Gar kein sei "abwegiges" (!

) Thema, wie ich finde...
Da ich öfter in Norditalien unterwegs bin (die italophile Ader halt

), kommt es schon mal vor, das man im gebirgigen Hinterland der großen Seen auf Straßen trifft, die man so nicht für möglich gehalten hätte.
Manche sind unwesentlich breiter als ein PKW... links geht es fast senkrecht nach unten ohne Leitplanke oder Bankett und rechts senkrechte Steilwand, so dass praktisch jede zweite Kurve uneinsehbar ist.
Manchmal geht es um eine solche Kurve und da liegen dann auf einmal Steinbrocken, die in der Nacht heruntergekommen sind.
Dann passiert es schon mal, das ich in meiner Corvette oder dem Camaro von ein paar jungen, wilden Azzurris im alten Fiat Uno um die Ecken gejagt werde... und dann bei nächster Ausweichbucht Platz mache, was dann wildes Gejohle nach sich zieht und wahrscheinlich Legenden erzeugt, die noch in Generationen dort unten weitergegeben werden.
Die Jungs habe aber zwei ganz entscheidende Vorteile:
1.) Kennen sie jede Kurve haargenau und wissen (jedenfalls die meisten) was da gerade noch so geht.
2.) Wird die u.U. notwendige Bestattung erheblich günstiger für die Hinterbliebenen, weil ja keine aufwendige Überführung notwendig ist und auch der wirtschaftliche Schaden bleibt doch überschaubar.
Das dort häufig schlimme Unfälle geschehen erkennt man an vielen frischen Blumensträußen, die praktisch in jeder Kurve stehen... Immerhin ein schöner Anblick.
Ich fahre in solchen Fällen also immer mein Tempo... jedenfalls versuche ich es.
Grüße, Holger
P.S.: Das "Härteste" was ich an öffentlicher Straße in Europa jemals erlebt habe, war eine winzige Gebirgsstraße auf der Westseite des Gardasees, die sich zwischendurch in halber Höhe am Berg durch einen unbeleuchteten Tunnel wand. Kaum breiter als ein PKW und einige scharfe, fast rechtwinklige Kurven im Berg. Vorne, hinten völlige Dunkelheit, links und rechts schwarze Tunnelwände, keine Ausweichbuchten. Ein entgegenkommendes Fahrzeug wäre der Horror gewesen.