Neue deutsche Nationalhymne :-(

Es ist immer noch naiv, und in der Politik ein in erster Linie populistischer Ansatz.

Das ist nicht ganz richtig. Naiv ist es nicht. Es kann nicht sein, dass die Geber ( = Banken ) immer nur den Profit einkassieren, aber wenn nix mehr geht, auf Profit und somit auf Rückzahlung zu verzichten gäbe es nicht.
Naiv ist es in anderer Hinsicht, weil schlußendlich wieder der Steuerzahler zu Stütze der Banken beigezogen werden wird. Insofern ist das populistisch betrachtet..... reine Augenwischerei.
Augenwischerei deshalb, weil der Streßtest der Banken wohl "geschönt" sein könnten, weil es steht ja schon jetzt fest, dass die Banken mehr Eigenkapital für einen Schuldenschnitt haben müßten. Wo bekommen sie das notwendige Kapital so schnell her? Ganz sicher nicht, in dem sie ihre Bilanzen umschreiben, sondern.... der gewohnte Gang wie vor wenigen Monaten schon einmal.

Warum stellen wohl sich die Banken so extrem quer bei der Forderung, sie sollten sich am Schnitt beteiligen? Sie fordern die Politik heraus, dass wieder Zugeständnisse in ihrem Sinne gemacht werden. Und das geht grundsätzlich immer zu Lasten "Dritter".... selbstverständlich ohne Machtabgabe.
 
Das ist nicht ganz richtig. Naiv ist es nicht. Es kann nicht sein, dass die Geber ( = Banken ) immer nur den Profit einkassieren, aber wenn nix mehr geht, auf Profit und somit auf Rückzahlung zu verzichten gäbe es nicht.
...

Es ist deshalb naiv, weil die Politik weder Mumm noch Möglichkeiten hat, die Banken angemessen zur Verantwortung zu ziehen. Das ist selbstverständlich auch bekannt, es wird den Bürgern aber freilich nicht gesagt.

Nicht dass es zur Meinungsbildung erforderlich wäre, aber ich habe Verhandlungen zwischen Bund und Banken am Verhandlungstisch miterlebt. Das sind schon prägende Erlebnisse.

Aus rein privater Sicht fände ich eine echte - und intelligente - (Teil-)Kontrolle der Banken durchaus gut. Ich halte es aber, jedenfalls in naher Zukunft, nicht für durchführbar. Und daher eben für naiv, daran zu glauben. ;)
 
Nicht nur das....

Als Manager einer Bank würde mich schon bedanken, wenn mir irgendwelche Politiker beibringen wollten das ich auf einen Teil meiner Forderungen gegenüber gr. verzichten muß. Am besten wirkt das natürlich, wenn es sich dabei um die gleichen Politiker handelt, die mich anderthalb Jahre zuvor gedrängt haben Anleihen des griechischen Staates zu kaufen...
http://www.handelsblatt.com/politik...banken-zur-mithilfe/3424458.html?p3424458=all

Wie Jan schon gesagt hat: Der Staat, bzw. die EU muß vernüftige Rahmenbedingungen vorgeben.

Dies wird nicht passieren, daher muß man hier schon Naivität unterstellen ;)

Gruß,

Björn
 
Na dann solltest Du Dich auch informieren und nicht den Mittelstandsvereinigungen der CDU oder ähnlichen Stamm-Brunch-Parolen nachplappern. Es ist bei uns nicht jeder "wir" und bei "wir" ist die letzten Jahrzehnte nicht viel "durchgesickert" von den "Gewinnen".... Wer das ist, müsstest Du Dir jetzt aber denken können. B;

naja.. wenn Du nen Z4 fahren kannst, dann denke ich mal, dass Du schon zu den "wir-Gewinnern" gehörst... ;)

Und mit der CDU / CSU hab ich so wenig am Hut, wie's nur geht.

Nur sollte man einfach mal Realitäten sehen und auch Positives anerkennen.

Das ist wieder genau das, was uns im Ausland als "typisch Deutsch" vorgehalten wird: uns geht's gut und wir müssen dennoch immer nur meckern und alles schlecht reden... :a

Aber jedem seine Meinung ... und wenn ich mir so manche Meinung anhöre, dann ist es vielleicht ganz gut, dass "wir" nicht zu allem gefragt werden, was an Entscheidungen ansteht.

Gruß,
Rudi
 
Der Beitrag ist nen Riesenhaufen Mist!, mehr nicht!
Dadurch wist Ihr auch meine Meinung_-Ende der Diskussion für mi.

