Oh Deutschland, Deine Beamte!

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Andreazzz

Guest
Eine weitere Episode im Umgang mit unseren Angestellten auf der Zulassungsbehörde.
Ich habe gestern ein schickes Neufahrzeug ;) zugelassen und es ergab sich sinngemäß folgender Dialog:


"Ich hätte da eine Ummeldung zu machen!"

"Alle Papiere dabei? Fahrzeugpapiere, Zulassungsbescheinigung... und ..., AU-Bescheinigung?"

"AU-Bescheinigung? Nein, das ist ein Anhänger!"

"Ich habe meine Vorschriften. Ohne AU-Bescheinigung geht hier nichts!"

"Sie haben nicht richtig verstanden. Bei einem PKW wäre die AU doch Bestandteil der TÜV-Abnahme und somit überhaupt nicht erforderlich. Außerdem habe ich hier einen..."

"Ich muss nicht mit ihnen diskutieren. AU-Bescheinigung oder Auf Wiedersehen. Eine Zulassung bekommen Sie ohne von mir definitiv nicht!"

Wartender in der Schlange hinter mir: "Junge Frau, der Herr hier hat einen ..."

"Halten Sie sich doch bitte daraus, das geht sie nichts an!"

"Können Sie mir eigentlich auch mal richtig zuhören oder muss ich erst mit Ihrem Chef, Herrn ..., sprechen?
Ich habe einen Anhänger, soll ich das für Sie mal buchstabieren? Den will ich jetzt anmelden ...und zwar sofort!"

"Warum sagen Sie das denn nicht gleich? Hätten wir uns doch unnötige Diskussionen ersparen können..."
 
Sorry aber was hat das jetzt mit "Beamten" zu tun???? Ich kann mir nicht vorstellen, das hinter einem Schalter der Zulassungsstelle ein Beamter sitzt, sondern nur ein Angestellter des Landkreises! :w

Den Beamten-Status haben heute nur noch sehr weinige Personen in Behörden und dann auch nur, wenn sie in höheren Positionen beschäftigt sind.

Ich habe geschäftlich hauptsächlich mit Behörden und deren Mitarbeitern zu tun und kann nur sagen, das sich dort einiges geändert hat in den letzten Jahren.
Dagegen komme ich mir in "meiner" Firma manchmal vor, wie in einer "Behöde", wenn ich mir so einige Arbeitsabläuf ansehe...:(

Ich denke, die Dame hatte einfach nicht richtig zugehört.....das kann mal passieren...!? :M
 
Vor Jahren noch völlig undenkbar:
Anruf beim zuständigen Sachbearbeiter meines Einkommenssteuerbescheides (mit kleinem Fehler behaftet):
"Sie haben etwas übersehen !"
"Ich ziehe Ihre Akte und rufe Sie zurück"
nach 5 Minuten (!): "Stimmt ! Normalerweise müssten Sie jetzt Einspruch einlegen,
ich kann Ihnen den fehlenden Betrag aber auch formlos anweisen, wenn Sie auf
weiteren Schriftverkehr verzichten. Was ist Ihnen lieber ?"
:t
 
Denke auch, dass dies eine Ausnahme war.
Hat sich wirklich viel zum Guten hin verändert.
Nach meinem Umzug habe ich 2 PKW umgemeldet:
Sehr freundlich und zuvorkommend. Obwohl ich bei einem Fahrzeug auch "etwas" verwechselt und somit nicht dabei hatte.
Bin nach Hause, habe das "richtige" Papier eingesteckt und wieder zurück. Wollte einen neuen Nummernzettel ziehen, da winkte mir der Herr zu und nahm mich sofort zur abschließenden Bearbeitung an die Reihe.
(Mich erstaunte auch, dass kein Gegrummel, der inzwischen neu dazugekommenen in der Warteschleife, aufkam). War an einem Freitag und alle hatten wohl schon Wochenende vor Augen). :w
 
Naja, hier in H-Stadt ist die Zulassungsstelle noch eine richtige Behörde. Da wird die Eingangstür selbst bei eisigsten Temperaturen keine Sekunde vor der Öffnungszeit aufgeschlossen. Um die äußere Eingangstür aufzuschliessen, wird die andere Türe des Eingangsbereichs (um weiter ins Gebäude zu kommen) aber wieder abgeschlossen, damit ja keiner vor der Person mit Schlüsselgewalt ins Gebäude kommt... Wer jetzt glaubt, dass das die ganzen Plätze (>15) alle besetzt sind, irrt genauso, wie jemand glaubt, dass an allen besetzten Plätzen die Arbeit sofort losgeht...

