Wer macht Holzarbeiten?

elkloso

macht Rennlizenz
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2 Juli 2017
Wagen
BMW Z4 e85 roadster 2,5i
Hi,

ich suche jmd. der mir ein paar Ratschläge bzgl. dem Tischbau geben kann :)

Momentan überlege ich mir aus Leimholz einen Esszimmertisch zu bauen. Weniger aus Budget-Gründen, sondern eher aus Freude am Basteln. Die üblichen Holzforen habe ich durch, wollte da jetzt aber auch nicht anmelden, da die Stimmung mir da nicht so gut vorkam.
Die Holzplatte würde ich mir fertig vom Schreiner besorgen. Ich will vermeiden mir noch um Oberfräse, Gratleisten und co mir Sorgen machen zu müssen.

Ziel ist etwas im Bauhaus-Stil oder in diese Richtung. Also gepulverter Stahl mit Holz zusammen zu bringen.
Jetzt meine Frage:
  • Wie sieht eine vernünftige Unterkonstruktion aus? Ich dachte zuerst an Kufen, aber die hat jeder mittlerweile und sollen nicht allzu stabil sein. Momentan schwanke ich zwischen einem Rahmen auf dem die Platte bündig aufliegt (und verschraubt ist), wobei ich hier nicht weiß wie es mit der Arbeit des Holz aussieht. Wird die Platte (mit Langlöchern) nicht irgendwann überstehen oder sich zusammenziehen und der Rahmen steht über? Die andere Idee wäre ein Rahmen, in den ich die Platte einlege. Da ist aber auch die Frage, ob das Sinn macht oder ich mir nur einfach eine Rille baue, in die alle Krümmel fallen...
 
Also in diesem Fall würde ich einen Rahmen bauen/bauen lassen auf dem die Platte mit ca 4 - 5mm überstand aufliegt. Ggf sieht auf 10mm noch gut aus, einfach Mal testen. Da der Rahmen nicht 100 Prozent präzise wird würde ich den zuerst machen, die Platte mit Übermaß anfertigen lassen und dann mit einem bündigfräser und aufgeklebter leiste (5mm dick) das ganze bündig fräsen und die Kanten brechen oder mit Radius versehen.

Verzug und Schwund ist bei leimholz sehr gering, das gleicht der überstand mehr als aus.

Alternativ erst den Rahmen machen und dann genau messen und die Platte machen lassen.
 
Also in diesem Fall würde ich einen Rahmen bauen/bauen lassen auf dem die Platte mit ca 4 - 5mm überstand aufliegt. Ggf sieht auf 10mm noch gut aus, einfach Mal testen. Da der Rahmen nicht 100 Prozent präzise wird würde ich den zuerst machen, die Platte mit Übermaß anfertigen lassen und dann mit einem bündigfräser und aufgeklebter leiste (5mm dick) das ganze bündig fräsen und die Kanten brechen oder mit Radius versehen.

Verzug und Schwund ist bei leimholz sehr gering, das gleicht der überstand mehr als aus.

Alternativ erst den Rahmen machen und dann genau messen und die Platte machen lassen.

Ich wollte auf jeden Fall mit der Platte starten.
Metallarbeiten kann ich und habe auch MigMag/Wig Schweißgeräte, Kappsäge, usw... Also den Rahmen zu bauen wird für mich einfacher als die Holzarbeit.

Hast du vllt ein Bild von solch einem Tisch? Ich habe da was im Kopf, bin mir aber nicht sicher, ob ich richtig bin
 
Perfekt, das ist ja eine von den Varianten, die ich meinte. Meine Sorge ist aber, dass man in der Spalte zwischen L-Stahl des Rahmens und Platte dann Krümmel und Dreck sammelt. Hast du da Erfahrungen mit?
 
Ich finde so etwas immer Interessant und hat was besonderes . Allerdings ist es manchmal Günstiger sich einen Tisch fertig zu kaufen .Streben im unteren Fußbereich würde ich möglichst vermeiden wegen der Beinfreiheit man kann die Beine nicht mehr ausstrecken. Die Platte in einem Rahmen legen naja wenn mal Flüssigkeit ausläuft ein Glas umkippt kommt immer mal vor dann hat man viel zu tun.
NEU Esstisch Mammut 200cm Wild-Akazie 35mm Massivholz Baumkante
 