Gruß: Sepp

Ooooch, ja, klar:
mein Beitrag ist ein "Riesenhaufen Mist".
Und dein Beitrag ist sicher kurz und knapp - aber leider auch nicht mehr.
Ziemlich inhaltslos.
Wenn Du nicht mehr beitragen kannst oder willst, ist's ja ganz gut, dass das für Dich das Ende der Diskussion ist :w

Gruß,
Rudi
 
Andreas,

was mich mal interessieren würde: in welchem Bundesland lebst Du?

Schon mal was vom Länderfinanzausgleich gehört?
Das, was schon seit gut 60 Jahren in der BRD klappt, um struktur-schwachen Regionen zu helfen, indem wirtschaftlich stärkere Regionen einen Beitrag leisten, haben die "Macher" der EU auch dafür vorgesehen.
Und das ist gut so!
Das nennt man Solidarität. Und die braucht es, wenn man "in Frieden" mit Nachbarn zusammenleben will.
Beispiele, dass es ohne schief geht, gibt die Geschichte genug her.

Ich lebe z.B. in Bayern - und das auch noch gern - stell Dir vor (und nicht wegen der CSU... %:)
Aktuell bin ich also Teil eines Geber-Bundeslandes und auch noch Teil eines Geberlandes innerhalb der EU.
Wenn man so will also gleich 2-fach gefic..!
Na und? Mir geht's gut und da ich will, dass das so bleibt, will ich auch, dass es meinen Nachbarn einigermassen gut geht.... ganz vereinfacht und platt ausgedrückt: wenn's dem Nachbarn besch... geht und mir gut, kommt der noch auf die Idee und sorgt dafür, dass es mir auch nicht mehr gut geht... klingelt's?

Und ich bin mir bewußt, dass Bayern z.B. zu Anfang der BRD einige Jahre ganz massiv zu den Empfängerländern im Länderfinanzausgleich gehört hat und "wir" hier ganz ordendlich davon profitiert haben.
Durch den Willen und die Kraft, was daraus zu machen, haben es unsere Väter und Grossväter nämlich geschafft, auch tatsächlich was draus zu machen. Nicht durch dasitzen und meckern, wie besch... doch alles sei.

Noch was zu Europa allgemein:
Brummm hat's schon angedeutet:
was meint ihr, welches Gewicht Deutschland allein künftig haben würde, wenn es um den Zugang zu Ressourcen geht?
80 Mio Deutsche gegenüber ca. 1,3 Mrd. Chinesen, ca. 1,1 Mrd. Indern, ca. 317 Mio US-Amerikanern, ca. 232 Mio Indonesiern, ca. 195 Mio Brasilianern, ca. 184 Mio Pakistanis, .....
Wie stehen da wohl die Chancen für ein rohstoffarmes Land (Deutschland), künftig an die Ressourcen zu kommen?
Deutschland allein ist irgendwo die Nr. 16...
Die EU irgendwo um die Nr. 3 oder 4.

Und wie viel Geld wollt Ihr Europa-Gegner denn lieber in Rüstungsausgaben stecken, um uns gegen feindlich gesinnte Nachbarn zu verteidigen?
Wollen wir es nicht doch lieber dafür ausgeben, dass es möglichst vielen bei uns und in unserer Nachbarschaft gut geht?

Ich finde es schade, wenn man zu kurz denkt und nicht über den eigenen Tellerrand blickt (oder blicken mag).

Gruß,
Rudi
 
naja.. wenn Du nen Z4 fahren kannst, dann denke ich mal, dass Du schon zu den "wir-Gewinnern" gehörst... ;)

Gruß,
Rudi

Ich gehöre definitiv zu den 99% und nicht zum "geschaßten" 1%.
Mit meinem damaligen Job-Gehalt hätte ich mir als alleinverdienender Familienvater - genauer gesagt zum Anschaffungszeitpunkt - alleinverdienender, geschiedener, unterhaltspflichtiger Familienvater den Z4 auf keinen Fall leisten können. Dafür musste erst jemand anderes gestorben sein. Und da meine Ex so raffgierig war, musste ich schnellstens für Vernichtung sorgen.
Also nix mit "wir-Gewinnern" in meinem Fall. Selbst wenn ich ein Gewinner gewesen sein sollte, war ich ein Verlierer..... männliches, melkbares Scheidungsopfer
 
...
Nie hatten wir in den letzten Jahrhunderten so lange Frieden und Wohlstand.
Das ist v.a. auch dem Umstand zu verdanken, dass es die EU gibt und wir intensive, politische, wirtschaftliche und soziale Verflechtungen gibt.

