Was ist am Beamtentum ungerecht?

  • Ersteller Ersteller Gelöschtes Mitglied 1475
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Und zukünftig wird es immer schwieriger für den Dienstherren werden, die Vorzüge des Beamtentums zu finanzieren:
  • Die Beihilfe wird in fünf bis zehn Jahren ebenfalls auf eine Art "Vertragsarztsystem" hinauslaufen (ich höre schon die niedergelassen Ärzte aufschreien!)

Solange das Behilferecht den Grundprinzipien erhalten bleibt, wird ein Beamter in den Augen eines Arztes immer ein Privatpatient angesehen bleiben können. Daher nix mit Aufschrei der Ärzteschaft. Das würden eher die Beihilfeberechtigten selber können, weil der Ärger mit der Erstattung der Kosten zunehmen dürfte.
 
Ich gebe Dir recht, wenn Du behauptest, die Pensionen seien höher als Renten bei gleichem Bruttoeinkommen.
Du schrubst aber "ZU" hoch- darin steckt also eine Wertung. Und da wir hier so schön im Gerechtigkeitsthreat versammelt sind, möchte ich deshalb zu Bedenken geben, dass die damals jungen Beamten genau mit diesem Versprechen einer rel. hohen Pension gelockt wurden. Sollten sich die nun seit Jahrzehnten im Staatsdienst Befindlichen nicht auf die Zusage des Staates verlassen können?

Du hast den Zusammenhang, wie ich ihn formuliert wissen wollte, nicht erkannt. Ich meinte die bereits vorhandenen Pensionäre..... als die schon in Rente sind. Die "neu" hinzukommenden Fälle bräuchte man in diese Misere bzw. Desaster noch nicht einmal hinein rechnen.
Und wer gelockt wurde, darf sich auf die Zusage verlassen. Denn alle Gesetze in der Republik waren schon immer Stichtagsgesetze ;)
 
Sollten sie unbedingt!

Aber auch alle in die gesetzliche Rentenversicherung Einzahlenden sollten sich auf die Zusagen der Politik verlassen dürfen, gerade weil sie keine Alternative zu dem Zwangssystem haben.

Und genau die konnten bzw können es sich nicht! Sie wurden jetzt im Nachhinein zum dummen August ernannt, durch Stichtagsbestimmung. Dabei sei mal meine Lieblingsklientel "geburtenstarke" Jahrgänge erwähnt. Sie - also auch ich - sind die Gebeutelsten. Wer das jetzt nicht versteht oder verstehen möchte, sollte sich mal genauer mit der GRV (heute DRV) und dessen System auseinander setzen. Die wirklich Betroffenen werden es ganz sicher auf Anhieb verstehen oder verstanden haben. Sie zahlen für die alte Generation (jetzige Rentner), für eigene Rente und für zukünftige Rentner (länger arbeiten dürfen und Abschläge hinnehmen)
 
jeder ist nunmal für sich selbst verantwortlich und die "mittelalterlichen zeiten", in denen aus "unterschichtfamilien" nie was anständiges werden kann, sind zumindest in deutschland schon lange vorbei.

Ausnahmsweise muss ich Dir in diesem Punkt widersprechen.

Vor einigen Tagen oder wenigen Wochen wurde genau jenes Thema in einer Talkrunde im TV erörtert. Dort wurde festgestellt oder festgehalten, dass es weiterhin durch die Lehrerschaft "Unterschichten" deutlich erschwert wird oder "akadämischen Familien" leichter ermöglicht wird, das System der höheren Schule - sprich Gymnasium - zu besuchen. Also findet weiterhin sehr früh die "elitäre" Selektion statt. Heutiger Vorteil natürlich, dass immerhin auf dem 2.Weg das ausgeglichen werden könnte. Aber die "Bahn" ist schon mit der 4.Klasse vorgegeben. Insoweit sind die Länder sprich deren Lehrer weiterhin "altertümlich" ;)
 
Dort wurde festgestellt oder festgehalten, dass es weiterhin durch die Lehrerschaft "Unterschichten" deutlich erschwert wird oder "akadämischen Familien" leichter ermöglicht wird, das System der höheren Schule - sprich Gymnasium - zu besuchen.

Obwohl ich hier zwar dem zweiten Punkt beipflichten kann (die Empfehlung für's Gymnasium erhält man leichter bei akademischen Eltern (da wohl von einer besseren Unterstützung ausgegangen wird)) - aber ich denke nicht, dass aus Lehrersicht der Zugang von Kinder aus "Unterschichten" erschwert wird. Oder sprichst Du an, dass nur "Noten" zählen und nicht auf das einzelne Kind eingegangen wird?
 
