Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

Passt die Energiewende mit der Elektromobilität zusammen?

  • Wir schaffen das

    Stimmen: 11 17,7%
  • Ich glaube nicht

    Stimmen: 15 24,2%
  • Ganz sicher nicht

    Stimmen: 30 48,4%
  • Mir fehlen die Zahlen

    Stimmen: 6 9,7%

  • Umfrageteilnehmer
    62
Schornsteinfeger und Behörde gaben teilweise vollig unterschiedliche und sich widersprechende Informationen.
Der Antrag auf dem Bauamt war eine einzige Katastrophe. Der Schornsteinfeger schickte mich zur Behörde, die Behörde zum Schornsteinfeger, der dann anschließend noch 3x bis zur endgültigen Abnahme da war.
Letztendlich hatte ich ein falsches Formular ausgefüllt und ich musste auch noch Strafe zahlen, weil ich Baubeginn und fertigstellung nicht gesondert angezeigt hatte.
Angeblich hätte mich der Schornsteinfeger darauf hinweisen müssen, sagt die Baubaubehörde.
Quatsch, sagt der Schornsteinfeger und abnehmen könne er auch nichts, wenn der Ofen nicht in Betrieb sei!
Dies´ alles zog sich sage und schreibe über 6 Monate hin. Ein hilfbereiter Mitarbeiter in unserem örtlichen Bauamt hat mir noch geholfen und mehrfach mit der Kreisbehörde telefoniert.
Eventuell lag´s auch daran, dass der Schornsteinfeger aus NRW kommt und der Ofen in RPf steht!?
Na ja, hätte ich auf die Vollpfosten gewartet, ich wäre vermutlich erfroren...

Der Tipp mit dem "Kombinationsofen" ist gut, Danke, aber warum wissen das die örtlichen Heizungsbauer nicht?
Oder wollen die das nicht wissen?
Angebote für eine neue Heizungsanlage wollten die interessanterweise alle machen!
 
Da nun genausoviele in der obigen Umfrage meinen "Wir schaffen das" wie anderen die Zahlen für ein eigenes Urteil fehlen, hier nun einige Fakten.
Zum größten Teil vom Bundesamt für Statistik (fett) entnommen.
Bruttostromerzeugung 2016: 30 % stammten aus erneuerbaren Energien
Ökostrom vor allem durch Windkraft (11,9 %), Biomasse (7,0 %) und Photovoltaik (5,9 %) erzeugt.

An dieser Stelle muss man bemerken, dass nur Windkraft noch gesteigert wird, denn Wasserkraft und Biomasse sind in großem Maße ausgeschöpft in Deutschland. Photovoltaik rechnet sich nicht mehr.
Das Problem der Dunkelflauten habe ich oben ausgeführt, zurzeit werden all diese Erzeugungslücken durch konventionelle und da den Spielregeln des EEG folgend die billigsten zuerst (Braunkohle),
oder durch massiven Zukauf aus dem Ausland (allen voran Frankreichs billigen Atomstrom).
Bruttostromerzeugung gesamt in 2016 ca. 650 TWh.
In den Statistiken werden immer nur Strom und Wärme dargestellt. An die Zahlen des Energieverbrauches durch die Mobilität zu kommen ist gar nicht so einfach.
Gehen wir mal von unserem Inlandsabsatz an ca. 30 Millionen Tonnen Diesel (12,6 kWh/kg) und ca. 18 Millionen Tonnen Benzin (12,9 kWh/kg) aus,
So ergibt sich daraus ein Jahresenergieverbrauch von ca. 378 TWh an Dieselkraftstoff und 232 TWh an Benzinkraftstoff. Zusammen rund 610 TWh.
Die Verluste durch einen schlechteren Wirkungsgrad durch die Benutzung von Strom ist ausser acht gelassen.
Hoffentlich habe ich mich nicht verrechnet. ;)
Zurletzt haben wir 2015 ungefähr 30 000 Windräder 13 % des Stromes hergestellt. Bis zum erreichen des Energiezieles 2050 müßte sich die Zahl also versechsfachen.
Käme dann noch eine flächendeckende Versorgung der Elektromobilität dazu, müßte die Zahl der Windräder um mehr als das 12 fache gesteigert werden.
Vorausgesetzt wir hätten dann auch genügend Speicher. :(
Wie soll das funktionieren?
 