Wirtschaftliche Verflechtungen haben nichts mit Frieden zu tun. Gerade die jüngere Geschichte lehrt, dass es da keinen Zusammenhang gibt (bzw. die Verflechtungen eher konfliktfördernd sind). Die Bürger haben es vielmehr auf der privaten Ebene geschafft, sich privat mit den Bürgern der anderen Staaten anzufreunden. Das haben überstaatliche Initiativen gefördert, soweit OK, aber eine Wirtschaftsunion braucht es dafür nicht. Eher genug Aufklärung und Bildung in den Staaten. Darin gehen wir hierzulande nicht mit gutem Beispiel voran und wir profitieren dabei auch von den anderen Staaten, aber auch dazu wird keine Wirtschaftsunion benötigt.

...
Europa und die EU ist gerade für uns hier in D jeden Euro und jeden Cent wert!
...
Und wer "unserem" Geld hinterherjammert, sollte sich mal die Aussenhandels-Statistik näher ansehen (und hoffentlich verstehen...):

Griechenland kauft viel mehr 2hochwertige Wirtschaftsgüter" bei uns Deutschen ein, als wir von den Griechen kaufen (und wenn "WIR" was von GR kaufen, dann v.a. einfache, rel. günstige landwirtschaftl. Erzeugnisse).
D.h., unsere Wirtschaft profitiert sogar von den Subventionen, die von der EU an Griechenland fließen!
Seht's mal so: wir sind dabei die Gewinner und lassen uns unsere eh schon starke, hoch effiziente Wirtschaft noch von der EU sponsern. Das ist es, was z.B. die Franzosen so ärgert...

Zwischen Deinem "wir" und unserer Wirtschaft gibt es so gut wie keinen Zusammenhang mehr. Das Reallohnniveau bei uns ist in den letzten Jahren (eigentlich Jahrzehnten) kontinuierlich gesunken. Wir arbeiten zu europäischen Dumpinglöhnen. Das ärgert die Franzosen zu Recht, nicht die Subventionen. Die bekommen sie selbst reichlich für ihre Landwirtschaft (und "wir" zahlen bedeutend mehr hinein als wir heraus bekommen). Der Arbeitnehmer finanziert über seine Verzichte und Abgaben Dein beispielhaftes hochwertiges Wirtschaftsgut, die Gewinne werden bei wenigen privatisiert. Der Schuldenberg des Staates wächst weiterhin.

So wird das Mantra "wir profitieren mehr von Europa" selbst zur bloßen Stammtischparole. Erkläre mir doch bitte endlich jemand plausibel, wie das funktionieren soll:

Per EU-Vertrag ist die Transferunion aus gutem Grund ausgeschlossen. Eben weil es die besser entwickelten Länder nicht schaffen können, die anderen auf das gleiche Niveau zu hiefen. Es braucht eine Anfangskonvergenz und dann gilt das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Das Konzept wird nun über den Haufen geworfen, indem (m.E. rechtswidrig) durch die Hintertür die Transferunion eingeführt wird. Wo bitte soll das hinführen? Den arithmetischen Mittelwert wird hier keiner ernsthaft anstreben wollen.
 
Ich habe die Krise mal bis zum Ende betrachtet und glaube das das ungefähr so aussieht:

Es war einmal ein kleines fröhliches Land, das viel mehr Geld ausgab als es hatte. Damit die Menschen in dem Land weiter fröhlich bleiben konnten, haben Geldverleiher ihnen zu hohen Zinsen Geld geliehen. Die hohen Zinsen haben den Geldverleihern viel Freude bereitet und so waren alle zufrieden. Eines Tages gestand das kleine Land, dass es das Geld nie mehr zurückzahlen kann. Das hat die Geldverleiher sehr geärgert und sie haben jemand gesucht, der dem kleinen Land das fehlende Geld schenkt. Dieser Jemand war auch schnell gefunden, nämlich die Regierung von Michelland. Die haben bei den Michelländern die Renten gekürzt, die Steuern und die Studiengebühren erhöht, die Straßen nicht mehr repariert und noch ein paar andere Sparmaßnahmen eingeführt, so dass genug Geld für das kleine Land da war. Da waren die Geldverleiher aber froh, dass sie ihre Gewinne behalten durften und haben gleich ihre Tantiemen und die Dividenden erhöht. Die Arbeiter, Rentnerund Studenten im Michelland waren jetzt allerdings ein bisschen verärgert aber man hat ihnen erklärt, dass sie ganz ruhig bleiben sollen, da es ihnen ja eh zu gut geht. Das haben sie dann eingesehen und so waren am Ende alle wieder froh und Angela vom Michelland hat noch einen Orden dazu gekriegt, weil sie das Problem so schön gelöst hat.
 
