Ankauf von gestohlenen Bankdatein - was meint Ihr dazu

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Dass Gelder an bestimmten Stellen auch verschwendet werden habe ich gar nicht bestritten, und dass man sich darüber ärgert ist vollkommen normal. Allerdings empfinde ich es als etwas kleinlich, gute und richtige Investitionen des Staates (und das sind mehr als 95% - z.B. die ganze Infrastruktur, Grünanlagen, Schulen, Universitäten, Theater, Oper etc.) wortlos als selbstverständlich hinzunehmen und sich bei Kleinigkeiten lautstark aufzuregen (eine Manier die vor allem die Bild-Zeitung angestoßen hat) und damit seine Steuerhinterziehung in irgendeiner Weise zu beschönigen.
Entschuldige, aber 20Mia für Eurofighter ist keine "Kleinigkeit". Das ist eine gesamte staatl. Neuverschuldung für ein Jahr - keine Kleinigkeit!

Der Unternehmer weiss, wie er zu seinem Vorteil handelt - er maximiert seinen Nutzen und nicht den der anderen, ...
Da isser wieder - der Kotzreiz. Tut mir echt leid aber ich bin ein sog. "Jungunternehmer". Du hast anscheinend nicht den blassesten Schimmer was das bedeutet. Ich trage die volle Verantwortung für meine Angestellten auf meinen Schultern. Solche Kommentare treiben mich zur Weißglut. Wärst du mein Angestellter - ich würde dich fristlos kündigen!!!

Und bitte: Du wirst wohl nicht wissen, was es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bedeuten einen Unternehmen am Leben zu halten. Es geht da nicht nur um mein Leben, sondern um das der Angestellten und des Betriebes. Wenn ich gezwungen bin einen Mitarbeiter zu entlassen, dann handel ich natürlich zu meinem Wohl, aber genauso zum Wohl meiner anderen Mitarbeiter. Der Angestellte versteht das aber nicht... ein kapitalistisches Schwein bin ich dann...

Danke
 
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Entschuldige, aber 20Mia für Eurofighter ist keine "Kleinigkeit". Das ist eine gesamte staatl. Neuverschuldung für ein Jahr - keine Kleinigkeit!

Die Bundeswehr ist nunmal auf modernes Gerät angewiesen, und das sollten wir uns als Industrienation auch erlauben. Entweder wir statten unsere Jungs richtig aus - oder wir sollten den Laden dicht machen. Allerdings ist das jetzt offtopic %:

Jeder, der dagegen ist, hat bei der Wahl die Möglichkeit gehabt, der Linken seine Stimme zu geben, um damit diese Investition zu unterbinden.

Da isser wieder - der Kotzreiz. Tut mir echt leid aber ich bin ein sog. "Jungunternehmer". Du hast anscheinend nicht den blassesten Schimmer was das bedeutet. Ich trage die volle Verantwortung für meine Angestellten auf meinen Schultern. Solche Kommentare treiben mich zur Weißglut. Wärst du mein Angestellter - ich würde dich fristlos kündigen!!!

Und bitte: Du wirst wohl nicht wissen, was es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bedeuten einen Unternehmen am Leben zu halten. Es geht da nicht nur um mein Leben, sondern um das der Angestellten und des Betriebes. Wenn ich gezwungen bin einen Mitarbeiter zu entlassen, dann handel ich natürlich zu meinem Wohl, aber genauso zum Wohl meiner anderen Mitarbeiter. Der Angestellte versteht das aber nicht... ein kapitalistisches Schwein bin ich dann...

Danke

Ich verstehe nicht, wo wir uns da widersprechen ;) Du kannst gerne kotzen gehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du als Chef deines Unternehmens hauptsächlich für dein Wohl arbeitest (und auch für das deiner Mitarbeiter, zu denen du sicherlich auch eine persönliche Bindung aufbaust). Aber du würdest deine Mitarbeiter nicht eingestellt haben, wenn sie nicht für deine Sache arbeiten... du bist kein caritatives Unternehmen, das ist dein Ding, du trägst das Risiko, streichst aber auch den Großteil des Gewinns ein, das ist ein Geben und Nehmen.

