Veränderung der Arbeitswelt/-Bedingungen

Wenn es nicht gerade eine Branche ist, wo es schwierig ist eine neue Stelle zu finden, sehe ich kein Problem auch mit >50 noch die Firma zu wechseln. Ich meine wenn dir die Firma nach so vielen Jahren Betriebsangehörigkeit da nicht entgegen kommt, um die Arbeitslast, oder was auch immer die Überlastung bedingt, zu reduzieren, scheint es mit der Wertschätzung nicht allzuweit her. Es ist ja wahrscheinlich nicht im Sinne der Firma dich wegen Burnout längerfristig oder dauerhaft zu verlieren, oder? Im Prinzip gibt es ja nur grob 3 mögliche Konsequenzen: 1. Weiter machen wie bisher und Ausfall durch Burnout in Kauf nehmen, 2. Arbeitgeber geht auf deine Anliegen ein, 3. Arbeitgeber verliert dich an eine andere Firma
Wie dem auch sei, alles Gute für die nächsten Schritte. :thumbsup:
 
Ich würde auch gerne mit Abschlägen früher in Rente gehen, aber mit aktuell 53 Jahren dürfte das etwas schwierig werden.
Bin auch 53… Ja, bis zur Rente noch was hin.

Eine berufliche Veränderung ( zb.Weiterbildung ) kann neuen Auftrieb erzeugen.
Wie ich hier schon geschrieben hatte, habe ich vor 1,5 Jahren meine kleine Firma abgewickelt.
Bin wieder ins Angestelltenverhältnis gewechselt.
Merkte schnell, dass die Firma, bei der ich jetzt bin, der letzte Dreck in Sachen Mitarbeiter Führung, Kundenkonunikation, Fehleranalyse und Kundenbetreuung ist.
Das nagt auch an mir sehr. Zudem ich jetzt Kundendienst fahre, quasi jeden Tag beim Kunden im Kriegsgebiet bin. Wenn die Firma kundenorientiert wäre, wäre alles gut. Ist sie aber nicht.
Nun bilde ich mich zum Sachverständigen für Einbauküchen weiter. Dieses Thema gibt mir neuen Push und die Chance, wieder selbstständig zu agieren. Ich richte mir gerade im ehemaligen Kinderzimmer ein Büro ein. Firma ist seit dem 01.07. angemeldet.
Erstmal Nebenberuflich machen. Evtl 4 Tage Woche beim Arbeitgeber erkämpfen. Somit einen ganzen Tag für die Gutachtertätigkeit.
Was ich damit sagen will… es setzt neue Impulse… neue Euphorie entfacht. Euphorie ist ein positives Gefühl und hilft natürlich ungemein.
Zudem hast du das Gefühl, dein Leben selbst zu lenken und nicht so sehr abhängig zu sein.
 
Das Problem mit dem Allheilmittel Jobwechsel ist folgendes:

Wenn du neu in einer Firma bist und Ü50 mit 20 bis 30 Jahren Berufserfahrung, was denkst du warum du eingestellt wurdest? Du bist das Powerhouse. Der Masterchief. Die Endlösung. Wenn du da nicht ablieferst bist du in der Probezeit ratz fatz wieder weg.
 
Dazu kommt, ob man in dem Alter dazu bereit ist sich neuen Strukturen unterzuordnen und sich von frischen Uniabsolventen trotz der eigenen Erfahrungen die Welt erklären zu lassen (sicherlich etwas überspitzt, aber ich mit meinen 55j hätte dazu keinen Bock, bin seit 1993 im derzeitigen Unternehmen).
 
Klar, alles hat vor und Nachteile. War auch nur eine Möglichkeit.
Die Sache mit der Abfindung funktioniert ja nur, wenn der Arbeitgeber dich loswerden will. Welchen Grund sollte er haben?
 
@CityCobra

Der richtige Ansatz wäre zunächst der Gang zum Arzt.

Und dann Schritt für Schritt…

Hier im Forum findest Du mit diesem Problem keine Hilfe. Verständnis und Tipps ja, eine zielorientierte Lösung nein.

Besprich Dich mit Deiner Frau, geht zu zweit zu Deinem Arzt. Dann geht das alles leichter. Und der Arzt bekommt nicht nur die „Innenansicht“ des Problems mitgeteilt.

Du wirst die Unterstützung Deiner Frau brauchen.
 
Besprich Dich mit Deiner Frau, geht zu zweit zu Deinem Arzt. Dann geht das alles leichter. Und der Arzt bekommt nicht nur die „Innenansicht“ des Problems mitgeteilt.
Du wirst die Unterstützung Deiner Frau brauchen.
Die ist mit dem Jungen auf Kreta, ich stehe aber regelmäßig mit ihr im telefonischen und schriftlichen Kontakt.
Meine Frau steht natürlich voll hinter mir und kennt auch die beruflichen Hintergründe die zum größten Teil für mein Befinden verantwortlich sind.
 
Habe nichts stärkeres im Haus, ich gehe davon aus das ich später härtere Medikamente vom Arzt verschrieben bekomme.
Das Forum kann und soll Dir bei solch Themen nicht helfen.
Gehe zum Arzt und lass Dich durchchecken. Suche das Gespräch und bespricht weitere Vorgehensweise.
Melde Dich hier vom Forum ab und lese ein paar Pferde- oder Kochmagazine, das hilft :D

Schön das Du hier mitgemacht hast, nun ist es aber an der Zeit sich auf etwas anderes zu fokussieren.
Mach es gut….
 
