sDrive20i - Schlechte Fahrleistungen im Alltagsgebrauch?

Oh je, nu' hab' ich schon wieder vergessen, was ich schreiben wollte.

Noch nicht die richtige Drehzahl heute gefunden, Jan? ;)
Bist doch eher ein Sauger als ein Turbo, richtig?

Nun lasst uns doch mal abwarten, was der TE noch beizutragen hat und eventuell ist ja wirklich an dem Wagen etwas defekt. Und wenn es nur die Dichtung zwischen Lenkrad und Sitz ist :b

Tim
 
Bin gerade den X3 mit neuem 20i Motor gefahren und der Wagen ist ganz gut gegangen für das Gewicht. Auch meine Frau fand den Wagen deutlich spritziger als unseren 170PS Turbodiesel SUV. Der Verbrauch lag allerdings auch bei deutlich über 11 Litern. Mach doch einfach mal eine Probefahrt mit einem anderen BMW der diesen Motor hat.
 
Ich bin zwar auch nur Hobbytechniker, aber manchmal soll man doch einfach Zahlen sprechen lassen. Ich denke, der TE ist auf dem Turbodiesel-Holzweg gelandet und glaubt an die Formel "hohes Motordrehmoment gleich hohe Zugkraft unter allen Bedingungen". Und vergisst den Einfluß der Übersetzung bei diesem Spiel.
Eine Geschwindigkeit von 90km/h macht bei 1,99m Radumfang 754 Radumdrehungen/min. Das gilt für 20i wie 23i. Der letzte Gang ist beim 20i mit 0,68 übersetzt, der Endantrieb mit 3,08. Macht in der Summe 2,09. Bei 23i sind es 0,85, 3,64, Summe 3,09. Für die benötigten Radumdrehungen bei 90km/h macht der 20i 1575 Motorumdrehungen, der 23i deren 2230. Das wiederum ergibt bei dieser Geschwindigkeit mit den 270nm des Turbomotors (wenn die denn wirklich schon voll versammelt sind) eine Motorleistung von 44KW oder 60 PS. Der 23i entwickelt da 230nm, die in einer Motorleistung von 54KW oder immerhin 73 PS resultieren. Die längere Übersetzung gereicht dem 20i auch im weiteren Verlauf der Fahrtaufnahme zum Nachteil. 60 PS bei 1,5T Fahrzeugmasse kenne ich noch aus alten Zeiten vom MB 200 D. Der war auch nicht als Dynamikwunder bekannt und das sollte die Erwartungshaltung trotz der Prospektprosa zum durchzugsstarken 2L-Turbomotorauf ein realistisches Maß reduzieren.;)
'Wenn man jetzt noch sieht, dass sogar ein kräftigerer 35i mit einer kürzeren Übersetzung kombiniert wird, liegt der Verdacht nahe, dass es bei Einstiegsmodell auf Teufel komm raus um gute Werte im Verbrauchszyklus geht und der 6. Gang ein Schongang ist (gut 4100U/min bei 235km/h Höchstgeschwindigkeit, die wohl eher im 5. erreicht werden). Zudem sind im Sinne einer kostengünstigen Gleichteilestrategie Getriebe und Endantrieb bei beiden Vierzylindermotoren gleich. Was den 28i übrigens mit 78 PS bei 90km/h im 6. Gang als Vergleich zum 23i angemessener erscheinen lässt.
Die technischen Daten habe ich aktuellen und älteren Verkaufsprospekten des Hauses BMW entnommen, geringfügige Rundungen mögen den Ingenieur schmerzen (sind aber für das Ergebnis nicht relevant) und Feinheiten wie Schlupf und Wirkungsgrade habe ich in der Kürze der Zeit ebenfalls nicht berücksichtigt.:)
 
Ergänzend zur Rechnung von 6inline: Bei 130km/h dreht der 20i nur 2300/min (!) und hat dann bei voller Motorlast 565Nm "Schub". Der 23i hat bei 130km/h 766Nm "Schub" zur Verfügung, die stärkeren entsprechend noch (viel) mehr. Alles im 6. Gang, der beim 23i sinnvoll ausgelegt ist (Motor dreht aus) ... beim 20i kann man selbst im 4. die Höchstgeschwindigkeit fahren (6100/min.) - im 5. dreht der Motor bei Höchstgeschwindigkeit etwa Nenndrehzahl 5000/min.

Fazit: Den Motor haben sie im Zetti zu Tode übersetzt, damit die Prospektangaben zum CO2 stimmen ...
 