Verstehe mich nicht falsch, ich meine das gar nicht böse, ich sehe das sogar sehr positiv, bin selbst wirtschaftsliberal. Aber es braucht als sozialen Gegenpol einen steuerfinanzierten Staat, der nicht hauptsächlich dem Profit und Wachstum verpflichtet ist. Ein guter Staat braucht gleichermaßen neben den fleißigen Unternehmern, die (natürlich auch mit ihren Steuern, aber auch mit der Arbeit, die sie Menschen geben) das Land am Laufen halten, eine funktionierende Verwaltung, die Instrumente bereitstellt, damit so wenig wie möglich durch das Raster fallen. Wenn beide Sachen gegeben sind, kann eigentlich nichts schief gehen.
 
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  • Na zuerst einmal wegen der vielen Millionen Euro, die so zusätzlich in die Staatskasse fließen. Gerade in der jetzigen Situation mit den vielen Schulden hielte ich es für unverantwortlich, so eine Quelle links liegen zu lassen.


  • &:

    Ich erlaube mir, mal etwas abzuschweifen: :X

    Da siedelt sich ein dänischer Fleischbetrieb/Schlachtbetrieb in einer niedersächsischen Stadt an, vergibt an einen zypriotischen Subunternehmer, mit Sitz in Irland, welcher rümänische Hilfsarbeiter zu einem Stundenlohn von 3,- Euro beschäftigt, Aufträge und deutsche Schlachter gucken in die Röhre. Hauptsache der Discounter-Kunde hat Schweinefleisch zum Kilopreis von 2,99 €.

    Solche Machenschaften (wie eben in Wiso gesehen) u.ä. gibt es zu hauf und sollten erst einmal "von staats wegen" wieder in vernünftige Bahnen gelenkt werden, dann können wir uns über die paar Hundert Peanuts-Mios unterhalten.

    Die deutsche Politik ist in großen Teilen zum :ulrich:

    Und im übrigen: Ich gönne es denjenigen, welche "ihr" Geld gemacht haben (i.d. Regel Unternehmer herkömmlicher Schule) die ihre Angestellten entlohnt haben, investiert haben, Steuern gezahlt haben und nicht auch noch, wie einer meiner Vorredner richtig angemerkt hat, Lust verspüren den Steuergeldverschwendenden Beamtenapparat Deutschland (zusätzlich) zu subvensionieren!

    Ich würde mir auch Gedanken machen, wie und wohin mit meinem Geld. Nur (leider) brauche ich mir diese nicht zu machen. :X:#:w

    Also: CD CD sein lassen und dafür sorgen, dass sich niemand mehr unnötig Gedanken machen muß, ob und wie man den deutschen Fiskus umgehen kann.
 
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Ich verstehe nicht, wo wir uns da widersprechen ;) Du kannst gerne kotzen gehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass du als Chef deines Unternehmens hauptsächlich für dein Wohl arbeitest

Du scheinst es nicht zu verstehen. Ich zitiere dich nochmal:
Der Unternehmer weiss, wie er zu seinem Vorteil handelt - er maximiert seinen Nutzen und nicht den der anderen, und genau da ist das Problem, wenn es auf die staatliche Ebene geht ;) Ein demokratischer und moderner Staat ist dem Gemeinwohl und dem Solidarprinzip verpflichtet
Das Eine geht mit dem Anderen Hand in Hand. Wie soll ich denn den Nutzen der anderen maximieren, wenn ich nicht erst meinen maximiere? Und der Staat ist nichts anderes als ein Unternehmen. Um das Wohl der "Kleinen" zu erhalten, muss er unumgänglich das Wohl des "Großen" unterstützen. Und das tut Deutschland nicht! Deutschland ist absolut UnternehmensUNfreundlich.
Ich könnte nun ein Liedchen singen, aber wir schweifen wirklich ab %:
 
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Von dem Ankauf gestohlener Daten seitens stattlicher Behörden halte ich überhaupt nichts. Diese CD sollte aus zwei Gründen nicht von der Regierung gekauft werden.
  1. Per Gesetz ist der Handel mit gestohlener Ware verboten. All jene, die dieses Gesetz brechen, machen sich dem Tatbestand der Hehlerei schuldig. Welches Signal gibt eine Regierung ihren Bürgern, die ihre eigenen Gesetze missachtet und gemäß dem Motto "Der Zweck heiligt die Mittel!" als Hehler auftritt? Gesetze gelten nach dem Gleichbehandlungsprinzip für alle oder für keinen.
  2. Der Gentleman, der sich auf illegale Weise die Daten beschafft hat, würde für seine Straftat von unserer Regierung belohnt. Die Botschaft unserer Regierung wäre, dass Datenbeschaffungskriminalität sich auszahle und gar von Regierungen, insbesondere der deutschen Regierung, gewollt wäre. Da kann man ja gleich Berluskoni oder gleich Paten der Cosa Nostra in die politischen Ämter hiefen. Die wären beim tätigen ihrer kriminellen Geschäfte wenigstens nicht so dilletantisch, wie unsere Regierungsangehörige und würden sie still und leise, ohne großes Gewese durchziehen.
 