Da man bei der Warterei vor der verschlossenen Eingangstür ja genug Zeit hat, kann man durch die Glastüren die Mitarbeiter der Zulassungstelle schön dabei beobachten, wie sie durch Gebäude schleichen... Zum Glück muss ich da nicht so oft hin, mir geht da jedesmal das Messer in der Hose auf.
 
Naja, hier in H-Stadt ist die Zulassungsstelle noch eine richtige Behörde. Da wird die Eingangstür selbst bei eisigsten Temperaturen keine Sekunde vor der Öffnungszeit aufgeschlossen. Um die äußere Eingangstür aufzuschliessen, wird die andere Türe des Eingangsbereichs (um weiter ins Gebäude zu kommen) aber wieder abgeschlossen, damit ja keiner vor der Person mit Schlüsselgewalt ins Gebäude kommt... Wer jetzt glaubt, dass das die ganzen Plätze (>15) alle besetzt sind, irrt genauso, wie jemand glaubt, dass an allen besetzten Plätzen die Arbeit sofort losgeht...

Da man bei der Warterei vor der verschlossenen Eingangstür ja genug Zeit hat, kann man durch die Glastüren die Mitarbeiter der Zulassungstelle schön dabei beobachten, wie sie durch Gebäude schleichen... Zum Glück muss ich da nicht so oft hin, ...


Exakt so läuft das auch auf unserer Behörde.
Die doppelte Tür, die umher schleichenden Mitarbeiter, die unbesetzten Plätze, alles 1:1 gleich.
Wegen der Unfreundlichkeit dort ärgere ich mich wirklich jedes Mal - üblicherweise geht es aber nach der Öffnung und der freundlichen :D Begrüßung immer sehr schnell, da kann man nicht meckern!

Was ich noch vergessen hatte zu schreiben:
Ich war wegen der gleichen Sache bereits das zweite Mal da, das erste Mal waren sämtliche Computer ausgefallen und ich durfte wieder gehen.
Entschuldigung von seiten der Verwaltung? Denkste!
Kommentar der zuvor von mir zitierten Mitarbeiterin: "Ist halt Schicksal, kommt bei uns schon mal vor!"

Unser Kreis wirbt übrigens mit dem Slogan "Provinz voll Leben"! ;)
 
Sorry aber was hat das jetzt mit "Beamten" zu tun???? Ich kann mir nicht vorstellen, das hinter einem Schalter der Zulassungsstelle ein Beamter sitzt, sondern nur ein Angestellter des Landkreises! :w

Dann ersetze meinetwegen den "Beamten" durch "VerwaltungsmitarbeiterInnen" und es passt!
 
Exakt so läuft das auch auf unserer Behörde.
Die doppelte Tür, die umher schleichenden Mitarbeiter, die unbesetzten Plätze, alles 1:1 gleich.
Wegen der Unfreundlichkeit dort ärgere ich mich wirklich jedes Mal - üblicherweise geht es aber nach der Öffnung und der freundlichen :D Begrüßung immer sehr schnell, da kann man nicht meckern!

Was ich noch vergessen hatte zu schreiben:
Ich war wegen der gleichen Sache bereits das zweite Mal da, das erste Mal waren sämtliche Computer ausgefallen und ich durfte wieder gehen.
Entschuldigung von seiten der Verwaltung? Denkste!
Kommentar der zuvor von mir zitierten Mitarbeiterin: "Ist halt Schicksal, kommt bei uns schon mal vor!"

Unser Kreis wirbt übrigens mit dem Slogan "Provinz voll Leben"! ;)


Und was kann der/die Angestellte dafür das die EDV nicht geht!?

Sorry aber dafür würde ich mich auch nicht entschuldigen. Das kann ja der EDV Betreuer oder die Softwarefirma dann übernehmen wenn du unbedingt eine hören willst ;-)

Ich muss mit dem Mist arbeiten und wenn es nicht funktioniert ich aber drauf angewiesen bin damit meine Arbeit zu machen und ich nix dafür kann das es ausfällt wofür soll ich mich dann entschuldigen?