Ich bin zwar auch nur Hobbytechniker, aber manchmal soll man doch einfach Zahlen sprechen lassen. Ich denke, der TE ist auf dem Turbodiesel-Holzweg gelandet und glaubt an die Formel "hohes Motordrehmoment gleich hohe Zugkraft unter allen Bedingungen". Und vergisst den Einfluß der Übersetzung bei diesem Spiel.
Eine Geschwindigkeit von 90km/h macht bei 1,99m Radumfang 754 Radumdrehungen/min. Das gilt für 20i wie 23i. Der letzte Gang ist beim 20i mit 0,68 übersetzt, der Endantrieb mit 3,08. Macht in der Summe 2,09. Bei 23i sind es 0,85, 3,64, Summe 3,09. Für die benötigten Radumdrehungen bei 90km/h macht der 20i 1575 Motorumdrehungen, der 23i deren 2230. Das wiederum ergibt bei dieser Geschwindigkeit mit den 270nm des Turbomotors (wenn die denn wirklich schon voll versammelt sind) eine Motorleistung von 44KW oder 60 PS. Der 23i entwickelt da 230nm, die in einer Motorleistung von 54KW oder immerhin 73 PS resultieren. Die längere Übersetzung gereicht dem 20i auch im weiteren Verlauf der Fahrtaufnahme zum Nachteil. 60 PS bei 1,5T Fahrzeugmasse kenne ich noch aus alten Zeiten vom MB 200 D. Der war auch nicht als Dynamikwunder bekannt und das sollte die Erwartungshaltung trotz der Prospektprosa zum durchzugsstarken 2L-Turbomotorauf ein realistisches Maß reduzieren.;)
'Wenn man jetzt noch sieht, dass sogar ein kräftigerer 35i mit einer kürzeren Übersetzung kombiniert wird, liegt der Verdacht nahe, dass es bei Einstiegsmodell auf Teufel komm raus um gute Werte im Verbrauchszyklus geht und der 6. Gang ein Schongang ist (gut 4100U/min bei 235km/h Höchstgeschwindigkeit, die wohl eher im 5. erreicht werden). Zudem sind im Sinne einer kostengünstigen Gleichteilestrategie Getriebe und Endantrieb bei beiden Vierzylindermotoren gleich. Was den 28i übrigens mit 78 PS bei 90km/h im 6. Gang als Vergleich zum 23i angemessener erscheinen lässt.
Die technischen Daten habe ich aktuellen und älteren Verkaufsprospekten des Hauses BMW entnommen, geringfügige Rundungen mögen den Ingenieur schmerzen (sind aber für das Ergebnis nicht relevant) und Feinheiten wie Schlupf und Wirkungsgrade habe ich in der Kürze der Zeit ebenfalls nicht berücksichtigt.:)

Ergänzend zur Rechnung von 6inline: Bei 130km/h dreht der 20i nur 2300/min (!) und hat dann bei voller Motorlast 565Nm "Schub". Der 23i hat bei 130km/h 766Nm "Schub" zur Verfügung, die stärkeren entsprechend noch (viel) mehr. Alles im 6. Gang, der beim 23i sinnvoll ausgelegt ist (Motor dreht aus) ... beim 20i kann man selbst im 4. die Höchstgeschwindigkeit fahren (6100/min.) - im 5. dreht der Motor bei Höchstgeschwindigkeit etwa Nenndrehzahl 5000/min.

Fazit: Den Motor haben sie im Zetti zu Tode übersetzt, damit die Prospektangaben zum CO2 stimmen ...

:t:t:t
Sehr gut, hoffentlich lesen das auch die Forenkollegen, die noch vor einigen Wochen hier im Brustton der Überzeugung verkündet haben, dass der 20i auf Grund seines (etwas) höheren Drehmoments im Alltag wesentlich besser gehen wird als der 23i ...

Gruß
Toralf Z.
 
Nein, eine neue (Britta) hat sich gerade angemeldet und ich habe schon dort auf dieses Thema hier hingewiesen. Wäre interessant zu lesen, was sie schreibt.

Tim
 
:t:t:t
Sehr gut, hoffentlich lesen das auch die Forenkollegen, die noch vor einigen Wochen hier im Brustton der Überzeugung verkündet haben, dass der 20i auf Grund seines (etwas) höheren Drehmoments im Alltag wesentlich besser gehen wird als der 23i ...

Gruß
Toralf Z.

Solange du im 20i immer 2 Gänge unter dem 23i bleibst, dürfte die Leistung dennoch stimmen ;)
Man muss sich halt, von den "irreführenden" Aufdrucken des Schalthebels freimachen :M
 
Den 6.ten als Schongang ist schon ganz OK. Aber 6 Gänge als Schongang wäre dann doch ein wenig zu Viel des Guten.
 