Moin Moin

Es ist mühselig über dieses Thema nachzudenken.
Rein rechnerisch kommen wir mit Wind und Solar bei dem derzeitigen Stromverbrauch nicht über die Runden.
Der weltweite Stromverbrauch wird aber noch weiter steigen.
Also fährt die Politik durch ihre Unwissenheit die Energiewende in Grund und Boden.

gruß
Karsten
 
Tolles Rechenbeispiel und sehr interessant.
Nur ein minimalen Makel gibt es daran, der so genannte (billige Atomstrom). Ich denke doch, dass du das ironisch gemeint hast. ;)
Leider merke ich noch immer, dass in meinem Umfeld so viele Leute der Meinung sind, dass der Atomstrom am billigsten ist. :/

Die Elektro-Mobilität ist noch ein Wunschdenken. Wie die Umweltplakette und deren Wirkung zur Verbesserung der Luft.
 
Moin Moin

Mit billigen Atomstrom könnte man meinen.
Da unsere Nachbarländer ein Überangebot an Atomstrom haben und es deshalb unseren Energieversorgern preiswert anbieten.
Der wiederrum verkauft den Strom wieder teuer.

gruß
Karsten
 
Ich denke doch, dass du das ironisch gemeint hast.
Nein, habe ich nicht. Ich habe an der Stelle von französischem Atomstrom gesprochen und der ist in der Tat für uns günstig, denn mit der Entsorgung und Endlagerung haben wir nichts zu tun. Der größte Teil unserer Importe kommt deshalb auch aus Frankreich.
So lange wie die Kosten für die Endlagerung nicht feststehen kennt man in der Tat nicht den vollständigen Preis. :(
Der Atom- oder Kohlestrom ist halt da wenn man ihn braucht. Das ist der Unterschied zum volatilen Wind- und Sonnenstrom.
Ohne Speicher ist ein Verzicht dieser Stromarten nicht vorstellbar und der benötigte Speicher ist gigantisch, wie ich vorgerechnet habe. :(
 
Wobei billig auch relativ zu sehen ist, selbst für den Atomstrom aus dem Ausland.
Der Einkauf mag billig sein, nur am Endpreis für den normalen Haushalt ist davon nichts mehr zu merken. Natürlich ist im Endpreis zu berücksichtigen, dass sämtliche Stromerzeugung inbegriffen ist.
 
Na ja,kosten für Endlager.
Ich möchte nicht wissen in welche Taschen das Geld zum Schluß fließt.

gruß
Karsten
 
dass sämtliche Stromerzeugung inbegriffen ist.
Das EEG ist ein Preistreiber. Schau Dir mal die Zusammensetzung an:
http://www.verivox.de/themen/strompreiszusammensetzung/
Netzentgelte beinhaltet auch die zum Teil chaotische Planung zum SuedLink. Einer Leitung die keiner braucht.
Auch die Bayern wollen keinen Gleichstromanschluß mit so einer Leistung:
windenergie_10_2016.JPG
Norddeutschland ist nicht in der Lage diese Schwankungen durch entsprechende Kraftwerke zu glätten. Also würde die Leitung entsprechend der Auslastung durch Windstrom nur zu ca. 20% genutzt. Ein wahnsinnig teures Unterfangen.
 
