AW: PAYD: Pay As You Drive
Ich hoffe, es kommt so...
Aber - auch wenn ich persönlich absolut gegen die Dinger bin - würde ein positives Ergebnis der genannten Studie den Druck in der Diskussion erhöhen.
Ich sehe da die Gefahr eines schleichenden Prozesses: in so 2-3 Jahren liegen belastbare (unterstellt positive) Ergebnisse vor.
Einige - wenige - Versicherer bieten dieses Tarif auf freiwilliger Basis an, die Prämien würden - da natürlich freiwillig nur die Wenigfahrer teilnehmen, unschlagbar günstig. Diesen Preisvorteil nehmen immer mehr Kunden mit, bis - vielleicht in 10 Jahren - im Standardtarif nur die (überdurchschnittlich) sportlichen Fahrer verbleiben. Diese stellen ein höheres Risiko dar, so dass der ehemalige Standardtarif -also ohne Überwachung - immer teurer wird, bis irgendwann (10-15 Jahren) einmal der Normalfahrer sich den alten Tarif nicht mehr leisten kann/will und dieser langsam vom Markt verschwindet.
Technisch ist das System realisierbar, und der Datenschutz greift erstmal nicht, da ich freiwillig der Nutzung meiner Daten zustimme.
Wenn man noch bedenkt, dass der Kfz-Verkehr in den nächsten Jahren überproportional steigen wird - bei kaum zunehmender Streckenlänge - kann es sein, dass eine öffentliche Diskussion über neue Verkehrskonzepte beginnt (vgl. aktuell Gigaliner (60t-Lkw)). Und wer weiß, was in 10 Jahren die Politik so alles treibt!
Oder wer hätte 1998 sich ein Gesetz zur Vorratsdatenhaltung vorstellen können, oder eine Diskussion zur Nutzung der sog. Mautdaten für Strafverfolgungszwecke oder die Online-Durchsuchung ohne Kenntnis der Nutzer.
Wie gesagt: ich finde diese Entwicklung höchst bedenklich und kann nur hoffen, dass mein geschildertes Szenario nicht wahr wird!!!