Oder entschuldigt sich ein Maurer weil es 3 Wochen lang am Stück """" hat und die Mauer deswegen nicht fertig geworden ist!?

Ach ja und noch etwas.
Keiner weiß was die Frau hinterm Schalter sich an diesem Tag schon alles anhören durfte. Da kann es schon mal sein das man abschaltet. Ein bisschen mehr Verständnis für den öffentlichen Dienst wäre manchmal schon nicht so verkehrt.

Wenn ich da an Kundschaft denke, die nicht mal ein "Guten Tag" zustande bringt, sondern nur ein Wort an dem man dann erraten soll was der Kunde jetzt eigentlich wirklich will und das ein paar mal hintereinander ... naja das will ich dir jetzt nicht unterstellen Andreazzz aber geh mal davon aus das mind. schon einer vor dir dran war der sich so verhalten hat :)
 
Und was kann der/die Angestellte dafür das die EDV nicht geht!?
Nichts!
Sorry aber dafür würde ich mich auch nicht entschuldigen. Das kann ja der EDV Betreuer oder die Softwarefirma dann übernehmen wenn du unbedingt eine hören willst ;-)
Ich arbeite auch im Dienstleistungsbereich. Ich muss mich für so viel Mist entschuldigen, den nicht ich zu verantworten habe und breche mir dabei keinen ab, aber der Umgang mit dem Kunden wird dadurch erheblich einfacher!
Ich muss mit dem Mist arbeiten und wenn es nicht funktioniert ich aber drauf angewiesen bin damit meine Arbeit zu machen und ich nix dafür kann das es ausfällt wofür soll ich mich dann entschuldigen?
siehe oben!
Oder entschuldigt sich ein Maurer weil es 3 Wochen lang am Stück """" hat und die Mauer deswegen nicht fertig geworden ist!?
Zumindestens tut es ihm leid, wenn er motiviert ist und nicht lustlos!
Ach ja und noch etwas.
Keiner weiß was die Frau hinterm Schalter sich an diesem Tag schon alles anhören durfte. Da kann es schon mal sein das man abschaltet. Ein bisschen mehr Verständnis für den öffentlichen Dienst wäre manchmal schon nicht so verkehrt.
Auch ich habe tagtäglich 10 Stunden meine volle Leistung zu erbringen, erhalte dafür meinen Lohn und den Kunden interessiert es nicht, ob mir das Spaß macht oder nicht. Meine Kunden haben auch kein Verständnis für meine Situation und ich habe mir diese Tätigkeit doch selbst ausgesucht!
Wenn ich da an Kundschaft denke, die nicht mal ein "Guten Tag" zustande bringt, sondern nur ein Wort an dem man dann erraten soll was der Kunde jetzt eigentlich wirklich will und das ein paar mal hintereinander ... naja das will ich dir jetzt nicht unterstellen Andreazzz aber geh mal davon aus das mind. schon einer vor dir dran war der sich so verhalten hat :)
Wie eine ordentliche Begrüßung zu erfolgen hat, habe ich noch gelernt! Außerdem war ich der zweite
Kunde (!) an diesem Tag - der erste hatte sich auch noch vorgedrängelt und war genauso freundlich, wie ich. :)

Übrigens versuche ich immer, möglichst alle anderen so zu behandeln, wie ich das umgekehrt auch erwarte und ich bin in vielen Jahrzehnten mit dieser Einstellung nicht schlecht gefahren.
Sollte mir aber etwas nicht passen, so mache ich auch den Mund auf und es ist mir völlig egal, ob ich dabei jemandem "auf die Füße trete".
Man kann mir sicherlich einiges nachsagen, aber eines bin ich ganz sicher nicht, falsch und hinterlistig,
bei mir weiß jeder sofort, was ich von ihm halte und wie er mich einzuschätzen hat!
Diplomatie ist für mich immer ein schlechter Kompromiss und unehrlich!
 
@TE: Wenn man aus deinen Beiträgen auf dein Sozialverhalten schliessen kann, erübrigt sich jeder weitere Kommentar.

