- Registriert
- 2 August 2004
- Wagen
- BMW Z8
Dieser Beitrag dient keinem besonderen Zweck, er enthält keine Ironie und noch weniger geistreiche Bemerkungen. Er ist einfach nur so geschrieben, wie es die Situation erforderte. Ich bitte um Verständnis und Vergebung.
Ausgangspunkt war, daß die beste Ehefrau von allen - wie der vielleicht noch dem einen oder anderen bekannte Ephraim Kishon gesagt hätte - daß die beste Ehefrau von allen Ausgang hatte.
Um mich nicht endlosen Überlegungen hingeben zu müssen, ob dieser Fakt nun positiv oder eher negativ für mich zu bewerten wäre, öffnete ich eine Flasche Wein.
Es war ein mir unbekannter Roter von der Côte Rôtie, Domaine de Bonserine Les Moutonnes von 1997, sehr zu empfehlen, doch das nur am Rande.
Wie verbringt man(n) nun einen freien Abend zu Hause?
Ich begann damit, den BMW-Konfickurator unsicher zu machen. Aus Freude an der Sache stellte ich mir einen neuen 7er zusammen, den ich so mit Extras vollpackte, daß der Konfigurator sich aufhängte ob des resultierenden Preises. Genau genommen hängt die Webseite im Hintergrund jetzt immer noch, aber ich sehe nicht ein, warum ich sie nach 2 Stunden schon von ihrem Schicksal erlösen sollte. Rache ist süß.
Als mehrfacher 7er-Fahrer finde ich den "Neuen" sehr schön. Eigentlich mußte jeder x-beliebige Entwurf nach dem E65/66 schön aussehen, aber dieser ist wirklich gut gelungen und fährt sich auch toll. Nicht, daß ich Verwendung für so ein Auto hätte, aber nach 2 E38 und dem Jammertal des E66 hatte ich mir diese Konfiguration einfach verdient, fand ich.
So in Milanobeige mit Champagner Vollederausstattung war ich recht zufrieden. BMW wäre mit einem Verkauf in Höhe von € 111.800 ebenfalls einverstanden, denke ich.
In der Zwischenzeit hatte die beste Tochter von allen bereits das Weite und ihr Bett aufgesucht, so daß ich mehr dem unseriösen Teil des Abends zuwenden konnte.
Nein, keine Sorge, es lief nicht nach dem Muster "keiner-schaut-zu?-wo-ist-die-nächste-****-seite?" ab. Ich schaute mir einfach mal ein bißchen mobile.de an.
Zunächst einmal stellte ich fest, daß es seitenweise E89 in allen Variationen gab, dazu ein paar kümmerliche E85, die den Wink des Schicksals nicht verstanden hatten und einfach zu spät gebaut wurden: Neuwagen für weit unter € 30.000 (2.0i), das muß weh tun.
Aber auch schon bei den E89 herrscht munteres Treiben an der Rabattfront. Da ich allerdings zu einem so schön fetten Hintern gerne den passenden Vorderwagen hätte, schaute ich mir das Angebot der 7er an, heftig heftig. Da gibt es bereits einen 740Li für € 59.997, der eigentlich einen Listenpreis von € 112.000 hätte. Dazu reihenweise 730d und 740i unter 70.000. Das ist wie eine Zigarette mit dem 100-Euro-Schein anmachen...
Ich sollte vielleicht dem Wein ein wenig Tribut zollen, hervorragende Nase, vollmundiger Geschmack, langer Abgang, zu kleine Flasche.
Doch weiter zu mobile.de. Nach der obligatorischen Durchsicht des Z8-Angebots (im Westen nichts Neues) wurde ich abenteuerlich. Es ist so schön, man kann sich einfach Autos aussuchen, verwerfen, sich über den Preis des einen und den Zustand des anderen aufregen. Jener spinnt ja wohl ein wenig, der andere hier wohl komplett.
Aber was für Autos werden da angeboten!
Welche Träume entstehen da zwischen dem ersten - hochschalten - und dem zweiten Glas Wein? Oder war es doch das dritte?
