S54 Inspektion II & Motorrevision bei 85.000 km – Erfahrensbericht

AW: S54 Inspektion II & Motorrevision bei 85.000 km – Erfahrensbericht

Interessant finde ich die Teilenummer der Ölpumpe und in den verbauten Fahrzeugen ... E36 bis E86:

http://www.realoem.com/bmw/partxref.do?part=11417838123&showus=on&showeur=on

... wie gefährlich kann dann die Öl-Pumpe für einen Z4M-Fahrer sein, der den M eher im sportlichen Alltag als auf der Rennstrecke bewegt?

(ebenso bei den Pleuellagern)

Als Alltagsfahrer sollte man sich darüber nicht den Kopf zerbrechen. Und wer es dennoch machen möchte, der holt die Pleuellager mal nach 50.000 km raus und wird erstaunt feststellen, dass bereits Verschleißspuren erkennbar sind.

Die Teileverwendung überrascht nicht, denn die Pumpe vom S54 wird mittlerweile auch als Ersatz für den S50B30 und S50B32 verwendet. Deren Pumpen waren noch anfälliger, wie wir ja leider wissen.
Man kann ja auf dem Foto weiter oben sehen, wie stark der Kolben schon eingelaufen ist und welche Riefen er hat. Sicherlich ist der Betrieb im Motorsport immer fordernder, aber die Pumpe wird nicht schneller gedreht als in der Serie.
 
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Darf ich mal fragen welche Riefen gemeint sind?
Die Ölpumpe sollte doch das Teil sein, welches auf den zwei Bildern vor der Kupplung zu sehen ist oder?
Das einzige was ich da an Schleifspuren sehen kann ist die Innenseite von der Glocke, der Rest sieht doch aus wie neu? Die Spuren auf der Achse sind ja kaum sichtbar und das nach 85k.
Wo gucke ich da falsch?

Würde es btw was bringen die Teile einer neuen vorm Einbau mit einer sehr harten Legierung beschichten zu lassen? Sowas wie Titan oder so?
 
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Darf ich mal fragen welche Riefen gemeint sind?
Die Ölpumpe sollte doch das Teil sein, welches auf den zwei Bildern vor der Kupplung zu sehen ist oder?
Das einzige was ich da an Schleifspuren sehen kann ist die Innenseite von der Glocke, der Rest sieht doch aus wie neu? Die Spuren auf der Achse sind ja kaum sichtbar und das nach 85k.
Wo gucke ich da falsch?


Richtig, da gehts ja auch noch, aber schau mal auf den Kolben in der Pumpe,
(und der ist für das eigentlich "pumpen" verantwortlich)
Fotos nach der Hardyscheibe
 
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aaaaah jetzt ja :D Danke. Wusste nicht, daß das noch zur Ölpumpe gehört.
 
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hi christoph,

sehr interessante dokumentation. habe allerdings etwas mitleid, dass du doch so viel blechen musstest. hoffentlich entschädigen dich die folgenden kilometer. :)

Die Teileverwendung überrascht nicht, denn die Pumpe vom S54 wird mittlerweile auch als Ersatz für den S50B30 und S50B32 verwendet. Deren Pumpen waren noch anfälliger, wie wir ja leider wissen.
Man kann ja auf dem Foto weiter oben sehen, wie stark der Kolben schon eingelaufen ist und welche Riefen er hat. Sicherlich ist der Betrieb im Motorsport immer fordernder, aber die Pumpe wird nicht schneller gedreht als in der Serie.

servus dieter,

habe zwei fragen. habe 2005 einen atm samt nebenaggregaten verbaut bekommen (neue vanos, ölpumpe etc., eben einen kompletten motor). ist dort bereits die verbesserte s54 ölpumpe verbaut worden oder handelt es sich noch um das anfälligere alte modell?
was hältst du von underdrive pulleys? der ursprüngliche sinn ist ja die leistung zu steigern, ich habe jetzt an geringeren verschleiß der ölpumpe gedacht. wie steht's um den öldruck bei niedrigen drehzahlen? reicht dieser dann noch aus oder muss man sich sorgen machen?

Gruß
Phil, der sich freut hier wieder was schreiben zu können. :)
 
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Richtig, da gehts ja auch noch, aber schau mal auf den Kolben in der Pumpe,
(und der ist für das eigentlich "pumpen" verantwortlich)
Fotos nach der Hardyscheibe

Ähh, sind nicht die Zahnräder für das "pumpen" verantwortlich und die Feder in Verbindung mit dem Kolben dienen für einen konstanten Druck??
 
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Ähh, sind nicht die Zahnräder für das "pumpen" verantwortlich und die Feder in Verbindung mit dem Kolben dienen für einen konstanten Druck??

meines wissens nach sind kolben und feder ein überdruckventil, was ab einem gewissem öldruck öffnet, sodass das öl in die ölwanne zurückgepumpt wird. frisst der kolben in geöffneter position (bzw. wird der gefressene kolben irgendwann durch den öldruck in die geöffnete position gezwängt), geht der öldruck flöten.
konstant bleibt der öldruck nicht, der verhält sich proportional steigend zur drehzahl.
mein gedanke war jetzt diesen kolben schonen zu können, wenn der max. druck durch underdrive pulleys nicht erreicht wird. nur wie sieht's bei konstanter fahrt mit 1.500 oder 2.000 u/min aus?