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Frage:

..... werden die geforderten 2.5 mio eigentlich ordnungsgemäss versteuert ?!
 
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Ich habe wirklich Probleme mit dieser CD und das obwohl ich kein Geld in der Schweiz habe :D

1. Halte ich den Ankauf von Diebesware durch den Staat für prinzipiell unmöglich, meiner Meinung nach ein Fall für das Bundesverfassungsgericht.
2. Die Leute, die Geld in der Schweiz haben sind überwiegend Besserverdiener, die möglicherweise insolvent werden durch die Steuernachzahlungen, wodurch ihre Firmen insolvent werden und als Folge daraus entstehen mehr Arbeitslose, wodurch die Steuereinnahmen nochmals geringer werden, also ist fraglich, wie viel am Ende überhaupt übrig bleibt von den Steuermillionen
3. Sehe ich es nicht ein diese armen Teufel, die versuchen nicht die Hälfte ihres Einkommens an Vater Staat abzudrücken, aber immernoch genug zahlen, in den
Ruin zu stürzen, für soetwas wäre vielleicht mal eine Volksabstimmung unter den Leuten, die auch Steuern zahlen (Leute, die es nicht tun haben wir ja genug) angebracht.

Mir hat sich bei den Debatten gestern Abend im TV wieder der Magen umgedreht, wenn ich höre, wie gierig der Linke Flügel wieder die Besserverdiener ausnehmen will, das ist noch um einiges geldgeiler, als die die die CD nicht kaufen wollen!
 
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Hi....warum die Daten denn kaufen..geht doch viel leichter::s

....besser der Staat besetzt sofort die Grenzen und kontrolliert fleissig...denn die Steuersünder dürften gerade versuchen Ihre Schäfchen ins Trockene zu bringen, oder?q:

Soweit ich in dieser Richtung informiert bin, macht das der Staat ständig. Und nicht nur an der Grenze. Sondern auch völlig ungeniert in der Schweiz. Die Jungs (und wohl auch Mädels) lungern in den schweizer Metropolen (Zürich, Bern, Luzern, Basel usw.) in der Nähe der Banken rum und notieren deutsche Kennzeichen, wo dann beim Grenzübertritt schon mal das Auto gezielt durch-/untersucht wird.....

Die sind doch nicht blöd.

Wo Finanzamtsmitarbeiter auf Parkplätzen in der Nähe der Autobahnauffahrten die Kennzeichen notieren, um im Nachgang die Steuererklärungen zu prüfen, wie oft im Jahr mit dem eigenen Auto zur Arbeit gefahren wird (Fahrgemeinschaften), da sind die schon darauf gekommen, an den Grenzen zu filzen.

Gruß
Thorsten
 
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ein staat der hehlt erklärt den rechtsstaat für bankrott!

wann foltern wir eigentlich wieder, um informationen zu bekommen, die dem gemeinwohl dienen?
ach ja, wenn jemand dem gemeinwohl gefährlich wird sollte man ihn vielleicht einfach um die ecke bringen!
und ausserdem, mein nachbar macht zur zeit sehr komische sachen in seiner garage, kann da nicht mal wer vom staat nachschauen?

leute leute...hatten wir (oder ein teil von uns deutschen) das nicht schon?

nein! so stell ich mir die zukunft nicht vor!

daher:
die politik soll ein vernünftiges umfeld schaffen, mit legalen mitteln sünder finden und zur rechenschaft ziehen.
aber das was da gerade läuft....unfassbar!

