Ich habe in den letzten Tagen alle drei Motorisierungen ausgiebig gefahren. Mein Fazit:
23i: Der Motor ist sehr drehfreudig, muss aber auch auf Drehzahl gehalten werden, damit es vorwärts geht. Auf kurvigen Landstraßen wirkt er dadurch sehr agil, geht es dann wieder geradeaus, wünscht man sich etwas mehr Punch oben heraus.
30i: Dieser Motor hat einen erheblich angenehmeren Drehmomentverlauf und schafft es dadurch, das Auto aus der Kurve zu beschleunigen. Daher fährt man mit dieser Motorisierung viel entspannter und souveräner.
Es ist also nicht nur eine Frage der reinen Motorleistung, sondern viel wichtiger ist, wie der Motor die Leistung entwickelt. Der 23i ist ein sehr schönes Drehmaschinchen, die wunderbar am Gas hängt und das Auto auch gut vorwärts bringt. Dreht man ihn nicht, dann kommt auch nicht viel. Das ist beim 30i anders.
Bei einem Gebrauchtwagen würde ich auf jeden Fall einen 30i nehmen, da der preisliche Unterschied kleiner ist als beim Neukauf. Beim späteren Wiederverkauf werden die 30i vermutlich leichter zu verkaufen sein als ein 23i.
EDIT: Erweitert um den 35i:
Die Mehrleistung gegenüber dem 30i ist zweifellos spürbar. Allerdings merkt man auch das etwas erhöhte Gewicht. Da der 30i als Sauer etwas spontaner anspricht, wirkt das Auto etwas leichtfüßiger als der 35i. Geht es aber geradeaus, dann drückt der Turbo natürlich massiv vorwärts.