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Ich finde so etwas immer Interessant und hat was besonderes . Allerdings ist es manchmal Günstiger sich einen Tisch fertig zu kaufen .Streben im unteren Fußbereich würde ich möglichst vermeiden wegen der Beinfreiheit man kann die Beine nicht mehr ausstrecken. Die Platte in einem Rahmen legen naja wenn mal Flüssigkeit ausläuft ein Glas umkippt kommt immer mal vor dann hat man viel zu tun.
NEU Esstisch Mammut 200cm Wild-Akazie 35mm Massivholz Baumkante

Habe ich mir auch schon angeschaut, allerdings raten alle Experten von dieser Unterkonstruktion ab. Die sieht zwar schick aus, aber diese beiden Kufen bekommt man wohl nie 100% stabil. Du hast ja z.B. einen riesigen Hebel, wenn ein 100kg z.B. beim Aufstehen gegen die Kante stößt.
Schick ist er alle Male.

Preislich spart man definitv nichts, wenn man es selbst baut. Aber man hats halt selbst gebaut, Beschäftigung im Lockdown und irgendwie eine Verbindung mit dem Möbelstück. Das ist zumindest meine Motivation
 
Ich habe einen achteckigen Tisch mit Natursteinplatte, Granit Multicolor.
Die Platte liegt auf einem Untergestell aus Fußplatte, zentralem Rohr d = 30cm und einer Kopfplatte aus Stahl.
Fuß- und Kopfplatte sind 20 cm kleiner als die Tischplatte.
Durch das zentrale Rohr ist maximale Beinfreiheit gegeben, kein störendes Tischbein.
Ich könnte mir das abgewandelt mit z.B. 2 15er Rohren für einen rechteckigen Tisch vorstellen.
Da kann man dann auch am Kopfende vernünftig sitzen.
Es braucht auch keine Längsverstebung auf Kniehöhe, wie bei vielen Rohrkonstruktionen.
Nachteil: sauschwer, macht das ganze aber auch standfest :whistle:
Da ich kein Metaller bin, habe ich mir das Gestell bauen lassen, Farbwahl ist dann frei.
Meiner ist blank geschliffen und mit farblosen KFZ-Lack lackiert und eingebrannt.

Fotos möchte ich vermeiden, da der Tisch auch als Zwischenlager für alles Mögliche verwendet wird 🙈 :rolleyes::whistle:
 
Habe ich mir auch schon angeschaut, allerdings raten alle Experten von dieser Unterkonstruktion ab. Die sieht zwar schick aus, aber diese beiden Kufen bekommt man wohl nie 100% stabil. Du hast ja z.B. einen riesigen Hebel, wenn ein 100kg z.B. beim Aufstehen gegen die Kante stößt.
Schick ist er alle Male.

Preislich spart man definitv nichts, wenn man es selbst baut. Aber man hats halt selbst gebaut, Beschäftigung im Lockdown und irgendwie eine Verbindung mit dem Möbelstück. Das ist zumindest meine Motivation
Aber du hast ja alle Möglichkeiten durch Verstrebungen damit meine ich fest verbundene Streben mit den Beinen unter der Platte quasi wo die Platte auf liegt Knotenbleche mit den Rahmen Beine verstärken .
 
Perfekt, das ist ja eine von den Varianten, die ich meinte. Meine Sorge ist aber, dass man in der Spalte zwischen L-Stahl des Rahmens und Platte dann Krümmel und Dreck sammelt. Hast du da Erfahrungen mit?

Den Spalt könntest du ganz am Ende einfach mit schwarz eingefärbten Epoxidharz volllaufen lassen.

Mir persönlich gefällt das zuvor gepostete Untergestell überhaupt nicht. Ich würde mir die Tischplatte in richtig dick anfertigen lassen und dann an den Stirnseiten jeweils solche "Beine" befestigen und unter dem Tisch an den zwei langen Seiten jeweils noch ein Edelstahlrohr aus dem gleichen Material (gegen Durchhängen der Tischplatte je nach Länge). der Aufwand dürfte zudem sehr überschaubar sein da man sich die ganzen Rohlinge ja fertig zurechtschneiden lassen kann

IMG-20210316-WA0007.jpg
PS:
Ich baue auch Möbel gerne selbst aus Holz. Diese 2m lange Sitzbank habe ich für unseren Esstisch gebaut, das Material habe ich mir im Baumarkt zurechtschneiden lassen, die Bank besteht komplett aus 30 mm Fichtenholz und ist super stabil geworden.

IMG-20210316-WA0008.jpg
 
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Den Spalt könntest du ganz am Ende einfach mit schwarz eingefärbten Epoxidharz volllaufen lassen.
Bekommt man dann nicht das Problem, dass das Holz sich nicht mehr ausdehen kann und reißt oder schüsselt?