Da nun genausoviele in der obigen Umfrage meinen "Wir schaffen das" wie anderen die Zahlen für ein eigenes Urteil fehlen, hier nun einige Fakten.
Zum größten Teil vom Bundesamt für Statistik (fett) entnommen.
Bruttostromerzeugung 2016: 30 % stammten aus erneuerbaren Energien
Ökostrom vor allem durch Windkraft (11,9 %), Biomasse (7,0 %) und Photovoltaik (5,9 %) erzeugt.

An dieser Stelle muss man bemerken, dass nur Windkraft noch gesteigert wird, denn Wasserkraft und Biomasse sind in großem Maße ausgeschöpft in Deutschland. Photovoltaik rechnet sich nicht mehr.
Das Problem der Dunkelflauten habe ich oben ausgeführt, zurzeit werden all diese Erzeugungslücken durch konventionelle und da den Spielregeln des EEG folgend die billigsten zuerst (Braunkohle),
oder durch massiven Zukauf aus dem Ausland (allen voran Frankreichs billigen Atomstrom).
Bruttostromerzeugung gesamt in 2016 ca. 650 TWh.
In den Statistiken werden immer nur Strom und Wärme dargestellt. An die Zahlen des Energieverbrauches durch die Mobilität zu kommen ist gar nicht so einfach.
Gehen wir mal von unserem Inlandsabsatz an ca. 30 Millionen Tonnen Diesel (12,6 kWh/kg) und ca. 18 Millionen Tonnen Benzin (12,9 kWh/kg) aus,
So ergibt sich daraus ein Jahresenergieverbrauch von ca. 378 TWh an Dieselkraftstoff und 232 TWh an Benzinkraftstoff. Zusammen rund 610 TWh.
Die Verluste durch einen schlechteren Wirkungsgrad durch die Benutzung von Strom ist ausser acht gelassen.
Hoffentlich habe ich mich nicht verrechnet. ;)
Zurletzt haben wir 2015 ungefähr 30 000 Windräder 13 % des Stromes hergestellt. Bis zum erreichen des Energiezieles 2050 müßte sich die Zahl also versechsfachen.
Käme dann noch eine flächendeckende Versorgung der Elektromobilität dazu, müßte die Zahl der Windräder um mehr als das 12 fache gesteigert werden.
Vorausgesetzt wir hätten dann auch genügend Speicher. :(
Wie soll das funktionieren?

Servus zusammen,

ich arbeite in der Energiebranche und habe mit diesen Zahlen häufiger zu tun. Wie du ja schon ausgeführt hast ist allerdings nicht nur die Energie zu decken sondern zu jeder Millisekunde auch die notwendige Leistung, sei es durch Abschaltung oder Erzeugung.

Wir haben derzeit ca. 49 GW Wind 40 GW Solar installiert. Der Bedarf in D in der Spitze geht an die 80 GW. Die gesicherte Leistung trotz der der schon hohen Zahl an erneuerbaren liegt jedoch bei unter 5%! Eine Versechsfachung wird also ohne eine massiven Ausbau von Speicherlösungen nicht ausreichen. Eher eine Verzehnfachung wäre nötig. Die notwendigen Speichertechnologien existieren m.E. noch nicht. Power2Gas ist ineffizient, Pumpspeicher nahezu ausgeschöpft, Druckluftspeicher nur in kleinem Umfang möglich. Man könnte fleissig Batterien installieren aber im derzeitigen Marktmodell rechnet sich das alles nicht.

Die Politik bzw. die BNetzA rechnet hier im Netzentwickugsplan m.E. mit unplausiblen Hoffnungen. Bis 2050 sollen Gaskraftwerke zugebaut, alle anderen konventionellen KW abgebaut werden. Dazu eine Verdopplung der erneuerbaren Leistung. Ein par Speicher. Der REST soll aus dem Ausland kommen. Aber was machen wir, wenn das Ausland genauso plant? Wo ist hier die europäisch abgestimmte Energipolitik?