(mal abgesehen davon, dass der arme kerl mit den 2,5 mios überhaupt nicht mehr ruhig schalfen kann...es sind ja nicht ausschliesslich die schlauen unternehmer in der schweiz, sondern auch leute aus dem rotlich-, drogen- oder mafia milieu. ein anruf von denen bei bestimmten leuten....naja, schreien wirs nicht herbei)
 
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Irgendwie scheint hier die Annahme vorzuherrschen, dass alle Großverdiener Steuern hinterziehen. Das ist ein ziemlich schäbiger Schlag in das Gesicht des Großteils der Gutverdiener, die nicht wegen der ach so schlimmen Rahmenbedingungen in einem der reichsten Industrienationen der Welt rumheulen, sondern durchaus gerne ihre Steuerlast tragen. Typisch deutsche Weinerlichkeit…

Steht jedem frei nach Osteuropa, Österreich, in die Schweiz (wenn man ihn da will) oder nach Skandinavien zu ziehen, wenn er meint dort besser zu leben…
 
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Du scheinst es nicht zu verstehen. Ich zitiere dich nochmal:

Das Eine geht mit dem Anderen Hand in Hand. Wie soll ich denn den Nutzen der anderen maximieren, wenn ich nicht erst meinen maximiere? Und der Staat ist nichts anderes als ein Unternehmen. Um das Wohl der "Kleinen" zu erhalten, muss er unumgänglich das Wohl des "Großen" unterstützen. Und das tut Deutschland nicht! Deutschland ist absolut UnternehmensUNfreundlich.
Ich könnte nun ein Liedchen singen, aber wir schweifen wirklich ab %:

Gesamtwirtschaftlich gesehen hast du natürlich Recht - wobei das nicht damit konform geht, dass du dich über die vermeindliche Verschwendung von Steuergeldern so aufregst, dass du - vorsichtig ausgedrückt - Leute verstehen kannst, die daraufhin ihr Geld in der Schweiz anlegen und somit Steuern hinterziehen. Denn das ist eine sehr krasse eigene Nutzenmaximierung auf Kosten der Gesellschaft ;)

Nochmal: Ich meinte damit einfach, dass ein privatwirtschaftliches Unternehmen darauf aus ist, Gewinne zu erzielen. Dass das damit einhergeht, dass sich ein Chef um seine Mitarbeiter kümmert und sie an seinem Wohlstand teilhaben lässt oder dass er sich in verschiedenen Stiftungen engagiert, ändert nichts an der Tatsache, dass ein Unternehmen z.B. nicht mehr Leute einstellt, als es braucht und sich somit nicht um "die anderen" außerhalb des Unternehmens kümmert. Dies geschieht nur auf indirektem Weg, unter anderem eben auch durch die Steuern, die gezahlt werden. Wenn diese nun hinterzogen werden, dann... ja dann &:

Was genau meinst du denn mit Unternehmensunfreundlichkeit? Die Privilegien bei der Absetzbarkeit von Dienstwagen oder von Abendessen in 3-Sterne-Restaurants? :wm
Spaß beiseite: Bürokratische Hürden gibt es sicher genug, aber wenn ich mir so manch mittelständische Firma anschaue, kann es gar nicht soo schlecht aussehen :)
 
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Daten kaufen :t....für mich keine Frage!

Steuerhinterziehung schadet der gesamten Solidargemeinschaft und da ist es für mich unerheblich, ob der Staat Geld versenkt oder sonst was....das eine hat mit dem anderen nämlich nichts zu tun!

Und was die evtl. unrechtmäßige Erlangung von diesen Daten betrifft: Hier geht es ja nicht ausschließlich um die Verwertung dieser Daten in einem Strafverfahren....hier gehts vielmehr um das Eintreiben von unrechtmäßig hinterzogenen Steuern, und da haben die Finanzbehörden die Möglichkeit bis zu 10 Jahren rückwirkend die Steuerbescheide entsprechend abzuändern ;)
 
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Daten kaufen :t....für mich keine Frage!

Steuerhinterziehung schadet der gesamten Solidargemeinschaft und da ist es für mich unerheblich, ob der Staat Geld versenkt oder sonst was....das eine hat mit dem anderen nämlich nichts zu tun!

Und was die evtl. unrechtmäßige Erlangung von diesen Daten betrifft: Hier geht es ja nicht ausschließlich um die Verwertung dieser Daten in einem Strafverfahren....hier gehts vielmehr um das Eintreiben von unrechtmäßig hinterzogenen Steuern, und da haben die Finanzbehörden die Möglichkeit bis zu 10 Jahren rückwirkend die Steuerbescheide entsprechend abzuändern ;)
Ich dachte Du bist Jurist.....

Es geht doch nicht darum, hinterzogene Steuern nachträglich einzutreiben. Auf legalem Weg ist das doch auch völlig korrkt.

Aber hier wird ein (oder mehrere) Gesetz(e) außer Kraft gesetzt, was/welche für jeden Bundesbürger Gültigkeit hat/haben.