Bei mir weiß jeder sofort, was ich von ihm halte und wie er mich einzuschätzen hat!
Diplomatie ist für mich immer ein schlechter Kompromiss und unehrlich!

Es reicht Dich zu zitieren...

Gruß,

Björn

p.s. Meine Erfahrungen hier in TÜ sind durchgehend positiv. Max. Wartezeit 10 Minuten, daß einem in den 10min kein Kaffee angeboten wird ist auch alles :M.
 
Übrigens versuche ich immer, möglichst alle anderen so zu behandeln, wie ich das umgekehrt auch erwarte und ich bin in vielen Jahrzehnten mit dieser Einstellung nicht schlecht gefahren.
Sollte mir aber etwas nicht passen, so mache ich auch den Mund auf und es ist mir völlig egal, ob ich dabei jemandem "auf die Füße trete".
Man kann mir sicherlich einiges nachsagen, aber eines bin ich ganz sicher nicht, falsch und hinterlistig,
bei mir weiß jeder sofort, was ich von ihm halte und wie er mich einzuschätzen hat!
Diplomatie ist für mich immer ein schlechter Kompromiss und unehrlich!


Diplomatie / Charme macht die Sache aber erheblich einfacher und man bekommt keine Magengeschwüre .....

Andreazzz, einfach nur Strategie und Taktik, das Leben könnte so einfach sein .... Freundlichkeit kann sehr entwaffnend sein.

und letztendlich habt Ihr beide (also die Dame vom Schalter und Du) einen netten Restarbeitstag.
 
Gerade im Bereich Kfz-Zulassung hat sich m.E. sehr viel zu Gunsten der "Antragsteller" getan. Wer will, kann sich vor dem Besuch im Internet schlau machen, was er alles mitbringen muss, Wunschkennzeichen können 6 Monate im Voraus reserviert werden, der Termin kann zuvor online vereinbart werden und ich hatte das Glück, in den letzten Jahren eigentlich immer freundliche Mitarbeiter und eine zügige Bearbeitung zu erleben. Wer aber lieber eine Wartemarke zieht und vorher nicht bei der Information klärt, ob er alle Unterlagen beisammen hat, muss eine Art Behördennostalgiker sein oder Warteräume lieben (zu meinem Erstaunen wohl immer noch die Mehrheit).:)
Schwarze Schafe oder vielleicht nur eine schlechte Tagesform gibt es in jeder Branche, nicht nur im öffenlichen Dienst. Man gebe hier in der Suche nur "Werkstatt" und "unzufrieden" ein. Wie der Wirtschaft hilft auch bei der Behörde eine sachliche Darstellung des Sachverhalts an den Leiter die internen Abläufe oder, wie im Eingsngsfall, den Kenntnisstand der Mitarbeiter zu verbessern.
 
Gerade im Bereich Kfz-Zulassung hat sich m.E. sehr viel zu Gunsten der "Antragsteller" getan. Wer will, kann sich vor dem Besuch im Internet schlau machen, was er alles mitbringen muss, Wunschkennzeichen können 6 Monate im Voraus reserviert werden, der Termin kann zuvor online vereinbart werden und ich hatte das Glück, in den letzten Jahren eigentlich immer freundliche Mitarbeiter und eine zügige Bearbeitung zu erleben. Wer aber lieber eine Wartemarke zieht und vorher nicht bei der Information klärt, ob er alle Unterlagen beisammen hat, muss eine Art Behördennostalgiker sein oder Warteräume lieben (zu meinem Erstaunen wohl immer noch die Mehrheit).:)
Schwarze Schafe oder vielleicht nur eine schlechte Tagesform gibt es in jeder Branche, nicht nur im öffenlichen Dienst. Man gebe hier in der Suche nur "Werkstatt" und "unzufrieden" ein. Wie der Wirtschaft hilft auch bei der Behörde eine sachliche Darstellung des Sachverhalts an den Leiter die internen Abläufe oder, wie im Eingsngsfall, den Kenntnisstand der Mitarbeiter zu verbessern.

moin
das ist schon alles richtig, auch der vergelich mit der werkstatt, nur kann ich ggf. die werkstatt wechseln, bei einer behörde wirds schwierig...
 
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