Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

  • Wir schaffen das

    Stimmen: 11 17,7%
  • Ich glaube nicht

    Stimmen: 15 24,2%
  • Ganz sicher nicht

    Stimmen: 30 48,4%
  • Mir fehlen die Zahlen

    Stimmen: 6 9,7%

  • Umfrageteilnehmer
    62

PR4000

macht Rennlizenz
Registriert
30 Oktober 2014
Ort
Pattensen
Wagen
anderer Wagen
Mich interessiert an dieser Stelle Eure Meinung zum Thema Energiewende, unter Berücksichtigung der geplanten Umstellung zur Elektromobilität. Seid Ihr der Meinung Deutschland schafft die Ziele der Energiewende einzuhalten und gleichzeitig die Elektromobilität einzuführen?
Ich denke man kann darüber diskutieren ohne in die Politik abdriften zu müssen.
In erster Linie sind es, meiner Meinung nach, die Gesetze der Physik, welche die Grenzen des Machbaren aufzeigen.
Bevor ich aber meinen Senf dazu beitrage warte ich mal brav ab ob das Thema überhaupt jemanden interessiert.
 
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Mich interessiert an dieser Stelle Eure Meinung zum Thema Energiewende, unter Berücksichtigung der geplanten Umstellung zur Elektromobilität. Seid Ihr der Meinung Deutschland schafft die Ziele der Energiewende einzuhalten und gleichzeitig die Elektromobilität einzuführen?
Ich denke man kann darüber diskutieren ohne in die Politik abdriften zu müssen.
In erster Linie sind es, meiner Meinung nach, die Gesetze der Physik, welche die Grenzen des Machbaren aufzeigen.
Bevor ich aber meinen Senf dazu beitrage warte ich mal brav ab ob das Thema überhaupt jemanden interessiert.
Ich denke die Elektromobilität wird unabhängig von der Energiewende schwer umzusetzen zu sein, da in den Ballungsgebieten viele Autos auf wenig Raum zusammenkommen.Da eine Infrastruktur zu schaffen das alle Fahrzeuge aufgeladen werden können, ist ein Mammutprojekt!
Solange wir es nicht schaffen Opernhäuser Flughäfen oder Bahnhöfe zu bauen nach geplanter Finanzierung, sehe ich schwarz für ein solches Vorhaben[emoji30]
 
Ich sehe das wie @Kinofan @d'Bernd. und @karswil
Ärgern tut es mich halt, wie damit in den verschiedenen Medien umgegangen wird.
2050 (ist ja noch lang hin) sollen 80% unserer elektrischen Energie aus umweltfreundlichen Energiequellen stammen.
Hauptlastträger können dabei nur die Photovoltaik und der Windstrom sein. Diese bringen aber ein großes Problem mit,
das ist die Unstetigkeit der Einspeisung. Man sagt diese Energielieferanten sind volatil. https://de.wikipedia.org/wiki/Volatilität
Aber das größte Problem, dieses Wort fürchten die "Verkäufer" der sogenannten Energiewende wie der Teufel das Weihwasser,
heißt Dunkelflaute. Das sind Zeiten im Winter in denen über Tage hinweg weder Wind-, noch nennenswerter Photovoltaikstrom
zur Verfügung stehen. Wer soll in diesen Zeiten für die Stromversorgung sorgen? Wie das als Grafik aussieht habe ich mit Daten des
Netzwerkbetreibers TenneT mal verdeutlicht:
windenergie_01_2017_kl.JPG
So sah das im letzten Januar aus. Eine ziemlich brutale, weil über fast 11 Tage gehende, Dunkelflaute. Ich denke niemand in Deutschland kann sich vorstellen 11 Tage auf sein Auto zu verzichten. :(
Was meint Ihr?
 
Moin Moin
Unsere Stromnetze sind völlig überlastet,so das der Energieversorger die Photopholtaikanlagen zwangsabschaltet.
Wenn die Stromnetze ausgebaut werden geht es zu Lasten der Verbraucher.
Dann ist es nicht mehr günstig.

