, Chemische Analysen, Lizenzgebühren, da kommt schon einiges Zusammen.
Dein Münzeinwurf hingegen klingt so, als müsste der Hersteller des Öls nur Geld bezahlen und dann würde auch Frittenöl eine Herstellerfreigabe kriegen.

@3.0ti : Kannst du eigentlich grob einschätzen, ob die Hersteller im Freigabe-Testprozess oft die "Rezeptur" ändern müssen, oder ob das fast immer schon hausintern geregelt wird und dann nur noch als Bestätigung der BMW-Test erfolgt?
 
Da widersprichst du dich ein wenig. Du gibst ja unten selbst schon an, dass Freigaben teuer sind, weil die Tests dafür enorm teuer sind und der Hersteller mit etwas Pech mehrere Anläufe benötigt, bis die Rezeptur stimmt:

Dein Münzeinwurf hingegen klingt so, als müsste der Hersteller des Öls nur Geld bezahlen und dann würde auch Frittenöl eine Herstellerfreigabe kriegen.
Man liest diesen Mythos häufig im Internet, das Freigaben nichts wert sind, weil sie gegen Handgeld in Form von Sponsorings verliehen werden. Wäre ein Hersteller wirklich so doof um für eine Suppe zu haften von der er nicht weiß, ob sie seinen Motor nicht schrottet? Öl ist ein Verschleißteil. Würde man gleichermaßen mit Bremsen oder Zündkerzen verfahren? Einfach irgendwas einbauen?;)

Die Wahrheit ist, dass bestimmte high-end Öle mit 2-3 OEM-Freigaben bis zu 50 verschiedene Motorentests in bis zu 30 verschiedenen Motorentypen durchlaufen mussten bis auf der Rückseite der Flasche so etwas langweiliges wie ACEA, API oder OEM xy steht.
@3.0ti : Kannst du eigentlich grob einschätzen, ob die Hersteller im Freigabe-Testprozess oft die "Rezeptur" ändern müssen, oder ob das fast immer schon hausintern geregelt wird und dann nur noch als Bestätigung der BMW-Test erfolgt?
Sehr gute Frage!

Öle sind deshalb so unterschiedlich, weil heutige Motoren sehr unterschiedliche Anforderungen an sie stellen. Deshalb gibt es auch eine so große Fülle an Produkten.

Hat ein Ölhersteller Expertise auf dem Gebiet eines Herstellers, weil er schon mal Produkte für sie entwickelt hat, braucht es nicht viele Anläufe in Form von verschiedenen Rezepturen um das Programm zu durchlaufen. Vielleicht 15 Formulierungen. Hat er sie nicht, weil irgendwo ein Star-Formulierer in Rente gegangen ist oder die Entwicklungsabteilung klein ist, dann kann es durch aus mal 50 oder mehr verschiedene Prototypen geben bis das Produkt alles erfüllt. Dann wirds schnell zum teuren Scheibenschießen.

Zur Einordnung was ein Öl heute leisten muss um eine zeitlich begrenzte BMW LL-17FE+ (0W-20) Freigabe zu bekommen, z.B. im M40i G29. Ausgangsbasis ist für die BMW 0W-20 Spezifikation die ACEA C5 Spezifikation:

Labortests: Viskosität, Verdampfung, Elastomere, Elemente, Säure/Baselevel, Aschegehalt, Schaumverhalten, Alterungsbeständigkeit
Motorentests:


TestMotor / HardwareBewerteter Schwerpunkt
EP6CDTPSA EP6CDT (Prince)Schlamm, Oxidation, Steuertrieb
ASTM Seq. VHChrysler Pentastar 3.6LNiedertemperatur‑Schlamm
ASTM Seq. IVBToyota 2NR‑FEVentiltriebverschleiß
CEC L‑107 (M271 EVO)Mercedes‑Benz M271 EVOHochtemperatur‑Schlamm / Oxidation
CEC M111Mercedes‑Benz M111Schlamm- / Lackbildung
DV6CPSA DV6CKolben‑ & Ringnutablagerungen
OM646LAMercedes‑Benz OM646LAVentiltrieb‑ & Nockenverschleiß
VW TDIVW 2.0 L TDIKolbensauberkeit

Nachdem diese Eintrittskarte abgearbeitet ist, kommen die BMW-spezifischen Tests:


TestMotor / HardwareBewerteter Schwerpunkt
FZGZahnradprüfstandLasttragfähigkeit (Korrelation zum Schneckenrad Valvetronic)
BMW N42 WearBMW N42Ventiltriebverschleiß (RNT), Ölfilmstabilität
BMW B47 AerationBMW B47Lufteintrag, Schaumbildung, Luftabscheidevermögen bei Überfüllung und hohen Drehzahlen
BMW B48 AerationBMW B48Lufteintrag, Schaumbildung, Luftabscheidevermögen bei Überfüllung und hohen Drehzahlen
BMW Fuel EconomyBMW B‑Serie (B47/B48)Reibungsreduktion, Verbrauch (4 Tests, 3 Zyklen, 2 Motoren)
BMW Oil Oxidation EnduranceBMW B48Oxidations‑ & Viskositätsstabilität in allen Last-/Drehzahlbereichen (Endgegner)
BMW IUCTBMW B48Niedrigtemperaturkorrosionstest / Kaltschlammtest (Thema Kurzstrecke bei Hybriden)
BMW Turbo CleanlinessBMW B47Heißablagerungen im Lader

Ein Produkt mit dieser absoluten Minimum-Performance zu entwickeln, testen, freizugeben und in den Markt zu bringen dauert grob zwei Jahre und kostet Siebenstellig. Will man weitere OEM-Freigaben anderer Hersteller draufpacken, muss man damit rechnen, dass sich die Anforderungen gegenseitig beißen und mit einem Produkt sehr schwer zu erfüllen sind. Folge: Dauer und Kosten explodieren

Das können sich nur die großen Konzerne bzw. Additivhersteller leisten. Diese machen die Vorarbeit. Am Ende kommen dann Kaufland und andere namhafte, regionale Hersteller, die sich das fertige Öl oder zumindest den fertigen Chemiebaukasten kaufen und nicht wenige tun so als hätten sie es selbst entwickelt, weil sie vielleicht eine Priese eines Additivs dazugegeben haben oder die Trägerflüssigkeit (Grundöl) ausgetauscht haben. Das ist Entwicklung Light.

Wenn man nun bedenkt, wie ausbalanciert und fragil eine Rezeptur ist, die all diese Anforderungen erfüllt und dann jemand von der Seite kommt und eigenständig noch irgendwas aus dem Baumarkt reinhaut, weil das Internet sagt, es würde irgendeine Eigenschaft verbessern, dann muss man kein Experte sein um zu wissen, dass die Rezeptur kippt und damit auch die performance.

Das ist aber ein anderes Thema, wo sehr viel Beratungsresistenz rumläuft.
 
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