Gruß
Phil
 
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doppelt.

Gruß
Phil
 
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Da hat Phil recht,
und Dieter hatte das auch schon was verschlüsselter geschrieben.
(in dem Beitrag mit den Sekunden zählen)

@Phil
welcome back
 
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ich finde, bevor der S54 von seiten der AG-fahrer hier wieder gebasht wird oder ein S2000 antrieb als standfest oder nicht standfest erklärt wird, sollte man diesen motoren zugute halten, dass sie durchweg härter rangenommen werden als die normalo-antriebe. daher vermeide ich laufleistungsvergleiche, zumal eine 1000km fahrt mit nem S54 mehr spaß macht als....ihr wisst schon.

ich mein, der fredersteller schreibt es dick und fett in den ersten post. autobahn, rennstrecke, pressefahrzeug (da sollte es klingeln), eingefahren von der M gmbH,....als praktikant durfte ich die M's dort auch einfahren....wer weiß, wie viele davon noch auf der straße sind.

also, kein wunder, dass die bilder teils deutlichen verschleiß zeigen. ich würde dem fredersteller mal den wechsel der ölsorte nahelegen, nicht zuletzt, weil der motor vollgesifft ausschaut was ein TWS-merkmal sein dürfte. aber das ist ein anderes, sensibles thema. :-)

zur ölpumpe....ab 1/2007 kam eine DLC-beschichtung auf den regelkolben. damit war der verschleiß offiziell kein thema mehr. deshalb würde ich da nix vorsorglich wechseln, höchstens upgraden.
 
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Der Regelkolben tritt nur in Aktion, wenn der Druck zu hoch ist. Die Pumptätigkeit erfolgt natürlich über die Zahnräder.

Es gab in 2009 und 2010 anscheinend noch größere Probleme mit dem Hersteller der Pumpen, darunter hatten auch wir zu leiden. Zeitweise mußte man auf neue Pumpe warten.

Underdrive Pulleys haben keinen Einfluss auf die Ölpumpe, die über eine Kette angetrieben wird.
 
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ich finde, bevor der S54 von seiten der AG-fahrer hier wieder gebasht wird oder ein S2000 antrieb als standfest oder nicht standfest erklärt wird, sollte man diesen motoren zugute halten, dass sie durchweg härter rangenommen werden als die normalo-antriebe. daher vermeide ich laufleistungsvergleiche, zumal eine 1000km fahrt mit nem S54 mehr spaß macht als....ihr wisst schon.
genau so sehe ich das auch. Dazu sollte man nicht vergessen, dass der Motor von der Konzeption her schon einige Jahre auf dem Buckel hat, und damals waren die Laufzeiten für solche Motoren meist sogar noch kürzer.
 
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genau so sehe ich das auch. Dazu sollte man nicht vergessen, dass der Motor von der Konzeption her schon einige Jahre auf dem Buckel hat, und damals waren die Laufzeiten für solche Motoren meist sogar noch kürzer.

Was verstehst Du unter "kürzer"?

Welche Laufzeit würdest Du einem Z4M Bj.06 bei "flotter" Strassen- und Pässefahrt geben?
 
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Was verstehst Du unter "kürzer"?

Welche Laufzeit würdest Du einem Z4M Bj.06 bei "flotter" Strassen- und Pässefahrt geben?

Das kann man so nicht beantworten. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass in den Achtzigern sicher noch nicht die Laufleistungen normal waren, die wir heute von einem Durchschnittsmotor erwarten. Bei Motoren mit solcher Literleistung sowieso nicht.

Ich sehe kein Problem darin, einen M-Motor 200.000 km zu fahren, wenn er vernünftig behandelt wird. Er braucht als Hochleistungsmotor eben nur ein wenig mehr Aufmerksamkeit als ein "AG-"Motor:
- vernünftiges Warmfahren
- regelmäßige Wartung
- besonderes Augenmerk auf die kritischen Punkte, d.h. Lagerschalen und Ölpumpe

Ich würde selbst mindestens einmal pro Jahr einen Ölwechsel machen, egal wie die Laufleistung ist.
 
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ich kenne auch persönlich einige M3s, die schon an die oder über 200tkm drauf haben (S50B30 bzw. S54....) - also ist es auch möglich.... natürlich brauchen die Dinger gutes Öl und etwas mehr Pflege...
 
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Der weise Mann sagt: "Gehe nicht zum Arzt, wenn Du nicht krank bist".
... zu viel gesunde Menschen kamen mit den dollsten Diagnosen wieder raus.

...oder wie der weise Arzt sagt: Es gibt keine gesunden Menschen, nur schlecht untersuchte.
Das trifft wohl für einen S54 mit 85000 km auch zu...
 