gruß
Karsten
 
Um den Irrsinn der geplanten "Energiewende" mal in Zahlen deutlich zu machen, habe ich am Beispiel der im Januar stattgefundenen Dunkelflaute ein wenig gerechnet:
windenergie_01_2017_speicher_1.JPG
Ich hoffe jetzt wird es nicht zu kompliziert. ;) Für den gesamten Monat Januar habe ich die Durchschnittsleistung ausgerechnet (5208 MW), ebenso für die 10 Tage der Dunkelflaute (1590 MW). Die Differenz der beiden Durchschnitte habe ich multipliziert mit der Dauer der Dunkelflaute um so die fehlende Gesamtleistung auszurechnen. Das ergibt, kann jeder nachrechnen, 868 320 MWh oder als kürzere Zahl dargestellt 868 GWh.
Da wir gewöhnlichen Menschen mit großen Zahlen so unsere Probleme haben, schaute ich mir mal unseren einzigen, großen Energiespeicher an. Er befindet sich in Thüringen und nennt sich Goldisthal:
https://de.wikipedia.org/wiki/Pumpspeicherwerk_Goldisthal
Er hat eine Leistung von 1060 MW und kann maximal eine speicherbare Elektroenergiemenge von 8,5 GWh abgeben. Knapp 1/100 was man zur Überbrücken dieser Dunkelflaute bräuchte. Keine Angst, niemand hat etwas von der Dunkelfalute zu spüren bekommen. Kohle, Atom und Gas sind für die Deckung des Strombedarfes eingesprungen. Aber spätestens 2050 ist Schluß damit.
In dieser ganzen Betrachtungsweise ist der notwendige Strom für die Elektromobilität noch gar nicht berücksichtigt. Mir konnte noch niemand erklären wie das funktionieren soll.
 
Nun ja, auch dort wird sich die Technologie weiterentwickeln und sich auch mit Restlicht Energie gewinnen lassen. Auch die Speicherung von Strom wird sich um ein Vielfaches verbessern. Nur wann dieser Zeitpunkt kommt..... Weiß wohl keiner genau. Noch ist es utopisch darüber zu berichten oder gar Zeitpunkte zu setzen, an denen dies ist das umgesetzt werden soll oder gar muss.

Und zum Thema Energiewende möchte ich nur sagen, wäre diese wirklich gewollt, dann müssten oder wären schon andere Wege einzuschlagen.

Wie so oft werden große Fortschritte angekündigt und zum Teil sogar umgesetzt, aber die Art und Weise oder gar Sinnhaftigkeit ist oft fragwürdig.
 
Es gibt auf jeden Fall ernst zu nehmende Forschungen und Versuche :t
Das stimmt, aber meiner Meinung nach, zu wenig. Es steht nicht in einem vernünftigem Verhältnis zu dem was für das EEG ausgegeben wird.
Natürlich gibt es auch eine ganze Reihe von "Nutznießern" der sogenannten Energiewende. Deren Lobbyarbeit hat den Wagen auf den falschen Weg gebracht.
Wie @The Z Kid schreibt, viele hoffen auf Lösungen, die leider noch nicht in Sicht sind. Da fällt mir ein Aphorismus ein:
Du kannst einen Abgrund nicht in zwei kleinen Sprüngen überqueren.
David Lloyd George
Wenn ich in eine Richtung gehe, muss ich auch wissen was mich dort erwartet.
Ohne entsprechende Speicher, egal in welcher Form, sind wir weit von der Elektromobilität entfernt. Denn Sinn macht die elektrische Fortbewegung nur, wenn die Energie dafür aus regenerativen Quellen stammt.
Strom, der jetzt immer noch zum größten Teil aus konventionellen Kraftwerken kommt, für den Antrieb von Autos zu benutzen, macht bis dahin keinen Sinn, denke ich.
 
Moin Moin

Wenn es dunkel ist,kein Problem.
Da unsere Kraftwerke abgeschaltet werden beziehen wir weiter Atomstrom aus den Nachbarländern.
Das sagt uns ja auch keiner,wird nur vom Atomausstieg geredet.

Stromspeichern ist alles gut und schön,aber die Kapazität der Speicher wird mit zunehmenden Alter schlechter.
Dann muß ein neuer angeschaft werden und hinüber ist es mit der Ersparniss.

gruß
Karsten
 
Ein neuer Aspekt:
Was wäre wenn ... man mit sonnenstabilen Gegenden (Afrika) eine gemeinsame energiepolitische Vision entwickelt, mit der diese Staaten eine Einnahmequelle (Möglichkeit aus ihren wirtschaftl. Problemen zu entkommen) hätten und Europa sauberen Strom bekommen könnten? Alles was fehlt sind die Trassen, die müsste man gemeinsam bauen, Technologie wäre soweit dafür.
Nachts wird dezentral in Speicherseen, Wasserstoff o.ä. gepuffert.
Win-Win-Situation.
 