So wird das Mantra "wir profitieren mehr von Europa" selbst zur bloßen Stammtischparole. Erkläre mir doch bitte endlich jemand plausibel, wie das funktionieren soll:

:t

Das "Geben" ist aber schöner als das "Nehmen" &: - Du musst doch hier nur einige Kommentare lesen.
Gut, dass ich mit meiner Meinung nicht alleine bin.
Und es ist vlt. wirklich besser, dass es keine Volksabstimmung in D gibt - für die Politiker, nicht für das Volk!
 
Und was ist dann die Lösung der geschätzten Kritiker hier ? Raus aus Europa und zurück zur D-Mark? Wer das fordert, der hat es dann aber wirklich nicht verstanden.
 
Raus aus Europa (...)

Au ja, Deutschland raus aus Europa - das klingt klasse!

"Deutschland verlässt Europa und zieht um in die Karibik" aus der BRD wird die KRD - die Karibische Republik Deutschland!
Das wär mal eine Schlagzeile ganz nach meinem Geschmack :+
 
Ich meinte natürlich die EU :), aber der Vorschlag von ZQP hat auch was, in die Südsee, oder vor die Küste von Saudi Arabien, dann lassen wir uns von denen aushalten. Na gut, Demokratie ist dann nicht mehr, und die Scharia ist das neue Rechts-System. Aber hey, wir müssten dann nicht mehr die "schreckliche" Geissel einer europäischen Gemeinschaft aushalten... Und immer schön warm.
 
Ich meinte natürlich die EU :), aber der Vorschlag von ZQP hat auch was, in die Südsee, oder vor die Küste von Saudi Arabien, dann lassen wir uns von denen aushalten. Na gut, Demokratie ist dann nicht mehr, und die Scharia ist das neue Rechts-System. Aber hey, wir müssten dann nicht mehr die "schreckliche" Geissel einer europäischen Gemeinschaft aushalten... Und immer schön warm.

In der Südsee können wir mit unseren "Rennern" nix groß anfangen also bleibt nur das Übel der Scharia übrig. Hey, was soll's.... der Sprit ist dafür günstiger und wenn zu teuer, können wir im Namen der Scharia "Hand ab" von den Öl-Multis fordern :b
 
Die Kritiker können doch einfach einen eigenen Staat gründen. Da wird es dann bestimmt ganz ganz toll. %:

Und nein: Meine Insel steht dazu nicht zur Verfügung! :D
 
Und was ist dann die Lösung der geschätzten Kritiker hier ? Raus aus Europa und zurück zur D-Mark? Wer das fordert, der hat es dann aber wirklich nicht verstanden.

Da bin ich aber froh, dass man anscheinend alles verstanden hat, wenn man permanent das "es ist aber schön so" wiederholt. Das schafft doch gleich ein neues Vertrauen in die Politik und die Finanzmärkte ;)

Anscheinend ist eine Lösung nicht so einfach, sonst wären unsere professionellen Vertreter samt ihrem Beraterstab wohl schon darauf gekommen. Mein bescheidener Eindruck ist dass das Europa in seiner ggw. Form gescheitert ist. Das scheinen auch andere zu meinen und daher werden nun zwei Konzepte diskutiert: Verschärfte Integration der Union, alle Macht nach Brüssel, durch Transfer wird ein einheitlicher Standard geschaffen und dann zentral verwaltet. Das andere geht von einer Wirtschaftsunion der "Kernstaaten" aus, die sich relativ ähnlich sind und daher keinen bis sehr wenig Transfer brauchen. Ich für meinen Teil halte ich das zweite momentan für am plausibelsten.
 
Es sind einfach zu viele unterschiedliche Mechnismen (Abhängigkeiten, Verkettungen), die hier immer "rein pfuschen" werden. Daher ist es schwierig, ein Allgemeinkonzept zu konzipieren. Darüber hinaus sind noch so manche "Wirtschaftsblasen" intakt, die noch ihre Auswirkungen haben werden können.

Ach ja.... die Beraterstäbe sind doch Lobbyisten. Das ist den Bock zum Gärtner gemacht zu haben.
 
Zurück
Oben Unten