Das Forum kann und soll Dir bei solch Themen nicht helfen.
Melde Dich hier vom Forum ab und lese ein paar Pferde- oder Kochmagazine, das hilft :D
Hier gibt es offensichtlich schon einige ebenfalls Betroffene.
Wären auch Uhren Magazine OK, oder sind die zu aufregend und eher kontraproduktiv? ;)
 
Das tut mir sehr leid zu hören und ich wünsche Dir, dass Du bald wieder auf dem Weg der Besserung bist.

Grundsätzlich ist damit nicht zu spaßen und Du hast es ja selber auch erkannt. Das ist schonmal gut! Denn wenn Du das ignorierst, ist irgendwann von einem auf den anderen Tag Sense und es geht gar nichts mehr. Und je tiefer man in diesem Sumpf steckt, desto länger dauert es da wieder rauszukommen.

Sind auch schon schwere physische Symptome vorhanden? Herzprobleme? Schmerzen aller Art? Panikattacken? Dann kannst Du einen einfachen Test machen: Trink mal ein paar Bier und wenn all die körperlichen Symptome verschwinden und Du entspannt bist, ist es wahrscheinlich die Psyche. Kein Scherz.

Weil das alles ja auch recht individuell ist, ist es ansonsten auch schwer hier irgendwelche Ratschläge zu geben. Kann auch gerne eine Kombi aus vielen Dingen sein: Stress beruflicher und auch privater Natur, Vitaminmangel. Diese Krankheit ist also recht facettenreich und man muss natürlich genau erkennen, was genau einem auf den Sack geht.

Der Gang zum Arzt ist also neben der Erkenntnis das was nicht stimmt, der erste richtige Schritt. Medikamente würde ich vermeiden – kommt aber auch auf den aktuellen Status an.

Helfen würde für den Anfang eine längere Auszeit! (gerade in den Sommermonaten) Viel Sport!!! Und ein Hobby bzw. Dinge die einem Spaß machen. Die dann freien Tage sollten unbedingt mit solchen Inhalten gefüllt sein. (heute schraube ich am Zetti, morgen fahren wir an die See, etc.) Rumgammeln verschlimmert das Problem meist. Anstatt Samstagsabends im Internet zu hocken, schmeiß den Grill an, mach n Bier auf und die Musik an – es gibt nichts schöneres! Vielleicht kannst Du beruflich grundsätzlich etwas kürzertreten. Ein anderes Mindset zum Beruf könnte eventuell auch helfen – nur Ideen, weiß ja nicht was beruflich genau das Problem ist.

Vielleicht sind auch privat einige Nervfaktoren vorhanden: Garten muss gemacht werden, Reparaturen am Haus. Diverse Fahrzeuge müssen gewartet werden. Kredite müssen bedient werden – was ich damit sagen will, Besitz belastet. Eventuell kann hier irgendwas reduziert werden.

Liest sich jetzt alles recht banal (manchmal sind es auch banale Dinge) aber mir hat einiges damals sehr geholfen und heute ist alles wieder toll!

Alles Gute Dir!
 
Wenn du neu in einer Firma bist und Ü50 mit 20 bis 30 Jahren Berufserfahrung, was denkst du warum du eingestellt wurdest? Du bist das Powerhouse. Der Masterchief. Die Endlösung. Wenn du da nicht ablieferst bist du in der Probezeit ratz fatz wieder weg.

Schreibst du da über eine Führungsposition?
 
Nicht immer (tw. sogar recht häufig) hat Burnout nichts oder nur wenig mit der Arbeit zu tun, sondern bildet sich gerne auch im Privatbereich. Zu viele Aktivitäten und zu viele 'Freunde'...
Meine Schwester war ziemlich hart betroffen, und nach langer Therapie und vor allem Umstellen ihrer Lebensweise hat sie es jetzt im Griff
 
Der Leistungsdruck wächst in vielen Bereichen und da ist es nicht verwunderlich wenn immer mehr Menschen irgendwann mit ihrer Arbeit überfordert sind.
Immer mehr Aufgaben werden auf weniger Mitarbeiter verteilt die dann zusätzliche Arbeiten erledigen sollen für nicht mehr Lohn.
Man kann eine Kuh nicht ewig Melken.
Noch schlimmer ist es bei mangelnder Wertschätzung, Mobbing etc. in der Firma, dies sorgt für eine zusätzliche Belastung der Mitarbeiter.
Die Firma trägt ja teilweise auch die Schuld daran wenn Mitarbeiter irgendwann z.B. an Burnout erkranken, zum Glück gibt es auch Unternehmen denen das Wohlergehen ihrer Mitarbeiter wichtig ist.
 
Nicht immer (tw. sogar recht häufig) hat Burnout nichts oder nur wenig mit der Arbeit zu tun, sondern bildet sich gerne auch im Privatbereich. Zu viele Aktivitäten und zu viele 'Freunde'...
Meine Schwester war ziemlich hart betroffen, und nach langer Therapie und vor allem Umstellen ihrer Lebensweise hat sie es jetzt im Griff

Konnte nicht nein sagen?
 
Unsere Firma hat uns jetzt angeboten, 5 Tage zusätzlichen Urlaub für 2023 zu "kaufen" für ca. 1 % vom Netto pro Monat. Fand ich interessant und habe das über meinen PV angeleiert.
Ist wohl ein Testprojekt, weil angeblich sehr viele Kollegen in letzter Zeit zusätzlichen unbezahlten Urlaub genommen haben.
 
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