Zentrale Datenhaltung und Datensicherung

Viele machen sich da echt keinen Kopf drum, als ich das noch beruflich gemacht habe gab es immer wieder mal nen Anruf: Mein Laptop startet nicht mehr, der Techniker meint die Platte ist defekt. Und wie komme ich jetzt an meine Emails und Bilder dran? Ganz krass waren die, die auch sämtliche steuerrelevanten Daten für die kleine eigene Firma drauf hatten. "Ich hatte das vor ein paar Wochen mal kopiert aber wohin nur?" Da hab ich regelmäßig nen Vogel bekommen. Ich will keinen Overkill, nur beruhigt schlafen weil die Systeme automatisch und zuverlässig arbeiten.

Kleine Firma, da bin ich bei dir.
Momentan werden alle Firmenrelevante Daten sofort bei SW AllwaySync auf Stick gesichert, der Stick verlässt mit mir das Haus und kommt wieder nach Hause. Dieser Stick und eine DVD kommen dann noch in die Unterlagen des jeweiligen Geschäftsjahres, dann sollte alles gesichert gelagert sein.
Gleichzeitig wird alles in eine Cloud (HiDrive von Strato verschlüsselt gesichert). Adressen und Termine sowieso über Cloud und dann Sync mit SmartPhone.
Einmal im Monat eine DVD, extern aufgehoben.
Somit denke ich, dass alle firmenbezogenen Daten gesichert sind.

Für die Daten im privaten Bereich fällt diese Art der Sicherung wegen, da die Datenmenge so langsam an die 2 TB heranreicht.
Daher suche ich auch hier eine Lösung, die auch externes aufheben beinhaltet.

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Gut finde ich, dass Cheffe123 schon zwischen zentraler Datenspeicherung und Backup unterscheidet. Ein Raid ist kein Backup; und ein RAID kann auch mal so richtig im A*sch sein. Und auch, dass die Daten in "wichtig<-> unwichtig" qualifiziert werden. Die Möglichkeiten die heutige SMB Speicherlösungen von synology, Qnap etc leisten sind schon ganz ok. Die erlauben eine befriedigende Datensicherheit mit der Option Backups zu fahren; teilweise sogar mit Medienbruch (z.B. Tape). Cloud Backup (public oder hyperscaler) muss jeder für sich entscheiden; ich bin kein Freund davon und sehe entweder die bereits vorgeschlagene Lösung zu einem Freund/Bekannten/... zu "spiegeln" als eine valide Option an oder das Wochen BU auf eine externe Platte packen und auslagern ...

Hier läuft das wie folgt: Im Keller steht ein 4-disk NAS. Angeschlossen sind 2 externe Disks die via rsync die wichtigen und nicht ganz zu wichtigen Daten erhalten. Dann ist da noch ein freundlicher Nachbar der mir 500G auf seinem NAS zur Verfügung stellt. Und ich ihm ... Da werden nur die wichtigen Daten verschlüsselt hingespiegelt. Nicht perfekt, aber gut genug :-)
 
Klar ist Raid ein Backup.
Es kommt darauf an, was du unter Backup und Raid verstehst.
Wenn man das Spiegeln von tagesaktuellen Daten und eines System nimmt ist Raid kein Backup. Verwendet man ein Raid für bereits ausgelagerte Daten, so ist es ein Backup.
Ist eine reine Definitionssache
 
RAID ist definitiv KEINE Form eines Backups und sollte man meiner Meinung nach auch nicht für solche Zwecke "missbrauchen".
Das Ziel eines RAID ist in der Regel die Ausfallsicherheit eines Systems zu erhöhen.
Sprich anstatt meine Daten auf einer einzelnen Festplatte abzulegen nehme ich z.B. ein RAID 1 aus 2x 1TB Festplatten, das System macht mir daraus eine Festplatte mit 1TB Kapazität und kümmert sich im Hintergrund darum, dass die Daten stets auf beide verwendeten Festplatten "gespiegelt" werden.
Lösche ich nun Daten von meinem RAID 1 (absichtlich oder nicht) sind diese erstmal weg, da durch die Spiegelung die gelöschten Daten automatisch von beiden Festplatten entfernt werden.