Die Aston Martin DBS sind mittlerweile zu Spottpreisen zu haben, fängt schon bei unter 100.000 an. Schluck.
Zur Abkühlung mal schnell zu den Motorrädern gewechselt. Ja, das wunderschöne R69S-Gespann ist immer noch da! Bei knapp 25.000 Euro wird es wohl auch noch ein wenig die mobile-website verzieren.
Bei den Rennwagen war nicht viel interessantes, doch bei Porsche hakte ich mich dann wieder fest: allein 6 Porsche 959, das fand ich überraschend. Auch die Preise ab 192.000 fand ich recht niedrig für dieses Auto. Was war das damals für ein Aufstand, alle Großkopferten wollten unbedingt einen haben! Bill Gates erstand einen, den er in USA praktisch nie fahren durfte, weil er nicht den Umweltbestimmungen entsprach, wenn ich mich recht entsinne. Schluck.
Und dann finde ich - direkt unter dem 959 - einen Porsche 962. Das ist das Auto, mit dem Stefan Bellof den ewigen Rundenrekord auf dem Nürburgring gefahren hat. Was sind schon 685.000 Euro, gemessen an dieser Historie? Schluck, schluck.
Ich bin ein fairer Partner in der Ehe. Am 15. Juni werden wir Silberhochzeit feiern. Ganz ohne Schützenverein und Girlanden um die Eingangstür. Ich fahre am Tag der Feier, am 13.6., noch ein VLN-Rennen, und werde direkt nach meinem Starteinsatz ins Privatauto springen, um nach Hause zu flitzen, damit ich nicht vor Beginn der Feier noch die Scheidung riskiere. Aber wo war ich? Ach ja, fairer Partner in der Ehe. Natürlich war die Hälfte dieses wunderbaren Weines für die beste Ehefrau von allen reserviert. Wie könnte ich anders entscheiden nach so langen Jahren?
Ich könnte mich entscheiden, den Rest selbst zu trinken, und so ein 962 ist ein durchaus passender Anlaß dazu. Wahrscheinlich muß ich mir noch irgendwas als Grund überlegen, das auch für Frauen einsichtig ist, denn 962 zählt da wenig. Allerdings habe ich am frühen Nachmittag schon mit einem unerwarteten Rosenstrauß mächtig Punkte sammeln können. Doch das nur am Rande.
Autos sind lebendige Geschichte, kein totes Metall. Von dem 962 kam ich in Gedanken auf den unübertroffenen 917, der nur durch mehrfache Reglementänderungen eingebremst werden konnte. Ein Freund eines meiner Fahrerkollegen beim 24h-Rennen in der kommenden Woche fuhr einen solchen 917 im Rennen, und tragischerweise kam er in eben diesem Auto ums Leben, als erster Toter auf dem neuen GP-Kurs des Nürburgrings. Und aus der umfangreichen Sammlung dieses Fahrers wird gerade jetzt ein BMW 507 angeboten in perfektem Zustand...so schließen sich Gedankenkreise und Wirklichkeit zusammen.
Wähle BMW - andere - letzte Seite, da taucht er schon auf, der 507, der Traum vieler Jahre. Bißchen teuer mit 790.000, aber nach fast drei Vierteln des wunderbaren Côte Rôtie-Weines kommt einem das gar nicht mehr so viel vor. Immerhin kaum teurer als der 962.
Das bringt mich nun unmittelbar in die Welt meiner Jugendträume, als nächster ist der Lamborghini Miura dran. Aaaah, was für ein Auto! Konnte kaum mal 100 km am Stück fahren, ohne dass die Vergaser synchronisiert werden mußten, aber ein Design zum Hinknien. Was habe ich dieses Auto geliebt, und natürlich wird es ein Leben lang unerreichbar bleiben.
Am Rande nehme ich einen Koenigsegg für fast € 1.9 Millionen wahr:
Aber wer möchte so was schon haben.