Vor einigen Tagen oder wenigen Wochen wurde genau jenes Thema in einer Talkrunde im TV erörtert. Dort wurde festgestellt oder festgehalten, dass es weiterhin durch die Lehrerschaft "Unterschichten" deutlich erschwert wird oder "akadämischen Familien" leichter ermöglicht wird, das System der höheren Schule - sprich Gymnasium - zu besuchen. Also findet weiterhin sehr früh die "elitäre" Selektion statt. Heutiger Vorteil natürlich, dass immerhin auf dem 2.Weg das ausgeglichen werden könnte. Aber die "Bahn" ist schon mit der 4.Klasse vorgegeben. Insoweit sind die Länder sprich deren Lehrer weiterhin "altertümlich" ;)

wenns nach meinen lehrern gegangen wäre, würd ich unter ner brücke leben oder wäre schon lange im knast oder auf seltsame umstände ausm leben geschieden. ABER weder meine eltern noch ich haben auf meine lehrer gehört und jetzt kann ich sie auslachen ;)

ich glaube auch kaum, dass bei passenden noten ein lehrer verhindern kann, dass ein schüler auf ne weiterführende schule wechselt - also hängts wieder rein an einem selbst bzw. an den eltern.
sollte man im kindesalter zu dumm sein das zu erkennen oder wird von den eltern nicht unterstützt, bleibt (wie du schon gesagt hast) der zweite bildungsweg.

fazit: wie ich schon schrieb: "man hats selbst in der hand" - wer heute als "bauer" (bezogen aufs mittelalter) geboren wird stirbt nur als "bauer", wenn er selbst nichts gegen tut und in der heutigen zeit wird eben KEINEM bildung vorenthalten. die möglichkeiten zur bildung hat jeder, man muss halt nur wollen.
 
ich glaube auch kaum, dass bei passenden noten ein lehrer verhindern kann, dass ein schüler auf ne weiterführende schule wechselt - also hängts wieder rein an einem selbst bzw. an den eltern.
sollte man im kindesalter zu dumm sein das zu erkennen oder wird von den eltern nicht unterstützt, bleibt (wie du schon gesagt hast) der zweite bildungsweg.

Richtig, so sehe ich das auch. Außerdem muss der zweite Bildungsweg kein Nachteil sein, da man dann bereits einige Jahre "Berufserfahrung" sammeln konnte.
 
Obwohl ich hier zwar dem zweiten Punkt beipflichten kann (die Empfehlung für's Gymnasium erhält man leichter bei akademischen Eltern (da wohl von einer besseren Unterstützung ausgegangen wird)) - aber ich denke nicht, dass aus Lehrersicht der Zugang von Kinder aus "Unterschichten" erschwert wird. Oder sprichst Du an, dass nur "Noten" zählen und nicht auf das einzelne Kind eingegangen wird?

Ach, nur dem 2.Punkt könntest Du beipflichten, den 1. jedoch kategorisch ablehnen? Die Realität sieht jedoch anders aus. Selbst der "Unterschichtige" könnte die besseren Noten haben, so würde doch der "Elitäre" mit den schlechteren Noten den Vorzug erhalten. Das ist keine Theorie, sondern in der Talkrunde so "gesichert" worden.

So viel jetzt aber zum OT
 
Die Realität sieht jedoch anders aus. Selbst der "Unterschichtige" könnte die besseren Noten haben, so würde doch der "Elitäre" mit den schlechteren Noten den Vorzug erhalten. Das ist keine Theorie, sondern in der Talkrunde so "gesichert" worden.

und wie soll das funktionieren? ich kenns nur so, dass man für ne weiterführende schule nen bestimmten notendurchschnitt benötigt MEHR NICHT.
vielleicht gilt deine schilderung für irgendwelche versnobte privatschulen, das mag sein, aber auch hier hat man ja die möglichkeit, sich ne andere schule zu suchen.
 
Ach, nur dem 2.Punkt könntest Du beipflichten, den 1. jedoch kategorisch ablehnen? Die Realität sieht jedoch anders aus. Selbst der "Unterschichtige" könnte die besseren Noten haben, so würde doch der "Elitäre" mit den schlechteren Noten den Vorzug erhalten. Das ist keine Theorie, sondern in der Talkrunde so "gesichert" worden.