Der Mandant, der zu Dir kommt, bei dem ohne eine richterliche Verfügung eine Haussuchung unternommen wird, wie wirst Du den denn vor Gericht verteidigen? Du wirst Dich doch auf die unrechtmäßige Durchsuchung berufen und dafür sorgen, dass die "Beweismittel" nicht zur Urteilsfindung zugelassen werden.

Es geht hier doch um´s Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Oder irre ich mich da.
 
AW: Ankauf von gestohlenen Bankdatein - was meint Ihr dazu

Ich dachte Du bist Jurist.....

Es geht doch nicht darum, hinterzogene Steuern nachträglich einzutreiben. Auf legalem Weg ist das doch auch völlig korrkt.

Aber hier wird ein (oder mehrere) Gesetz(e) außer Kraft gesetzt, was/welche für jeden Bundesbürger Gültigkeit hat/haben.

Der Mandant, der zu Dir kommt, bei dem ohne eine richterliche Verfügung eine Haussuchung unternommen wird, wie wirst Du den denn vor Gericht verteidigen? Du wirst Dich doch auf die unrechtmäßige Durchsuchung berufen und dafür sorgen, dass die "Beweismittel" nicht zur Urteilsfindung zugelassen werden.

Es geht hier doch um´s Prinzip der Rechtsstaatlichkeit. Oder irre ich mich da.

Hi Thorsten,

die ganze Sache ist natürlich - wie leider sehr oft - erheblich komplizierter! Fakt ist, dass sich die Juristen und insbesondere Steuerrechtler in dieser Hinsicht völlig uneinig sind!...es gibt mittlerweile ein erstes Urteil des Landgerichts Bochum (Az.: 2 Qs 2/09) zur Lichtenstein-Geschichte, hier haben die Richter die Rechtmäßigkeit der Verwertung festgestellt (diese Angelegenheit liegt mittlerweile dem BVG vor).....Wie auch immer: Aus rechtsstaatlicher Sicht ist die hier gegenständliche Verwertung keinesfalls "juristisch" klar.

...auch das Rechtsstaatprinzip hat im Übrigen immer seine Grenzen ;)

Ich jedenfalls bin aus solidarischer wie auch rechtlicher Sicht für eine Verwertung!

LG
Daniel

Kleiner Nachtrag: Diebstahl und damit auch Hehlerei wird in derartigen Fällen nicht vorliegen! Die hier gegenständlichen Daten sind keine "Sache" im Sinne dieser Strafnormen....Diebstahl wie auch Hehlerei sind jedoch nur in Bezug auf "Sachen" im Rechtssinne möglich;)
 
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Irgendwie scheint hier die Annahme vorzuherrschen, dass alle Großverdiener Steuern hinterziehen. Das ist ein ziemlich schäbiger Schlag in das Gesicht des Großteils der Gutverdiener, die nicht wegen der ach so schlimmen Rahmenbedingungen in einem der reichsten Industrienationen der Welt rumheulen, sondern durchaus gerne ihre Steuerlast tragen. Typisch deutsche Weinerlichkeit…
Wenn nicht Groß- und Besserverdiener, wer dann sonst? Die anderen haben doch kein Geld übrig, welches sie hinterziehen könnten. Bei den abhängig beschäftigten wird die Lohnsteuer doch eh automatisch vom Staatsseckel eingezogen. Sag mir bitteschön mal, was man von 900€ bis 1200€ monatl. Nettolohn in die Schweiz verfrachten kann. :d


Steht jedem frei nach Osteuropa, Österreich, in die Schweiz (wenn man ihn da will) oder nach Skandinavien zu ziehen, wenn er meint dort besser zu leben…
Das tun doch schon genügend viele Deutsche, die hier in D keine Perspektive sehen. Da wären z.B. Ärzte, die vornehmlich nach Skandinavien, GB, Österreich und in die Schweiz emigrieren.
Alleine letztes Jahr haben knapp eine Mio Deutsche ihrem Heimatland den Rücken gekehrt. Warum wohl? Und das waren sicherlich nicht die Unqualifizierten.
 
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Um meine Entscheidung zu bilden, fehlen mir ein paar juristische Informationen:

Nehmen wir an, dass ein Gangster die staatliche Lotteriegesellschaft überfällt (oder sich in deren Konto hackt).

Dort erbeutet er 1.228.374,52 €!

Die Polzei sucht diesen Gangster.

Bei der Sparkasse Bottrop taucht ca. 1 Monat später ein Mann auf, der 1.228.374,52 € auf ein Konto einzahlen will.