Dass die Energiewende irgendwann kommt, davon gehe ich aus. Wie lang wir bis dahin brauchen vermag ich allerdings nicht zu sagen, geschweige denn wie teuer das wird. Derzeit bauen wir zum bestehenden System, das wegen der notwendige Leistungsdeckung noch lange mitfinanziert werden muss, ein zweites volatiles System hinzu. Das wird alles noch sehr teuer und man erzählt den Verbrauchern hier nur die halbe Wahrheit. Die Sicherung der Netzstabilität ist in den EEG Kosten nicht enthalten, wird über die jetzt anziehenden Netzentgelte langsam sichtbar. Da wird allerdings noch viel mehr auf uns zukommen.

Das aktuelle Strommarktdesign läuft auf einen Kollaps hinaus. Konventionelle Kraftwerke rechnen sich durch den subventionierten Zubau der EE nicht mehr. Es werden immer mehr abgeschaltet. Die abzusichernde Leistung wird jedoch kaum sinken (sogenannte Residuallast). Die Dunkelflaute wird ohne Änderungen in den nächsten Jahren an der Steckdose ankommen. Was ein länger andauernder Stromausfall bedeuten würde mag ich mir nicht auszumalen.

Schon jetzt überlegen die Netzbetreiber allein zur Netzstabilitätssicherung eigene Kraftwerke zu bauen, weil die Kraftwerksbetreiber zu viele abschalten müssen. Absurd! Das wird dann hintenrum über die Netzentgelte alles auf den Verbraucher zukommen, der vordergründig über das EEG meint genügend EE aufzubauen.

Allerdings muss ich sagen, dass die Elektromobilität in dem ganzen nicht der entscheidende Faktor ist. Die dort verfügbaren Speicher könnten in Summe für einen eher ausgeglichenen Effekt bzgl. der Leistung führen. Bzgl. der Energie bedarf es natürlich eines Ausbaus des Gesamtsystems, aber Energie ist nicht so das große Problem Die Leistung im Stromnetz muss zu JEDERZEIT erzeugbar sein!

edit: Rechtschreibfehler korrigiert. Hab das ganze unterwegs bissl hingewischt ist mir aufgefallen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
man erzählt den Verbrauchern hier nur die halbe Wahrheit.
Hi @MichBeck , das deckt sich exakt mit meinen Zahlen und auch meinen Einschätzungen.
Das aktuelle Strommarktdesign läuft auf einen Kollaps hinaus.
Auch das ist mir aus Kraftwerken, die ich bescuht habe, so berichtet worden.
Die Leistung im Stromnetz muss zu JEDERZEIT erzeugbar sein!
Das ist exakt das Problem. Diese sogenannte Energiewende wird an die Wand gefahren.
Allerdings muss ich sagen, dass die Elektromobilität in dem ganzen nicht der entscheidende Faktor ist. Die dort verfügbaren Speicher könnten in Summe für einen eher ausgeglichenen Effekt bzgl. der Leistung führen.
Das glaube ich übrigens nicht so. Erstens werden die meisten Autos in der Nacht geladen, wenn Photovoltaik grundsätzlich nicht zur Verfügung steht und zweitens helfen sie bei den Dunkelflauten auch nicht, weil die zu lange andauern. :( Hier findet man eine gute Übersicht, über die verschiedenen Speichertypen: https://de.wikipedia.org/wiki/Energiespeicher
Batteriespeicher in Deutschland haben Leistungen im knapp zweistelligem MW Bereich. Für die Dunkelflauten liegt der Speicherbedarf im TW Bereich. Jetzt darf gerechnet werden. ;)
Richtig, wir brauchen 100 000de von solchen Anlagen um eine Dunkelflaute zu überbrücken.
Die technischen Grenzen der volatilen Stromerzeugung
 
Also ich hatte an der Berufsschule einen Religionslehrer und erklärten Atomstrom-Gegner, der hatte das Problem schon vor 30 Jahren erkannt.
Der erklärte vollster Überzeugung: "Ich brauche keinen Atomstrom, ich kann mich auch mit einer Kerze vor den Fernseher setzen!"