Ich stelle fest, daß so ein Abend Probleme aufwirft, besonders jetzt, wo die hervorragende Flasche ihren Inhalt ausgehaucht hat.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, daß man als Autonarr eigentlich nie erwachsen wird. Die Autos, an denen man sich als kleiner Junge die Nase plattgedrückt hat, faszinieren einen das ganze Leben lang. Und das würden sie sogar tun, wenn sie ein Blechdach hätten.
Damit verlasse ich mobile.de für heute und erfreue mich des Gedankens, daß Träume etwas Wertvolles sind, das man sich erhalten sollte. Ein tolles Auto kaufen zu können, zerstört einen Traum. Ab dem Moment des ersten Besitzes ist es eben kein Traum mehr, sondern etwas Erreichtes. Dann kann der Reiz des Besitzens und Ausprobierens den Traum ersetzen.
Aber der Reiz eines Traumes ist seine Unerfülltheit, vielleicht sogar die Unmöglichkeit, ihn jemals erfüllen zu können. Diesen Wert sollte man nicht unterschätzen.
Ich war in der glücklichen Lage, mir einige Träume erfüllen zu können, z.B. den Z8, der für mich immer noch ein Traum ist. Aber heute noch rieche ich diese eigenartige Mischung aus Benzin, Öl, Gummi, höre ich den einzigartigen Klang der Rennmotoren, atme ich immer noch die Atmosphäre, die ich als Junge am Nürburgring kennenlernen durfte. Damit verbinden sich Träume, die mich ein Leben lang begleiten werden.
Der Wein geht zur Neige, und mir fällt Reinhard Mey ein:
Gute Nacht Freunde,
es wird Zeit für mich zu gehn,
was ich noch zu sagen hätte,
dauert eine Zigarette -
und ein letztes Glas im Stehn.
Und da kommt auch gerade meine liebe Ehefrau von ihrem Damenabend zurück, erzählt mir freudestrahlend, daß sie ernsthaft an der Vernichtung einer Flasche Aperol beteiligt war, um die riesige Knoblauchfahne übertünchen zu können, die das Abendessen verursacht hat.
Somit brauche ich zu der verschwundenen Hälfte des wunderbaren Weines keine Entschuldigung mehr zu suchen.
Wie gesagt, die beste Ehefrau von allen.
Ausgangspunkt war, daß die beste Ehefrau von allen - wie der vielleicht noch dem einen oder anderen bekannte Ephraim Kishon gesagt hätte - daß die beste Ehefrau von allen Ausgang hatte.
Um mich nicht endlosen Überlegungen hingeben zu müssen, ob dieser Fakt nun positiv oder eher negativ für mich zu bewerten wäre, öffnete ich eine Flasche Wein.
Es war ein mir unbekannter Roter von der Côte Rôtie, Domaine de Bonserine Les Moutonnes von 1997, sehr zu empfehlen, doch das nur am Rande.
Wie verbringt man(n) nun einen freien Abend zu Hause?
Ich begann damit, den BMW-Konfickurator unsicher zu machen. Aus Freude an der Sache stellte ich mir einen neuen 7er zusammen, den ich so mit Extras vollpackte, daß der Konfigurator sich aufhängte ob des resultierenden Preises. Genau genommen hängt die Webseite im Hintergrund jetzt immer noch, aber ich sehe nicht ein, warum ich sie nach 2 Stunden schon von ihrem Schicksal erlösen sollte. Rache ist süß.
Als mehrfacher 7er-Fahrer finde ich den "Neuen" sehr schön. Eigentlich mußte jeder x-beliebige Entwurf nach dem E65/66 schön aussehen, aber dieser ist wirklich gut gelungen und fährt sich auch toll. Nicht, daß ich Verwendung für so ein Auto hätte, aber nach 2 E38 und dem Jammertal des E66 hatte ich mir diese Konfiguration einfach verdient, fand ich.
So in Milanobeige mit Champagner Vollederausstattung war ich recht zufrieden. BMW wäre mit einem Verkauf in Höhe von € 111.800 ebenfalls einverstanden, denke ich.