Ich lehne kaum etwas "kategorisch" ab ;). Und Ausnahmen bestätigen die Regel - ich kann mir allerdings nicht vorstellen, dass hier gravierende Notendifferenzen gemeint waren, sondern eher marginale Unterschiede? Und da kann dann tatsächlich das Umfeld einen starken Einfluss auf die Entscheidung nehmen. Aber ist das so unverständlich? (ich habe diese Talkrunde übrigens nicht gesehen, kann dazu also nichts konkretes sagen)
 
und wie soll das funktionieren? ich kenns nur so, dass man für ne weiterführende schule nen bestimmten notendurchschnitt benötigt MEHR NICHT.
vielleicht gilt deine schilderung für irgendwelche versnobte privatschulen, das mag sein, aber auch hier hat man ja die möglichkeit, sich ne andere schule zu suchen.

Vielleicht meint er Grenzfälle?
 
Vielleicht meint er Grenzfälle?

dann liegts aber wieder an den noten des schülers. wenn jemand gerade so den schnitt schafft um wechseln zu können, mag es wohl sein, dass man jemandem aus der "unterschicht" eher dazu rät, was anderes zu machen (weil möglicherweise kein geld für nachhilfe da ist, aufgrund des elternhauses kein anständiges lernen möglich ist usw.). das seh ich dann aber weniger als "bildungsverweigerung" sondern mehr als "schutz". wenn er am ende sein abi versaut (weil die noten ja von anfang an im unteren bereich waren) hat er zeit in den sand gesetzt, die er nach der realschule z.b. schon mit ner lehre sinnvoll hätte nutzen können.
 
scheinbar fühlst du dich attackiert lieber oliver - möchte da jemand an deinem stuhl sägen? ;-)
Isch ab nischte einmal eine Stuhl! :)
Ich fühle mich durch Deine Klassifizierung weder wiedergegeben noch herabgesetzt. Ich wollte nur genau wissen, wo für Dich der Unterschied zwischen den Kategorien liegt.

. beispiele.
mit ist kein polizeirat und höher bekannt, der aktiv auf der strasse dienst tut und sich dort den gefahren aussetzt, aber auf verwaltungsebene mit dem regierenden apparat zu tun hat oder sein gesicht zu stellungnahmen und interviews in die kamera hält.
das gleiche gilt in der berufsfeuerwehr analog, ... kein brandamtsrat mit A12 bekannt, der sich noch die finger schmutzig gemacht hat, ...

In meiner Tätigkeit gibt es keine so vorgegebenen Aufstiegschancen bzw. Gehaltsgruppen. Von daher müsste ich noch wissen, ob die Polizeiräte und Brandamtsräte nicht früher draußen auf der Straße waren und sich Gefahren aussetzten um dahin zu kommen, wo sie heute sind?
 
[quote="z4-Ei, post: 1532794"
...Zusätzlich haben sie leichteren Zugang zu geldwerten Vorteilen wie günstigen Versicherungsschutz, höhere Kreditbonität,... [/quote]

denke, DAS sind "Vergünstigungen". (Die dem Beamten in der Tat Vorteile finanzieller Art bringen)

Der Begriff Geldwerter Vorteil (Sachbezug) ist aber anderers zu sehen:
Zitat:
Der Sachbezug ist ein geldwerter Vorteil, der den Arbeitnehmer bereichert und der als Entgelt für das Erbringen der Arbeitskraft gewährt wird. Ein Sachbezug wird auch als Sachleistung, Naturalleistung oder zusätzliche Leistung bezeichnet.
Zitatende.

Z.B. ich als DB-Beamter erhalte von meinem Dienstherren jährlich ein gewisses (kleines) Kontingent an Freifahrten.
Dieser geldwerte Vorteil, ist Bestandteil meines Besoldungsvertrages und untersteht selbstverständlich der Besteuerung. (Für eine "Freifahrt" z.B. Köln-Berlin, zahle ich 40,- Euro Steuern)
 
Danke für die Unterscheidung- wieder was gelernt! :t Ich werde es gleich ändern!

Dein Alias-Name gefiel mir übrigens schon immer.
Jetzt, im Lichte der Erkenntnis Deiner DB- Beamtenschaft versagt mir allerdings vollends die Phantasie, welche Geschichte dahinter stehen mag. :O
Kannst Du das mal OT bringen, gerne auch per PN ("Unterhaltung").
 
Danke für die Unterscheidung- wieder was gelernt! :t Ich werde es gleich ändern!

Dein Alias-Name gefiel mir übrigens schon immer.
Jetzt, im Lichte der Erkenntnis Deiner DB- Beamtenschaft versagt mir allerdings vollends die Phantasie, welche Geschichte dahinter stehen mag. :O
Kannst Du das mal OT bringen, gerne auch per PN ("Unterhaltung").