Eventuell sollte man solche Typen, genauso wie unnütze Politiker und die selbsternannten Fachleute in Hamsterräder einsperren, die mit einem Dynamo verbunden sind!?
Aber dann auch nur füttern, wenn sie sich bewegen!
 
Mich würde mal interessieren, was denn die Alternative ist, bzw. was man an der derzeitigen Entwicklung ändern müsste.
Mehr Speicher bauen, da sind wir uns einig. Die Pumpspeicher sind derzeit die einzigen in großem Maßstab, aber standortabhängig. Das heißt es braucht Leitungen.
Windkraft hat eine gewisse Diversifizierung zwischen on- und off-shore. Wieder braucht man Leitungen, die keiner bei sich haben will.
Dezentrale Energieversorgung? Ist wirtschaftlich mit der Kopplung Wärme- und Strom-Erzeugung. Und schon hat man eine neue Abhängigkeit. Gut, Wärme wird gerade im Winter gebraucht.
 
Mich würde mal interessieren, was denn die Alternative ist, bzw. was man an der derzeitigen Entwicklung ändern müsste.

Moin Moin

Es gab mal ne Filmreihe,Mad Max der Name.
Da ist der Zustand wie bei uns in 2-300 Jahren gut dargestellt.
Bis dahin geht es weiter wie bisher.
Deutschland wird weiterhin auf Energiewende machen und Atomstrom aus andern Ländern beziehen.
Dann kommt ein grüner Bundeskanzler und alles geht den Bach runter.;)

gruß
Karsten
 
Dezentrale Energieversorgung?
Ich denke das ist in vielen kleineren Bereichen eine ideale Lösung. Daran hatten vor Beginn der sogenannten Energiewende die großen Energieversorger natürlich gar kein Interesse und deshalb hat es in diesem bEreich auch keine wirklich interessante Förderung gegeben. Lobbyarbeit können halt nur die großen Verbände machen. Immer mehr Grossbetriebe, so auch VW in Hannover, setzen auf eine eigene Energieversorgung. Die besten Wirkungsgrade bekommt man eh nur bei der Kraft-Wärmekopplung hin. Auch etwas was bei der Elektromobilität gern vergessen wird. Im Winter geht das Wohlbefinden im Auto (Wärme) zu lasten der Reichweite. :(
 
VW in Hannover sagt mir jetzt nichts (in Beziehung auf Kraftwerk).
VW Wolfsburg aber sehr wohl, da hat VW ein großes Kraftwerk stehen. Ebenso wie das andere große Industriebetriebe machen, und zwar schon seit Jahrzehnten. Z. B. BASF in Ludwigshafen fällt mir da noch ein. Die spannende Frage ist immer, ob sie sich im Fall der (Störungs-)Fälle wirklich rechtzeitig vom Netz trennen können.
Es gibt auch Werke, die sehr sensibel gegen Spannungsausfälle sind, und sich deshalb ein Kraftwerk hinstellen, Chiphersteller z.B.
Zurück zu den dezentralen. Ich nehme an, das Kraftwerk VW Hannover ist größer als für 10 Reihenhäuser? ;)
Die ganz kleinen dezentralen Kraftwerke werden stark propagiert als ein Baustein der Energiewende. Womit werden die betrieben? Holz? Biomasse? Gas? Diesel? Hat alles Vor- und Nachteile.
Und der Netzbetreiber argumentiert gegen sie nicht wegen der Konkurrenz, sondern weil sie am großen Netz hängen und nichts zur Frequenzstabilität beitragen. Im Gegensatz zu den großen Industriekraftwerken.
 