Zuletzt bearbeitet:
man mit sonnenstabilen Gegenden (Afrika) eine gemeinsame energiepolitische Vision entwickelt
So ein Projekt gab es schon einmal: https://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
Nach dem "arabischen Frühling" hat man das aber mehr oder weniger begraben, weil die Industrieländer Angst bekommen haben nach der Fertigstellung mit dem Aussetzen der Lieferungen erpresst zu werden.
Das wäre dann so als wenn man Entwicklungsländern Ölquellen schenkt. Die Länder, welche sich für solche Projekte eignen würden sind politisch nicht stabil genug. :(
 
Stromspeichern ist alles gut und schön,aber die Kapazität der Speicher wird mit zunehmenden Alter schlechter.

An welchen Stromspeicher, also welche Technologie denkst du dabei? Akku?

Stromspeicher ist meines Erachtens der große Punkt bei der Energiewende. Stromspeicher sind bitter nötig um die Zeitabhängigkeit zu entspannen (->Volatilität der Erzeugung). Auch die Verbraucherseite kann man zeitlich steuern, aber nur in Grenzen. Und es gibt keinen Speicher von elektrischer Energie in der Größe, wie er notwendig wäre.
Pumpspeicher ist der einzige realisierte in großem Maßstab, aber es zeigt sich, dass da, wo es wirtschaftlich möglich wäre, neue zu bauen, die Umwelt betroffen wäre. Deshalb wehren sich die Betroffenen, mit einem gewissen Recht. Beispiele Schluchsee, oder Riedl an der Donau, usw.
In Form von Gas mit Überdruck? Gibt es zu wenig. Am bzw. im Bodensee wird ein Projekt gestartet mit einer hohlen Betonkugel,.die am Seeboden verankert wird. Leerpumpen bei Energieüberschuss, füllen bei Strombedarf.
Alles Experimente, die für den Alltag (noch) nicht wirtschaftlich sind..
Dass Elektrofahrzeuge als Speicher dienen, die Idee gab es auch. Davon hat man sich meines Wissens wieder verabschiedet, aus verschiedenen Gründen. Ein Grund ist, dass man nicht wirklich vorhersehen kann, wann das Fahrzeug - aufgeladen! - gebraucht wird.

Zu deiner Eingangsfrage, die kann man nicht schwarz/weiss beantworten, also Energiewende gelingt/gelingt nicht. Man muss noch viel dafür entwickeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
So ein Projekt gab es schon einmal: https://de.wikipedia.org/wiki/Desertec
Nach dem "arabischen Frühling" hat man das aber mehr oder weniger begraben, weil die Industrieländer Angst bekommen haben nach der Fertigstellung mit dem Aussetzen der Lieferungen erpresst zu werden.

Das war ein Argument, ja. Es gab aber andererseits den Vorwurf "neuer Kolonialismus" zugespitzt auf die Frage, warum sollen die Sahara-Länder etwas in Kauf nehmen, um die Probleme anderer Regionen zu lösen? Der eigene Nutzeen dieser Länder wird nicht so hoch bewertet, warum auch immer.
Schon zu der Zeit, als Desertec begann, waren alle dazu benötigten Technologien entwickelt, die noch offene Frage waren die Kosten für die Realisierung. Und eben die politischen und sozialen Fragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Finde ich wirklich erstaunlich wie gut die Teilnehmer an diesem Thread informiert sind. :t
Das ist sicher nicht representativ für die gesamte Bevölkerung.
Wie mir verschiedene Personen aus der Energiewirtschaft gesagt haben, wartet man wohl bis die Karre im Dreck steckt und wir wirklich einen großen und über Tage dauernden Blackout bekommen. :(
Erst dann wird wieder darüber nachgedacht ob der Weg den wir mit dieser "Energiewende" beschritten haben auch zum erhofften Erfolg führt.
Elektromobilität zu verwirklichen ohne Grosstechnologien weiter zu entwickeln ist eigentlich vom Grundsatz her nicht möglich.
Was einem heute keiner sagt: Wo soll der Strom für die vielen Millionen Autos denn herkommen?
Jetzt schreibt nicht: Aus der Steckdose. :d:d:d
 
Moin Moin

Die großen Firmen/Konzerne welche die Politik bestimmen haben meist eigene Kraftwerke und sind von einem Stomblackout nicht wirklich betroffen.

gruß
Karsten
 
Mir konnte noch niemand erklären wie das funktionieren soll.