Der DEUTSCHE Bankberater erinnert sich an den Überfall.

Nun zu meiner Frage:

Darf der Bankberater die Polizei darüber informieren?

zu bedenken ist, dass es sich ja auch um einen Zufall handel könnte und der Bankkunde mit dem Raub nix zu tun hat.

Für Antworten bin ich dankbar...
 
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Um meine Entscheidung zu bilden, fehlen mir ein paar juristische Informationen:

Nehmen wir an, dass ein Gangster die staatliche Lotteriegesellschaft überfällt (oder sich in deren Konto hackt).

Dort erbeutet er 1.228.374,52 €!

Die Polzei sucht diesen Gangster.

Bei der Sparkasse Bottrop taucht ca. 1 Monat später ein Mann auf, der 1.228.374,52 € auf ein Konto einzahlen will.

Der DEUTSCHE Bankberater erinnert sich an den Überfall.

Nun zu meiner Frage:

Darf der Bankberater die Polizei darüber informieren?

zu bedenken ist, dass es sich ja auch um einen Zufall handel könnte und der Bankkunde mit dem Raub nix zu tun hat.

Für Antworten bin ich dankbar...

Hi Gerry :)

Natürlich darf er die Ermittlungsbehörden informieren, das ist in dem von dir geschilderten Fall vollkommen unzweifelhaft!...die Informationen des Bankberaters stammen ja gerade nicht aus einer Straftat!

LG
Daniel

Auch nochmal Nachtrag: Gem. § 11 GWG("Geldwäschegesetz") wäre der Bankmitarbeiter in einem solchen Fall mitunter sogar verpflichtet, Anzeige zu erstatten!
 
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ein suzuki alto hat per se nichts auf der autobahn zu suchen. :3dozeyz:


mfg
 
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Ich denke, hier werden mehrere Diskussionen miteinander vermischt, weil es sich gerade so anbietet:
- Alle Reichen sind Betrüger und Steuerhinterzieher etc etc etc
- Soll/Darf der Staat solche Daten ankaufen und verwerten
- Sollen potenzielle Steuersünder ausfindig gemacht und gegebenenfalls bestraft bzw. zur Kasse gebeten werden

Der dritte Punkt ist der einfachste in meinen Augen: wer gegen geltendes Recht verstößt, muß dafür gerade stehen. Das gilt genau so für denjenigen, der in der Schweiz aufgelaufene Gewinne nicht ordnungsgemäß in Deutschland versteuert, wie für den kleinen Angestellten, der auf jeder Lohnsteuererklärung den Staat bei der Angabe von Sonderkosten, Weg zur Arbeit, Privatnutzung des Firmenautos etc etc etc betrügt (und davon gibt es sehr viele).

Der erste Punkt ist eine müßige Diskussion, da wird es keine Einigung geben. Wer einmal etwas Geld in die Finger bekommen hat und dann merkt, wie jeder sich wie ein Raubvogel darauf stürzt, egal ob berechtigt oder nicht, wird sicher auch vorsichtig werden. Nachdem man Einkommenssteuer, Kirchensteuer, Soli abgeführt hat, droht ständig die Diskussion einer Vermögenssteuer, mit der Besteuerung von Erträgen wird Kasino gespielt in der Regierung usw usw. Erbschaft ist dann das nächste Thema, das fast jeden betrifft, der irgendwann einfach mal sein Häuschen weitervererben will.
Trotzdem ein paar Anmerkungen dazu:
Nicht jeder, der ein Konto in der Schweiz unterhält, ist deshalb ein Steuerbetrüger. Privatbanken sind in Deutschland ein wackeliges Geschäft (siehe aktuell z.B. Sal Op), da schaut man auch über die Grenzen. Auch die Konstrukte der LGT (Liechtensteiner Bank) sind durch die Bank alle legal.
Verlockend sind für manche die Möglichkeit, Schwarzgeld ins Ausland zu bringen (mal ehrlich, in welcher Gehaltsklasse wird wohl am meisten schwarz gearbeitet? :w), sowie das "Vergessen" der Angabe der Gewinne bei der deutschen Steuer. Diese Dinge sind strafbar, wie schon gesagt. Deshalb sollte man aber trotzdem vorsichtig sein mit der Generalverurteilung.
Jeder denke mal für sich über folgenden Fall nach:
Nach dem Tod des Vaters bekommt man mit, dass dieser ein Konto mit € 500.000 in der Schweiz unterhalten hat, das aber in keinen Unterlagen auftaucht.
Was würdet Ihr machen?
- es weiterlaufen lassen
- es bei der Erbschaft angeben, das Ganze nachversteuern und vielleicht mit € 100.000 herauszukommen? :w
Denkt mal in Ruhe darüber nach, Geld in Mengen korrumpiert die meisten Leute. Ich würde nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass ich es angeben würde in diesem Fall. Zum Glück habe ich das Problem nicht.