und nichts zur Frequenzstabilität beitragen.
Das ist ein spannendes Thema, denn die volatilen Energien tun auch nichts zur Netzstabilisierung und es werden immer mehr. :(
Im Gegensatz zu den großen Industriekraftwerken.
Ja, weil man dafür große Massen braucht um die Frequez konstant zu halten. Bevor ich mich mit dem Thema beschäftigt habe wußte ich auch nicht, dass die zulässige Toleranz bei der Frequenz nur 0,02 Hertz sind.
Die meisten Menschen wissen ja auch nicht, dass unser Wechselstrom 100 mal in der Sekunde gar nicht da ist. ;)
 
Ja, weil man dafür große Massen braucht um die Frequez konstant zu halten. Bevor ich mich mit dem Thema beschäftigt habe wußte ich auch nicht, dass die zulässige Toleranz bei der Frequenz nur 0,02 Hertz sind.

Die rotierenden Massen sind das eine, die Dampfreserve das nächste. Die bewirkt, dass ein (thermisches) Kraftwerk zumindest für eine begrenzte Zeit eine um 5% höhere Leistung erzeugen kann. Beides sind die Effekte, die direkt helfen, die Frequenzabsenkung auf Grund des Leistungsdefizits, das durch ein ausgefallenes Kraftwerk entstanden ist, zu begrenzen.
 
Meine Energiewende hat ab heute eine neue Qualität: Ich habe mir gerade ein eBike bestellt!

Da mir mittlerweile 2 Ärzte unabhängig vonneinander wegen Rücken und Knieproblemen dazu geraten haben, habe ich etwas Geld in die Hand genommen und bestellt.
Mit verschiedenen Fitness-Studios und einer REHA habe ich bisher ausschließlich schlechte Erfahrungen gemacht.
Nach einem privaten Rückentraining bei einer Physio-Praxis hatte ich immer nach der Übungsstunde mehr Probleme als ohne.
Fahren möchte ich eigentlich ausschließlich im Wald und die Steigungen hier im Westerwald muss man ja schließlich auch erst einmal bewältigen.
Außerdem sind wir mehrmals im Jahr an der Nordsee, also brauche ich wohl auch noch einen Fahrradträger für die Anhängerkupplung!?
Mal schauen, meine bessere Hälfte geht nächstes Jahr in Rente und die Fahrt zur Arbeit wäre zumindestens im Sommer auch problemlos machbar.

Die technischen Daten:
Mountain-Bike, Bosch-Mittelmotor 36 Volt oder 48 Volt (weiß ich jetzt nicht mehr genau), 60 Nm,
4 Leistungsstufen, 400 Watt Lithium-Ionen-Akku, gefederte Vorderradgabel, hydraulische Scheibenbremse,
7 Gang-Schaltung, LED-Beleuchtung,... vom Zweiradhändler meines Vertrauens vor Ort (und nicht aus dem Internet!), der hat mir schon als Schüler gute Fahrräder verkauft!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Aus gesundheitlichen Gründen finde ich solch E-Bike schon gut. Ansonsten hat es mit Radfahren nix mehr zu tun und die Preise dafür sind überzogen, gerade wegen dem anhaltenden Trend zum E-Bike.
Ich wünsche schon mal gute Fahrt und keine Dunkelflaute. ;)
 
Servus.