Hast Du denn die Richtigen gefragt, Frau Merkel zum Beispiel? ;)

Mein Großvater hat schon vor Jahrzehnten spekuliert, dass wir unsere Energie mal aus den Wüsten dieser Welt bekämen!
Wie er das gemeint hat, erschließt sich mir nicht so ganz, auszuschließen ist das aber wohl auch nicht mehr.
Afrika erscheint mir bei diesen Gedanken poltisch zu unsicher, aber auch in Europa gibt es Möglichkeiten.
Ich habe kürzlich einen Bericht über ein Solar-Kraftwerk in Spanien gesehen.
Da wird mit Spiegel, ähnlich eines Brennglases. auf einem ausrangierten Windrad, Wasser erwärmt.
Es entsteht dabei ein Druck von über 200 Bar, der eine Dampfturbine antreibt.
Über den Wirkungsgrad einer solchen Anlage möchte ich nicht spekulieren, aber die Sonne ist kostenlos.
Hochspannungsleitungen über Tausende Kilometer hätten sicher zu viele Verluste, aber könnte man so nicht auch Wasserstoff als Energieträger erzeugen.
Ob man nun Rohöl oder Wasserstoff mit Tankern oder in Pipelines transportiert, dürfte keinen Unterschied machen, wenn man das Gefährdungspotential im Griff hätte.
Die Pipelines wären doch sicher relativ einfach durch selbstschließende Sicherheitsventile abzuschalten!?

Nur mal meine Gedanken zur Energiewende!
 
Meine ganz private "Energiewende" sieht so aus:

Ich muss mir langsam Gedanken um die Energieversorgung unseres Einfamilienhauses machen.
Ein kleines mit Gas (umgebaute VW-Motoren) betriebenes Blockheizkraftwerk, welches auch noch Strom erzeugt,
rechnet sich wirtschaftlich nicht für uns nicht.
Einen Flüssiggas-Tank können wir im Grunde nicht aufstellen, und wenn doch, dann mache ich mich über Jahre vom Versorger abhängig.
Eine Erdgasleitung liegt in der Straße, doch auch diese Technik überzeugt mich (noch) nicht.
Ein kleiner Bach läuft durch unseren Garten, doch den darf ich nicht mit einer Wärmepunpe "anzapfen"!
Es wird also, zumindestens übergangweise, kein Weg am Strom vorbeiführen:
Wir haben noch einige Nachtspeicher-Heizgeräte im Einsatz, die ich eigentlich schon ausmustern wollte.
Unser EVU hat uns nun ein interessantes Angebot gemacht, wo wir nicht nein sagen konnten.
Unser Speicherstrom wird billiger! Das macht im Jahr mindestens 5% aus.
Die Energieversorger suchen anscheinend händeringend nach Speicherkapazitäten!?
Und laut unbestätigten Informationen arbeitet man sogar daran, verbilligten Strom über den gesamten Tag anbieten zu wollen,,, schön wär´s!
Demnach sollte Strom doch irgendwie genügend zur Verfügung stehen?

Im Moment experimentiere ich auch mit Infrarot-Direktheizgeräten und ich habe mir einen Holzofen installiert.
Welcher Papierkram für den Ofen erforderlich war, spricht mal wieder für die deutsche Bürokratie.
Die Wärmeerzeugung durch diese Geräte hat mich allerdings in der kalten Jahreszeit auch nicht 100%ig zufrieden gestellt.
Ideal wäre ein Ofen, der gleichzeitig mit Pellets und Scheidholz betrieben werden kann und zudem eine Heizschlange für einen
Warmwasser-Pufferspeicher beinhalten würde, doch kann mir niemand so etwas anbieten!
 
Moin Moin
Der verbilligte Tagstrom für die Öfen kommt von den Solaranlagen.
Welche zur Zeit bei viel Sonne abgeschaltet werden.
Dann wird es auch wieder interessant das Wasser der Heizungsanlage elektrisch mit großen Wasserspeichern zu erhitzen.
Hatte ich schon mal vor 30 Jahren einige errichtet als der Strom noch unter 10 Pfg. lag.

gruß
Karsten
 
Unter dem Stichwort "Kombinationsofen wasserführend" werden in der bekannten Suchmaschine Kaminöfen für den wahlweisen Betrieb mit Pellets und Scheitholz samt Warmwassererzeugung angezeigt. Für den Betrieb einer Wärmepumpe ist Oberflächenwasser wegen der Frostgefahr möglicherweise nicht die beste Quelle. Grundwasser, Luft oder Erdwärme bieten je nach Standort Alternativen. Es mag regionale Unterschiede in den Verfahren geben, aber die Abnahme des Schornsteins und des angeschlossenen Kaminofens empfand ich nicht als bürokratisches Monster. Brandschutz und das erheblich reduzierte Risiko, morgens tot neben dem munter Kohlenmonoxid produzierenden Ofen aufzuwachen, waren mir sogar die überschaubaren Gebühren für den Schornsteinfeger wert.:) :-)
 
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