1. tempomat 130 auf der strecke köln-münchen 7,4 liter/100
2. aber möglicherweise hast du grundsätzlich noch garnicht verstanden, wo die effizienz der modernen motoren im vergleich zu früher überhaupt her kommt? wenn einer ständig mit dem fuß in der ölwanne steht und seinem blondchen auf dem beifahrersitz beweisen muß was er für ein hengst ist, verbrauchen alle motoren - damals wie heute - ähnlich viel sprit. rennpferde benötigen nun mal futter um zu funktionieren.
sparsam werden die triebwerke einzig und allein im teillastbereich mit sensiblem gasfuß. um das potential aber sinnvoll nutzen zu können bedarf es einer mindestanforderung an intelligenz und vorausschau des fahrers. so lange wie möglich das tempo konstant halten zu können ist die kunst an diesen werten.
3. mein N54 hat auch nominell über 400 pferde, aber um das auto konstant bei einer geschwindigkeit von 130 zu halten, benötigt man gerade mal 80-100 davon.
zu 1. warum sollte ich mir das freiwillig antun, den Tempomat habe ich lediglich nachgerüstet um endlose Baustellen zu überstehen, ohne ständig die Tachonadel im Blick halten zu müssen, das ist - zumindest für mich - wie mit angezogener Handbremse zu fahren, da fühle ich einfach unwohl...zum cruisen gibt es schöne Landstraßen, auch wenn ich hier schon lang keine mehr gesehen habe
zu 2. doch habe ich schon, ich versuche auch vorausschauend zu fahren, um einen Wert zwischen 180-240 halten zu können, leider gibt es dann Fahrer die meinen mit 120 u. Tempomat einen Überholvorgang auf der linken Spur starten zu müssen, am besten ohne vorher in den Rückspiegel zu schauen, das kann sich dann schon mal hinziehen wenn der den sie überholen wollen so 118 fährt...Staus sind auch immer wieder toll...zu 99.9% sitzt kein Blondchen an meiner Seite, da bin ich auch froh drüber, da meine Frau idR ab 120 anfängt zu nerven und sie das Auto pauschal nicht leiden kann
zu 3. wär dann nicht ein Benz Cabrio sinnvoller gewesen, damit kann man glaub ich auch schön cruisen

, versteh auch nicht all die Leute die meinen sich nen Porsche & Co. holen zu müssen, um dann mit 120-130 auf der mittleren Spur mitzuschwimmen..da sind mir die wenigen Leute die das Teil auch mal artgerecht bewegen viel lieber, da hat man wenigstens nicht nur optisch sondern auch klanglich mal was davon, da lässt man sich dann auch gern mal überholen
Mal ganz allg. ich versuche eigentlich nur zügig von A nach B zu kommen und der Fahrt ein wenig Freude abzugewinnen, wenn das mit weniger Sprit geht, weil die Technik einfach besser wird, immer gern, aaaber wessen Ziel es ist mit einem Sportwagen bzw. sportlichen Auto täglich neue Verbrauchsrekorde aufzustellen, also welche sich positiv auf den Geldbeutel auswirken

, der hat meiner Meinung nach das falsche Auto gewählt, das können andere besser.
Was mich halt auch einfach ärgert ist das diese Verbrauchswerte am Alltag vorbeigerechnet sind, und wie so oft sieht der "Burger" auf dem Teller dann gar nicht mehr so toll aus wie auf dem Plakat, plus je mehr Technik desto mehr kann und wird auch kaputtgehen, so ein Turbolader kostet dann gleich mal ein kleines Vermögen, damit werden die zukünftigen und eigentlich auch schon aktuellen Fahrzeuge zu potentiellen Finanzgräbern für Gebrauchtwagenkäufer, die Werkstätten kommen jetzt schon nicht mehr von Know-how hinterher, pauschales Baugruppen tauschen auf Kosten der Kunden ist Stand der Dinge, von Reparatur kann man da eigentlich kaum noch sprechen...ist halt irgendwo nen ziemlicher Rattenschwanz der da dranhängt.