Als erstes vorweg: ich habe mich bisher noch nicht wirklich viel mit dem Thema beschäftigt. Und nicht mal den Bruchteil an Fachwissen wie einige andere hier.
Ich bin jetzt gerade 28 und werde aller Voraussicht nach noch ein wenig auf dieser Erde verweilen. Ich habe bisher kein Eigenheim und habe es auch in näherer Zukunft nicht geplant. Also wird es mit "Eigenversorgung" durch Photovoltaik o.Ä. schwierig für mich. Ich müsste jetzt nachschauen, was ich für meine bescheidenen 70qm an Strom und Heizung verbrauche. Und ehrlich gesagt ist es mir auch relativ egal. Günstiger wird es wohl nicht mehr.
Was für mich feststeht: Wir werden wahrscheinlich ein Problem bekommen. Egal ob wir weitermachen würden wie bisher und uns irgendwann die Ressourcen (Kohle, Öl etc) ausgehen, oder ob wir wie von euch beschrieben einfach nicht gut genug auf die Abschaltung der Atomkraftwerke etc vorbereitet sind und Weihnachten demnächst sehr klassisch und ausschließlich mit Wachskerzen stattfinden wird.
Ich komme ursprünglich aus der Grenzregion D - DK. Dort steht gefühlt alle 5 Meter eine Windkraftanlage. Fürchterlich sieht es da mittlerweile aus. Wenn der Wind ungünstig steht, dann wird man auf Terrasse fast bekloppt von dem "wupp-wupp-wupp". Wenn jetzt noch x-Mal so viele benötigt werden, kann das nicht wirklich die Lösung sein. Aber das nur nebenbei.
Ich bin der Meinung, dass wir extrem an der Effizienz ALLER elektronischen Geräte arbeiten müssen. Egal, ob die Windräder mehr produzieren oder die Kühlschränke weniger brauchen. Das ist das selbe wie bei den e-Autos. Es ist physikalisch einfach nicht möglich schneller zu laden bzw Strom zu transportieren. Also muss ich weniger laden, um schneller zu sein und viel effizienter, um genauso weit zu fahren.
Der Mensch hat die Physik zwar schon des öfteren ausgetrickst oder mit guten Erfindungen einen akzeptablen Umweg gefunden, aber das wird bei unserem (stetig steigenden) Energiebedarf wohl kaum reichen.
So und jetzt mal zu einem ganz besonders wichtigem Punkt: Wie schaut denn die sogenannte Ökobilanz von einem e-Auto aus? Ich würde mal behaupten, dass kein e-Auto so grün ist, dass es meinen Z aussticht. Selbst wenn ausschließlich 'grüner' Strom getankt wird, muss das Teil ja auch erstmal produziert werden. Da gehen auch ein paar Liter Öl durch die Weltgeschichte, bis so ein Eimer fertig ist. Da kann der Z noch sehr lange laufen glaube ich.
Und was ist mit dem Akku? 8 Jahre? Und wohin danach?
Und das gilt ja am Ende für fast alles, was grünen Strom erzeugt. Alles muss erstmal mit Öl und Energie produziert werden. Ich glaube ich sollte mir mal die Mühe machen so etwas auszurechnen.

Bin dankbar für eure Aufklärung hier. Sind wirklich sehr interessante Informationen dabei!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,
danke für deinen Beitrag, auch wenn ich nicht der TE bin! :) :-)
Erster Punkt, der Wirkungsgrad eines Benzin-gefütterten Motors ist nicht sehr hoch, und der eines Diesels nicht viel besser. Im Gegensatz dazu steht ein E-Motor recht gut da.
Zweiter Punkt: ein elektrisch angetriebenes Fahrzeug ist weit weniger komplex als die heutigen Benzin- oder Diesel-betriebenen. Es braucht weniger Arbeitsstunden, und auch weniger Material. Ob es ökologisch besser ist, kann ich nicht beantworten.
Eine weitere Frage ist natürlich: wo kommt der Strom für das elektrisch angetriebene Fahrzeug her?
Natürlich möchte ich, wenn ich morgens ins E-Auto steige, genügend Reichweite für den Tag. Und ich weiß morgens nicht, wie weit ich fahre. Da das Auftanken heute (noch?) nicht so leicht und schnell geht wie beim Fahrzeug mit Diesel oder Benzin, will ich möglichst viel Reichweite haben, logisch.
Also, zur alltagstauglichen Batterie-Technik, die alles so gut kann oder zur Verfügung stellt wie ein Diesel- oder Benzin-betriebenes Fahrzeug, habe ich heute keine Antowrt.
 
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