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Hallo Christoph,

nur mal so am Rande eine Frage: sollte man an Hand deines sehr informativen Berichtes hier vielleicht Parallelen ableiten zum 3.0l oder auch 2.8l Modell? Oder betrifft solch eine Revision lediglich nur und ausschließlich das M-QP?
Wenn ich mir hier so deine Bilder von den Lagerschalen etc. anschaue, dann kann einem ja schon mal der Gedanke kommen, dass das in anderen Modellen vielleicht "ähnlich" ausschaut.
Bitte korrigiere mich doch einfach wenn ich da falsch liege....

Gruß aus AC!
Achim
 
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Jeder Motor verschleißt. Bauartbedingt unterliegen die 2.8er und 3.0er aber geringerem Verschleiß. Hier würde ich erst bei über 200 tkm die Schalen tauschen oder es drauf ankommen lassen, weil ein Ersatzmotor, im Vergleich zum S54, nicht die Welt kostet.
 
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nur mal so am Rande eine Frage: sollte man an Hand deines sehr informativen Berichtes hier vielleicht Parallelen ableiten zum 3.0l oder auch 2.8l Modell? Oder betrifft solch eine Revision lediglich nur und ausschließlich das M-QP?
Wenn ich mir hier so deine Bilder von den Lagerschalen etc. anschaue, dann kann einem ja schon mal der Gedanke kommen, dass das in anderen Modellen vielleicht "ähnlich" ausschaut.
Bitte korrigiere mich doch einfach wenn ich da falsch liege....
Hier ein sehr netter Bericht dazu: http://www.zroadster.com/forum/bmw_...r/18611-pleuellager-verschleiss_-_bilder.html

Dies ist die einzige mir bekannte ausführliche Dokumetation inkl. Bilder bei einem "normalen" (also nicht M) Z3
 
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doppelt
 
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Na dann hab ich ja noch was Zeit damit......
(aktuell 107.000 km)

Danke jedenfalls für die Info!!! :t
 
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Im Compact meiner Freundin ist ein M-Motor (welcher weiss ich nicht, hat aber 6 Zylinder) eingebaut. Dies wurde 1996 gemacht, als der Wagen neu war.

Der Wagen wird nicht gewartet wie es BMW vor sieht. Mache alle 2 Jahre (~26'000km) einen Öl-Wechsel inkl. Bremsflüssigkeit und alle 4 Jahre Kühlflüssigkeit. Habe auch schon mal das Lenkunsöl und das Öl des Getriebe und des Diffs. gewechselt. Einmal bei 160'000km waren Bremsen dran und da wurden die Ventile eingestellt. Ja Kerzen mache ich alle 40'000km-50'000km auch Neue rein. Fertig.

Der Motor hat nun 225'000km und wird normal im Alltag benutzt. Sie achtet nicht aufs warm oder kalt Fahren und dreht nie über 45000- 5000U/min. Fährt halt ganz normal und so auch nie schneller als 150km/h. Ihr würde ein Twingo reichen, schätzt es aber trotzdem, auf der Bahn manchmal beim überholen Beschleunigen zu können.

Nebenbei: Einmal fuhren wir neben einander auf der Bahn (leer!). Beschleunigung im 3ten von 60-Begrenzer. Mein Z3 3.0 zog zuerst weg sie holte dann wieder auf. Aber beide Autos war etwa gleich stark. Sie war erstaunt, dass ihr Auto so viel Kraft hat ;). PS: Sie hat den Wagen gekauft, weil er 'schön' sei .... was ist ein M???
 
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Vermutlich ist in dem Compact, neben der Serienmäßig wohl schlechteren Aerodynamik auch der alte 3.0 Liter M Motor mit "nur" 286 PS verbaut, welcher, bekanntermaßen nicht das Ende der Leistungsfähigkeit darstellt.
Daher ist es nicht unbedingt verwunderlich, das dein modernerer 3 Liter Motor in einem Auto, für das er konzipiert ist, mit einem passenden Getriebe und Differential mit diesem "M" gut mithalten kann...
Immerhin sind alle Komponenten, also der Compact selbst und der alte M Motor konstruktiv deutlich älter als dein M54er Triebwerk und der Z3R

ToTopic:
Christoph :t
Finde es super, das du den Motor komplett gemacht hast und dein wunderschönes QP so gut wie möglich pflegst. Hoffentlich wurden die Arbeiten gewissenhaft durchgeführt und du hast erstmal 85.000+ km Ruhe!
 
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Wir haben jetzt an unserem M-Coupé den Motor revidiert. Dabei fanden wir diese Lagerschalen:

110202 003n.jpg


Man kann gut sehen, dass bei mehreren Schalen bereits 2 Schichten weg sind, da das Kupfer durchkommt. Wir nehmen an, dass der Motor viel im Kurzstreckenbetrieb mit Kaltstarts bewegt wurde, wo die Ölversorgung schlecht ist.

Der Motor hat 67.000 km gelaufen. Ölpumpe war ok.
 
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Der Zustand der Lagerschalen ist ja wirklich erschreckend. Wer trotzdem noch den Wechsel bei ca. 80000km anzweifelt, der muss halt auch mit den Kosten eines AT-Motors leben können.
 
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