Nun zum Ankauf und zur Verwertung.
Wenn eine deutsche Bundeskanzlerin in einem rechtlich relevanten Kontext davon redet, dass "jedes Mittel recht" sei, dann ist das für mich unerträglich.
Hier geht es noch nicht einmal um die Strafverfolgungsbehörden, bei denen es Kronzeugenregelungen etc gibt. Es geht lediglich um die Finanzämter, die sich etwas anmaßen, was der Exekutive im Notfall vorbehalten sein sollte.

Kleiner Nachtrag: Diebstahl und damit auch Hehlerei wird in derartigen Fällen nicht vorliegen! Die hier gegenständlichen Daten sind keine "Sache" im Sinne dieser Strafnormen....Diebstahl wie auch Hehlerei sind jedoch nur in Bezug auf "Sachen" im Rechtssinne möglich;)
Damit wären also private Daten nicht schützbar, bzw. das würde den Datenschutz und das entsprechende Gesetz ad absurdum führen. Ich bin kein Jurist und kann deshalb nur mit gesundem Menschenverstand die Dinge beurteilen, aber das öffnet dem Mißbrauch Tür und Tor.

Zunächst einmal hat der "Täter" zumindest gegen seinen Arbeitsvertrag verstoßen und gegen das auch in der Schweiz existierende Datenschutzgesetz. Und wenn es sich hier nicht um "Sachen" handelt, warum wird dann ein Preis dafür verlangt und gezahlt? Mit dem Zahlen des Preises zementiert die deutsche Finanzverwaltung und damit der Staat, dass es akzeptabel ist, derart mit Daten umzugehen.

Also wären auch die folgenden Fälle denkbar (ITler sitzen überall):
- Jemand stellt eine "Best-of-"CD einer Krankenkasse zusammen und verkauft sie an einen Arbeitgeberverband
- der baut damit seine Bewerberdatenbank aus, so dass jeder direkt abfragen kann, wie die Fehlzeiten waren
immerhin könnte ja ein Verstoß gegen irgendwelche Vorschriften vorliegen...

oder aber ein Mitarbeiter eines Notariats kopiert die hauseigenen Daten:
Testamente, private Verträge, da könnte ja überall was von einem Konto in der Schweiz drinstehen...
sowas muß man doch nutzen...

Im Kölner Stadtanzeiger stand heute, dass unser ehemaliger Finanzminister die Liechtenstein-Geschichte als "gutes Geschäft" betrachtet hat. Geht es nur noch darum? Würde ja auch dazu passen, dass bei Steuerprüfungen heute grundsätzlich immer etwas bemängelt wird. Jeder muss ja seine Quote machen.

Warum stellt Deutschland nicht die Besteuerung auf eine Grundlage, die von vorneherein Steuerflucht sinnlos machen, sowohl wegen fehlendem finanziellem Anreiz wie auch wegen leichter Nachprüfbarkeit?
Selbst das Vorgehen der Amerikaner - wie üblich mit brachialer Gewalt - erscheint da geradliniger, die auf offiziellem Wege den Zugriff auf Depotinformationen in der Schweiz erzwungen haben.

Deutschland stellt sich auf die Stufe des Geschäftemachers, billigen Abzockers und Möchtegern-Orwells. In der Folge werden Diejenigen, die ständig in Gefahr um ihr Vermögen leben müssen, noch kreativer werden, um dieser Lage zu entgehen und trotzdem in Deutschland wohnen bleiben zu können.
Statt dessen sollten besser vernünftige Grundlagen geschaffen werden, um im weltweiten Wettbewerb bestehen zu können, damit das Kapital gerne im Land bleibt.
Aber wer hätte schon die Hoffnung, dass Deutschland in irgendeinem Zusammenhang begreift, dass es sich dem globalen Wettbewerb stellen muß? :M
 
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Im Zuge einiger anderer Ereignisse wie die geduldeten Preisabsprachen der Energieversorger, spenden-beeinflusster Steuerpolitik der FDP und Co lässt mich das jetzt in der Summe ganz massiv zweifeln an unserem deutschen Rechtsstaat. Ich war zu keinem Zeitpunkt so verdrossen in Sachen in Politik wie heute.
Meine Meinung wie oben schon einmal ähnlich erwähnt: Dieb in den Knast, Daten nicht verwerten.
 