Verbrauch hin oder her. Ist ja ganz toll die Schaltempfehlung aber es ist doch ein Sport bzw. Spassauto und da soll es doch eigentlich nicht auf dem Verbrauch sondern auf den Spass ankommen.
Wenn ich gerne untertourig fahre um Sprit zu sparen und mich dann wunder warum er nicht aus dem Ar..... kommt. Dann habe ich wohl das falsche Auto bzw. Motor gewählt (sollte mir aber vorher klar sein).
Aber ich würde auch erstmal ne Prbefahrt mit einem anderen machen. Kann mir nicht vorstelle,das man mit dem Wagen eine Verkehrsbremse ist.
 
Ach freunde...übersetzung, co2, verbrauch hin oder her...die alten Reihensexer :) waren, sind und werden die besten bleiben...
Punkt aus !

keine Frage :t

Aber auch mit dem 23i hat man quasi keinerlei Beschleunigung, wenn man den Gang drin hat, den einem die Schaltpunktanzeige vorschlägt.
Deshalb halte ich dieses Feature für das sinnloseste auf Gottes Erden...
 
keine Frage :t

Aber auch mit dem 23i hat man quasi keinerlei Beschleunigung, wenn man den Gang drin hat, den einem die Schaltpunktanzeige vorschlägt.
Deshalb halte ich dieses Feature für das sinnloseste auf Gottes Erden...

klar der 23i is jetzt auch nicht der ÜBERMOTOR ^^
aber is zum glück nicht das einzige pferd im stall...
in na garage versteck sich unteranderem noch ein s54 ;)
Hochdrehzahl in Perfektion wie ich finde :)
 
Ich habe Ende 2011 meinen alten Toyota MR2 Roadster und viel Geld gegen einen neuen BMW Z4 sDrive20i getauscht und habe ihn jetzt etwa einen Monat lang und 1200 km weit gefahren. Da der Z4 mein einziges Auto ist, verwende ich es praktisch täglich. Die Fahrleistungen, die ich bisher im Alltagsgebrauch beobachten konnte, waren allerdings sehr enttäuschend.

Unter Alltagsgebrauch verstehe ich eine Fahrweise im "Comfort" Modus, bei der man im Wesentlichen den Schaltempfehlungen des Bordcomputers folgt und im üblichen Ausmaß Gas gibt. Die Drehzahl bewegt sich dabei bis etwa 2500 U/min abseits der Autobahn und bis etwa 3000 U/min im 6. Gang auf der Autobahn (=ca. 130 km/h). Bei dieser Fahrweise habe ich allerdings erhebliche Schwierigkeiten mit dem normalen Verkehr mitzuhalten.

Eine Beschleunigung von 90 km/h auf 130 km/h im 6. Gang, beispielsweise beim Überholen eines LKW auf der Autobahn, ist ein Unterfangen, das gründlich geplant sein will, wenn man in der langen Zeit, in der man auf der Überholspur versucht zu beschleunigen, nicht zum Hindernis für nachkommende Fahrzeuge werden will. Ich habe es nicht probiert, aber ernste Zweifel, dass man die Tachonadel jemals jenseits von 160 km/h sehen kann.

Auch beim Wegfahren aus dem Stillstand bei einer roten Ampel (nachdem sie auf grün geschaltet hat natürlich), entsteht üblicherweise zum Vordermann eine große Lücke und man wird bei mehrspurigen Straßen von Autos flott überholt, die weniger als halb soviel Geld kosten und nur halb soviel Treibstoff verbrauchen.

Es mag schon sein, dass man diese Probleme durch Zurückschalten um ein oder zwei Gänge und erheblichen Druck aufs Gaspedal lösen kann, um dem Auto ein wenig mehr Dynamik einzuprügeln. Aber das verstehe ich nicht unter Alltagsgebrauch und würde die Notwendigkeit dazu auch eher bei einem untermotorisierten Kleinwagen erwarten. Das Fahren im "Sport" Modus brachte jedenfalls keine wahrnehmbaren Verbesserungen.

Die Behauptung von BMW der Motor hätte

"... spürbar spontaneres Ansprechverhalten und sorgt bereits unmittelbar oberhalb der Leerlaufdrehzahl für eine temperamentvolle Kraftentfaltung, die sich gleichförmig bis in höhere Lastbereiche fortsetzt ..." (Artikel vom 2. Juli 2011 auf dieser Internetseite)

kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen.

Ich habe privat und dienstlich schon viele verschiedene Autos gefahren (Fiat, Ford, Toyota, VW, Mercedes, Volvo) darunter Roadster, SUVs, Kombis, Limousinen, mit Preisen zwischen 10.000 und 100.000 EUR. Im Grunde verhalten sie sich alle im Alltagsgebrauch unter Einbezug der erwartbaren Leistungsfähigkeit ähnlich, aber mein neuer Z4 fällt dabei soweit aus dem Rahmen, dass ich nicht sicher bin, ob das Auto nicht in eine Werkstatt gehört. Der Bordcomputer verlangt allerdings nicht danach.