Jetzt kommt das Backup ins Spiel. Angenommen ich habe eine wöchentliche Sicherung meines 1TB RAID auf eine zusätzliche z.B. USB Festplatte eingerichtet so wird mir wöchentlich der aktuelle Datenstand des RAID 1 auf diese Sicherungsfestplatte kopiert.
Lösche ich nun Daten von meinem RAID ermöglicht mir das Backup die Wiederherstellung der gelöschten Daten über die vorhin genannte Sicherungsfestplatte.
In der Regel speichert mir das Backup sogar mehrere Versionen der gesicherten Daten, sprich man könnte dann je nach vorhandener Konfiguration die Sicherungen der letzten Wochen/Monate/etc durchsuchen um die gelöschten Dateien vom gewünschten Sicherungszeitpunkt wiederherstellen.

Sowohl beruflich als auch privat Weise ich stets eindringlich darauf hin, dass ein RAID alleine keine Sicherung ist! Natürlich ist die Einrichtung eines zusätzlichen Backups sowohl finanziell als auch zeitlich ein gewisser Aufwand aber sobald man mal erfolgreich etwas aus der Sicherung wiederhergestellt hat weiß man was ich meine :-)
 
Zunächst mal kannst du dir deine Capslock sparen. Der "Umgangston", ja sowas gibts auch schriftlich, ist nicht so meine Wellenlänge.
Fachlich muss ich dich leider wiedersprechen und ob du das nun beruflich oder privat predigst ist glaube ich auch eher unrelevant. Sobald du dein NAS bereits als externen Datenspeicher verwendest, befindest du dich im Bereich eines "manuellen" Backups, ob dieses nun Raid gesichert ist spielt gar keine Rolle, da es nicht revelevant ist. Kleines Beispiel, du speicherst dir deine Daten manuell auf eine externe Festplatte, somit hast du dir ein Backup erstellt, ob diese Platten nun im Raidverbund laufen oder nicht spielt mal sowas von gar keine Rolle.

Wenn mann als Backup nun ein automatisches Backup oder Images vorraussetzt, so würde ich dir sogar recht geben. Allerdings war hier nie die Rede von automatischen Backups und so wie ich die Antworten verstehe, nutzen die "meißten" hier auch eine Art manuelle Backup Funktion.

"Lösche ich nun Daten von meinem RAID 1 (absichtlich oder nicht) sind diese erstmal weg, da durch die Spiegelung die gelöschten Daten automatisch von beiden Festplatten entfernt werden."

Was hat das Bitte mit dem Backup zu tun? Sobald du Daten auf einem Backup löscht, sind sie ebenfalls weg. Ob du sie nun auf einem NAS löscht mit Spiegelung spielt überhaupt keine Rolle, du verstehst?

Edit : Ich muss ergänzen. Natürlich ist Raid keine Form eines Backups. Hier habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Aber ein NAS kannst du als Backup verwenden! Das war meine Idee hinter der Aussage. Auch ist ein NAS /= Raid.

Schöne Grüße
 
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NAS im RAID (3TB) sichert alle Daten, dank Apple automatisch mit Time Machine. Zusätzlich Backup vom NAS auf externe Festplatte. Außerdem auf dem NAS, alle Videos, komplette Musikbibliothek. Und eine Videoüberwachung des Hauses. Aber nix Cloud.
 
Ich habe "wichtige Daten" auf 3 Festplatten, eine davon lagert bei den Schwiegereltern, wird aber nur alle paar Monate aktualisiert. Darauf sind insbesondere Bilder und Mailverlauf, sowie ein paar Word und Excel Dateien der letzten 15 Jahre.
Niemals würde ich diese Daten in einer Cloud speichern, ich will wissen wo meine Dateien sind... Auch auf den Handys der Familie sind alle externen Speicherorte deaktiviert, Die Kinder dürfen in der Wohnung keine Fotos oder Videos machen und via WA verschicken.....
 
Die Idee die Daten "beim Nachbarn" zu parken finde ich gut, das werde ich mal näher betrachten. Immerhin kostet das Backup in der Cloud auch sein Geld.
 