In der Zwischenzeit hatte die beste Tochter von allen bereits das Weite und ihr Bett aufgesucht, so daß ich mehr dem unseriösen Teil des Abends zuwenden konnte.
Nein, keine Sorge, es lief nicht nach dem Muster "keiner-schaut-zu?-wo-ist-die-nächste-****-seite?" ab. Ich schaute mir einfach mal ein bißchen mobile.de an.
Zunächst einmal stellte ich fest, daß es seitenweise E89 in allen Variationen gab, dazu ein paar kümmerliche E85, die den Wink des Schicksals nicht verstanden hatten und einfach zu spät gebaut wurden: Neuwagen für weit unter € 30.000 (2.0i), das muß weh tun.
Aber auch schon bei den E89 herrscht munteres Treiben an der Rabattfront. Da ich allerdings zu einem so schön fetten Hintern gerne den passenden Vorderwagen hätte, schaute ich mir das Angebot der 7er an, heftig heftig. Da gibt es bereits einen 740Li für € 59.997, der eigentlich einen Listenpreis von € 112.000 hätte. Dazu reihenweise 730d und 740i unter 70.000. Das ist wie eine Zigarette mit dem 100-Euro-Schein anmachen...

Ich sollte vielleicht dem Wein ein wenig Tribut zollen, hervorragende Nase, vollmundiger Geschmack, langer Abgang, zu kleine Flasche.

Doch weiter zu mobile.de. Nach der obligatorischen Durchsicht des Z8-Angebots (im Westen nichts Neues) wurde ich abenteuerlich. Es ist so schön, man kann sich einfach Autos aussuchen, verwerfen, sich über den Preis des einen und den Zustand des anderen aufregen. Jener spinnt ja wohl ein wenig, der andere hier wohl komplett.
Aber was für Autos werden da angeboten!
Welche Träume entstehen da zwischen dem ersten - hochschalten - und dem zweiten Glas Wein? Oder war es doch das dritte?
Die Aston Martin DBS sind mittlerweile zu Spottpreisen zu haben, fängt schon bei unter 100.000 an. Schluck.
Zur Abkühlung mal schnell zu den Motorrädern gewechselt. Ja, das wunderschöne R69S-Gespann ist immer noch da! Bei knapp 25.000 Euro wird es wohl auch noch ein wenig die mobile-website verzieren.
Bei den Rennwagen war nicht viel interessantes, doch bei Porsche hakte ich mich dann wieder fest: allein 6 Porsche 959, das fand ich überraschend. Auch die Preise ab 192.000 fand ich recht niedrig für dieses Auto. Was war das damals für ein Aufstand, alle Großkopferten wollten unbedingt einen haben! Bill Gates erstand einen, den er in USA praktisch nie fahren durfte, weil er nicht den Umweltbestimmungen entsprach, wenn ich mich recht entsinne. Schluck.
Und dann finde ich - direkt unter dem 959 - einen Porsche 962. Das ist das Auto, mit dem Stefan Bellof den ewigen Rundenrekord auf dem Nürburgring gefahren hat. Was sind schon 685.000 Euro, gemessen an dieser Historie? Schluck, schluck.
Ich bin ein fairer Partner in der Ehe. Am 15. Juni werden wir Silberhochzeit feiern. Ganz ohne Schützenverein und Girlanden um die Eingangstür. Ich fahre am Tag der Feier, am 13.6., noch ein VLN-Rennen, und werde direkt nach meinem Starteinsatz ins Privatauto springen, um nach Hause zu flitzen, damit ich nicht vor Beginn der Feier noch die Scheidung riskiere. Aber wo war ich? Ach ja, fairer Partner in der Ehe. Natürlich war die Hälfte dieses wunderbaren Weines für die beste Ehefrau von allen reserviert. Wie könnte ich anders entscheiden nach so langen Jahren?
Ich könnte mich entscheiden, den Rest selbst zu trinken, und so ein 962 ist ein durchaus passender Anlaß dazu. Wahrscheinlich muß ich mir noch irgendwas als Grund überlegen, das auch für Frauen einsichtig ist, denn 962 zählt da wenig. Allerdings habe ich am frühen Nachmittag schon mit einem unerwarteten Rosenstrauß mächtig Punkte sammeln können. Doch das nur am Rande.