Stutzeweck ist ein Kosename, der meine Mutter, Gott hab sie seelig, unserer kleinen Schwester, (welche mir 12 bezw. meiner älteren Schwester 14 Jahre später folgte), als Baby seinerzeit ab und an (wenn sie auf ihrem Arm sitzend und niedlich aus den Augen blickte) gab.
Im Grunde genommen ist Stutzeweck ein Gebäck das im Eifelerraum (Martinsweck) und auch heute noch im Frankfurter Raum (Gildegebäck) Verwendung findet.
Wie sie darauf einen Bezug zu unser kleinen Schwester bekam, weiss der Deiwel. :w

Als wir unseren Hund Mäx, im Alter von 8 Wochen als Welpe nach Hsause bekamen, war ihr erster Ausspruch, ob des niedlichen Anblickes: "was ein lieber Stutzeweck".
Und so übernahm ich den Begriff als Alias-Name in Erinnerung an meine Mutter und für unseren geliebten Hund, (der übrigens im Februar dieses Jahres (14 jährig) leider eingeschläfert werden musste).

Also Stutzeweck = unser Hund (und kleine Schwester)
 
Und wer gelockt wurde, darf sich auf die Zusage verlassen. Denn alle Gesetze in der Republik waren schon immer Stichtagsgesetze ;)

ganz so ists leider nicht. Beispielhaft die Entwicklung bei der Polizei Niedersachsen:

Eingestellt zu folgenden Konditionen:
- Pensionierung mit 60
- Pensionshöhe 75 %
- max. Pensionsanspruch nach 35 Dienstjahren
- freie Heilfürsorge
- 13. Monatsgehalt
- Urlaubsgeld

Stand heute:
- Pensionierung mit 62
- Pensionshöhe 71,5 %
- max Pensionsanspruch nach 40 Dienstjahren
- Zuzahlung zur Heilfürsorge (1,3 % v. Brutto)
- kein 13. Monatsgehalt mehr
- kein Urlaubsgeld mehr

Die genannten Einschnitte wurden ab 1989 (ein Schelm, wer Böses dabei denkt)
sukzessive realisiert. Mittlerweile wurde die freie Heilfürsorge für Polizeibeamte
komplett abgeschafft, für Neueinsteiger gilt das Beihilfeprinzip.
 
scheinbar fühlst du dich attackiert lieber oliver - möchte da jemand an deinem stuhl sägen? ;-)

an 2 beispielen aus der eigenen praktischen erfahrung...
mit ist kein polizeirat und höher bekannt, der aktiv auf der strasse dienst tut und sich dort den gefahren aussetzt, aber auf verwaltungsebene mit dem regierenden apparat zu tun hat oder sein gesicht zu stellungnahmen und interviews in die kamera hält.
das gleiche gilt in der berufsfeuerwehr analog, nur ein paar dienstgrade tiefer bereits im gehobenen feuerwehrtechnischen dienst angesiedelt. auch dort war mir in münchen kein brandamtsrat mit A12 bekannt, der sich noch die finger schmutzig gemacht hat, aber auch seine aufgaben eher auf politischer bzw kommunaler verwaltungsebene hatte und dort mit stadtrat und konsorten klüngelt.

damit keine unklarheiten aufkommen, ich habe nichts gegen das beamtentum an sich, aber ich finde die schere zwischen mittlerem und höherem dienst deutlich zu groß
es ist müßig darüber zu streiten ob es anstrengender und von größerer leistungsfähigkeit gekrönt ist nachts um 2 uhr auf die straße zu müssen oder sich den hintern in stundenlangen sitzungen wund zu reiten. kann jeder für sich selber entscheiden...
Es ist aber inzwischen doch allgemein bekannt, dass sich die Höhe eines Gehaltes nicht daraus ergibt, was anstrengend ist und was nicht (was man eh objektiv niemals korrekt bewerten könnte), sondern aus Angebot und Nachfrage. Im öffentlichen Dienst hat man zwar durch völlig festgelegte Einstellungsbedingungen und Laufbahnen den offenen Wettbewerb inklusive Gehlatsverhandlungen nicht, muss aber mit den entsprechenden Posten in der freien Wirtschaft konkurrieren.

Ein Beispiel:
Wenn man will, dass auf einem Professorenposten für Maschinenbau, VWL oder BWL jemand mit langjähriger industrieller Erfahrung z.B. als Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens sitzt, muss man ihn mit Bedingungen locken, die mit einem 120k€-Gehalt konkurrieren können. Das sind dann letztendlich wahrscheinlich 80k-90k€/Jahr plus die Verbeamtung, was eventuell reichen könnte. Nen Ackermann, Reithofer oder Wiedeking wird man damit aber wohl immernoch nicht auf einen Professorenposten für Wirtschaft bekommen, obwohl er sicherlich keine schlechte Besetzung als Lehrer zukünftiger Volkswirte wäre. Ob nun der Professor nen genauso harten Arbeitstag hat wie einer seiner Untergebenen, ist dabei erstmal völlig zweitrangig.