Klar ist Raid ein Backup.
Es kommt darauf an, was du unter Backup und Raid verstehst.
Wenn man das Spiegeln von tagesaktuellen Daten und eines System nimmt ist Raid kein Backup. Verwendet man ein Raid für bereits ausgelagerte Daten, so ist es ein Backup.
Ist eine reine Definitionssache

Da stimmt nicht. RAID und Backup sind eineindeutig definiert. RAID ist eine "Technologie" die (mehrere) Disks in einen 'Verbund' packt und u.a vor Ausfall einer oder mehrere dieser schützt. Ein Backup ist eine Auslagerung von Daten (als Kopie und/oder zur Archivierung). Sollte nun ein Backup auf einem RAID-geschützem "Medium" liegen - hier kein Medienbruch - ist das nice to have, aber keine Notwendigkeit für ein Backup. Aber das hattest Du schon in Deinem 2. Beitrag korrigiert.

Cheffe fährt, wenn ich Ihn richtig verstanden habe, schon einen Fileserver (auf einem seiner PCs) und stellt CIFS/SMB + FTP bereit - RAID 1 gesichert. Jetzt ist der Wunsch nach mehr da: weitere clients, mehr Komfort und ein regelmässiges Backup (ggf. auch ausgelagert) um einen K-Fall abzusichern. Absolut valide Punkte wenn man seine Daten nachhaltig speichern und sicher halten will. Strategien das zu erreichen gibt es viele; abhängig vom Geldeinwurf. Ein dediziertes NAS wäre schon mal ein guter Anfang um die lokalen und Remoteservices abzubilden; Das Design der Remoteservices immer im Hinbllick auf die Sicherheit aufsetzen. Einen Host mit shares oder ein NAS - einfach so und weil es so einfach ist - ins Interweb zu stellen ist grob fahrlässig!

@Cheffe123: Mein Nachbar und ich planen noch zwei gebrauchte, günstige und leistungsschwache Storagesysteme zu kaufen und uns gegenseitig 'Rackspace' zu überlassen ... Nach dem lokalen initialtransfer wird das System dann 3 km transportiert und geht beim jeweiligen Partner in Betrieb. Die Bandbreite dabei ist phantastisch :-)
 
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Zunächst mal kannst du dir deine Capslock sparen. [...]
muss ich dich leider wiedersprechen [...]
Edit : Ich muss ergänzen. Natürlich ist Raid keine Form eines Backups. Hier habe ich mich unglücklich ausgedrückt. Aber ein NAS kannst du als Backup verwenden! Das war meine Idee hinter der Aussage. [...]

Zunächst: Ich finde es gut, dass Du Deinen Beitrag um die wesentliche Korrektur ergänzt hast. :t

Aber auch damit bleibt der Beitrag doch noch kommentierenswert. Ich beziehe mich auf die roten Markierungen:

1. Capslock sind dann ungut, wenn sie unnötig umfangreich benutzt werden. Fipsinator hatte aber (außer der Abkürzung) lediglich das Wort "KEINE" groß geschrieben. Das ist eine im vorliegenden Zusammenhang sinnvolle und maßvolle Betonung. Von "Geschrei mittels Großschreibung" kann hier keine Rede sein.

2. Hast Du eine Sprechstunde? Dann könnte "ich dich wieder sprechen" (aber nicht wiedersprechen). Oder soll ich dir (!) widersprechen? - Sorry, das war zu viel auf einen Haufen!

3. Dein Edit ist keine "Ergänzung", sondern eine Korrektur ins Gegenteil. Oder, weil wir hier ja Digitaltechnik haben: Dein Beitrag #28 geht von true auf false. Das ist nun wirklich keine Ergänzung.

4. Dabei handelt es sich auch nicht um eine "unglückliche" Ausdrucksweise, sondern um einen strammen logischen Fehler. True ist nun mal kein unglückliches False, sondern dessen Gegenteil.

5. Es ist für den Leser wirklich nicht leicht, die "Idee hinter der Aussage" in ihrem Gegenteil zu entdecken.

Nichts für ungut, aber das war schon ein recht sonderbarer Beitrag.
 
Ich lasse es mal so stehen. Ich hatte Raid direkt mit NAS gleichgesetzt. Ich gelobe Besserung beim Lesen. Allerdings sind NAS gute Backup Lösungen im Privathaushalt. Wenn man diese noch im Raid laufen lässt, noch besser. Das mit der Rechtschreibung ist auch nicht so der Hit. Gerade mit dem neuen Samsungs schrecklich oder ich bin einfach zu alt. Als ich vor zirka 10-15Jahren die ersten Raid Systeme installiert hatte (damals noch beruflich), lag der Fokus der Aufgabe und Kundenkreis noch etwas anders (eigentlich nur b2b)
 
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