Ich wäre interessiert, ob es dazu ähnliche Beobachtungen gibt.

Danke.

BTEch.

ein 20i ist das reinste efficient phlegmatics-mobil, welches es nicht mal im sport-modus schafft die niederen triebe zu wecken. die schaltpunktanzeige würde ich mit nem 8er bohrer ausschalten. vielleicht kaufst dir einfach nen 30i und hast spaß am vernünftigen mitschwimmen. ansonsten danke ich dir für den beitrag, der ein schlag ins gesicht der turbo-mafia ist.
 
keine Frage :t

Aber auch mit dem 23i hat man quasi keinerlei Beschleunigung, wenn man den Gang drin hat, den einem die Schaltpunktanzeige vorschlägt.
Deshalb halte ich dieses Feature für das sinnloseste auf Gottes Erden...
die anzeige ist nur dazu da um leute zu bevormunden und ihnen einen fahrstil aufzuzwingen, der sie nicht mehr über die diskrepanz von realverbrauch zu NEDC-verbrauch nachdenken oder maulen lässt.
 
Immerhin ist mir bei der kleinen Rechenübung klar geworden, wie andere Hersteller und BMW es schaffen, für Benzinmotoren mit gut 300 PS einen Normverbrauch von 8L und weniger zu erreichen. Unabhängig von der Vorliebe für Zylinderzahlen und Beatmungskonzepte ist es schade, dass die neuen Turbomotoren mit dieser Getriebe-/Antriebskombination ihr sicher vorhandenes Potenzial nicht zeigen können.
 
Max 3000 U/min ? Hier liegt dein Problem...Bei meinem OPC kam der Turbo erst bei ~2700U/min. Ab 3500-4000 wurde es dann spassig. Wo liegt die "Turbo Schwelle" beim 20i ?
 
Drehzahl 2500-3000 U/min...in nem Z4 mit 90 auf der AB....im 6. kein Durchzug bei 90 Km/h..

dachte heut ist der 1. Feb. und net der 1. Apr. ...ansonsten warte doch einfach auf die Diesel Variante
 
ein 20i ist das reinste efficient phlegmatics-mobil, welches es nicht mal im sport-modus schafft die niederen triebe zu wecken.

Sag mal, bist Du eigentlich nur auf Krawall aus ?
Wenn sich bei Dir die "niederen Triebe" selbst mit einem 184 (oder so) PS - Fahrzeug nicht
wecken lassen, dann gute Nacht...
Ich bin mir recht sicher, dass man das Teil -so man nicht sklavisch auf den Verbrauch achtet-
auch akkurat um die Ecken bewegen kann.
 
Hallo BTech,
da ich mit einer der ersten 20i 4 Zyl Turbo Z4 Fahrer bin, hatte ich auch in einem anderen Thread schonmal meine (positive) Meinung geäußert. Ich habe gerade eben noch einen 100 PS Mini One (sehr klein) bei BMW wieder zurück gegen meinen Z4 getauscht und kann sagen, dass der BMW ne Ecke spritziger ist. Ich fahre in der Stadt beim Rollen Tempo 60 auch im 5. Gang. Jedoch bin ich beim Beschleunigen bis 80 noch im 4. Gang. Da ist der Wagen jetzt auch nicht gerade hochtourig unterwegs.

Vielleicht erwartest du noch mehr in niedriger Drehzahl, doch meiner Meinung nach kann man selbst ohne Schalten im 6. Gang sich mit dem Fluss auf der Autobahn bewegen. Ich bin nachträglich sogar froh, den 20i, statt des 28i gewählt zu haben, da er bis Tempo 200 locker ausreicht. Klar, es geht immer noch ne ecke flinker.

Ich bin damals bei der Probefahrt den alten R6 23i gefahren und empfinde die Fahreigenschaften des 4Zyl im Alltagsgebrauch ansprechender.

Aber ganz ehrlich. Wenn ich hinter jemandem fahre, dann schalte ich früh, wenn ich freie Fahrt in der Stadt nach einer Ampel habe, dann würde ich nicht bei 2500 umin die Gänge schalten.

Ich denke jedoch, wir sollten dir hier nicht zu früh Unrecht tun.

Mein Tipp:
Geh zu BMW, schilder dein Problem und fahr den 23i ein paar Meter mit exakt dem gleichen Fahrverhalten. Wenn der spritziger ist, dann stimmt etwas an deinem Auto nicht.
Lieben Gruß
 
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