Mir persönlich gefällt das zuvor gepostete Untergestell überhaupt nicht. Ich würde mir die Tischplatte in richtig dick anfertigen lassen und dann an den Stirnseiten jeweils solche "Beine" befestigen und unter dem Tisch an den zwei langen Seiten jeweils noch ein Edelstahlrohr aus dem gleichen Material (gegen Durchhängen der Tischplatte je nach Länge). der Aufwand dürfte zudem sehr überschaubar sein da man sich die ganzen Rohlinge ja fertig zurechtschneiden lassen kann
Das Untergestell wäre mir auch so verspielt. Ich hätte da eher an ganz klassische vier Beine gedacht

Die Frage ist, ob man bei den beiden Beinen die du gepostet hast, oben einfach im Sinne eines Rahmen verstrebt oder unten eine bodenhohe Querstrebe einzieht. Das habe ich auch schon öfters gesehen
 
Ich bin zwar kein Schreiner, aber ich denke wenn der Tisch aus Leimholz hergestellt wird, welches schon entsprechend durchgetrocknet ist, dürfte das Holz nicht mehr allzu sehr arbeiten, insbesondere da in einem Esszimmer ja normalerweise keine drastischen Temperaturunterschiede vorherrschen und der Tisch ja vermutlich keine 10 m lang oder breit werden soll.
Das Problem mit dem Aufreißen kenne ich nur bei Tischen, die aus einem Stück gefertigt werden, wo also die Platte aus einem dicken Baumstamm gesägt wird. Dort sind Risse unvermeidlich und Bekannte von mir, die auch sehr viel selber bauen, gießen diese Risse auch mit Epoxidharz aus.
 
Hi,

ich suche jmd. der mir ein paar Ratschläge bzgl. dem Tischbau geben kann :)

Momentan überlege ich mir aus Leimholz einen Esszimmertisch zu bauen. Weniger aus Budget-Gründen, sondern eher aus Freude am Basteln. Die üblichen Holzforen habe ich durch, wollte da jetzt aber auch nicht anmelden, da die Stimmung mir da nicht so gut vorkam.
Die Holzplatte würde ich mir fertig vom Schreiner besorgen. Ich will vermeiden mir noch um Oberfräse, Gratleisten und co mir Sorgen machen zu müssen.

Ziel ist etwas im Bauhaus-Stil oder in diese Richtung. Also gepulverter Stahl mit Holz zusammen zu bringen.
Jetzt meine Frage:
  • Wie sieht eine vernünftige Unterkonstruktion aus? Ich dachte zuerst an Kufen, aber die hat jeder mittlerweile und sollen nicht allzu stabil sein. Momentan schwanke ich zwischen einem Rahmen auf dem die Platte bündig aufliegt (und verschraubt ist), wobei ich hier nicht weiß wie es mit der Arbeit des Holz aussieht. Wird die Platte (mit Langlöchern) nicht irgendwann überstehen oder sich zusammenziehen und der Rahmen steht über? Die andere Idee wäre ein Rahmen, in den ich die Platte einlege. Da ist aber auch die Frage, ob das Sinn macht oder ich mir nur einfach eine Rille baue, in die alle Krümmel fallen...
Da @F1Schumi mich hier verlinkt hat, gebe ich mal meinen Senf dazu... Bevor ich diesen ganzen kram mit Automobil-Design angefangen habe, war ich nämlich tatsächlich mal Möbeltischler... Hobbymäßig baue ich nach wie vor gerne Möbel... den Letzten Esstisch habe ich vor 3 oder 4 Jahren gebaut... den dann mit Beton-Füßen...

Bei einer fertigen Leimholzplatte hast Du natürlich weniger mit dem verziehen der Platte zu tun... ansonsten würde ich immer mit Gratleisten in der Platte arbeiten.. da gibt es auch welche aus Aluminium mit Stahlkern... die kann man unsichtbar unten in die Platte einsetzen.

Dann zur Stabilität mit Füßen oder Kufen... das man Kufen nicht Stabil bekommt, ist völliger Blödsinn... Es ist halt die Frage wie man die Teile auslegt. Meine Eltern haben eine Massive 8 cm Eichen-Tischplatte mit den Massen 2,60 Meter x 1,00 Meter... also ordentlich schwer... Dadrunter sind 2 Massive 1,2 cm starke Stahlplatten... Oben ist dann eine Breite 40 cm Breite Platte auf die Kuren geschweißt, also Quasi im Schnitt ist der Fuss oder die Kurve ein T ... Die Platte oben ist dann mit fetten M8 Schrauben verschraubt... in der Tischplatte sind dafür dementsprechende Gewinde Buchsen eingesetzt... Da schwingt oder bewegt sich nichts...