Autos sind lebendige Geschichte, kein totes Metall. Von dem 962 kam ich in Gedanken auf den unübertroffenen 917, der nur durch mehrfache Reglementänderungen eingebremst werden konnte. Ein Freund eines meiner Fahrerkollegen beim 24h-Rennen in der kommenden Woche fuhr einen solchen 917 im Rennen, und tragischerweise kam er in eben diesem Auto ums Leben, als erster Toter auf dem neuen GP-Kurs des Nürburgrings. Und aus der umfangreichen Sammlung dieses Fahrers wird gerade jetzt ein BMW 507 angeboten in perfektem Zustand...so schließen sich Gedankenkreise und Wirklichkeit zusammen.
Wähle BMW - andere - letzte Seite, da taucht er schon auf, der 507, der Traum vieler Jahre. Bißchen teuer mit 790.000, aber nach fast drei Vierteln des wunderbaren Côte Rôtie-Weines kommt einem das gar nicht mehr so viel vor. Immerhin kaum teurer als der 962.
Das bringt mich nun unmittelbar in die Welt meiner Jugendträume, als nächster ist der Lamborghini Miura dran. Aaaah, was für ein Auto! Konnte kaum mal 100 km am Stück fahren, ohne dass die Vergaser synchronisiert werden mußten, aber ein Design zum Hinknien. Was habe ich dieses Auto geliebt, und natürlich wird es ein Leben lang unerreichbar bleiben.
Am Rande nehme ich einen Koenigsegg für fast € 1.9 Millionen wahr:
Aber wer möchte so was schon haben.

Ich stelle fest, daß so ein Abend Probleme aufwirft, besonders jetzt, wo die hervorragende Flasche ihren Inhalt ausgehaucht hat.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, daß man als Autonarr eigentlich nie erwachsen wird. Die Autos, an denen man sich als kleiner Junge die Nase plattgedrückt hat, faszinieren einen das ganze Leben lang. Und das würden sie sogar tun, wenn sie ein Blechdach hätten.
Damit verlasse ich mobile.de für heute und erfreue mich des Gedankens, daß Träume etwas Wertvolles sind, das man sich erhalten sollte. Ein tolles Auto kaufen zu können, zerstört einen Traum. Ab dem Moment des ersten Besitzes ist es eben kein Traum mehr, sondern etwas Erreichtes. Dann kann der Reiz des Besitzens und Ausprobierens den Traum ersetzen.
Aber der Reiz eines Traumes ist seine Unerfülltheit, vielleicht sogar die Unmöglichkeit, ihn jemals erfüllen zu können. Diesen Wert sollte man nicht unterschätzen.
Ich war in der glücklichen Lage, mir einige Träume erfüllen zu können, z.B. den Z8, der für mich immer noch ein Traum ist. Aber heute noch rieche ich diese eigenartige Mischung aus Benzin, Öl, Gummi, höre ich den einzigartigen Klang der Rennmotoren, atme ich immer noch die Atmosphäre, die ich als Junge am Nürburgring kennenlernen durfte. Damit verbinden sich Träume, die mich ein Leben lang begleiten werden.
Der Wein geht zur Neige, und mir fällt Reinhard Mey ein:
Gute Nacht Freunde,
es wird Zeit für mich zu gehn,
was ich noch zu sagen hätte,
dauert eine Zigarette -
und ein letztes Glas im Stehn.

Und da kommt auch gerade meine liebe Ehefrau von ihrem Damenabend zurück, erzählt mir freudestrahlend, daß sie ernsthaft an der Vernichtung einer Flasche Aperol beteiligt war, um die riesige Knoblauchfahne übertünchen zu können, die das Abendessen verursacht hat.
Somit brauche ich zu der verschwundenen Hälfte des wunderbaren Weines keine Entschuldigung mehr zu suchen.
Wie gesagt, die beste Ehefrau von allen.