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Ich sehe das so:

Hier werden Sachdienliche Hinweise auf Straftaten angeboten, dafür gibt es eine Belohnung, wie es auch normal üblich ist.
 
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I
Denkt mal in Ruhe darüber nach, Geld in Mengen korrumpiert die meisten Leute. Ich würde nicht die Hand dafür ins Feuer legen, dass ich es angeben würde in diesem Fall. Zum Glück habe ich das Problem nicht.

...Dieter, das ist genau der Punkt! Teilweise wird hier mit zweierlei Maß gemessen: Ich bin fest der Überzeugung, dass es einen "Aufschrei" in dieser Form nie gegeben hätte, wenn es sich um Daten über einen Kinderporno-Ring gehandelt hätte (ich glaube weiter oben hat jemand das auch schon mal in den Raum geworfen;))! Letztlich ist es für alle eine reine Wertungsfrage! Augenscheinlich wird die "Steuerhinterziehung" immer noch als eine Art Kavaliersdelikt gesehen, weil wir ja alle irgendwie unter Steuern "zu leiden" haben! Eine solche Sichtweise finde ich persönlich jedoch falsch....

kein ALGII-Empfänger wird sich über eine solche Vorgehensweise aufregen! Warum?...weil er nicht betroffen ist und das wahrscheinlich auch nie sein wird! Das kann man jetzt natürlich noch weiter spinnen, aber es sollte klar sein, worauf ich hinaus möchte.

Ich denke letztlich, dass jeder Rechtsverstoß mit den möglichen und erlaubten Mitteln rigoros verfolgt werden sollte und das auch ohne Unterschiede.

Im Übrigen: Im Todesfall ist jede Bank in Deutschland verpflichtet, der obersten Aufsichtsbehörde sämtliche Vermögenswerte des Verstorbenen zu melden. Hier besteht also kaum die Möglichkeit für die Nachkommen, sich evtl. Steuerforderungen unerlaubt zu entziehen, das Bankgeheimnis gibt es sodann faktisch nicht mehr! Wenn das so ist, warum sollen dann durch Ankauf von Daten (bei denen noch nicht mal feststeht ob sie strafbar erworben wurden) nicht Steuerstraftaten aufgedeckt werden dürfen....Soll in diesem Fall der Straftäter schutzwürdiger sein, als die Geschädigten oder sogar der steuerbrave Verstorbene und dessen Erben? Aus meiner Sicht: NEIN!
 
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Wenn das so ist, warum sollen dann durch Ankauf von Daten (bei denen noch nicht mal feststeht ob sie strafbar erworben wurden) nicht Steuerstraftaten aufgedeckt werden dürfen....

Daniel, wie könnte man diese Daten denn rechtmäßig erwerben? In Österreich zB ist das Bankkundengeheimnis im Verfassungsgesetz verankert. Die Weitergabe von Kontoauskünften an Behörden, so wie es in Deutschland täglich stattfindet, ist in Österreich eine Straftat.
 
AW: Ankauf von gestohlenen Bankdatein - was meint Ihr dazu

...Dieter, das ist genau der Punkt! Teilweise wird hier mit zweierlei Maß gemessen: Ich bin fest der Überzeugung, dass es einen "Aufschrei" in dieser Form nie gegeben hätte, wenn es sich um Daten über einen Kinderporno-Ring gehandelt hätte (ich glaube weiter oben hat jemand das auch schon mal in den Raum geworfen;))! Letztlich ist es für alle eine reine Wertungsfrage! Augenscheinlich wird die "Steuerhinterziehung" immer noch als eine Art Kavaliersdelikt gesehen, weil wir ja alle irgendwie unter Steuern "zu leiden" haben! Eine solche Sichtweise finde ich persönlich jedoch falsch....
Falsch interpretiert. Ich halte es keinesfalls für einen Kavaliersdelikt und habe auch deutlich gemacht, daß ich für eine Verfolgung von Straftaten bin.
Ich habe in diesem Zusammenhang nur aufgezeigt, wie leicht eine solche Situation entstehen kann, und dass jeder mal für sich selber reflektieren sollte, wie er damit umgehen würde.
 
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