Analog dazu muss man irgendwie verhindern, dass ein Feuerwehrmann mit langjähriger Erfahrung in Sachen Personalplanung oder Projektmanagement nicht von einer Unternehmensberatung mit einem saftigen Gehalt weggelockt wird, was ein entsprechend hohes Gehalt notwendig macht.

Dem gegenüber stehen auf unterer Ebene eine ganze Reihe williger Neuanfänger, die das Gehalt für die unteren Positionen drücken. Bei meinem ersten Beispiel sinds Maschinenbau-, BWL- oder VWL-Absolventen, die promovieren möchten um ihre Karriere voranzutreiben und bei dem Feuerwehrbeispiel junge Männer mit dem Kindheitstraum Feuerwehrmann. Der öffentliche Dienst wird dadurch sozusagen genauso von Angebot/Nachfrage beeinflusst, nur dass er sehr viel träger drauf reagieren kann. Würde es aber langfristig keine Bewerber mehr auf öffentliche Stellen geben, müsste man wohl auch hier das Gehalt anpassen. In der Vergangenheit wurde das sogar schonmal so gemacht, nämlich bei der Umstellung von TVÖD in TVL, die dazu diente, den öffentlichen Dienst für junge Neueinsteiger attraktiver zu machen.

Um den Bogen zum Ausgangsthema zurückzuschlagen: Der Beamtenstatus ist dabei sozusagen Teil des Anreizes. Hätte man den nicht, müsste man die Gehälter noch ein Stückchen höher Schrauben, um die Posten qualitativ gleichwertig zu besetzen.
 
ganz so ists leider nicht. Beispielhaft die Entwicklung bei der Polizei Niedersachsen:

Eingestellt zu folgenden Konditionen:
-
Stand heute:
-

..., für Neueinsteiger gilt das Beihilfeprinzip.

Ein Beispiel:
Wenn man will, dass auf einem Professorenposten für Maschinenbau,
Dem gegenüber stehen auf unterer Ebene eine ganze Reihe williger Neuanfänger, die das Gehalt für die unteren Positionen drücken. Bei meinem ersten Beispiel sinds Maschinenbau-, BWL- oder VWL-Absolventen, die promovieren möchten um ihre Karriere voranzutreiben
Der öffentliche Dienst wird dadurch sozusagen genauso von Angebot/Nachfrage beeinflusst, nur dass er sehr viel träger drauf reagieren kann. U

Super, beide Beiträge mit harten Fakten bzw. Beispielen untermauert. :t

Es gab doch immer mal diese (Kienbaum?) Studien, die sich damit befassten, ob der Beamte wesentlich teurer zu haben ist als sein Angestellter im öffentlichen Dienst. Weiß da jemand was?
 
maßgeblich an diesem ruf ist aber denke ich DER BEAMTE, mit dem politiker auf bundesebene gemeint sind, die sich die kolportieren fetten pensionen nach einem minimum an aktiver mandatsausübung einverleiben, die sich ihre gehälter einfach mal so an denen eines bundesrichters ausrichten.....

just my 2 cents...

Nur ist eben dieser Politiker mit den fetten Pensionen aus dem sich der schlechte Ruf des Beamtentums begründet, gerade KEIN Beamter im klassischen Sinn.
 
Verzeiht mir bitte das ich die bisherigen Beiträge nur überflogen habe.

Den Punkt der Unkündbarkeit finde ich am entscheidensten und gravierendsten. In der heutigen Zeit ist die Sicherheit eines festen Arbeitsplatzes/sicheren Gehaltes kaum mit Geld auf zu wiegen.

Ein Beamter kann (finanziell) sein gesamtes Leben vorausplanen. Er weiss sehr sicher wann er wieviel Geld zur Verfügung haben wird.
Jeder "Normalo" müsste z.B. immer im Hinterkopf haben das er vielleicht die Raten für sein Haus irgendwann nicht mehr zahlen kann. "Der Beamte" hat solche Sorgen nicht.

Ich bin selbständig und verdiene mehr als viele Beamte. Die Sicherheit des Beamtentums würde mich aber dennoch locken, denn ich kann z.Zt. auch fix Pleite gehen und dann gar nichts mehr verdienen oder sogar mit Schulden da stehen.
 
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