Der Tisch ist ca 770 mm hoch, das ist dann quasi der Hebel... ich will sehen, wie Du eine 800 mm x 690 mm 12 mm Stahlplatte biegst oder in Schwingung bringst... Wenn das T sauber geschweißt ist, ruckelst Du da auch nichts dran.

Bei meinen Tisch habe ich die Betonfüße aussen sitzen, die sind dann nicht wie ein T, sondern eher wie ein umgedrehtes L... Ich habe mir 4 Edelstahlwinkel aus 10mm Edelstahl schweißen lassen, die ich in dem Beton so einbetoniert habe, das nur die Anschraubplatten herausschauen... die Platten die nun aus dem Beton herausschauen sind lediglich 10 cm Breit und 27 cm lang... Beide Füße haben quasi "nur" zwei solcher Platten.... auch da wackelst Du nichts am Tisch...

Mein Tisch ist dann ebenfalls mit M8 Schrauben mit der Tischplatte verschraubt,... Auch hier habe ich Gewindemuffen in die Tischplatte eingebracht... Da meine Küche nicht groß ist, habe ich diese Löcher in den Betonfüßen, um Ansteckplatten an den Tisch zu bekommen... IMG_5922.JPGIMG_5923.JPGIMG_5924.JPGIMG_5929.JPGIMG_6350.JPGhier mal dann ein paar Bilder:
 
da kann ich mit halten... hab das auch mal nach der Schule gelernt....... und mir nach und nach die ganzen Holzbearbeitungsmaschinen zum hobby gekauft.....

leider habe ich wie von viel so gut wie keine Bilder.... mit meinen alte Nokia handy brauch ich auch keine zu machen..
 

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und aus den resten gabs dann immer noch irgendwas....
z.b. die Vase sind die Ausschnitte der Tischplatte von den Tischbeinen...
 

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Ich bin zwar kein Schreiner, aber ich denke wenn der Tisch aus Leimholz hergestellt wird, welches schon entsprechend durchgetrocknet ist, dürfte das Holz nicht mehr allzu sehr arbeiten, insbesondere da in einem Esszimmer ja normalerweise keine drastischen Temperaturunterschiede vorherrschen und der Tisch ja vermutlich keine 10 m lang oder breit werden soll.
Das Problem mit dem Aufreißen kenne ich nur bei Tischen, die aus einem Stück gefertigt werden, wo also die Platte aus einem dicken Baumstamm gesägt wird. Dort sind Risse unvermeidlich und Bekannte von mir, die auch sehr viel selber bauen, gießen diese Risse auch mit Epoxidharz aus.
Bei Holz ist die Temperatur , im Unterschied zu Metall, egal. Interessant ist die Luftfeuchtigkeit. Ich wohne in einem uralten Bauernhaus, bei uns schwankt die rel. Luftfeuchtigkeit zwischen 30 und 70%. Das führt dazu, dass unsere alten Massivholztüren im Sommer im Rahmen fast klemmen und im Winter klappern. Dergleichen mit Schubladen in Bauernkommoden.
 
Hat zwar wenig mit den Holzarbeiten zu tun... aber hier ein paar Bilder zu den Füßen...

der Tisch ist gut geworden und ich arbeite auch gerne mit Beton / Holz und deshalb nur mal als Tipp für den Nächsten Tisch oder für nachbauer
leg an den Ecken noch eine kleine Dreieckleiste oder Hohlkehlleiste in die Verschalung und man hat keine Scharfen Ecken / Kanten an den beinen
habe ich bei meinen Beton sitzbänken Blumenkästen betontreppe u.s.w gemacht..
 

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der Tisch ist gut geworden und ich arbeite auch gerne mit Beton / Holz und deshalb nur mal als Tipp für den Nächsten Tisch oder für nachbauer
leg an den Ecken noch eine kleine Dreieckleiste oder Hohlkehlleiste in die Verschalung und man hat keine Scharfen Ecken / Kanten an den beinen
habe ich bei meinen Beton sitzbänken Blumenkästen betontreppe u.s.w gemacht..
Das Ziel war die Ecken möglichst scharfkantig zu bekommen! Sollte ja zur Tischplatte passen… sollte ein Guss sein!

Wenn zu schlicht ist, muss es so präzise Ecken habe, sonst sieht es zu Grobschlichtig aus...
 
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